Mietspiegels

Ich darf mich eigentlich nicht beschweren, denn ich würde am liebsten bei meiner zukünftigen Wohnsituation keine Kompromisse eingehen. Ich weiß, wo ich wohnen will, wie die Wohnung auszusehen hat, wie viele Zimmer, am besten spottbillig mit Stuck im Altbau. Das sind hohe Ansprüche, keine Frage, und ich stecke seit 2 Monaten immer mal wieder hier und da zurück und schaue mir mittlerweile 1-Zimmer-Butzen an, die 600 € warm kosten. Das sind Münchenpreise. Aber scheisse noch mal, ich werde bald wieder anfangen zu arbeiten, und dann brauche ich einfach eine feste Bleibe. Und darüber hinaus sowieso.

Also ja, ich darf mich eigentlich nicht beschweren, denn wenn man hier und da ein bisschen abnagt an seinen Wünschen, dann kommt man bestimmt auch mal an einen Punkt. Dummerweise ist das leider nicht das garantierte Glück, wie man an der aktuellen Erhöhung des Berliner Mietspiegels sehen kann. Wer sich nicht informiert hat, der findet alle nötigen Informationen und eine Rückschau auf die gestrige Demo am Schlesi in diesem Video:

(via)

Oh Land!

Ach, diese wunderschönen Skandinavierinnen.. wie sie nicht nur heiß sind, sondern endsympathisch. Und auf der Bühne hin- und herhopsen als gäbe es kein morgen mehr, und dabei auch noch so süß sind, dass man schon vom angucken Karies kriegt. Und dann, ey, dann können die meistens auch noch gut singen! Und poppig sein! Und zum mitmachen anstiften! Und uns jeder Coolness berauben!

Letzte Woche so geschehen im Privatclub, als Oh Land! in ihrem wunderschönen Antlitz auftrat und mich auch ein bisschen verzauberte. Irgendwo angesiedelt zwischen Bat for Lashes und Annie. Und das ist das Ding, wenn mich jemand auf ein Konzert mitnimmt, obwohl ich die Musik kaum oder nur flüchtig kenne: ich bin bereit dazu, mich überraschen zu lassen und wesentlich offener als bei Konzerten von großen Dingern, die ich anbete. Das gibt meistens nur Enttäuschung. Außer Odd Future, die waren so perfekt, wie man nur perfekt sein kann.

Aber ja, Oh Land. Check it out.

New York, New York

Dieser New York Trip, man. Der kriecht mir immer noch aus den Knochen hoch bis ins Rückenmark, so in manchen Momenten. Ich stand gestern zum Beispiel auf der Tanzfläche eines Raves und bewegte meinen unförmigen Puddingkörper zum Boogie der KeineMusik Menschen und ließ mich von der Sonne an diversen Geschlechtsteilen kitzeln und dachte mir so: hey, das gibt es nur in Berlin. Du hast alles richtig gemacht!

Und kurz darauf sehnte ich mich dann wieder nach dieser ultimativen New York Überforderung. Man hat in dieser Stadt immer das Gefühl, unreif zu sein, sich noch weiter nach vorne treiben lassen zu müssen, auch mal über die Absperrung zu klettern, Hals hochrecken, nicht untergehen. Ich verstehe aus eigener Erfahrung in Berlin, wie anstrengend das ist, sich unter so viel Druck zu setzen und sich gegen alles und jeden stemmen zu wollen; but on the other hand.. that’s how we roll… und es ist auch Motivation, und Neugierde, und Begierde, und Leidenschaft.

Und Shake Shack, natürlich. Shake Shack war fantastisch. Hier noch einige Bilder in schwarzweiß, die ich eigentlich löschen wollte. Dachte mir aber so: fuck it. We’ll do it in Black and White!

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Freunde auf Reisen

Vom engen NYC wieder ins gefühlt riesige Berlin einreisen… eine Mischung aus Freude und Reisewehmut stellt sich ein. Aber nicht so große Gefühlsexplosionen, dass die Müdigkeit darunter verschwinden würde. Leider.

Nur ist die Hood nicht Hood ohne ein vollständiges Crew-Set; meine allerliebsten Jungs, Maggi und Nico, die die Video-Welt zum Erzittern bringen und sich vor nichts fürchten, sind gerade mit dem Freunde von Freunden Team unterwegs und weisen den Planeten ein. Guckt euch ihre Freizeitdokumentationen auf dem FvF-Tumblr an und schwärmt ein bisschen mit.

VW x MoMa Aftershow Party

Red Carpet, Blue Carpet, Tomato, Tomahto, alles dassellbe, bis man auf einmal selbst ein bisschen fotografiert und dem regen Treiben der Journalisten und Profiknipser zusehen darf. Alles in allem gesitteter Umgang, nicht viel Gedränge und eigentlich auch ziemlich Down-To-Earth; dass sich Menschen die Gala kaufen, um nachzusehen, wer wann wie wo in welchem Kleid aufgetaucht ist, relativiert sich an dieser Stelle extrem.

Ich hatte bei der VW + MoMa Pressekonferenz After Show Party zwar nicht den besten Platz zum Fotografieren (und nicht mal eine gute Kamera dabei), aber sehr viel Spaß an meiner Perspektive. Gelohnt hat sich der Besuch dann vor allem, weil Penn Badgley aufkreuzte und meinem jugendlichen Herzen einen kleinen Amor-Schock zuführte. Hach, und dann war der auch noch so nett. Also so richtig nett, wie Dan aus der Serie, einfach nur nett. Und süß. Und klein und süß und nett.

