Nosaj Thing

March 19th, 2010

Es gibt diesen Moment im Verlauf einer jeden bewegten Pubertät. Er hat mit den verstaubten Platten der Eltern zu tun oder mit den zerkratzten Maxi-CDs des großen Bruders. Der Moment

Viacom vs YouTube

March 19th, 2010

Es gibt Dinge, die sind so absurd und lächerlich, die kann man einfach ohne weitere Worte so stehen lassen. Copyright, my ass.

Aus dem offiziellen YouTube Blog:
For years, Viacom continuously and

Diggy Simmons

March 18th, 2010

“… and most of what they postin’ on the blogs ain’t even hot as this!” Tja, Recht hat der Junge, was der abliefert ist nämlich ziemlich hot. Mit dem Nas

1000 Awesome Things

March 17th, 2010

Es sind die kleinen Dinge des Lebens. In der U-Bahn stehen und von einem Baby aus dem Kinderwagen angelächelt werden. Oder immer noch alte Videospiele auswendig zocken können. Oder das


Nosaj Thing

Es gibt diesen Moment im Verlauf einer jeden bewegten Pubertät. Er hat mit den verstaubten Platten der Eltern zu tun oder mit den zerkratzten Maxi-CDs des großen Bruders. Der Moment in dem du das erste Mal wirklich Musik hörst, ganz bewusst, mit allen Sinnen. Der Moment indem sich das Fundament bildet auf dem sich im Verlaufe deines Lebens dein Musikgeschmack erstrecken wird und damit auch ein wichtiger Teil deiner Identität (manche haben ihn nie und deshalb gibt es die Charts).

Jason Chung hatte diesen Moment als Drittklässler, dank des Fahrers seines Schulbusses. Der hörte täglich den lokalen HipHop-Sender und so verliebte sich der kleine Jason in die Hochglanz-Beats von Dr.Dre und die Sound-Experimente der Beatjunkies während draußen die Großraum-Landschaft von Los Angeles vorbeirauschte. Mit 13 gipfelte die Verehrung für seine Lieblings-Produzenten im Wille ihnen nachzueifern und so bastelte er solange am PC seines Vaters herum, der angeblich sogar mit WORD Probleme hatte, bis er zuhause seine eigenen Beats zusammenfummeln konnte. Er saugte alles auf, erforschte jedes Genre, erlebte seinen ersten RAVE, entdeckte seine Leidenschaft für INDIE, ging zu Punk-Konzerten und versuchte dann zuhause all diese Einflüsse, Interessen und Stile in einem Sound-Kosmos zu vereinen. Beim zeichnen von Graffiti-Skizzen drückte der Stift durch und er las seinen Namen rückwärts; sein Synonym war gefunden: NOSAJ (no such) THING. Dann kam die LOW END THEORY. Eine wöchentliche Partyreihe in LA bei der all die bekannten Dub-step-electronica-progressive-whatever-Leute spielten, von Flying Lotus bis Dadelus. NOSAJ hatte seine musikalische Heimat gefunden und gleichzeitig die Plattform, die er für seine eigenen Produktionen brauchte. 2006 veröffentlichte er seine erste EP Views/Octopus, da war er 20. Von da an war er das beatbastelnde Wunderkind aus LA. Zwischenzeitlich bekam er größere Aufmerksamkeit weil Kid Cudi einen seiner Tunes auf seinem vielbeachteten Mixtape man on the moon verwendete. Nosajs Durchbruch kam allerdings erst letztes Jahr. Mit seinem Debüt Drift.

 


Viacom vs YouTube

Es gibt Dinge, die sind so absurd und lächerlich, die kann man einfach ohne weitere Worte so stehen lassen. Copyright, my ass.

