"Girl gone wide."


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Da sowohl B. als auch ich eine nicht gerade unberührte Blogger-Vergangenheit haben, werden wir in Zukunft immer dann, wenn uns mal danach ist, ein kleines Best Of unserer vergangenen (und nicht mehr einsehbaren) Beiträge (in einer Neuauflage) zum Besten geben. “Immer dann, wenn uns mal danach ist”, heisst wörtlich übersetzt “immer dann, wenn uns nichts besseres einfällt oder wir gerade keine Zeit haben”. Manche Storys sind einfach zu gut, um nicht geteilt zu werden (wenn auch in abgeänderter Form, ihr versteht), und hier mache ich einfach mal den Anfang mit einer, ahem, “Erzählung”, die vom Tag meiner Mathe-Abiturprüfung berichtet. Das war letztes Jahr, um genau zu sein am 3. März 2008, und ja, ich werde mich bis an mein Lebensende an dieses verfluchte Datum erinnern…

Brownies

Ich habe gerade nochmal kurz über den letzten Donnerstag und meinen exorbitanten Zusammenbruch nachgedacht, und ich muss jetzt doch mal genau die Situation beschreiben. Ich meine, das was da passiert ist, war viel zu gut, und das kann man nicht einfach so in drei Sätze packen und bescheiden weggucken. Das war mit Sicherheit das Spektakulärste, was jemals in meinem Leben passiert ist. Zumindest seit dem Tag, an dem ich Batman in den Warner Brother Studios den Plastiksixpack befummeln durfte.

Alles begann damit, dass ich als Erste mit dem Mathe-Abi fertig war, was damit zusammenhängt, dass ich den letzten Teil des Tests komplett ignoriert habe. Eine Stunde vor Abgabeschluss war ich schon draußen und habe genüsslich gequarzt, während der Rest sich noch schön mit lebenswichtigen Formeln beschäftigen durfte. Gottseidank habe ich gelernt dass der Umfang eines Kreises 2πr ist, ich musste das nämlich tatsächlich einmal benutzen seitdem ich mein Abi gemacht habe… und das war genau eben gerade, um das hier zu schreiben.

Weil mir das Warten zu langweilig wurde, dachte ich mir, fange ich schon mal mit den Brownies an, die mir den Tag versüßen sollten. Es sei erwähnt, dass ich die Teile nicht selbst gebacken hatte, sondern einen Freund damit beauftragt wurde. Der drückte mir für 20 Euro 5 Brownies in die Hand und sagte, ich solle doch bitte meinen Spaß haben. Die wären nämlich gut. Seine blutunterlaufenen Augen hätten mich schon warnen sollen.

Ich sitze also da und pack den Teufels-Brownie aus der Hölle aus und beiße vorsichtig ab, da muss ich schon direkt würgen. Ich meine, der hat eher nach frischem Kuhdung aus einer bayrischen Alm geschmeckt als nach Schokolade mit Drogen. Wirklich. Kennt ihr 2girls1cup? Es hat in etwa so viel Spaß gemacht, diesen Brownie zu essen, wie 2girls1cup nachzuspielen. Und selbst dann hätte es wahrscheinlich besser geschmeckt. I shit you not.

Wer high sein will muss leiden, und weil ich sowieso ein Charkaterstarker und unbestechlicher Mensch bin, hab ich mir das Teil gewaltsam reingestopft. Die Konsistenz, Mann! Ich habe soetwas noch nie erlebt. Die hat gepasst zum Geschmack. Ein herrlich fluffiger Brownie. Und mit “fluffig” meine ich “unschluckbar”. Den musste und konnte man auch gar nicht kauen, der zerging direkt auf der Zunge und blieb samt widerlichem Muff im Mund kleben. Sechs weitere Stunden von diesem Scheiss, der sich zwischen Zähnen und Zahnfleisch einnistet und in die Poren der Zunge versinkt. Vorratsekelspeicherung. Alter.