Ansonsten sind Aftershow Partys in New York nicht viel anders als in Berlin: die Leute sehen alle zu gut aus, um wahr zu sein, die Musik ist laut aber nicht aufdringlich, die angesagten DJs werden ignoriert, jeder kennt jeden, alle sind happy und am Ende des Abends betrunken. Nur dass in New York die Leute um 12 nach Hause geschickt werden- Curfew und so – und in Berlin sich da gerade mal alle zum Vorglühen treffen. That’s how we roll, motherchuckers.

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Das MoMa und das Auto

New York, Volkswagen, MoMa, Hotel, Dinner, Party, Pressekonferenz, Ausstellung – Okay, Rewind. Zusammen mit einigen mir bereits bekannten und unbekannten Atzen aus dem Restinternet habe ich einen Flieger nach New York City bestiegen, und keiner wusste so richtig, worum es geht- nur dass VW irgendwas mit MoMa und wir und Berichterstattung und dies das. Aber wer sagt schon nein, wenn man in eine fantastische Stadt eingeladen wird? Wir jetzt also hier, heute morgen, und lauschten der Verkündung der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und dem Museum of Modern Art.

Auf der Pressekonferenz wurde der Kern des millionenschweren und auf lange Sicht geplanten Projekts vorgestellt: es nennt sich “International Discovery” und soll eine internationale Ausstellung fördern. Von New York über Kapstadt nach Berlin sollen sich Künstler mit sozial- und umweltkritischen Themen auseinandersetzen und ihre Werke dazu einreichen. Zusätzlich wurden von Volkswagen zwei Werke von Francis Alys an das MoMa geschenkt, und auch das MoMa-Lehrprogramm soll nun dank Förderung erweitert werden. Es treffen sich zwei unabhängige Institutionen von exorbitanten Dimensionen – Kunst und Wirtschaft – um Arbeit zu leisten. Die gemeinsamen Themen finden sich hinter den aktuellen Leitprinzipien von VW: Fortschritt, Progress, aber ohne dabei die Umwelt zu vergessen. So wurde auf der PK auch die Öffnung eines neuen Werkes in den USA verkündet, welches sich fast ausschließlich um diese Themen der Zukunft kümmern wird (Stichtwort “Think Blue“). VW sichert sich so natürlich eine besondere Nische im amerikanischen Markt und wird diese moderne Consciousness hoffentlich mit Verantwortung tragen.

Aber die Pressekonferenz – so faszinierend es auch sein mag, diesem Trubel einmal beizuwohnen und dem ganzen Schauspiel zu zusehen – war für mich mit Sicherheit nicht das Highlight dieser Reise (obwohl, angeblich war es die erste pünktliche Pressekonferenz. Ich behaupte mal, es liegt an der Deutsch-Quote der Teilnehmer). Vielmehr bin ich jetzt schon begeistert von den Früchten (und den Privilegien) dieser Kooperation. Die Ausstellung von Francis Alys, sowohl im MoMa PS1 als auch die im MoMa selbst. Kinder, ich sag euch was: wenn euch Klaus Biesenbach, einer der wohl interessantesten und auch wichtigsten Menschen der Kunstszene, persönlich durch eine Ausstellung führt, dann könnt ihr euch nur noch wie in einer anderen Welt führen. Mit welcher Leidenschaft er Alys’ Werke beschrieb und wie er gekonnt durch komplizierte Themen führte, ohne zu überfordern (man muss dazu sagen, dass zur Ausstellung auch eine absurde mexikanische Marschband durch das ganze Gebäude lief und sich in jedem Augenblick auch mal daneben stellte und performte, was die Sache so unglaublich komisch machte). Nicht zu vergessen Alys’ “A Story Of Deception” selbst, Ideen über Ideen über Ideen die einen Normalsterblichen wie Meinesgleichen recht klein aussehen lassen. Aber das ist zwischen mir und anderen Künstlern ja schon immer so ein latentes Issue gewesen, wa.

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Blurry NYC

New York. Ich stehe auf der Williamsburg Bridge in kühlem Regen, der mir den Nacken bis in den Rücken lang läuft. Ein Schauer überkommt mich, im wahrsten Sinne des Wortes, und die Skyline verblasst im Nebel des plötzlichen Wetterumbruchs. Es ist mir egal. Es ist ein bisschen so als hätte ich mein Leben vergessen, wäre ohne Erinnerungen auf dieser Brücke geboren, über atlantischem Wasser, irgendwo zwischen Manhattan und Brooklyn. New York ist der Anfang und der Höhepunkt dieses Gefühls, denn seitdem ich weiß, dass ich fliegen werde, hat sich alles geändert. Und interessanterweise rückt diese Tatsache die Stadt selbst voll in den Hintergrund.

New York ordnet sich unter: alles an dieser massiven Stadt der Extreme wird zu einem Soundtrack-Rauschen zum perfekten Lebensfilm. Die Menschen die ich durch die Reise treffen durfte. Die Menschen, die ich hier treffe. Das Gefühl, ernst genommen zu werden- auch von offizieller Seite. So ernst, dass ich Business First eingeflogen werde und in einem Top Of The World Hotel einchecken darf. Man tendiert an solchen Stellen immer gerne mal etwas bescheiden zu werden, aber für solche Sachen findet sich neben Euphorie und Leidenschaft keinen Platz. Sorry. Irgendwie mischt sich da auch Ungläubigkeit runter, und ein paar Mal muss ich mir auf der Brücke auch die Augen reiben. Wegen dem Regen und weil ich die Skyline nur verschwommen sehen kann, so als ob ich gar nicht hier bin, und das alles nur träume.

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