Aus dem offiziellen YouTube Blog:

For years, Viacom continuously and secretly uploaded its content to YouTube, even while publicly complaining about its presence there. It hired no fewer than 18 different marketing agencies to upload its content to the site. It deliberately “roughed up” the videos to make them look stolen or leaked. It opened YouTube accounts using phony email addresses. It even sent employees to Kinko’s to upload clips from computers that couldn’t be traced to Viacom. And in an effort to promote its own shows, as a matter of company policy Viacom routinely left up clips from shows that had been uploaded to YouTube by ordinary users. Executives as high up as the president of Comedy Central and the head of MTV Networks felt “very strongly” that clips from shows like The Daily Show and The Colbert Report should remain on YouTube.

Viacom’s efforts to disguise its promotional use of YouTube worked so well that even its own employees could not keep track of everything it was posting or leaving up on the site. As a result, on countless occasions Viacom demanded the removal of clips that it had uploaded to YouTube, only to return later to sheepishly ask for their reinstatement. In fact, some of the very clips that Viacom is suing us over were actually uploaded by Viacom itself.

Update 11:35 Uhr, 19. März 2010

Kleines Update, habe auf Reddit eine interessante Diskussion dazu gefunden und dachte das könnte vielleicht zu einer halbwegs vernünftigen Erklärung des Viacom Super-GAUs führen:

from Reddit.com:

They obviously can see the benefit of sharing media but legally they are restricted from doing so.
permalinkreportreply
—-
This.
Broadcasting networks make a significant portion of their money from selling their shows to foreign broadcasting networks. These are usually sold with an exclusive distribution right for the region.
As an example, CTV has the exclusive distribution rights in Canada to many of the Fox and Comedy Central shows. If Fox or Comedy Central were to distribute the shows for free online and Canadians were able to access them, they would be in breach of contract and CTV would sue them.
This is why there is geo-IP restrictions on many of the network approved, online distribution platforms like Hulu, ABC.com, etc…
I suspect these lawsuits against YouTube are more about maintaining plausible deniability than actually winning the case.

—-
[...]
—-
Don’t worry, if what the YouTube Chief Counsel says is true and there is proof, this is going to be a backfire of epic proportions. Foreign broadcasting networks are probably going to start filing suit against Viacom for breach of contract.
—-
Viacom could simply make the “marketing” argument that their actions increased the popularity and thus interest of the foreign audience, making the show more valuable to foreign broadcasting network.
—-
It would depend on the particulars of the contracts, the videos that were uploaded by employees and the ones they were made aware of and allowed to remain online.
If they are all just short clips then they might successfully make the marketing claim. If they are extremely long clips or full episodes then they wouldn’t have a very compelling argument that it was merely marketing.

Und wo wir gerade bei YouTube sind: Nutzt unbedingt die Feather Beta, wenn ihr die hässlich zugeballerte und richtig schön langsame Seite wieder lieben lernen wollt.


Diggy Simmons

“… and most of what they postin’ on the blogs ain’t even hot as this!” Tja, Recht hat der Junge, was der abliefert ist nämlich ziemlich hot. Mit dem Nas Remix von “Made You Look” und einem astreinen Video überlege ich mir gerade, ob ich mit 14 in ihn verliebt wäre oder nicht. Wahrscheinlich schon. So viel Fashion in Rap gibt’s ja sonst nur bei King Kanye oder Skateboy-P höchstpersönlich. Check it out:
 


1000 Awesome Things

Es sind die kleinen Dinge des Lebens. In der U-Bahn stehen und von einem Baby aus dem Kinderwagen angelächelt werden. Oder immer noch alte Videospiele auswendig zocken können. Oder das Verhältnis von Milch zu Cornflakes richtig hinbekommen. Oder die nicht schon vollgesabberte Seite des Kissens aufdecken. Oder die Fötus-Position in ganz verzweifelten Momenten einnehmen. Oder eine Aufgabe echt beschissen erledigen und trotzdem damit durchkommen.

photo by dotbenjamin

 


Urban Berlin Tour

Ich bin nach Berlin gezogen für Freiheit und Kultur und Kunst und Inspiration und was ich bekam war ein T-Shirt auf dem draufstand “viel Spaß beim Arbeiten!”, dang, Hauptgewinn in der Lotterie für’s langweiligste Leben dass man so in der Blüte seiner Jugend haben kann.

by Chris.Jeriko

Der harte Winter hat allerdings gezeigt, wie wahnsinnig es mich  in den Füßen juckt, und auch, wie sehr ich Berlin (bei Sonnenschein) vermisse. Zurecht hatte ich die Befürchtung, dass der Sommer im Jahre 2010 abgeschafft wurde und deshalb fängt mein Abenteuer durch die Stadt und seine verwinkelten Ecken jetzt schon an, bei Sturm und Eis und Regen und Schnee.