Ich hab dann erst mal 3 Liter Wasser getrunken in der Hoffnung, den Schmodder und die Erinnerungen an dieses Leid loszuwerden, ein bisschen geraucht, geplaudert, vor der Schule auf die Normalsterblichen gewartet. Irgendwann kamen die ersten, und anstatt mit den anderen zu Prickelowski anzustoßen, hatte ich eine kurze Eingebung der Selbstverstümmlung und dachte mir so nebenbei, Och, ich esse noch einen.

Ja, ich weiß. ICH WEISS. Wieso tut Mensch das? War es die Euphorie, endlich meinen Mathelehrern den Fickfinger zu zeigen? War es eine kurzfristige Psychose, war es Herpes? Ich weiß es einfach nicht.

Mir ist auch völlig unklar, wie ich den jemals runterwürgen konnte, und wie ich dieses Trauma seitdem verarbeitet habe. Jedenfalls, nach etwa einer Stunde des rumschimmelns vor der Schule passierte plötzlich etwas anderes: ich war super-geschmeidig drauf. Ich meine, wirklich soft. Die Wiedergeburt von Cheech und Chong. Beide. Gleichzeitig. Das reinste Woodstock in meinem Kopf. Ich bin zu jedem hin, zusammengepresste Augen – wegen der starken Sonne -, habe jedem auf die Schulter geklopft, ein fettes Grinsen im Gesicht, ein obligatorisches “Yeaaaaaaaaaaaaaaaah….” für jeden, der es hören wollte. Es waren die schönsten zwanzig Minuten meines Lebens.

R. und J. packten mich irgendwann ins Auto. Zu diesem Zeitpunkt war ich kaum noch ansprechbar, und ihc war froh, dass die beiden meine Mutter ablenkten und meinen geistesabwesenden Zustand mit ihren 3000-Dezibel Stimmen überspielten. Trotzdem kam ich nicht um ein paar gestammelte Worte beim Essen herum. Meine Mutter war ein bisschen verdutzt, weil ich lallte wie jemand mit A-Klasse Sprachbehinderung. Dass sie letztendlich nichts unnatürliches daran bemerkte, spricht leider auch nicht für mein Verhalten im nüchternen Zustand.

Ich versuchte mich also aus jeglichen Gesprächen rauszuhalten indem ich mich völlig der Völlerei hingab. Meine Mutter hatte “Kartoffeltag”: Pommes, Kartoffelpuffer, Kartoffelgeschnetzeltes, Kartoffelsalat, Kartoffelwhatever. Das heisst, eigentlich gab es Knoblauch mit Kartoffelbeilage, so wie es sich für einen arabischen Haushalt gehört. Der volle Effekt. Und HALLO FRESSFLASH. Meine Mutter lobte meinen gesunden Hunger und nutzte die Gelegenheit, mir auch noch die Reste vom Vortag unterzujubeln. Ach, Mutti. Ich habe es gemerkt, ich war nur zu druff, um mich zu wehren.

Irgendwann rollte ich dann endlich, endlich nach unten. Auf die Couch. Film gucken. Ich sah mir selbst beim Stricken zu. Mir war da schon kotzübel, aber ich konnte diese fette Warnung, die plötzlich in meinem Magen und im hinteren Teil meines Kopfes saß, nicht konkret fassen. DENKEN. Viel zu abstrakt für solche Augenblicke. Ich war in einem herrlichen Delirium, während J & R den Spaß ihres Lebens hatten. Ich glaube, sie haben mich zwischenzeitlich dekoriert. Es war mir egal. Mein Kopf war leer.

Ich bin irgendwann zu Bewusstsein gekommen, als J. mich leicht amüsiert anstarrte.

“Oh man, du bist käseweiß!”
“Yeaaaaaaaaaaaaaaah….”

An dieser Stelle dachte ich mir: Okay, S. Geh einfach mal nach oben ins Bad. Einfach so. Nein, hier redet keiner von Übelkeit oder Kotzerei. Du doch nicht. Aber hingehen, das könnte ja nicht schaden.

