Religion

Veröffentlicht August 31, 2009

In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen Protagonisten eines anderen Lebens (anderer Welten, Dimensonen, Zeiten und Gesellschaftsformen) ihre Gedanken, Erlebnisse und Traumata hier. Manche sind Alter Egos ihrer selbst, einige gibt es wirklich, doch die meisten haben nie existiert. In einem Zustand des Nicht-Da-Seins finden sie ihren Frieden darin, in die Außenwelt zu schreien, was sie nicht mehr in sich tragen können. Um ihre Anonymität zu wahren, werden nur ihre Pseudonyme preisgegeben. Willkommen in der Restrealität…

Religion

Da wo ich herkomme, gibt es genau zwei Regeln: Entweder du schaffst es, oder du schaffst es nicht. Entweder du bringst die höchste Leistung– gute Ausbildung, beste Rezitationen, eine fröhliche Hochzeit, zwei starke Söhne, ein großes Unternehmen, die absolute Korrektheit im Umgang mit allem– oder eben nicht. Ein Fehler, und du bist raus aus dem Spiel. Freunde? Keine Chance. Hier geht es um das Überleben. Familie? Die sind dazu da, um sich enttäuscht von dir zu fühlen. Sie haben für dich keine andere Existenzberechtigung. Sie zählen dir jeden Tag deine Fehler auf, bis du sie korrigierst. Deine Daseinsberechtigung ist es, alles besser zu machen als die, die vorher da waren. Deine Brüder, Schwestern, Nachbarskinder, Schulkameraden (besonders die Schulkameraden), Arbeitskollegen, und so weiter. Es ist ein endloser Teufelskreis des Drucks und der Erwartungen. Für die Mystik, für die Norm, für den Standardwert eine Geschichte, die du nicht leben willst. Es ist vorbei.

Da wo ich herkomme, spielen überbewertete Metadiskussionen überhaupt keine Rolle, so etwas wie Liebe oder Emotionen oder psychische Krankheiten oder Liebe oder Emotionen oder diese verdammten psychischen Krankheiten. Die Vorstellung von psychischen Krankheiten selbst werden als eine ganze Krankheit eingestuft, und wenn man glaubt, man wäre ausgebrannt oder energielos oder irgendwie auch nur im Ansatz dem Wahn hingegeben, sei es eine Depression oder eine kleine Delle im Idealismus der Gesellschaft, dann ist man schon krank. Aber nicht “psychisch-behandelbar-medizinisch-belegbar”-krank, so wie man es kennt, sondern “Hirngespinst-du-bist-doch-nur-faul”-krank, so eine Art von krank, die man sich angeblich aussucht, genauso, wie sich Homosexuelle aussuchen, schwul zu sein, oder Schwarze, schwarz zu sein. Minderwertig sind sie, diese Typen.

Ich wurde früh aussortiert. Falsch: Ich habe mich früh selbst aussortiert. Ich fühlte mich eingesperrt. Ich fühlte mich krank, krank im Kopf. Ich musste zusehen, wie ihr — ihr durftet anders sein. Ihr durftet das alles, ihr durftet euch hingeben, ihr durftet frei sein, ich durftet glücklich sein, ihr durftet lieben, ihr durftet arm sein, krank sein, schlecht sein, ihr durftet weinen und laut, unerhört lachen, ihr durftet so viel lieben, wen ihr wolltet. Ich drückte mir die Nase platt an dem Schaufenster, von dem ich aus nach draußen starren konnte, es tat so weh, die Tränen in meinen Augenhöhlen zu verbergen, verbrennen, bis sie wieder in mich hineinflossen, bis ich nicht mehr konnte, bis der Schmerz, diese Sehnsucht herausbrach, das Fenster explodierte, und ich mich selbst in das fürchterliche Aus der Kinderschänder, Sodomisten, Hedonisten, Heiden und Sündiger katapultierte.

