BEST TRACKS OF 2013: In My Classy Bedroom
Dieses Jahr machen wir es ein bisschen anders. Es gibt meine 100 Top Tracks of 2013 schön abgepackt in 10 Playlisten: Heartbreak Songs, Feel Good Bounce, Take Off Tracks, In My Classy Bedroom, Lost In A Moment, Mindfucked By Music, Popped A Molly, Pimping, Moodswings und Serious Dance Lessons in The Club.

Es gibt Momente, da will man die ganze Welt in sein Schlafzimmer sperren um es nie wieder verlassen zu müssen. Nie wieder die Decke vom Körper ziehen, nie wieder auf’s Klo gehen müssen, nie wieder nicht kuscheln und verstecken spielen und Kerzen anzünden. Eine Traumvorstellung, die in 5-Sterne-Hotels gehört, oder in romantische Liebeskomödien (kotz). Aber auch die brauchen ja ihre Hintergrundbeschallung. Immer mit einem kleinen Anflug von Melancholie, weil man weiß, dass der Moment vorübergehen wird und jedes Festhalten daran den Schmerz beim Abschied nur noch schlimmer machen wird…

10 – Jai Paul / Track 7

Natürlich muss man zwangsweise jeden Song in dieser Playlist mit “sexy” beschreiben. Natürlich. Sonst wären es ja keine geschmackvollen Schlafzimmersongs. Aber Jai Paul schafft es, einen Pop-Klassiker (nämlich Crush von Jennifer Paige) zum low-fi Prince Boogie-Track zu machen. Der Wiedererkennungswert ist hot stuff und das originelle am Track ist das, was einen an die Wand drückt. Trust me, boys & girls: es funktioniert.

09 – Stumbleine / I Wanna Dance With Somebody

Nein, diese Liste besteht nicht nur ausschließlich aus Neuauflagen alter Hits, aber Stumbleine musste ich dann doch noch mit reinnehmen. Erstens – wie gehabt – total sexy. Zweitens, auch schon erwähnt, so melancholisch als würde einem gleich jede Zeit zum Lieben entrissen werden. Der Tanz in der Disco wird zum leidenschaftlichen Balzschritt bei durch Jalousien strahlendem Sonnenschein.

08 – Beyoncé / Mine ft. Drake

Drake kümmert sich um jede Frau. Rihanna. Beyoncé. Meine flüchtigen Bekanntschaften. Ich habe mir sagen lassen, man muss nur Drake anmachen, und schon wird jeder Konflikt zu Passion und Geschlechtsverkehr. Ich weiß nicht, ob ich mir Drakes Gesicht dabei vorstellen muss, aber Beyoncé kompensiert definitiv. Ich liebe diese Frau. Wie sie es geschafft hat, alle wegzuficken mit ihrem Last-Minute-Album. In meinem Schlafzimmer läuft also die optimale Mischung aus Queen B und Queen D and I ain’t even mad son.

07 – Alpines / Chances (Cyril Hahn Remix)

Mehr Klimax als Vorspiel, gebe ich zu, kann auch verstörend sein. Aber meine Gewohnheiten – selbstverständlich postkoitale Tränen und totaler Selbstverlust – schreien regelrecht nach dem Tod durch schlechte Musik. MIT JEDEM FICK EIN HORCRUX, LEUTE. Denkt an Harry Potter.

06 – Autre Ne Veut / Play By Play

Ich hab’s ja schon mal gesagt, Autre Ne Veut ist nicht so mein Dude. Wie der so macht in dem Video, da muss ich direkt wieder ein bisschen in meinem Mund kotzen. Was ist das? Gesichtsbreakdance auf Parkinson? TYP, DU BIST HEISS, WIR WISSEN ES. Krieg es hin, verdammt noch mal. Aber Play By Play ist eben so ein Arschloch-Song von einem Arschloch-Typen den man trotzdem irgendwie geil findet, besonders dann, wenn auch er mal seinen Höhepunkt erreicht (und wahrscheinlich dabei in den Spiegel guckt und weinen muss, weil omg, I’m so pretty).

05 – Polica / Warrior Lord

Wir kommen wieder zum ursprünglichen Begriff von sexy. Ich zitiere:
Ever wonder why you calling me / Further like all your fantasies burn into me
Burn into me / To me, to me, to me
Truly / Do you want me?
I can’t reach my love

Zwei Möglichkeiten: entweder, es tut so weh, dass es nicht mehr geht, oder es geht nur, weil es so weh tut. Und das hört sich wirklich an wie eine griechische Tragödie, aber es ist eine post-moderne Geschichte, die sich jeden Tag auf’s Neue erzählt, und je öfter sie gehört wird, desto hypnotisierender wirkt sie. Der Song übrigens auch.

04 – Holy Other / U Now

Ich bin immer noch der Meinung, dass “Touch” von Holy Other die beste Metapher für schmerzvollen (im guten Sinne) Geschlechtsverkehr ist. Der mit den Liebestränen, meine ich. Aber U Now ist eben die 2013er Version davon, eine, die potenziell Burial ersetzt, auch wenn sie eigentlich auf Held 2012 erschienen ist (genauso wie Touch). Ich bin auch frustriert über die fehlende Pedanterie in meinen Listen.

03 – Shy Girls / Under Attack (The Drums Remix)

Meine labile “Es ist 2014, ich habe kein Geld” Stimmung macht, dass ich an den letzten Mai und die damit zusammenhängenden schönen Momente denken muss und jetzt weine ich gleich.

02 – Inc. / 5 Days

Über Inc. habe ich ja schon einige Worte beim Best Of der Alben verloren. Es besteht die Gefahr, dass ich auch weiterhin diese Playlist mit meinen Emo-Tränen gieße, und das, obwohl es nicht mal die mit den Heartbreak-Songs ist.

01 – Laura Mvula / She (Robin Hannibal Remix)

Laura Mvula ist sozusagen die neue Adele der Popmusik. Eigentlich jemand, den ich ignorieren würde, weil doch ein bisschen zu viel Brit-Pop und Voice of Germany. Der Robin Hannibal Rework von “She” aber trifft genau diesen wunden Punkt, den man von so tiefgehender Soulmusik gar nicht erwartet. Es war ja auch so schon sehr schön, aber jetzt ist es magisch.

This article has 1 comments

  1. Anna

    Too late, just fell in love with you. Betta share that stuff so that everybody knows about my classy bedroom. and betta like you on fb!

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