In unregelmäßigen Abständen veröffentlichen Protagonisten eines anderen Lebens (anderer Welten, Dimensonen, Zeiten und Gesellschaftsformen) ihre Gedanken, Erlebnisse und Traumata hier. Manche sind Alter Egos ihrer selbst, einige gibt es wirklich, doch die meisten haben nie existiert. In einem Zustand des Nicht-Da-Seins finden sie ihren Frieden darin, in die Außenwelt zu schreien, was sie nicht mehr in sich tragen können. Um ihre Anonymität zu wahren, werden nur ihre Pseudonyme preisgegeben. Willkommen in der Restrealität

Eine Abschiedsnotiz für das Mädchen, dass ich gehen lassen musste.

photo by Matthias Heiderich, taken from "Meanwhile, Back in Berlin"

Du wirkst so unnahbar.
Ich kann Dich nicht mehr fühlen.

Mir ist so schlecht wie einem zwölf jährigen nach einer misslungenen Prüfung.

Als würde Bekanntes unbekannt. Als würde die Welt, die eben sinnig war, nun ein unlösbares Rätsel… nein. Vielmehr ein kaum anschaubares verschwommenes Bild.

Das ist kein Vorwurf! Nein, es ist ein verzweifelter Ausschrei.

Ein Ruf rüber ans andere Ufer, an dem Du stehst und zu dem die Brücke durchschlagen wurde. Ein Ruf der Dir sagen will, dass wir eine andere Brücke finden müssen. Dass ich mir wünsche eine zu finden. Du stehst drüben, zu mir gewandt und hörst mich an und ich weiß nichts mehr zu sagen. Habe Angst, dass du dich umdrehst und gehst… uns so rede ich, kann nicht von der Stelle gehen und bin unfähig die Brücke erneut aufzubauen.

Welch ein Dilemma!
Bleibe ich stehen, so kann ich dein Ufer nicht erreichen, gehe ich, so verliere ich Dich aus meinen Augen.

Verzeih mir! Ich gehe dich jetzt finden.

This article has 1 comments

  1. Pingback: zitierenswert (4) « DieSmileyKiste =)

Comments are closed.