Ich dann also so vor der Kloschüssel gekniet, überlegend, ob der Spuckefaden aus meinem Maul jetzt rausgewürgt wurde oder ob ich die ganze Zeit schon sabbern musste. Aber es war in Ordnung, und nach 10 Minuten lachte ich mich selbst aus und ging wieder runter zum Behindertenverein.

Zeit verging, und plötzlich hatte ich Kreisis. Einen Schwindelanfall. Ich saß auf der Couch und glaubte, in einem Doppel-Helix-Strang durch den Boden zu krachen. Mit der Hand vor dem Mund konzentrierte ich mich auf das letzte bisschen Menschenverstand in mir, der nicht an Sex dachte, rannte zwei Stockwerke hoch, knallte gegen eine abgeschlossene Badezimmertür (das mein Vater in just diesem Augenblick fett kacken musste war ja klar), machte einen U-Turn in mein Zimmer und kotzte da erst mal eine prächtige Ladung Kartoffelknoblauch in meinen VOLLEN Mülleimer, der von einer alten H&M Tüte bedeckt wurde, von der die unverdaute Kost des Mittags abspritzte und gegen die Wand klatschte.

Es hörte nicht auf. In meinem Kopf dröhnten die Fanfaren des Erfolgs eines peinlichen Absturz. Ich konnte nur daran denken, dass mein Vater nach fast fünfzehn Minuten seines täglichen Amok-Stuhlgangs auch irgendwann rauskommen musste, was mich zum abrupten Stopp bewegte. Ich rannte aus dem Zimmer- direkt in ihn hinein. Aus dem Bad wehte ein aggressiver Geruch her, der wenigstens den meiner Kotze aus meiner Kinderstube übertünchte. Er fragte mich ungefähr sieben Mal– beim letzten Mal schrie er — wie Mathe gelaufen sei, bis ich auf seine Kommunikationsversuche eingehen konnte. Minus Lichtgeschwindigkeit.

Mein Dad, der Typ ist einfach schon so bappengeblieben, der hat überhaupt nichts gepeilt. Er war zufrieden als ich ihn davon überzeugen konnte, dass die Prüfung für mich gut ausgegangen war und zog fort um Bud Spencer & Terrence Hill Filme auf alten VHS-Kassetten zu gucken. Ich ging daraufhin ins Bad, um ein bisschen weiterzubrechen, putzte mir die Zähne und verbrachte die nächste Stunde damit, das Horrorspektakel aus meinem Zimmer zu beseitigen. Mir wurde plötzlich klar: S, du bist voll kompetent, man! Wenn du schon so unwürdig abtreten musst, dann mit Integrität! Keiner merkt es, du hinterlässt keine Rückstände, bist danach wieder bei klarem Verstand und gut drauf; S, wenn deine Mutter hin und wieder Drogen nähme, sie wäre stolz auf dich.

Ich ging dann also wieder in den Schimmel-Keller hinunter. Als Kriegsveteran, traumatisiert von dem, was ich erlebt hatte, wahrscheinlich mein Leben lang abhängig von Beruhigungsmitteln, die die Panikattacken unterdrücken. R&J waren immer noch da und hatten den Spaß ihres Lebens, während ich meinen Körper liebevoll entschlackert hatte. Als ich mich wieder hinsetzte, wusste ich, dass eine Katastrophe bevorsteht.

Ich springe über die Couch, Kung Fu, durch die Wand, und bevor ich überhaupt an der Treppe bin, – fuck – kotze ich mir selbst in den Mund. So. In Millisekunden muss ich entscheiden, was zu tun ist. Wieder zurück ins Zimmer, Mülleimer schnappen und vor den Tratschtanten der Republik abkacken? Die Treppe hoch und durch’s Treppengeländer kotzen, damit auch meine Familie noch was davon hat? In den Speisekeller und die Lebensmittel kotzen?

