Der Sommer hat sich im Herbst versteckt, fast so wie jedes Jahr, möchte man monieren. Wir halten aber ganz fest an den Glauben, dass er sich doch bald per Sonnenbrand und Pommes im Freibad meldet. Das dachten sich auch die netten Menschen vom Café Zero° Summer Boat: die haben mich nämlich, zusammen mit einigen anderen Bloggern, auf eine kleine Spree-Reise eingeladen. Dort soll, dem Hedonismus ergiebig, dann eine von Seifenblasen und Liebe umgebene Party stattfinden. Ordentlich Flüssigkeitsverlust und Speichelaustausch vorprogrammiert.

Damit hat sich das allerdings noch nicht, denn auf dem Boot soll ein Song ausgewählt werden, der den Sommer sozusagen definiert. Der beste Sommer-Song. Ich bereite mich ja glücklicherweise das ganze Jahr schon auf den mentalen Zusammenbruch vor, den der ausbleibende Sommer herbeiführt, indem ich immer eine akkurate Sommer-Playlist zur Hand habe. Zehn Tracks, die mich in schnuffige Schäfchenwolken katapultieren. Allerdings darf nur einer von denen auf dem Boot gespielt werden, deshalb müsst ihr, werte, treue Geschöpfe des Internets, mir dabei helfen, einen auszusuchen.

Ihr dürftet auch ein Interesse daran haben, denn der Blog, der den besten Song mitbringt, darf am Ende eine ordentliche, tüchtig fahrende Vespa LXV Beige Siena verlosen. Hach, diese Italiener und ihr von Leichtigkeit dominiertes Lebensgefühl, wie man sie lieben muss! Ich sage: lasst uns die Sache mit den Rennrädern vergessen und mit Stil durch die Stadt düsen!

Also, noch mal kurz gefasst: Café Zero°, das ist ein Eis-Kaffee-Shake, der seinen Glanzmoment vor allem dann hat, wenn auch mal in der Bundesrepublik die Sonne herausblitzt. Der italienische Erfrischungsspender ist seit 2006 auf dem Markt und ist auf Mobilität getrimmt: Café-Geschmack zum Mitnehmen. Kann man sich reinlegen, wa? Um das zu unterstreichen gibt es einen Contest: der beste Song gewinnt. Welcher Song das ist, sucht ihr aus meiner Auswahl aus (ich bin allerdings auch offen für neue Vorschläge). Wenn ihr richtig getippt habt und die Meute auf dem Boot einverstanden ist, dann gibt’s eine Vespa für den Blog zu verlosen.

Und hier, jetzt, meine Playlist. Welcher davon der fetteste Sonnenschein-Banger ist könnt ihr in den Kommentaren entscheiden. Zweifelsfrei könnt ihr auch selber Songs vorschlagen, aber ihr wisst ja, ich bin eher ein kleiner Kommandant. Mein Geschmack ist fehlerfrei, mofo.

1. Lupe Fiasco – Sunshine

Natürlich darf meine derzeitige Anti-Love-Song Haltung nicht der Schönheit eines Gefühls versperren, dass so immanent mit dem Sommer zusammenhängt. Lupe Fiasco hat das damals auch verstanden und schenkte uns einen der schönsten Stimmungs-Tracks, der mit dem Sonnenschein zusammenhängt.

2. Hall & Oates – You Make My Dreams

Cheesy darf alles. “You Make My Dreams” ist ein Klassiker auf den Road Trip Mixtapes, Romantic Comedy Soundtracks und Sommerfahrraudausflug-Compilations. Richtig Party machen können damit auch die alten Menschen auf dem Boot, die sich in den letzten zehn Jahren keinen Überblick über die aktuelle Laune machen konnten. Für die ganze Familie also.

3. Brazilian Girls – Don’t Stop

Zugegeben, wir werden nicht auf einer Yacht an der Cote D’Azur sein, aber wir müssen deshalb ja nicht an Eleganz sparen. Auch auf der versifften Spree können die Brazilian Girls ein bisschen Sommer-Romanze in unsere Ohren hauchen. Achtung: dieser Song funktioniert nicht bei schlechtem Wetter oder hässlichen Menschen.