Nackt und frei, ich hatte Angst. Ich wusste nicht, wohin ich gehen sollte. Es war kalt, unfreundlich. Egal wie sehr ich gelitten hatte– nie war es so schlimm wie hier. Ich war auch vorher alleine gewesen, aber ich kannte meine Bestimmung (wenigstens). Go hard or go home. Hier hatte ich keine Bestimmung. Ich irrte in einem Garten voller Fallen, und ihr nahmt mich und habt mich mit Drogen vollgepumpt und mit Gedanken, die ich nicht mehr loswerde, mit Fantasien, die abartig sind. Ich will nur noch ficken, ich will nur noch schniefen und spritzen und fühle immer noch genauso wenig wie vorher, und ich will zurück, und ich kann nicht mehr, nie wieder. Es geht nicht vorwärts, es geht nicht zurück.

Es war vorher leer, und es ist immer noch leer. Dieser Typ, Gott– er hat mich umgebracht, hat mich ins Grab gesteckt, hat mich wieder aufgeweckt um für immer mit lebenden Untoten in einem Bett zu schlafen. Lässt mich in der Hölle rotten. Meine Entscheidung, meine Freiheit, die Sehnsucht und die Liebe, die mich von dem düsteren Ort der Regeln getrieben haben, alles dafür. Alles, um hier zu enden, elendig und fertig. Mein Leben: noch nicht vorbei, aber hart an der Grenze.

– Dareios I.

Religion · Kategorien: Restrealität · 2 Kommentare
 
 

Endlich komme ich dazu, auch mal was zum Zombie Flashmob von Samstag zu schreiben. Ich kann nur wiederholen, was anderweitig schon aufgefallen ist: das war kein Flashmob, das war ein Happening… und es war gut.

Zombie Flashmob Berlin

Aber für das, was es war, hat es verdammt viel Spaß gemacht. Gleichzeitig liefen wohl noch einige andere Flashmobs ab, die allerdings tatsächlich auch diesen Namen verdienen. Dreihundert Leute haben sich Stockholm mal zu Herzen genommen und die größten Plätze in Berlin zu einer riesigen Michael Jackson Tanzfläche gezaubert. Der Höhepunkt wurde erreicht, als Zombie Happening und Beat It Flashmob nacheinander am Brandenburger Tor abliefen. Man, man, man, dass man bei sowas noch mitmachen darf in dieser Zeit…

Mit dabei waren noch Marcel und einige meiner spießigen Kollegen, die um Gottes Willen keine Farbe abbekommen wollten (ist übrigens wieder aus den Klamotten rausgegangen, der erwartete wirtschaftliche Ruin ist damit ausgeblieben und die Suche nach Entschuldigungen für meine Kaufsucht geht weiter).

Unglücklicherweise sehe ich auf den meisten Bildern und Videos, die ich so im Internet bisher entdeckt habe, so beknackt aus (und weniger wie ein Zombie als wie eine sabbernde Zurückgebliebene), dass ich euch mal den Fokus auf mein blutverschmierters Antlitz erspare. Wer sich trotzdem ein Bild davon machen möchte, wie das ganze wohl aussah, wird an den folgenden Stellen fündig:

1vo FlickR Set “Michael Jackson Zombie Flashmob Berlin“, PictureReport, Jeriko, BerlinCityMobber, Mindsdelight

(Foto ist aus dem FlickR Set von 1vo)

Edit: Ach fuck that, wie wär’s mit mehr als 10.000 Tänzern in Mexiko, die zu Thriller abgehen? … dagegen waren wir ja mal ‘ne Horde Amateure.

 
 

Berlin Weekend: KW 35

Veröffentlicht August 28, 2009

Tja, was ist in Berlin passiert in dieser Woche? Nicht viel! Umso mehr freuen wir uns natürlich auf das Wochenende, das reich bespickt wurde mit allerlei diversen Veranstaltungen und Partys, die man aufsuchen könnte, wenn man nicht lieber zu Hause auf der Couch rumvegetiert (so, wie ich es gerne tun würde).

Party in Berlin

Freitag, 28. August 2009

Heute ist nicht so viel los in der Hauptstadt; zumindest nichts, dass mich vom Hocker reisst. Koletzki legt in der Hobbetosse auf, die feiern nämlich sechsjährigen Geburtstag dort. Joah, dann mal viel Spaß da, ich werde mit meinen Arbeitskollegen einen weiteren Meilenstein erst im Prater begießen und später spontan entscheiden, ob und wo das Tanzbein geschwungen wird. Ich tendiere aber zum seichten Abklingen zur Spreeterasse, wenn das Wetter sich noch hält.