In einem Blitzlicht der endlosen Kreativität fällt mir ein, dass ich am allerbesten in den Waschkeller rennen könnte, weil da doch so ein altes, verranztes und seit preußischen Jahren nicht mehr benutztes Spülbecken steht, wo Spinnen nisten und sich neue Lebensformen entwickeln können. Ich also dahin, schön mit Kotze im Mund, bäm, direkt rein.

Ich schwöre bei allem, was mir heilig sind, ich hab das Teil vollgemacht. Ich meine, ich weiß nicht wie groß so ein durchschnittliches Wasch- oder Spülbecken ist, aber es waren gefühlte tausend Kubikliter. Das. Teil. War. Voll. Ich ständig das Bedürfnis, aus meinem Körper auszusteigen, mich vor mich selbst hinzustellen, mit dem Finger zu deuten und “HA HA” zu rufen, weil das echt so eine Kern-Asi-Aktion war. Dieser Anblick. Und dann die Wäsche um mich herum, und die tausend Spinnen, die ich da durch ätzende Magensäure getötet hatte. Ich musste die Augen zukneifen, weil der Anblick so widerlich war, dass ich jederzeit einen noch größeren Würgereiz getriggert hätte. Wenn sowas überhaupt menschenmöglich ist. Der Knoblauch verätzte meine Speiseröhre schlussendlich meine Speiseröhre und füllte die Karieslöchern in meinen Zähnen. Oh, Gott.

Danach brach ich erstmal fett in einen frisch gewaschenen Wäschehaufen zusammen. Da lag ich nun, Spucke am Mund, Flecken auf dem T-Shirt, in verwinkelter Position. Ich trug ein glückliches Lächeln im Gesicht, denn es war vorbei. Armageddon, das jüngste Gericht, die pyromanische Analvergewaltigungstruppe– es war alles vorbei.

Doch nach einigen Minuten der ewigen Zufriedenheit wurde ich – von mir selbst – in die eiskalte Realität der Kotzerei zurückgeworfen: Scheisse. Wie kriegst du jetzt die Suppe aus dem Becken? Das war nämlich schon immer verstopft gewesen. Hitler höchstpersönlich hatte dafür gesorgt. Das stellte ich fest, als ich einen Wassereimer von oben runterschleppte (die Mission blieb unentdeckt von allen Anwesenden im Haus) und versuchte, meinen Mageninhalt den Abfluss runterzuspülen. Ich blieb also mit einer Kotze-Wasser-Brüher zurück, die in ihrer Gewalt Dahmer und Manson glücklich gemacht hätte.

Der Gestank war Nummer 1 in Gottes Hitlist der schlimmsten Gerüche auf Mutter Erde. Und jetzt muss man sich das mal vorstellen: Ich fing an, jämmerlich zu weinen. Nicht, weil es mir schlecht ging, nicht, weil ich gerade gekotzt hatte wie noch nie in meinem Leben, und nicht, weil sich schon die nächste Ladung Innereien ankündigte, sondern weil ich nicht wusste, wie ich das alleine wegkriegen sollte.

Weitere 10 Minuten meines Lebens vergingen also in aufgelösten Tränen, mit ständigem Würgen wegen des Kotze-Panoramas und meiner Hilflosigkeit. Wie, zur Hölle noch mal, sollte ich denn diesen Abfluss freikriegen, ohne dabei ohnmächtig zu werden oder einfach weiterzukotzen?

Ich meine, ich lache jetzt drüber, und ich denke mir, ihr werdet mich bestimmt hassen für so viel detaillierte Beschreibung, aber ihr wisst gar nicht wie das ist wenn man DAVOR steht. Wenn man einfach davor steht und mit dem Scheiss fertig werden muss, weil man jetzt grad echt keinen Plan hat und verzweifelt ist und wenigstens ein bisschen Souveränität bewahren möchte. Das ist schlimmer, als beim Scheissen auf dem Klo wegen hohen Blutdruckes das Bewusstsein zu verlieren und mit a-a am Hintern vom Notarzt gefunden zu werden. Und sich beim Umfallen vom Klo auch noch den Kopf anzustoßen und sich eine Platzwunde zu holen. Ja, denn das habe ich auch hautnah erleben dürfen, und ja, ich weiß, dass mein Leben scheisse ist.

