"Girl gone wide."


Info

Eintritt 5 Euro, Musik denkbar schlecht (2. Floor gehört mir alleine, müsst also nicht mal zielen um mit den Tomaten zu treffen). Wer sich die Mühe machen möchte: sharen oder liken oder twittern, eine E-Mail mit Beweislage an contact@dragstripgirl.de schicken und Gästeliste bekommen! Let’s roll together!

by yeahs in Musik


“Love Jihad” ist ein Titel, der das ganze Leben sehr prägnant zusammenfasst. Gypsy-Sounds vs. MIA-geborene Riot-Punk-Pop-Gören.
Kann man auch mal machen. Das mit den Filtern hätten die sich aber sparen können; wörklich.

by yeahs in Musik


Masse (Berghain-Ballet). Techno als Fortschrittsgedanke / “Ein dystopischer Cowboyfilm.” / Kurz vor Klassik angekommen / Wenn Abstraktion deutlicher wird als klare Ansagen / Ballet als Ausdruck meines impressionistischen Denkens / woher soll ich das denn wissen, ob es gut war / schönes Gebäude, dieses Kesselhaus. (Die letzte Choreographie gewinnt, im zweiten Teil war die Musik womöglich passender, der erste Teil bestach durch die Zwillinge und niemand wird je wissen, wovon ich eigentlich rede).

Mount Kimbie, Made to Stray.

Stilsicherheit ist eine undeutliche Kunst / die Frage ist immer, ob Skinny Jeans, Vans und Oversized T-Shirt oder Jogginghose, enges Tank Top und Air Max mit Socken raus / aber letztendlich ergeben sich die Dinge ja je nachdem, was man gewaschen hat.

Beirut. Ende Juni / Kurzzeitig der Gedanke, einen Roadtrip nach Damaskus zu machen / will aber nicht innerlich zusammenbrechen / einmal reicht ja.

“Wieder so ein Ding, auf dem ich druff hängen geblieben bin” / Unnahbarkeit muss gelernt sein / ehrliche Nahbarkeit aber auch / letzteres verwechselt man ab und zu mit Wärme, wenn es eigentlich nur eine gewisse Beschränktheit bezeichnet / also Beschränktheit im Sinne von “dumm und glücklich” / vielleicht sogar “dumm fickt gut” / dumm lacht jedenfalls öfter und lässt sich auf alles ein und trägt keine Verschlossenheit oder gar Zynismus nach außen / ist auch mal wieder ganz nett (aber halt ‘n bisschen #hohl).

Arrested Development. <3

Lippen / so dünn wie der Horizont zwischen Meer und Sonnenuntergang.
(Followed by: “Hast du mich damit gemeint?” “Nein.” “Also schreibst du nicht deine Gedanken abstrakt über mich auf?” “NEIN!” “Das glaube ich dir nicht.” “Hör auf meine Texte zu interpretieren, da steht schwarz auf weiß alles, was Unsinn ist – aber definitiv nichts, was dir weh tun würde.” “Das würde ich jetzt auch so sagen.” “NERV. MICH. NICHT!”)

Mixtapes. Eines Tages wird jemand kommen / sich die Mühe machen, eines ganz anzuhören / die Anstrengungen ertragen, die damit einhergehen / jeden Song interpretieren / ain’t nobody got time for that…

She (Robin Hannibal Rework oder so); Warm Up Phase.
Im ersten Akt: Roman Flügel spielt Send A Prayer und ich rufe ein Taxi zum nächsten Planeten.
Im zweiten Akt: Kölsch, Zig, Panorama Bar, Live at Robert Johnson. Die Jalousien gehen auf, ich verstecke mich unter dem Tresen. Irgendwo holt irgendwer irgendeinem anderen einen runter. Ups.

Genervtheit. Genervt davon, dass andere genervt von dir sind / Können die nicht einfach gehen? / Dein Harmoniebedürfnis nicht an Grenzen bringen? / Können die nicht gehen? / Oder sollte ich mich ändern? / Ab wann fängt man an, an sich selbst zu zweifeln?

Was übrig bleibt. Socken / Jogginghosen / Unsicherheiten

“Meine Verwundbarkeit hat eine dicke Hornhaut bekommen.” / Scripte über italienische Restaurants schreiben / prinzipiell schreiben / oder halt auch nicht.