 


Super Mario Land 1

Nur damit Jeriko Bescheid weiß.


Frühlingskippe

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen Protagonisten eines anderen Lebens (anderer Welten, Dimensonen, Zeiten und Gesellschaftsformen) ihre Gedanken, Erlebnisse und Traumata hier. Manche sind Alter Egos ihrer selbst, einige gibt es wirklich, doch die meisten haben nie existiert. In einem Zustand des Nicht-Da-Seins finden sie ihren Frieden darin, in die Außenwelt zu schreien, was sie nicht mehr in sich tragen können. Um ihre Anonymität zu wahren, werden nur ihre Pseudonyme preisgegeben. Willkommen in der Restrealität…

Und im Leben geht’s oft her wie in einem Film von Rhomer und um das alles zu begreifen
wird man was man furchtbar haßt, nämlich Cineast, zum Kenner dieser fürchterlichen Streifen.

Ich stehe auf dem Balkon. Es ist Frühling, noch nicht wirklich warm, aber warm genug, um eine Weile im Sonnenlicht zu stehen und eine Zigarette nach der anderen zu rauchen. Ich blicke an den dreckigen Betonwänden des Plattenbaus gegenüber vorbei auf das erste aufkeimende Grün des dahinterliegenden Parks und mache mir Gedanken darüber, wie oft ich diesen Weg in den letzten drei Monaten zu dir gegangen bin.

Meine Lippen sind trocken, der Balkon ist dreckig und unten tragen die ersten Alkoholiker ihre Pfandflaschen zum Supermarkt um die Ecke. Die Sonne scheint, ich möchte einen Schnaps. Stattdessen zünde ich mir noch eine Zigarette an. Wie lange stehe ich hier schon?

Ich habe Hunger. Wir haben noch nicht gefrühstück oder geduscht. Dein Geruch liegt noch auf mir und das leichte Brennen an meinem Hals zeugt von deiner rastlosen Stutenbissigkeit, mit der du mich durch die Nacht getrieben hast.

Ich drehe mir langsam eine weitere Zigarette. Unten auf der Straße spielen Kinder in Anziehsachen, die ihnen ihre Eltern bei billigen Kleidungsdiscountern gekauft haben. Ich höre den Hund von Simone aus der Wohnung im ersten Stock bellen und denke mir, dass sie sich bestimmt über einen gemeinsamen Kaffee freuen würde. Man kennt sich.

Mich fröstelt ein wenig. Trotz der Sonne ist es doch kalt genug, dass ich eine Gänsehaut bekomme, während ich, unter dem Versuch meine Fassung zu bewahren, in meinen Taschen zum wiederholten Male nach meinem Feuerzeug suche. Manchmal sind Automatismen das einzige, was einem in bestimmten Situationen bleibt.

Drinnen höre ich dich lachen. Ich inhaliere so tief, dass mein Magen rebelliert und ich meine ganze Kraft darauf verschwenden muss meine grüne Galle nicht über die Balkonbrüstung zu entleeren.

Langsam spüre ich, wie die Taubheit der letzten Minuten von mir weicht, welche bis dahin noch Kontrolle versprochen hat. Meine Augen erden feucht und ich versuche mich auf das Zwitschern der Vögel zu konzentrieren, um dem Drang der Tränen nicht nachgeben zu müssen.