MS-HOPPETOSSE:  6 JAHRE BETRIEBSFEIER

  • Oliver Koletzki (Stil vor Talent)
  • Channel X -live- (Stil vor Talent)
  • Empro (home sweet home, mind the crap)
  • Fabiano (mind the crap)Coco (kreis.studio)
  • Mads Elsoe (Galop, Kopenhagen)
  • Kristian (24 Reasons, Kopenhagen)

Um 23.59 in der  Eichenstraße 2, 12435 Berlin

Details gibt’s auf myspace.com/betriebsfeier

Jacki Terrasse: Terrasse Espeziale

  • ALEX / VOICES COLLECTIVE (LONDON)
  • HUNEE (INTERNASJONAL/WT)
  • CHEERS CHRIS (MIRAGE)
  • ILJUSCHA ( MACARONI CLUB)
  • KNÜPPEL (TOKYO CONNECTION)

Fängt um 17 Uhr an, an der Schillingbrücke (Ostbahnhof).
Mehr Details auf myspace.com/spreeterrasse

Samstag, 29. August 20009

Eh, wenn ich irgendwann vom Kater auferstanden bin, geht es morgen auf jeden Fall zum Zombie Flashmob. Um 15:30 am Potsdamer Platz, ich hoffe, ihr seid startklar! … dann wollte ich ja eigentlich noch zum Summer. Pop. Shopping., aber so wie es aussieht, wird das mal wieder eng mit der Kohle (vor allem, nachdem die Sparkasse richtig scheisse gebaut hat. Wann ist der nächste Reclaim dran? Die mach ich fertig!)… also erstmal abwarten, ob man da nicht Sonntag noch vorbei gehen kann.

Ob ich dann nochmal feiern gehe, ist zwar fraglich, aber das stünde eventuell auf dem Programm:

Villa: AWESOME!

Live:

  • _MARAL SALMASSI [television rocks/munich]
  • _ZERO CASH [television rocks/ cologne]

DJs:

  • _HERR SÜSS & HERR SAUER [berlin]
  • _ADAM PORT [souvenir, keinemusik]
  • _DAVID DORAD [bachstelzen]
  • _PEOPLE’S CHAMPION [the white obama]

Latrine

  • _DR. ALBERN [schlechte musik]
  • _THE SCHLECHTBOYS [schlechte musik]

Eine souveräne Line Up, wird wahrscheinlich wieder so 8-12 € Eintritt kosten und packe voll mit druffen Kids sein. Irgendwo an der Landsberger Allee.

[030] Party 2009

Ich weiß nicht was ich von dieser Party halten soll- ist zwar kein aufdringliches oder schlechtes Stadtmagazin, die 030, aber das wird wirklich überrannt sein von kleinen Kindern, die ihren letzten Ferientag feiern wollen. Plus teuer. Und ganz lange Anstehen. Aber irgendwie hört sich das nach viel Spaß an… und immerhin kommen Fukkk Off, Housemeister, Robert Rodriguez, KIZ Soundsystem (jetzt kann man über KIZ sagen was man will, die Beats zünden Bomben)…

50 DJs & Live Acts auf 11 Floors
Wie jedes Jahr bietet die [030] Party eine musikalische Bandbreite, wieman sie kaum auf einer Party in Berlin finden kann. Techno imKesselhaus, HipHop im Maschinenhaus, 15 Jahre Berliner Sound im Club 23, Live Karaoke in der Alten Kantine, Diskomat im NBI oder Live Rock imFrannz Club. Für jeden ist etwas dabei.

Auf dem Jam FM Floor im Palais legen Itchino Sound, Harris und das K.I.Z. Soundsystem auf. Bewährtes Programm gibt es auf den Soda-Floors: Die Resident-DJs legen R’n'B,Black Music und Dance Classics auf. Auf dem Hof gibt es wieder denBiergarten unter dem Berliner Sternenhimmel. Den Geburtstag des King of Pop feiern wir im Soda Salon.
Tickets: 10 Euro

Mehr Informationen dazu bei 030.