Komplimente. “Du warst toll gestern.” Danke. Du auch.

by yeahs in (Pop)Kultur Crystal Meth State of Mind


Koreless; meine elektronische Klassik. Ein Ausflug in den Weltall, for sure. An Sonnensystemen und Milchstraßen vorbei. Auf der Yugen EP wird die Illusion kleiner Planeten und ihrer Bewohner verlassen; gegen Utopien und Science-Fiction ausgetauscht. Menschheit und ihre vergessene Geschichte, in Melancholie auf der Suche nach Großem, Göttlichen. Im Universum gibt es keine Drumkits, keine Beats, die Massen bewegen. Ein Rhythmus-Vakuum. Keine Kampfdrohnen wie bei Fatima Al-Quadiri, die in kriegerischen Einsatz sind, sondern Expeditionsmaschinen in der Umlaufbahn hinterlassen sphärische Klänge, die sich alienhaft in den Gehörgang setzen.

Es ist roh, eintönig und ohne besondere Höhepunkte. So stelle ich mir eine Reise durch die Galaxien vor. Irgendwann wiederholt sich das schöne Sternenpanorama. Irgendwann ist Dunkelheit da. Yugen ist ein wunderschönes Release, eine musikgewordene Idee. Hätte ich einen Plattenspieler, würde ich sie kaufen.

by yeahs in Musik


Meine Mutter sagt immer noch solche Dinge wie “… und dann ist sie zu unserem Juden ins Dorf gegangen”, und ich zucke immer noch zusammen, als ob sie gleich etwas ganz schlimmes sagen würde; dabei hat sie das nie gemacht, und meine Panik bleibt völlig unberechtigt.

Ich hätte gerne ein Bett aus Marmor und Lichtverhältnisse wie in Mamas Gebärmutter. Hat man mir aber nicht beigebracht, so eine intrinsische Häuslichkeit, deshalb sind alle Möbelstücke von IKEA und die nächtlichen Stopovers verschwinden morgens ganz schnell, weil es keine Vorhänge gibt. Hat alles seine Vor- und Nachteile, wie man sieht.

Man kommt bestimmt erst dann im Leben an, wenn man regelmäßig staub wischt und einen Wäschetrockner besitzt. Ich werde wohl nie ankommen. Meine Kinder werden in Räumen mit heruntergerissenen Tapeten leben und auf schlecht- mit Tesa-Streifen- aufgehangenen Kino-Poster starren; oder auf selbstgemachte Collagen. Oder auf Shit, den ich mal auf der Straße gefunden habe. Die Blumen wären auf jeden Fall tot. The Weeknd würde im Hintergrund laufen; “musikalische Erziehung”. Die Kinder essen Brokkoli-Kichererbsen mit Tahini-Sauce und singen mit. Sie heben neugierig alte Magazine und verbleichte Bücher auf, stöbern drin rum. Das Internet umgibt sie wie eine wolkige Decke. Immerhin, es gibt keinen Fernseher, dafür eine Anleitung, wie man über Proxys Torrents zieht. Ab und zu schnurrt eine Katze vorbei, vielleicht auch zwei. Die Anlage ist der Knaller. Beats of the Southern Wild.

Heiße Herdplatten umgeben mich wie Kohlenstoffdioxid. Ich verbrenne mir aber nicht schon wieder die Haut vom Knochen, also tanze ich den Paranoid Dub im Stillschweigen und baller mir die Birne voll mit Serotonin, das ist nicht halb so gefährlich wie zzzZzzzzzZ Sara die Geschichte kennen wir schon.

Aber Aufmerksamkeit ist heilsam. Jemand, der sich deine Scheisse anhört und sich die Mühe macht, ein “OP is a fag” einzutrippen. Das Internet, Puff für die Seele. Man bezahlt eine monatliche Pauschale an seinen Provider und schon hat man endlosen Zugang zu Aufmerksamkeit/Unbefangenheit. Ich bin hässlich, dick, faul, ich hasse mich, ich habe keine Freunde, aber immerhin kann ich all diese Dinge auf einer kollektiven Müllhalde abladen, und irgendwer, und sei es nur auf /b/, irgendwer wird sich schon dafür interessieren und mir eine Millisekunde Aufmerksamkeit schenken. Und vielleicht bringen sie sich dann alle doch nicht um, weil diese menschliche Gestik mehr Wert war als eine verschreibungspflichtige Pille.