Die Balkontür hinter mir wird zu einer Mauer, deren Höhe und Breite sich meiner Wahrnehmung entzieht. Was allerdings durchdringt ist deine Stimme und ich zwinge mich, den Blick in Blocktristesse des Ghettos gerichtet, einen weiteren Zug zu nehmen.

Ich zittere, nicht nur vor Kälte, stehe rauchend im Frühlingssonnenschein und warte darauf, dass du endlich aufhörst mit ihm zu telefonieren.


dragstripGirls on Twitter

In den letzten Woche und Monaten haben B und ich viele neue Freunde über DragstripGirl gemacht. Menschen, mit denen man sonst nicht zusammen gekommen wäre. Wir wurden oft in Staunen versetzt, weil so viele großartige Schreiber in der Underdog-Blogosphäre unterwegs sind. Die Restrealität platzt aus allen Nähten und mit weiteren wunderbaren Projekten wie Kurzschluss wollen wir auch zeigen, wie viel Spaß wir eigentlich daran haben.

Mittlerweile ist unser Team stolze drei Personen breit, Nico lebt sich gerade ein während er sich in Berlin die Kante gibt. Ich sag erwähne das alles jetzt, weil unsere Leserzahlen so angestiegen sind, dass wir nicht mehr jedem persönlich Hallo sagen können. Und deshalb: Hallo an alle.

Für die schnelle Kommunikation, sozusagen entgegen des Amtsweges, gibt es natürlich Twitter. Nur sind unsere privaten Accounts mittlerweile (zu 2/3) tatsächlich auf geschützt gestellt. Wieso? Weil das Leben keinen Spaß macht, wenn Mutti weiß, dass ich mir zwischendurch mal eine Line ziehe (nein Mutti, ich mach Spaß, ich zieh mir keine Line, und nein, ich meine damit keine Wäscheleine, aber doch, ich habe meine Wäsche gewaschen, ACH KOMM MUTTI LASS JETZT GUT SEIN). Das gibt’s alles ja schon hier zur Genüge. Um trotzdem irgendwie da zu sein und perverse kleine Anekdoten aus unseren exhibitionistischen Leben rausposaunen zu können, gibt es ab sofort den Twitter-Account für dragstripgirl. Nämlich @dragstripgirls (ja, mit s hinten, dragstripgirl ist schon belegt).

Für die ganz harten Fans die noch mehr Nähe brauchen gibt’s uns auch noch mal auf Facebook. Sehr ihr, das Ding ist nicht, dass wir unsere Reichweite für irgendwelche Mediadaten aufrecht erhalten wollen. Wir sind zu doof, um hiermit Geld zu verdienen, wirklich. Aber es gibt so viele kleine Sachen, die nicht auf den Blog passen, aber auch nicht verpasst werden wollen.. da eignet sich das Bloggen-Für-Arme doch ganz gut, oder? Genau. Also. Danke an euch, danke an uns, und jetzt: weitermachen.


Kurzschluss-Projekt


No Mans Woman

Frauen. Frauenfeindlichkeit. Weltfrauentag. Ich lach ja über sowas. Den ganzen Tag mache ich mich darüber lustig, Gender Studies, nein, nicht mein Fall. Frauenfeindlicher Rap, den ganzen Tag, ich lache darüber, Schlampenstempel, ich lache darüber, Sekretärinnen, ich lache darüber. Feministinnen, ich lache darüber. Wir leben im Jahre 2010, in Deutschland. Wir dürfen alles und verurteilen Männer, die ihre Frauen zu irgendetwas zwingen! Frauen. FuckYeahTitten.

Das nennt sich dann völlige Selbstdegradierung, und es passiert, wenn man keinen offensichtlichen Kampf kämpfen will, sondern lieber still und leise auf die andere Seite wechselt. Dann fühlt man sich auch nicht angegriffen. Dann lacht man halt die dummen Trullas dafür aus, dass sie sich dem Klischeebild hingeben und redet mit den Typen darüber, wie blond die Alte doch gerade ist.
 



Copyleft 2009-2010 dragstripGirl: this is heavy. . Oh, honey, he's teasing you. Nobody has two television sets