Berlin Weekend: KW 35 · Kategorien: Berlin · Comments Off
 
 

Favourite Tracks #1

Veröffentlicht August 27, 2009

So, es gibt ab sofort in unregelmäßigen Abständen eine Liste der aktuellen Lieblingstracks zu hören. Ohrwürmer, Indie-Fanfaren oder One-Hit-Wonder, alles völlig egal, solange ich morgens in der U-Bahn immer noch in meinem Kopf mitsingen kann. Eure aktuellen Lieblingssongs will ich bitte in den Kommentaren sehen.

Kesha

Kesha – Tik Tok
Erinnert ihr euch noch an Uffie? Natürlich erinnert ihr euch noch an Uffie. Uffie war diejenige, die mit diesem weiblichen Rap-Indie-Electro Hybrid Trend angefangen hat. Und die sich dafür gefeiert hat, ein “Hot Chick” zu sein. Ich habe Uffie geliebt, und das trotz des beschissenen Konzertes an meinem 19. Geburtstag. Jedenfalls hat sogar Kylie Minogue zeitweise einen auf Uffie gemacht, und zwei Jahre später will es auch Kesha wissen. Eh, es hört sich trotzdem gut an.

Before I leave, brush my teeth with a bottle of Jack
Cause when I leave for the night, I ain’t coming back

The Black Keys – Lies
Wenn es Musik gibt, die das Label “QUALITÄT” aufgedrückt bekommen sollte, dann The Black Keys. Ich habe noch nie so bewegende Gitarren gehört, noch nie so viele Emotionen in einem Sound, der sich durch so einfache Klänge zusammenfügt. Ganz besonders Lies hat es mir angetan- er hört sich nach schäbigen, alten Bars an, nach schmutziger Luft, Schmerz, Leidenschaft und Energie… Worte können das gar nicht zusammenfassen. Attack and Release bei Amazon kaufen.

I’d leave this time , break all my ties
Be no more use for any disguise

Clipse – I’m Good
Ach, ein bisschen Gangster-Attitüde kann nie schaden. Ich liebe Clipse, die wissen einfach, wie man entertaint, ohne besonders aufmümpfig oder arrogant zu wirken (wobei hier das Ausmaß von “Arroganz” an den ganzen anderen Spasti-Rappern zu messen ist). Es ist ein angenehmer Sommer-Song, der gute Laune versprüht, auch wenn sich die beiden trotzdem immer anhören, als wären sie sauer auf irgendwas.

Crusin’ on them 22s, got me sitting pretty
You should hear that engine purr, here kitty-kitty

David Guetta – Memories (ft. Kid Cudi)
Ich hasse David Guetta. Woah, wenn ich den im Club höre raste ich aus, weil es wirklich keinen Grund für diese Musik gibt. Da blutet’s mir aus dem Arsch. … jetzt, wo das gesagt ist, diesen Song finde ich trotzdem irgendwie gut. Ich glaube, es liegt an Kid Cudi. Denn im Gegensatz zu Guetta ist Cudi tatsächlich talentiert, und irgendwie passt es zum Beat. Okay Guetta, ich gebe dir noch eine Chance.

DJ Tiesto – Feel It In My Bones (ft. Tegan & Sara)
Für Tiesto gilt das Gleiche wie für Guetta, aber T&S kann man nicht umgehen. Meh. Ich hasse mich für meine Inkonsequenz…

The Black Keys

Enzyme Dynamyite – UFO
Ich hatte ja schon über Enzyme geschrieben. Sein neues Album ist okay; es klingt noch ein bisschen unreif. Die Beats könnten so viel besser reinhauen. Der Typ ist so talentiert, aber anscheinend kann er sich keine anständigen Producer leisten. UFO ist der einzige Song, den ich wirklich mit vollem Herzen empfehlen könnte. Und das irgendwie auch nicht so richtig. (PS: Den Song gibt’s bei iTunes, der bringt mich um wenn ich ihn hier hochlade)

