Dogmatische Grundsätze eignen sich nicht für mich. Nicht virtuell, nicht real, nicht im Leben, niemals. Alles ändert und dreht und verformt sich in meinen Händen und die Bedeutung vieler Dinge nimmt gerade einen großen Anlauf um in ein Becken voller NICHTS zu springen.

So ändert sich das alles ganz schnell, und plötzlich wird aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft, aus einer Freundschaft eine Beziehung – zu zweit steht man dann da, sich an den Händen haltend, während die Menschheit, die Welt und alle ihre Bewohner im Zeitraffer hinter diesem Portrait vorbeigespult wird, völlig belanglos. Menschen kommen und gehen, gute Dinge und schlechte Dinge passieren. Aus einem kleinen Projekt, dass als Aggregator von Vorlieben dienen sollte, wurde ein persönliches Output und ein kleines Lager mit viel Platz für Erinnerungen. Und Erlebnissen. Und Liebe. Und vielvielviel Krimskrams.

dragstripgirl. restrealität. basti und nico (die nicht mehr da sind). freunde. spreeblick. republica. stammtische. ganz viel berlin. ganz viel frust. ganz viel musik. ARBEIT/WORKAHOLIC. ganz viel persönliches. das alles wurde hier aggregiert, in weniger als einem jahr. back to the future wurde back to the past. ein stück quarterlife-crisis, ein stück erwachsenwerden hier. immer mehr text, immer weniger inhalt.

die subtilität und das nichts-sagen wurden radikal vernichtet, obwohl ich beides so liebe.

Marcel fragte mal: was ist, wenn das, was man gestartet hat, nicht mehr das ist, was man will? Was ist, wenn man selbst nicht mitgewachsen ist? Und ich sage: dann mach ich es wieder so, dass es mir gefällt. So, wie es ich will. Hatte allerdings nicht gemerkt, dass ich’s dann doch nicht so gemacht hab. Weil es sich in Stein gemeißelt fühlte.

Ist es aber nicht. Ich weiß nicht, was hier in Zukunft stehen wird, ich weiß nicht, ob es diese Ankündigung wert ist. Vielleicht ändert sich nichts – vielleicht aber doch. Ich möchte nur sagen: es beginnen bald vielleicht zwei Reisen. Mit viel Beschallung und Belichtung. Vielleicht.

(und auch: danke.)

This article has 3 comments

  1. Jeriko

    Ich habe gerade das Bild vor Augen, wie du und Dragstripgirl platonisch Händchen haltend auf einem Hügel steht und den Menschen bei ihrem Schaffen zuschaut, bevor ihr lachend umdreht und von dannen zieht. In Kombination mit tiefstehender Sonne und im Zeitraffer. (soll übrigens nicht bedeuten, dass DSG und du zwei verschiedene Personen geworden seid… oder vielleicht doch?)

    Whatever. Mach, was du willst, und das sage ich ganz ohne Wertung. Obs auf der anderen Seite eine Erwartungshaltung gibt? Mag sein. Ob man diese erfüllen muss? Niemals.

    (dnf. Wenn ich mich angesprochen fühlen darf.)

  2. Marcel

    Wenn ich auch nur irgendeinem Blog auf dieser Welt treu bleiben werde, dann ist es deiner, S. Egal wie er heißen mag und egal wie er aussieht. Weil ich weiß, dass du ihn mit Leben füllen wirst und immer einen Teil deiner Seele reinsteckst. Dinge wie dragstripGirl machen das Leben lebenswert und das ist was beschissen Besonderes! Liebe von ein paar Metern weiter weg.

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