Dackelkrieg: Rouladen & Rap

Leider nur ein Buch und kein Rap-Album geworden: Dackelkrieg.

Wer Ada Blitzkrieg nicht kennt, der hat schon verloren. Die witzigste Hundeschnauze im Web 2.0 hat nun ihren Debütroman auf virtuellem Papier niedergebracht und kehrt ein in die Hall of Fame derjenigen, die vom Blogstein bis zur Skyline hinaufgeklettert sind. “Dackelkrieg: Rouladen und Rap” heisst die Bibel der Hundephilosophie und ist eine Ansammlung von sprachlichem Wortwitz und amüsanten Hunde- und Alltagsbeobachtungen.

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December 17th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | Comments Off

Chabos Wissen Wer Der Babo Ist (Remix)

Lasse ich unkommentiert stehen. Ich habe gestern abend beim hören des Liedes den größten Spaß meines Lebens gehabt. Wo ist eigentlich Schwesta Eva? Was ist mit diesem Typen, der seine Zähne nicht auseinander kriegt beim Rappen? In other news: ich kenne keinen widerlicheren Typen als Abdi, und doch ist meine Liebe zu ihm so groß wie tausend alles. Nächste Hausarbeit dann doch wieder in Linguistik, dann über die kulturellen Eigenheiten verschiedener Rap-Szenen und ihrer sprachlichen Finesse.

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December 14th, 2012 Posted in Musik | 6 Comments »

Skating with William Spencer

Wie ihr wisst, bin ich professionelle Skateboarderin. Für meine fiesesten Tricks habe ich Tony Hawk als Stuntman eingestellt, weil meine wunderprächtigen D-Size Boobies sonst in der Luft auf und ab schwabbeln. Schwabbeldi schwabbeldi schwa schwabbel, schwabbel, s-s-skating like skaters my deck has a tribal. Ass Ass Ass Ass Ass Ass.

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December 12th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | Comments Off

The Roof Is On Fire // ALLIKE STORE: 50 € GUTSCHEIN GEWINNEN

JEREMY SCOTT x ADIDAS LONG SLEEVE // PERFEKT UM FEUERWEHRMÄNNER ZU IRRITIEREN

Heute morgen bin ich sehr unsanft von einem gewalttätigen Hämmern an der Tür geweckt worden. Es war so weit. Sie haben mein Meth-Labor im Keller entdeckt und jetzt wollen die brutalen Mexikaner meinen Kopf abkauen und unter die Brücke hängen. Noch schlimmer: Meine Eltern haben sich zu einem Spontanurlaub entschieden und überraschen mich zur wehrlosesten, unchristlichsten Zeit vorstellbar.

Mit meinem himmelblauen Jeremy Scott T-Shirt bewaffnet schritt ich, Baseball-Schläger in der Hand, zur Tür und war voll bereit dem Christkind eine auf die Fresse zu geben.

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December 12th, 2012 Posted in Gangster, Konsumbehindert | 21 Comments »

RBSC2012 // YOUTHS

JUGENDLICHE

Ich komme in ein Alter in dem eine gesunde, natürliche Skepsis vor Jugendlichen nicht schadet. Obwohl ich nicht alt aussehe verraten mich die tiefen Sauf-Krater im Gesicht, der eitrige Auswurf nach zwanzig Jahren Lungenverstümmelung und das unweigerliche Zusammenzucken, sobald eine Gang von U-20 Jährigen an mir vorbei geht. Sie kommen in Horden, sie haben meistens Rucksäcke an und sie sind unberechenbar.

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December 10th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | 9 Comments »

Red Bull Soundclash: Kraftklub vs. KIZ

Was KeineMusik in Berlin für Techno und House sind, sind KIZ seit jeher für Rap. Jeder findet die Jungs irgendwie sympathisch, sie torkeln einem ab und zu auf der Wrangelstraße pöbelnd entgegen und haben immer freshe Sneaker an. Wie eine Boygroup wickeln sie die Ladies um ihre speckigen Wurstfingers, besaufen sich beim ersten Track auf der Bühne mit der Jägermeister-Bong und verbreiten gute Laune, wie man sie sonst nur im Aprés-Ski beim Silvesterknaller mit DJ Ötzi erlebt.

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December 6th, 2012 Posted in Musik | 1 Comment »

Boutique Weihnachtsmarkt My ASS

Boutique Weihnachtsmarkt My ASS

In den letzten drei Wochen habe ich unzählige E-Mail-Einladungen zu irgendwelchen sinnlosen Märkten bekommen. Auf “den Markt gehen” ist das Tatort-Gucken der neuen hippen Draußen-Aktivität. Irgendein Lauch hat eines Tages gesagt, “kommt, liebe urbane Großstädter, lasst uns einen auf Alt machen, dann ist das wieder hip und wir müssen nicht mehr so hart feiern gehen”, und deshalb gucken alle coolen Menschen Sonntagabends Tatort und gehen an lauen Wochenenden der Weihnachtszeit auf Boutique-Design-Weihnachtsflohmärkte.