Florence & The Machine – You’ve Got The Love (Candi Station Cover)
JAAA, JAAAAAAA– oh Gott, diese Frau löst in Hirnhämorriden aus, ich schwöre es! Ich zittere, so schön ist das, was hier erschaffen wird. Ich war noch nie so versucht dazu eine Fan-Email zu schreiben wie jetzt. Einfach mal Danke sagen (und jetzt erzählt mir bitte nicht, dass ich mir das Album kaufen soll, DENN DAS HABE ICH SCHON GETAN! WIE KRASS IST DAS DENN?). You’ve Got The Love ist das Cover eines trashigen House-Songs aus den 90er Jahren, und mit Sicherheit auch nicht das beste, was Florence bisher so auf die Beine gestellt hat. Aber die großen Meisterwerke wie Howl oder Cosmic Love oder The Dog Days Are Over ODER WHAT THE FUCK HOLT EUCH EINFACH DAS ALBUM muss ja sowieso jeder kennen. So. Nur dass das mal gesagt wurde. Lungs [Expanded] bei Amazon kaufen.

Sooner or later in life, the things you love you loose
But you got the love I need to see me through

Junior Boys – High Come Down
Was? Ich weiß, dass das alt ist. Kann man ja trotzdem genießen, so die Anfänge erfolgreicher DJs wieder aufleben zu lassen, als man noch nicht sechshundert Stunden für einen Gig anstehen musste und tausend Euro dafür zahlte, einfach mal gute elektronische Musik zu hören. High Come Down erinnert mich irgendwie immer ein bisschen daran.

Enzyme Dynamite

Simian Mobile Disco – Bad Blood (ft. Alexis Taylor)
Obwohl ich aus dem neuen Album von SMD, Temporary Pleasure, definitiv Audacity Of Huge als meinen Favoriten betiteln würde, kommt Bad Blood ziemlich nah an den ersten Platz. Sehr chillige Atmosphäre, sehr angenehme Rhythmen. Perfekt zum Einschlafen, Aufwachen, Mittagessen, Duschen, Arbeiten, Tanzen oder in die Gegend starren. Temporary Pleasure bei Amazon kaufen.

Girls – Lust For Life
Ich wohne immerhin in Berlin. Ich darf ein Hipster sein. Ich darf auch auf komische, nichtsaussagende, schrammelige Musik in einem pseudo Woodstock-Sommer stehen. Ich finde, dass jeder andere Mensch das auch darf. Ab jetzt.

Keine Ahnung, wie lange diese Links noch stehen. Macht euch übrigens bereit für das ultimative Cover-Mixtape. Hier stauen sich langsam die Tracks nur so an, und die dürfen euch natürlich nicht durch die Lappen gehen..

 
 

In meinem Feedreader bin ich über einen sehr interessanten und einleuchtenden Artikel gestoßen: No more yes. It’s either HELL YEAH! or no.

When you say no to most things, you leave room in your life to really throw yourself completely into that rare thing that makes you say “HELL YEAH!”

We’re all busy. We’ve all taken on too much. Saying yes to less is the way out.

Der Autor beschreibt Situationen, in denen man sich zwar entscheiden sollte, aber nicht wirklich angetan ist von den Optionen. Zu oft sagt man zu Dingen dann Ja, die mein eigentlich gar nicht so überzeugend findet. Es muss nicht unbedingt eine falsche Entscheidung gewesen sein; aber es raubt einem Kraft, Energie, Zeit, wenn man sich ständig nur mit 70% Qualität begnügt, obwohl man genauso gut einfach mal Nein sagen könnte.

Und so kommt man zu einer gewissen Moral: Wenn es mich nicht voll umhaut und ich vor Ekstase stöhne, dann sage ich einfach Nein. Ein Beispiel:

“Hey, lass uns Sex haben!”

Vorher: “Ähh… okay, ich hab ja sonst nichts besseres zu tun..”
Nachher: “FUCK THAT SHIT, SUCKER!!”

Anhand dieses Beispiels sehen wir, dass Frauen diese Philosophie schon seit Anbeginn der Zeit verfolgen.