Und an dieser Stelle ist ja auch der eigentliche Grund für meinen ausführlichen Bericht. Ich bin dann nämlich gänzlich kapitulierend nach oben gekrochen, in die Küche, wo meine Mutter weiterhin das Unkraut und das Ungeziefer mit Knoblauch tötete. Ich nannte es ja bis dahin auch nicht mehr “kochen” sondern “knoblauchen”.

Sie sah mich an, sah meine Tränen, sah, dass ich völlig im Arsch war, fragte, was ist, und ich sagte: “Mama, ich hab eben in den Waschkeller gekotzt.”

Minuten gehen ins LAnd. Sie fängt an zu lachen. Dann hört sie auf, völlig abrupt, und schreit “ETWA AUF DIE WÄSCHE?!?” und ich sag, “Nein, nein, ins Becken”, und sie sagt, “Ah, okay, gut”, völlig erleichtert, bis dann kommt “Was? In welches Becken denn?” und ich stehe da, hol mir schnell das Wegmachzeug aus dem Kabinett unter der Spüle und sage mir: S, du bist fast 20 Jahre alt. Du schaffst das schon, man.

Zwölf Sekunden später stand ich wieder vor Mutti, die selbst fast in Tränen ausbrach als sie feststellte, dass sie tatsächlich ihren mütterlichen Pflichten nachgehen und meine Sülze wegmachen werden müsste. Sie seufzte hart, so hart hatte sie noch nie geseufzt. Sie machte mir einen Tee. Ich setzte mich wieder zu meinen Girls. Ich kotzte nachts noch ein paar Mal. Ich weiß gar nichts mehr.

Epilog

Meine Mama hat’s dann weggemacht. Ich weiß nicht, wen sie dafür bezahlen oder umbringen musste, oder ob Mütter auch nach zwanzig Jahren mit der Kotze ihrer Kinder fertig werden, aber ich kann nicht genug Dank für diese Frau ausdrücken. Ich finde, jemand, der einem anderen die Kotze wegmacht, gehört ein Leben lang Huckepack getragen. Alles Schlampen außer Mutti. Mutter: Nicht nur, dass du wegen meinem Quadratschädel und den damals schon dicken Brüsten deine V. verunstalten lassen musstest, nein, du hast mir die Kotze weggemacht, und zwar in einem undankbaren Moment. Und du hast keine Fragen gestellt, sondern einfach hingenommen, dass Magen-Darm zugeschlagen hatte. Mutter, für dich gehe ich durch die Hölle, und ja, ich weiß, dass ich das wahrscheinlich sowieso tun werden muss. Aber für dich mach ich es auch mit Freude dran.

by yeahs in Crystal Meth State of Mind


Comments

21 Comments

  1. November 10, 2009

    Hach. Das Ende entschädigt dann ja doch. Wär ja auch schlimm wenn nicht.

    (Und dir ist schon klar, dass “I shit you not” im Zusammenhang mit 2girls1cup durchaus mehrdeutig aufgefasst werden kann, ja? Und wie zur Hölle kann man beim Kacken in Ohnmacht fallen!?)

  2. November 10, 2009

    Made my Day. Ich find’s toll, dass ihr die “alten Stories” noch einmal neu auflegt. Bin ja erst seit kurzem treuer Leser. Und dann eröffnest du auch gleich mit so einer “wundervollen” Lebensgeschichte. Danke, du hast mich “köstlich” unterhalten.

