Christopher Nolan hat in 180 Minuten Inception das ganze Medium Film gerechtfertigt. Und das, nachdem ich die Hoffnung längst aufgegeben hatte, heutzutage noch einmal ins Kino gehen zu können ohne ein Sequel/Prequel/Abklatsch/Remake/Remix/Adaption/Verfilmung zu sehen.
Es hat im Kino auch keinen gestört, wenn einer laut gefurzt hat, weil alle so konzentriert waren. Oder anders ausgedrückt: stell dir vor es wäre Furz, und keiner geht hin. Da lief der Schweiß. In der Pause bewegte sich kaum einer vom Platz aus lauter Angst, etwas wichtiges zu verpassen. Wir waren so gebannt, dass wir nicht mal aufgestanden sind um in die Mitte des Kinos zu rücken. Wir blieben ganz links außen und verrenkten uns die Hälser. Ich versuchte, so wenig wie möglich zu blinzeln.
Keine elenden, unrealistischen Twists, die den Zuschauer verwirren sollen; nur eine stringente, spannende Geschichte, in der ich genau so viel oder genau so wenig weiß wie die Protagonisten. Ein Ende, dass mich mit Gänsehaut benetzt. Inception: das größte künstlerische WHAT THE FUCK, dass mir dieses Jahr (und wahrscheinlich auch nächstes) begegnet ist. Roger Ebert bringt auf den Punkt, was mich so fasziniert:
Here is a movie immune to spoilers: If you knew how it ended, that would tell you nothing unless you knew how it got there. And telling you how it got there would produce bafflement. The movie is all about process, about fighting our way through enveloping sheets of reality and dream, reality within dreams, dreams without reality. – zum Review
Und ich so: “Fuck. YEAH!”
(By the way, ich verbringe seit 3 Tagen mein Leben damit Filme zu gucken. Alles, was ich verpasst habe. wozu ich nie Lust hatte. Nicht, weil ich mich plötzlich als Cineasten sehe, sondern weil man mit einem kaputten Gesicht und einem blutenden Kiefer nicht viel Möglichkeit hat, andere Dinge zu tun. Da ich dank Verbandswechsel und Entzündungen noch einige Tage in Isolation verbringen darf, nehme ich gerne weitere Vorschläge an)
Meine Szene-Affäre hat sich dann wohl ausgezahlt, immerhin habe ich es auf den B-Promi Thron der BZ geschafft. Das bedeutet zwar auch, dass ich definitiv meine Authentizität verloren habe und mir der Jutebeutel, sobald ich wieder in Berlin ankomme, von den Cool Kids kreischend weggenommen wird…
was passiert, wenn man preview mit published verwechselt? genau. dann steht hier ein relativ kontextloses bild, dass man eigentlich nur abspeichern wollte (für “wenn es mal passt”). möh.
Ich saß ganz alleine in meinem Abteil am Fenster und mir war völlig langweilig weil ich meinen UMTS-Stick in Berlin liegengelassen habe (neben meinem Impfpass, dem Röntgenbild und noch weiteren Kleinigkeiten, die ich eigentlich gerne mitgenommen hätte). Also habe ich ungefähr dreißig Fotos von meinem Langweile-Stadium gemacht und langweile mich in Retrospektive gerade einfach noch mal.
Für 115 € muss man das aber wenigstens mal dokumentiert haben.
Kopfschmerzen und Schwindel übertünchen gerade den Hamsterbackenschmerz (den ich mir wirklich schlimmer vorgestellt hätte). Kranker finde ich nur, dass man dafür keine Vollnarkose mehr bekommt. Wie der Arzt bei meinem halbtot-verängstlichten Gesichtsausdruck überhaupt weiterarbeiten konnte ohne verzweifelt in Mitleid zusammenzubrechen bleibt fraglich.
Jedenfalls bin ich krankgeschrieben und es ist furchtbar, vor allem, weil meine Eltern das richtig ernst nehmen und mich absolut nichts machen lassen außer im Bett zu chillen. Naja, wenigstens durfte ich meine Zähne behalten. Einer ist richtig cool, der hat eine um 90 Grad verwinkelte Wurzel. Ich werde ein Loch durch ihn bohren (und das Restfleisch, das noch dranklebt, abschaben) und ihn mir um den Hals hängen. Das war allerdings nicht der, dessen Spitze sich noch in meinem Kiefer befindet. Freitag ist dann Aufschnitt Nümero Zwei dran, und das bedeutet vorraussichtlich dass ich bis nächsten Mittwoch also nichts weiter tu als mir meine Cellulite durchzukneten.