Aber mal im Ernst: Natürlich ist es manchmal nicht ein einfaches Schwarz/Weiß Verhältnis, das man mit lediglich Ja oder Nein beantworten muss. Es gibt Entscheidungen zu treffen, man muss planen. Manchmal muss man sich auf dem Weg zum Ziel mit weniger zufrieden geben, um das Ziel überhaupt zu erreichen. Die Frage, die sich stellt, ist ob das Ziel es das dann überhaupt wert ist? Ob man mit dieser Unzufriedenheit niemals das Ziel tatsächlich auch voll erreicht?

Ich weiß nicht, ob ich das so ausprobieren kann/will. Es gibt viele Dinge, die muss ich mir erstmal gut reden. Aber am Ende des Tages waren das die besten Entscheidungen meines Lebens (das, oder ich lebe auf einem Hof wo alle Ponys rosa sind und Uwe heißen). Ein bisschen mehr Nein kann sicherlich nicht schaden, aber ob diese Philosophie auf jeder Ebene gesund ist, wage ich zu bezweifeln.

Hell Yeah, ich sage nein. · Kategorien: Uncategorized · Ein Kommentar
 
 

Zombie Flashmob Berlin

Veröffentlicht August 26, 2009

W00t, gerade habe ich bei Nerdcore folgende Nachricht gelesen, und mein Wochenende dürfte damit endgültig besiegelt sein: Es gibt zwei Zombie Flashmobs am Samstag in Berlin. Count me in!

Zombie Flashmob Berlin

Lets be a Zombie!!!

Wann? Samstag, 29.8.09, 16 Uhr
Wo? Potsdamer Platz und Reichstag

Auf der Seite des Veranstalters, BerlinCityMobber, gibt es noch mehr Informationen zum Ablauf:

Also wir treffen uns zunächst alle gemeinsam etwa 15.30 Uhr am S-Bahnhof Potsdamer Platz. Dort können nochmal alle Unklarheiten beseitigt werden und wir können uns als Zombies zurechtmachen (Blutkapseln werden von Maskworld.com gestellt, sowie n paar Wunden etc, alles andere bitte selber mitbringen z.B. altes Shirt, Haarspray etc). Dann verteilen wir uns am Potsdamer Platz.

„Das schreiende Mädchen“ positioniert sich zentral auf dem Platz. Es folgt ein Pfiff, alle Leute sterben.
Die Musik geht an und alle erwachen als Zombies wieder. Taumelt zum Zentrum des Platzes immer in Richtung des Mädchens. Dieses wird anfangen zu kreischen sobald der erste Zombie sie berührt, wird panisch und läuft weg.

Zum Ende der Schauermusik bewegen sich nur die Choreozombies auf einen Punkt zu (vorher markiert) und bilden ihre Formation. „Thriller“ von Michael Jackson setzt ein und sie ziehen ihre Choreo durch, während DIE NORMALEN ZOMBIES WEITER DAS MÄDCHEN VERFOLGEN.
Mit Ende des Thrillerliedes sinken alle Zombies (sowohl Choreozombies als auch normale Zombies) zu Boden und das Mädchen rennt (unter Erklingen einer diabolischen Lache) schreiend davon. Ist das Mädchen weg stehen alle ganz normal auf und gehen weg.

Ist die Aktion vorbei, laufen wir zum Reichstag (10min) und verteilen uns dort vor dem Reichstagsgebäude. Das Mädchen setzt sich auf die Stufen des Reichstags.  Es erfolgt wieder ein Pfiff und alle sterben. Die Musik geht an, alle erwachen als Zombies wieder…(siehe Ablauf vorher)

Das hört sich nach Abwechslung und Spaß an, würde ich sagen. Wer also am Samstag Bock auf gute Laune hat- einfach mal antreten!

 
 

Nach einigen Tagen der fleißigen Posts über nichtige und wichtige Dinge, die meinen Alltag berühren, will ich kurz rekapitulieren, kurz durchatmen. Das, was bei septemberRAVE.com zurückgelassen wird, ist nicht vorbei. Das war auch nicht der Grundgedanke dahinter, die Seite zu schließen.

S.