    Und wenn wir hier bei Wünsch-Dir-Was wären, dann könntest du dich gleich schon mal hinsetzen und die Geschichte mit der Ohnmacht und dem Kacken in die Tastatur hämmern. :D

  3. November 11, 2009

    Danke das ich das nochmal lesen durfte. :)

  4. November 11, 2009

    Grinsen. Bemitleiden. WTF-und OMG-Denken. Immer abwechselnd ;). Heftiger Text.

  5. B #
    November 11, 2009

    OMG. :D

  6. deo #
    November 11, 2009

    Was hast du in Mathe gehabt?? :-D seeeehhhhhrrrr geil!!!

  7. S #
    November 11, 2009

    Deo: Endlich mal jemand, der eine gute Frage stellt! Acht Punkte hab ich bekommen, die beste Mathenote, die ich in der gesamten Oberstufenzeit jemals hatte. Man, war mein Leben in diesem Augenblick einfach gut. ;)

  8. November 11, 2009

    Die Story ist so scheiße asi, dass sie fast schon wieder gut ist.

    Famos! Superhyperblog.

  9. Mathieu #
    November 12, 2009

    Das waren noch Zeiten. So rücksichtslos subjektiv. Seitdem ihr es darauf anlegt, diesen Blog auf Vermarktbarkeit zu stylen, lese ich immer seltener. Die Klischees der wilden Jugend werden wiederholt und jetzt auch noch die alten (guten) Beiträge. Überlege mir, ob ich das Abo kündige.

    • B #
      November 12, 2009

      @Mathieu
      Es ist nicht ganz einfach, die Waage zu halten. S hat ihre Gründe damals vorgebracht, septemberrave.com dicht zu machen und hier neu anzufangen. Ich habe beispielsweise chaosplanet.de zugemacht, weil mir schlichtweg die Zeit fehlte regelmäßig zu schreiben. Sowohl S, als auch ich, sind keine Studenten mehr, und leben in sehr strapaziösen Jobs. Die Waage bekommen wir schon noch hin. Aber generell ist es nunmal – wie S schon sagte – ganz normal, dass man irgendwann einfach raus wächst. Als Sina von JulieParadise.de damals begann über Babies zu schreiben, weil sie selbst eins bekam, war ich anfangs auch sehr enttäuscht. Aber es sind mit der Zeit neue Facetten ans Licht gekommen, die man jetzt genießen kann. Das dicke Feiern ist vorbei und ich finds cool in Erinnerungen scheben zu können. Ist ja nicht so, dass wir versauern. Und mal ganz ehrlich: auf dragstripgirl.de sind schon ein paar tolle Sachen gelandet, die subjektiv deluxe sind.

      Vermarktbar ist ein Blog hierzulande sowieso nicht. Das ist nicht unser Ziel. Die paar Kröten, die man durch Banner erhält, drauf geschissen. S und ich versuchen hier was für uns aufzubauen. Und für euch. Aber: Nach und nach.

      Die wilde Jugend war für uns nie Klischee. Und wenn doch, dann haben wir das subjektiv dargestellt. Wär schön, wenn du uns treu bleibst, wenn nicht: Sag uns Bescheid, wo du es cool findest. Würde uns freuen.

  10. S #
    November 12, 2009

    Hey Mathieu– man wächst halt irgendwann mal raus. Und dann schwimmt man auch nur noch in einer Sülze voller Erinnerungen. Ich könnte es dir nicht mal verübeln, wenn du das Abo kündigst, auch wenn ich der Meinung bin, es ist gerade noch ein Stück subjektiver geworden… aber vielleicht findest du irgendwo anders noch junge Menschen, die rücksichtlos jung sein können und dürfen.. aber vergiss nicht, mir bescheid zu sagen ;)