Die Postingfrequenz hat damit wohl ihren absoluten Höchststand erreicht; ist mir völlig egal, Mac Miller muss. Wer ernährt mich eigentlich, wenn ich ein Jahr unterwegs bin? Ich sehe schon, das muss alles entweder The Beach oder gar nicht..
Ich bin in einen Konflikt geraten, der sich so einfach nicht lösen lässt. Obwohl ich nicht gerne davon erzähle, weil dann alle ganz neidisch werden auf diesen dekadenten Lebensstil und den damit einhergehenden Luxusproblemen, muss ich das jetzt doch noch mal an die Öffentlichkeit tragen.
Wie ihr wisst, werde ich bald eine Weltreise antreten. Wahrscheinlich werde ich nach 4 Tagen in einem öffentlichen Hostel und Kakerlaken unter dem Bett kreischend wieder zu Mama nach Hause fliegen und völlig traumatisiert nie wieder mein Zimmer verlassen und zum psychopathischen Opfer meines Experimentes werden. Sollte dieser Fall aber nicht (oder später) erst eintreten, möchte ich für die Nachwelt (bzw. zum Angeben in der Gegenwart) auch visuelle und literarische Dokumentation betreiben. Nicht, dass ich die erste wäre mit dieser Idee, aber keiner hat mein Million-Dollar-Kackface auf seinen Bildern, von daher.
Nachdem ich also schon die Ausrüstung für’s halbverspastete Knipsen gekauft habe und damit mein Budget um einige schwarze Löcher vernichtet habe, muss natürlich auch ein fähiges Backblech für den Teig dazu. Und da ist es, das riesige, “ich-denk-da-vorher-nicht-dran” Monster, das ich so schön lange verdrängt habe:
Was für ein Notebook hol ich mir denn jetzt? Nach intensiver (halbstündiger) Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich die Abgründe an meiner persönlichen Inkompetenz doch noch nicht erreicht habe und gebe geschlagen auf. Vielleicht kann mir ja einer von euch helfen. Ich öffne damit zwar das Tor zur Hölle der Gegenleistungen, aber was soll’s, BJs für alle ((nicht von mir))!
Hier sind so ganz oberflächlich die Ansprüche, die das Wonderkind erfüllen sollte.
2 GB RAM bzw Mindestanforderungen für Lightroom & Photoshop
nicht kleiner als 10”, nicht größer als 13”
Leichtgewicht
am besten kostenlos
Ja, ich weiß, Macbook- aber noch mal einen Tausender springen lassen sind noch mal ein Monat weniger auf Achse. Andererseits habe ich das Geld für die Kamera schon rausgeschmissen, da kann ich nicht mit so einem asozialen Netbook rumrennen, dass mir die Bilder nicht auch schön macht. Und 10′ sind zwar süß, aber wer zur Hölle kann auf 10′ überhaupt irgendwas machen? Scheisse, ich kann auf 10′ nicht mal Minesweeper spielen ohne einen Schlaganfall zu erleiden! Da kann ich die scheiss Bilder auch selber malen! Aber größer heisst auch weniger Platz im Backpack (65 Liter die mich ungefüllt schon fertig machen) für die wichtigen Dinge, die ich auch noch mitnehmen muss, z.B. Vorratspackung Kondome und den Koala, den ich wieder mit nach Hause nehmen werde.
Schon alleine die Diskussion darum macht mich kaputt, besonders heute, wo ich schon 115 € für eine einfache Bahnfahrt von Berlin nach Frankfurt investieren musste. Ohne Scheiss, 115 Euro, für 115 € kann ich mir beim Türken in Neukölln drei Kühe, nen alten Opel Kadett und eine Jungfrau ohne Damenbart kaufen! Boah, die Bahn ist mein Erzfeind, genauso wie Apple, einfach nur Endgegner, DIE BAHN IST DAS APPLE DER REISENDEN, so, ich geh mir dann mal einen Schuss in den Kopf setzen, so viel habe ich nämlich schon lange nicht mehr rumgeheult.
Zigarette nach Zigarette, ein Joint, ein Vodka zwischendurch, das Kratzen an der Haut. Tränen, Dreck unter den Fingernägeln, Sperma, Blut von den Lippen, vermischt zu einem erhitzten—
Jede Berührung zerflossen, jedes Wort geflüstert. Bisse, Tritte, veredelte Vampiraugen, ein widerlicher Geschmack im Mund. Mit Fingernägeln aufgeritzte Hautstellen, herunterhängende Fetzen, getrocknetes Blut. Traum und Realität. Ein drogenangereichertes Delirium. Musik. Dröhnung. Verstrahlung. Leblose Augen… Sonnenaufgang.