Im Gegenteil. In meiner Welt mögen Tugenden wie Ehrlichkeit, Geduld und Großzügigkeit zwar tendenziell vorkommen, aber viel schöner sind die Worte, die all das umgeben. Dinge, Zustände, Gefühle, Momente beschreiben- das ist all das, was mich befreit, von genau dem Alltag, den ich so willkürlich hier Preis gebe. Es gibt so eine Unmengen an schöner, faszinierender und bewegender Literatur, die mich jeden Tag auf’s Neue bannt. Ich wüsste nicht, was ich ohne Worte machen sollte. Manchmal glaube ich, dass ich tatsächlich stumm bin, und meine Stimme lediglich ein Mittel ist, um meine Bedürfnisse zu äußern. Das Schreiben nimmt diese Stummheit von mir. Es sind nicht mehr (ausschließlich) Bedürfnisse, die herausfließen, es sind die Grundzüge einer Persönlichkeit.

In gewisser Art und Weise war das alles mit gewisser Distanz und Kühlheit betrachtet. Das, was man auf einem Blog postet, hat nichts mit persönlichen Erlebnissen zu tun. Im Gegenteil; eigentlich ist das hier, dieses kleine Projekt, so viel intimer, weil es tatsächlich das betrifft, was ich jeden Tag sehe und höre und denke. Weil all das zu dem summiert wird, was letztendlich in meinem Kopf explodiert und aus meinen Fingern blutet: Worte, die beschreiben, was diese Dinge eigentlich in mir anrichten.

Ich will nicht, dass sich das verändert. Das könnte ich auch nicht. Andererseits möchte ich gleichzeitig einen Weg finden, eben diese Distanz wirklich sichtbar aufrecht zu erhalten. Ich will nicht, dass man ein etwas abstrakteres, nunja, “Werk” liest, und dann mit dem Finger auf mich zeigt und sagt: “Hey S., das bist du. Ich weiß, wie du tickst, ich weiß, was du fühlst”. Denn so ist es nicht. Es sind Geschichten, die erzählt werden, ganz kleine Momentaufnahmen aus einer lebhaften Fantasie.

Wenn man nur darüber denkt, wie viele intelligente und scharf denkende Leute mich durch meine Zeit bei septemberRAVE hinweg begleitet haben! Speziell BastiH, dem ich so viel zu verdanken habe – so viel Einsicht, so viele großartige Texte, so viele hilfreiche, amüsante oder einfach nur gute Kommentare. Oder Sven, der immer wieder mit seinem Zeug schockt. Es gibt noch so viele Leute, die ich hier aufzählen könnte, aber es reicht einfach nicht, das alles hinter mir zu lassen. Was man manchmal braucht, wenn man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht: einen Abschluss. Ein Resumé, “was bisher geschah”.

septemberRAVE, bzw. der Vorgänger, der damals noch auf wordpress.com lag, ist in einer Phase meines Lebens entstanden, wo nichts klar war. Ein Chaos, ein innerer Tumult. Langsam hat sich etwas entwickelt, mit dem ich mich gar nicht mehr identifizieren wollte: septemberRAVE wurde zu einer Flucht für all das, was ich nicht aussprechen konnte. Das war auch vollkommen okay so, aber jetzt muss ich diese Konfrontation auch in mein Leben bringen, und nicht nur in einem anonymen (oder mehr oder weniger anonymen) Raum offen diskutiert werden lassen.

Zwei Dinge werden passieren: 1. Ich werde die Dinge, die ich sonst immer aus mir “herausgeschrieben” habe, nicht nur herausschreiben, sondern tatsächlich bewältigen. 2. Ich werde das, was daraus resultiert, die Kreativität, die dabei ausbricht, in echte Texte umwandeln.

Ich will einen Teil, den (überheblich genannten) “literarischen” Teil, hier fest integrieren. Aber diesmal richtig, diesmal mit Distanz. Mit etwas mehr Horizont. Ein Schritt, der erstmal unmöglich erscheint, wenn man den Raum bedenkt, wenn man den Zustand dieser Seite bedenkt… aber ich glaube, ich kann das sogar hinkriegen. Auch das ist etwas, was ich brauche, um mich nicht selbst hängen zu lassen.