Als hätte man vergessen, die Kabel der Hi-Tech Stereoanlage anzuschließen, und jetzt sitzt da so ein Idiot vor den Boxen und wartet auf ‘nen Ton.

Die stehen breitbeinig im Leben und haben keine Angst vor den Monstern unter dem Bett. Die erledigen ihre Aufgaben, mal mit mehr, mal mit weniger Sorgfalt, und die wissen wann sie Fehler gemacht haben und wann sie sich dafür entschuldigen müssen. Die machen Steuern und brechen keine Herzen und sind lieb und haben Abitur, manche sogar einen Abschluss. Die sind bewundernswert und kompetent, denkt man, und ich suche mir meine Freunde nach ihrem Verantwortungsbewusstsein aus, meistens jedenfalls.
Und dann haben genau diese Menschen so eine Unart an sich, entweder ohne Gummi zu ficken oder betrunken Auto zu fahren, und ich stehe daneben, facepalme meine Fresse so hart wie es nur geht und möchte sie in ihre Rachen fisten vor Wut. I mean, seriously?

Gästelistenplätze sind keine Handelsware.

Du wirst mich nicht sehen. Ich bin eine leere Hülle ohne Inhalte, keine Google-Einträge, kein Twitter-Account, keine Instagram-Bilder, keine Foursquare-Checkins, nicht mal ein zweites Profilbild bei Facebook. Du wirst mich nicht sehen. Ich werde nicht existieren. Ich bin die dritte Welt. Ich bin das Berlin-Friedrichshain zu deinem Berlin-Mitte. Ich bin deinen Suchfiltern zufolge nicht mehr da. 56k-Modem-Sara.

“Ich bin dein bester Freund. Ich sage dir nur, was du hören willst.” Frag halt einfach nicht mehr nach Feedback.

Geschichte entsteht im Diskurs. Wenn wir aufhören, über uns zu reden, dann verschwinden wir vielleicht, und mit uns auch all diese lästigen Probleme, die uns beschäftigen. Ich glaube, das habe ich schon mal gesagt.

So ist das mit der Realität: sie ist nur die Schnittstelle der Perspektiven mehrerer Individuen. Das ist anstrengend. Meine Story ist nämlich die richtige, und deine langweilt mich. Hart.

by yeahs in Crystal Meth State of Mind


by yeahs in Musik

Schön: wie Robbery vorführt, warum Kopien zwar gut funktionieren können, aber dann leider nur noch auf einer parodierenden Ebene.

$VENDETTA hingegen ist an der Aufgabe glorreich gescheitert – genauso wie einige andere Kandidaten auf der Abschussliste “Deutschsprachige Musikkünstler”. Proof of Concept aus den USA klauen – ne, Cro? – samt Marketingstrategie und sich dann wundern, das niemand von Relevanz – also ich – das gut findet. Authentisch wie der Tatort muss es sein, Deutsch bis zum Scheitern, und sich selbst-kritisierend natürlich. Dann glaube ich auch, dass das aus der eigenen Hosentasche gezaubert kommt, dieses Talent und die Innovation “etwas neues zu probieren”. Etwas neues für wen aber? Für wen ist das neu, wenn man einfach nur Texte ins Deutsche übersetzt, ähnliche Beats produziert, denselben Vibe erstellt und damit dann 5000 YouTube-Clicks bekommt?

Da wundert sich doch niemand mehr, dass Agamben tatsächlich behauptet, der Deutsche hat keine Kultur, sondern nur ökonomische Rationalität. Ach, Robbery. Ihr glaube ich noch, dass sie das aus Spaß macht.

Ach, wenn es wenigstens nicht neu, sondern gut wäre! Die deutsche Sprache hätte ja so viel zu geben, aber sie wird dann nur noch auf Abziehbilder aus dem Englischen reduziert. Gottseidank gibt es Haftbefehl.

by yeahs in Musik


Was halten wir eigentlich von Leuten, die sich dafür entschuldigen, dass sie nicht mehr gebloggt haben? Wo sind meine Mixtapes hin? Wie kann ich ein bisschen gemeiner gucken, selbst wenn ich eigentlich nett sein möchte? Irritationen schaffen! Leute kaputt machen! Zerstörerische Wut entwickeln! Ich hab gestern Angela Merkel gesehen, aber viel wichtiger: sie hat mich gesehen.