Dinge, die es dort zu kaufen gibt (auf jedem einzelnen dieser Märkte):

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December 5th, 2012 Posted in Berlin, Konsumbehindert | 8 Comments »

KANACKIS

Die Regio fährt ein. Durch die obere Zugebene kommt eine untersetzte, ungepflegte Frau gehetzt. Sie nutzt die längere Pause am Ostbahnhof um die Pfandflaschen der Pendler aus Frankfurt Oder einzusammeln. Ich kenne sie – sie ist oft ziemlich dreckig, unhöflich und ungebeten. Sie reisst mir die Plastikflasche aus der Hand und ich denke mir “fuck it”. Ich muss von ihr nicht mit Bitten und Gutmütigkeit behandelt werden. Die Alte hasst mich sowieso. Für meinen Dispokredit, für mein Studium, für meine herablassende Art. Sie hasst mich, und ich würde mich an ihrer Stelle auch hassen. Für all die Dinge, die ich habe. All die Dinge, die sie nicht hat.

Der Zug steht noch, als ich sie hinter mir brüllen höre. Sie steht an der Treppe zum unteren Teil des Zug und unterhält sich mit jemandem über Thüringen, aber an ihrem Ton stimmt etwas nicht. Ich nehme die Kopfhörer aus den Ohren. “AUS THÜRINGEN KOMMST DU, JA? MENSCH SUPER, ENDLICH MAL EIN ANSTÄNDIGER, ENDLICH JEMAND AUS DER HEIMAT!” Ich höre die Antwort nicht, die der Thüringer murmelt. Sie hingegen legt viel Wert drauf, gehört zu werden. Sie schreit, sie brüllt, ihre Wort werden der Länge nach durch den Zug geschossen. Sie durchbohren die Gehörgänge aller Passagiere. Ihre Worte durchbohren mein Trommelfell wie Giftpfeile, sie verseuchen meine Gefühlswelt und vergewaltigen meine Seele.

“DEUTSCHLAND DEN DEUTSCHEN”, schreit die zuchtlose Frau, gut gelaunt, quietschfidel. Ihr Schweinsgesicht verzieht sich zu einem bizarren, öligen Lachen. Ich verdrehe mir den Nacken und schaue sie entsetzt an. Sie guckt an mir vorbei. Der thüringer Glatzkopf nickt ihr zu. “ENDLICH MAL JEMAND AUS THÜRINGEN! ENDLICH MAL KEIN KANACKE ODER NEGER ODER BIMBO HIER! ZUSAMMEN SCHAFFEN WIR ES!”

Sie weiß, was sie da tut. Sie weiß, dass niemand aufstehen wird. In mir brechen tausend Säulen des Vertrauens ein. Der Bystander-Effekt? Peitschenhiebe könnten kaum schmerzhafter sein als die Ignoranz ihrer Hoheit, ihre Macht, jeden gebildeten Menschen in diesem Zug zum Schweigen zu bringen um ihr zuzuhören. Nichts könnte persönlicher und direkter an mich gerichtet sein, als Deutsche und als Nicht-Deutsche. Sie hasst mich sowieso, für all die Dinge die ich habe – die sie nicht hat. Aber sie hasst mich auch für all die Dinge, die ich bin. Die meine Eltern sind. Sie hasst mich nicht weil sie ein Verlierer ist. Sie hasst mich, weil sie ein Opfer eines gefährlichen Gedanken wurde. Sie hasst mich, weil sie nicht gewinnen kann, so lange es mich gibt.

“NOCH DREI WOCHEN, DANN ZIEHE ICH ZURÜCK NACH THÜRINGEN! ICH WILL WIEDER IN DIE HEIMAT, HIER IST MIR ZU VIEL AUSLÄNDERDRECK, WIR HOLEN UNS UNSER LAND ZURÜCK.”

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December 3rd, 2012 Posted in Crystal Meth | 18 Comments »

FOUR PINS

Modeblogs sind ja in einem unsterblichen Klischee verhaftet. Kleines Mädchen möchte auch endlich Presse-Material erhalten und fotografiert sich selbst deshalb jeden Tag mit einer schlechten Kamera im Spiegel. Früher hätte man sich anständigerweise für Aufmerksamkeit geritzt, heute gibt es die von Trollen, Lustmolchen und PR-Agenturen nachgeschmissen. Wie dem auch sei: dass Mode anders gehen kann beweisen uns ein paar Jungs aus den USA: Four Pins.

““Tiré à Quatre Épingles” is an old French saying with a foggy etymology that dates back to Renaissance-era France. Literally translated, it means “held by four pins,” but the the figurative meaning is more like “well dressed,” “impeccable,” “of the best quality,””to the nines,” etc. You get the point. We didn’t expect you to know that, but now you do.”

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November 29th, 2012 Posted in Konsumbehindert | 1 Comment »

PAC DIV // BLACK ACURA // GMB

Zündet eure Blunts an, legt euch zurück und geht mit mir auf eine unglaubliche Reise durch das zweite Pac Div Album. Die kalifornische Boygroup-Ausgabe der Rapszene macht mit “GMB” richtig Alarm. Von lyrischem Swag bis zu düsterer Attitüde ist da alles dabei. Nachdem Snoop Dogg frühzeitig in die Raggae-Rente gegangen ist, haben diese Herren seine bedächtige Aufgabe des Weed-Konsums übernommen. Kein Zweifel: zu stoned, um gut zu sein sind sie noch lange nicht.

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November 28th, 2012 Posted in Musik | 1 Comment »