Saturday Night Live ist – Hulu sei Dank – mein neuestes Fenster in eine Fernsehwelt, die uns in der BRD spätestens seit dem Ende von Viva+ verwehrt bleibt. SNL ist ein Einblick in die Bewältigung des amerikanischen Medienalltag mit Humor, der funktioniert.

Die letzte Folge war vor allem deshalb viral angehaucht, weil Christoph Walz – der erste “German speaking SNL-host” – die ganze Sendung mit Finesse und Albernheit moderierte. Viel intensiver gefühlt als Walz (Django immer noch nicht geguckt, manchmal muss man sich ja Filme auch aufheben) habe ich allerdings die Band, die zu Gast war.

Mich kriegt man ja mit so einem Folklore-Pop und aussagekräftigen Stimmen immer. Deshalb habe ich ja auch einen nicht unwesentlichen Teil meines Lebens als Techno- und Elektrofan mit allen Kings of Leon Alben verbracht. Das ist mir auch bis heute nicht unangenehm, auch wenn ich Alabama Shakes durchaus andere Qualitäten attestieren würde. Erstens Mal hört es sich nicht ganz so geleckt wie Sex on Fire (eher so in Richtung King of The Rodeo), und zweitens HAT MAL JEMAND DARAUF GEACHTET WAS DIE BRAUT FÜR GRIMASSEN MACHEN MUSS, UM DIESE TÖNE RAUSZUBRINGEN? Ich habe jedenfalls neue Roadtrip-Musik für das ganze nächste Jahr gefunden.

Hiermit habe ich also meine “keinen Hip-Hop” Quota für dieses Jahr erreicht- und es hat sich gelohnt. Was sich auch lohnt: unbedingt die Christoph Walz SNL-Folge gucken.