So, und wenn das jetzt verwirrend war, dann solltet ihr öfter mal meinen Hirngespinsten hallo sagen.

 
 

FYI: The Pirate Back is back on

Veröffentlicht August 25, 2009

Öh, wer hätte es gedacht? Erstmal Panik durch Downtime und dann das: The Pirate Back ist zurück. Und das haben sie zu sagen:

The Pirate Bay Is Back

TPB can be compared to the organisation that builds the roads for cars to drive on. The ISP can be compared to the organisation that creates the asphalt for the roads. The ISPs ISP can be compared to the organisation that creates the tools needed to the asphalt to be created. You would normally not sue that organisation if a car speeds.

The MAFIAA has spent millions of dollars and endless amounts of time to get this ban in order. Our guess is that they also bribed a bit to get it since it violates so many laws not only in Sweden but also in the EU, not to mention violations against human rights. And what do they have to show for it? 3 hours of partial downtime. ((The Pirate Bay Blog))

I fully approve of this.

FYI: The Pirate Back is back on · Kategorien: Netzwelt · Comments Off
 
 

Koksen ist Achtziger

Veröffentlicht

Seit Wochen verfolgt mich schon das “Koksen ist Achtziger”-Poster aus der neuen Fritz-Kola Kampagne. Überall ist es zu sehen! Und obwohl ich die Aussage sehr gewagt finde (waren die in letzter Zeit mal in einem Club? Ich glaub sogar die Schlager-Fatzken aus dem ARD sind druff), finde ich den Claim extrem cool, das Poster stilvoll und die Cola selbst- naja, wir wissen ja alle, was ich von viel Koffein halte. Je mehr, desto besser. Plus ich kann mir das Geld für Ritalin sparen ((haha, ich meine Koks)).

Fritz Kola: Koksen ist Achtziger

Jedenfalls bin ich jetzt auf der Suche nach diesem Poster, und wisst ihr was? Ich finde es einfach nicht! Nach ausführlicher Recherche und mit Hilfe der Twitteria habe ich zwar den Ursprung lokalisiert, bestellbar ist es trotzdem nicht. In einem Anfall von Wehmut, Trauer und Gestörtheit hab ich mal den Königen der Fritz Kola Firma eine weinerliche E-Mail geschickt, die sie bittet, nein, geradezu auffordet, einen kleinen Kunden doch mit so einem Poster zu beglücken. Es passt so perfekt in mein Zimmer..

Bitte liebe Fritz-Kola, ich will das Poster nicht geschenkt haben, ich will es kaufen. Für ganz viel Geld. Ganz sicher. Pretty please?

PS: Ich mach mal später noch ein Foto von meiner Flaschensammlung hier im Büro. Scheiss auf Pfand.

 
 

Freerunning in Berlin

Veröffentlicht

Ich bin ja auch ohne großes Trarara ein Riesenfan von Typen, die ihren Vorfahren Respekt zollen und durch die Gegend klettern. Das ganze wird noch um einiges sympathischer, wenn die Jungs gut aussehen und muskulös sind ((ich finde, wir sollten eine Frau genauso portraitieren, wie sie ist: oberflächlich und nutzlos)).

Anyway, vor einiger Zeit (ungefähr 2-3 Monate ist es her), sind Traceurs im Hinterhof unseres Quatiers am Gendarmenmarkt rumgeturnt und haben funky Sachen gemacht. Wir saßen ziemlich gebannt im Büro rum und haben aus dem Fenster geglotzt wie die Vollpfosten. Es wurden grausame Wetten auf das Leben der mutigen Männer abgeschlossen. …

Twitter Käuferportal Parcour

Ich erwähne das jetzt nur, weil ein Video von besagten Freerunnern aufgetaucht ist, das genau diese Szenen zeigt. Man kann sich das Video aber auch gerne ganz ansehen, es lohnt sich (auch wenn die ihren ausländischen Kollegen absolut nichts vormachen können und die Musik ein bisschen nach Ostblock-DJ namens Sergej-Trance klingt).

Freerunning in Berlin · Kategorien: Berlin Inspiration · Comments Off
 
 
« Previous ·
© Copyright 2009-2011 dragstripgirl · All rights reserved