So wird man zu seinem eigenen Strudel, zu seiner eigenen selbsterfüllenden Prophezeihung; indem man redet und redet und innere Dinge nach Außen stellt, schön in den Vorgarten, für jeden Hund anpinkelbar, und da muss man dann notgedrungen zugucken; indem das Verborgene zum Offenen wird, indem Geheimnisse, Gedanken und unausgereifte Konflikte schon in der Luft schwirren und man seinen ganzen Schutz verloren hat. Mehr davon, und man dürfte wohl an den kriegerischen Ausmaßen dieses Ego-Ausverkaufs zu Grunde gehen. Weniger, und man verliert jeglichen Halt, den man in der Welt hatte, weil man sich einbildete, dass Worte und Sätze einen an irgendetwas binden könnten.

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by yeahs in Crystal Meth State of Mind


“The Perks of Being A Wallflower” von Steven Chbosky war ein verspätetes Catcher in The Rye für mich, allerdings nicht ganz so eindrucksvoll. Man hat halt bis zum Ende nicht genau verstanden, was eigentlich mit diesem verstörten, aber ganz süßen Jungen passiert ist, und wenn man es dann weiß, dann ist man irgendwie auch schon ganz verstört. Der Roman hatte damals ein knallblaues Cover und wurde irgendwie von MTV verlegt, oder zumindest war das MTV-Logo drauf, deshalb hab ich es mir gekauft. Auf Deutsch war das nicht so gut, auf Englisch habe ich es nie gelesen, aber trotzdem konnte ich mich daran erinnern.

Im Flugzeug habe ich dann gesehen, dass der Film mit Emma Watson und dem unglaublich wunderschönen Ezra Miller verfilmt wurde und da dachte ich, entweder ich fick mein Gehirn noch mal mit Cloud Atlas oder ich lasse mich auf ein bisschen Teenage-Coming-of-Age-Shit ein, der mich wahrscheinlich zum Weinen bringt. Und da habe ich natürlich, weil ich so gerne ein Emo bin, schön im A380 meine Nackenwurst rausgeholt, meine bombastischen Schlaftabletten geschluckt und zugesehen, wie schön und schwer Jugendlich sein eigentlich ist.

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik


Guess who’s back? Als hätte jemand quer durch’s Don Xuan Center “einmal Ente Kross” gerufen, so watschel ich völlig zerballert von einem 10-Stunden-Flug zurück in mein geliebtes Kreuzberg und stelle fest, dass die Arbeit leider genauso auf mich gewartet hat wie ihr auf die Sonne. Wie sehr sich meine abgebrannte Haut von meinen Knochen schälen lässt, dürft ihr aber alle morgen in ganz nah miterleben, wenn ich am Rande der Ohnmacht und vom Jetlag gefickt an den “Turntables” (hahaha) stehe und mit meinen Lieblingsboys ein Set spiele, von dem wir noch keine Ahnung haben, was es beinhalten wird. Beim sechsten Luzia-Geburtstag wird 36 für eine Nacht ins Ghetto verlegt. Die einen kennen es als ranziges Schwimmbad, die anderen als Austragungsort für die Boiler Room Afterparty, ich kenne es nur als Nachbar zur naheliegenden Superkneipe “Magendoktor”; dort habe ich mal gewohnt. Für die Groupies unter euch: wir sind erst spät dran und wer will sich eigentlich Koze anhören, ich meine, SCHON WIEDER?! Geht also zeitig ins Bett und steht zum Sonnenaufgang auf, fahrt zum Stattbad und lasst euch zum Sektfrühstück ein bisschen Bass in die Ohren brettern. Immerhin bin ich der Diplo unter den Amateuren.

Mehr zu den Abenteuern meines Lebens gibt’s dann, wenn ich wieder mehr kann als nur in der Ecke liegen und leise vor mich hin wimmern.

by yeahs in Berlin