4. A$AP Rocky – Trilla

Cowboys, Wüste, und ein latenter Houston-Sound. Dieser Song hat vor allem eines: Durst. Der Staub in den Kehlen der angestrengten Rapper ist über tausende von Hörmeilen übertragbar. Sein Bonusfeature ist der Abgeh-Drive. Mein Bonusfeature? Ich kann von vorne bis hinten mitrappen. Vielleicht sollte ich einfach nur selber auftreten.

5. Schoolboy Q – #betIgotsumweed

Zum Sommer gehört auch eine gewisse Ruhe und Entspannung, die zwischen dem Rumtoben und Spielen im Dreck auch mal sein müssen. Zum Beispiel wenn man in den Sonnenuntergang blinzelt und vergessen hat, wie man überhaupt hierher gekommen ist. Völlig egal, solange die Tüten voll mit ein bisschen Medizin sind. Völlig egal auch, weil man sowieso nicht mehr gehen will. Bis in den Morgengrauen – bis die Sonne wieder aufgeht. So lange kann man dann draußen rumsitzen und puff puff pass spielen.

6. Harlem Shakes – Strictly Game

Vergessen wir das mit der Ruhe noch mal und kommen wir zum Punkt: bewegen müssen wir uns. Während die meisten Menschen am Anfang des Jahres ihre Entschlüsse fassen, das Leben ein bisschen besser zu gestalten, fasse ich meine genau dann wenn die Sonne am höchsten steht. Sie ist der größte Pusher. Sie treibt an. This will be a better year, sagt sie dann. Und ich werde oftmals dazu verleitet, es zu glauben.

7. Mike G – Everything That’s Yours

Letztes Jahr um diese Jahreszeit war das mein Sommer-Song des Jahrtausends. Alles war perfekt. Wenn Everything That’s Yours heute läuft, dann freue ich mich über diese Erinnerung – trotz des bewölkten Nachgeschmack des diesjährigen Herbstes im Juni. Scheiss egal. Odd Future For Life.

8. Three Six Mafia – I’d Rather (King Arthur Remix)

Block Party für alle! Holt die Würstchen raus, schmeisst sie auf den Grill, springt in den Pool, lacht die zickigen Topmodels aus, ARSCHBOMBE! Der Track ist zu gleichen Teilen niederste Erotik und entspannte Aggression. Ein Traum von Remix. (Ich habe leider den Track nicht einzeln gefunden, sondern nur im King Arthur Sommer Mix. Ist aber der erste, also hit it!)

9. Crazy P – Heartbreaker

Ich komme nicht drumherum, auch mal ein bisschen was elektronisches einfließen zu lassen. Wir denken an die Open Airs, an die House-Hymnen, an die verschallerten Bar25 Nächte und die kalte Briese, die uns über den Rücken läuft, wenn wir mal wieder schweißnass im Gras liegen und von Fremden mit Konfetti überschüttet werden. Gebt mir eine Tanzfläche und saugt die Wolken weg. Tanzen macht frei.

10. Frank Ocean – Swim Good

Frank Ocean sagt: es ist nicht immer alles gute Laune. Ganz oft ist ziemlich viel auch einfach nur die Kontemplation darüber, ob die gute Laune gerecht ist. Wir fahren mit ihm zusammen an ein Meer, das es nicht gibt, und springen hinein, um unser Scheitern und alle Verluste der kalten Jahreszeiten wegzuwaschen. Das ist mindestens genauso erfrischend, wie es auch bedrückend ist. Aber das ist der Sommer zwischen Hitze und Kälte, zumindest in Berlin, ja auch ganz oft. Deshalb wäre das auch meine Wahl. Ich will ein wildes Meer und ein wildes Herz.

Also – sagt mir, welcher davon euch am besten gefällt. Die Leute die mithelfen werden natürlich bei der Vespa-Verlosung, wenn wir denn so weit kommen, bevorzugt. You gotta be in it to win it! Bis Dienstag habt ihr Zeit!

This article has 11 comments

  1. DT64

    Ey bei Heartbreaker die Augen zu machen und den warmen Fahrtwind im Gesicht genießen. Dazu noch nen leckeren Cafe Zero in der Hand ( ;) )

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