  11. Mathieu #
    November 12, 2009

    Hey S. und B.
    Um nicht missverstanden zu werden: es geht nicht um rücksichtslos jung sein und wilde Jugend. Chaosplanet kenne ich nicht – tschuldigung – aber Septemberrave und das da vor (komm jetzt nicht auf den Namen) und das war groß – egal ob jung oder nicht. Vor allem auch in den schwachen, einsamen Momenten. Rücksichtslos subjektiv heißt z.B.: nichts wird erklärt, man verwickelt sich in Widersprüche, nicht jedes Detail entspricht der Wahrheit, manchmal auch ein bisschen abstoßend (für mich jedenfalls) political und auch sonst incorrect, voller Selbstzweifel und auch nicht immer meiner Meinung entsprechend, manchmal missraten – egal, fast immer war man berührt. Rausgewachsen, stressiger Job, okay, lass ich gelten, aber warum soll ich einen Blog von gestressten Rausgewachsenen lesen, die für ihre kleine Community schreiben und sich dauernd gegenseitig auf die Schulter klopfen und die Welt erklären wollen? Ich lese hier ja auch weiterhin rein, weil ich neugierig bin. Aber berührt werde ich von anderen Sachen. Vielleicht ist ein Blog auch nicht der richtige Ort dafür. Vielleicht sollte man Kafka lesen. Aber für so einen Satz wie “Und dann schwimmt man auch nur noch in einer Sülze voller Erinnerungen” hat es sich dann doch vielleicht wieder gelohnt.

  12. B #
    November 12, 2009

    Word. Du dreckiger Mistkerl :D.

  13. ju #
    November 12, 2009

    genauso hätte mir das auch passieren können. (das mit der toilette ist mir sogar auch mal passiert. also mit dem kreuslauf. tollerweise hat mich mein damaliger freund so gefunden… hach schön.)
    aber weisst du was: solche exzesse gehören dazu, damit man es später nicht nochmal macht. wäre doch viel peinlicher, wenn dir das in 5 jahren passiert wäre…

  14. S #
    November 12, 2009

    Scheisse, Mathieu, du warst schon bei Guten Morgen Spinner dabei? DAS… ehrt und verängstigt mich gleichermaßen.

    Ansonsten: Ach, ich hab jetzt keinen Bock zu argumentieren. Ich kann voll verstehen, was du sagst, weil es mir selbst schon so mit Blogs gegangen ist. Ich versuche hier nicht irgendwie korrekter oder un-wiederlicher zu sein als vorher, sondern einfach auch mal mehr mich zu bemühen, richtig zu Schreiben, und nicht nur richtig rumzuheulen. Und das hab ich auf septemberrave.com extrem oft getan, und irgendwann wird man halt sauer auf sich selbst, weil man das Gefühl hat, man badet in Selbstmitleid und kritzelt den Scheiss dann für Leute auf, die sich in ihrem eigenen Leid auch bestätigt fühlen wollen… und jetzt bin ich doch wieder an einen Punkt gekommen, wo ich mich rechtfertigen muss, mir selbst und anderen gegenüber, und das wollte ich eigentlich nicht.

    Und das kotzt mich grad schon wieder an.

    • B #
      November 12, 2009

      @S
      wie auch davor, muss gelten: wer es lesen will, liest es. wer meckern will, meckert. jeder darf tun, was er möchte. und die autoren produzieren das, was ihnen in den sinn kommt. ich finde das fair und alles andere als das-kotzt-mich-wieder-an.

  15. B+ #
    November 12, 2009

    selbst die 2 riesen bildschirme im büro haben mich nicht genug schützen können. das kichern war weit über die flure zu hören. damn.

  16. S #
    November 12, 2009

    B: Hey, gegen das Meckern hab ich nichts, und ich hoffe das ist jetzt nicht total falsch rübergekommen.. es kotzt mich nur an, dass ich mich schon wieder in so einer Situation fühle, wo ich es jedem Recht machen will und mich damit schon wieder rechtfertige. Das passiert auch im echten Leben viel zu oft… sollte man langsam mal auch rauswachsen. ;)

    • B #
      November 12, 2009

      @S
      dann rechtfertige dich auch nicht, mann ;). ist doch eh nur wichtig, ob du dich mit dem hier identifizieren kannst.

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