Im Großen und Ganzen ist es unmöglich in das hineinzusehen, was ich manchmal für so selbstverständlich halte. Irgendwas passiert und ich denke mir, dass es eigentlich gar nicht so schwer sein kann, auf Dinge irgendwie zu reagieren. Ehrlichmachen. Habe ich mir einreden wollen, alles sei schaffbar, wenn man nur vorher drüber nachgedacht hat oder ist es eigentlich so, dass man sich einredet, auch unbeholfen durch Situationen zu schlittern, für die man doch niemals wirklich eine Antwort hat? Tja, so verwirrend die Dinge des Lebens manchmal sind, die Wahrheit steckt doch stets im Schatten einiger Dinge, die wir uns selber weismachen. Frage ich doch die Heldin oder Ally. Und warte einfach nur darauf, was Carter sagt:
[Bild via Pasqualle]
1. Ich bin ein Frühlingsbaby. 2. Ich habe alle Milchzähne gesammelt, mit denen ich die Unschuld schlafloser Poeten zermalmt habe. 3. Ich bin ein Pirat. Ich gehe unter und zelebriere meinen Verfall. Laut. 4. Ich möchte der Fleischeslust folgen und Psalme in die leuchtenden Rapsfelder hinausbrüllen. Ich will die Liebe verprügeln, auf sie eindreschen, sie von innen aussaugen wie ein frisches stöhnendes Honignest und danach meine klebrigen Finger lecken und die leere Hülle wegwerfen. 5. Ich komme aus dem Wald, wo Krähen schwarze Blüten begatten und der Himmel durch die messerscharfen Tannen auf mein müdes Gesicht hinuntersickert. 6. Ich habe Raskolnikow das Beil in die Hand gelegt. 7. Ich habe Villon das fieber eingehaucht. 8. ich bin eine Kanalratte. Regenwasser berauscht mein Gemüt und Dreck stillt meinen Hunger. 9. Ich habe zehn Zeigefinger. Alle richtungsweisend. 10. Ich glotze skeptisch in fremde Mäuler (und manchmal speie ich hinein). 11. Tagsüber habe ich orangene Haut und Zunge. Nachts färbt sich der Mond blau. 12. Ich fresse Gift und lebe davon länger. 13. Ich habe zu Wänden gebetet. Dann meinen Kopf daran aufgeschlagen. Jetzt ist alles eine Ruine und der stille Himmel wiegt mein Haupt. 14. Ich rauche Stummel vom Boden und trete in lauwarme Spuren. Und lauwarme Spuren treten in meine Füße. Es ist dann als würde sich mein Kopf mit fremden Blut füllen. 15. Lärm und Kirschwasser sättigen meine Nervenfasern. Sie laufen davon rot an. 16. “.” 17. Und ich frage die Anderen: Narziss, wo ist die Liebe hin?


Ein weiterer Beweis, dass im Chaos oftmals die wahre Ruhe und Ordnung der Dinge verborgen liegt. Das war schön.
Vor allem, dass sie verborgen bleibt. Ja.