A MILLION: THE INFAMOUS

A MILLION: THE INFAMOUS

Apostroph weg, Talent weg, Alk weg, Frauen weg, und die Luzia haut jetzt auch ab: Berlin ist tot! Der Nachruf kommt mit einer kleinen Notfallration Crack und Molotov-Cocktails für die Kinderwagen im Hausaufgang. THE INFAMOUS wird das Vorglühen zum 1. Mai sein. Seid jetzt auf der Abschussliste! Knarzende Bässe, unsexy MP3s und rumpöbelnde Touristen gehören dazu wie der Köfte in der Kloschüssel am Morgen danach.

Nicht dabei diesmal: Girl-on-Girl Action, Skaterboys, Kameras die das ganze Spektakel aufnehmen und ein räudiges YouTube-Video, was wir für unsere nächste Veranstaltung dann als “Teaser/Trailer” benutzen. Ganz ehrlich? Pornhub ist der einzige Trailer, den wir für unsere Partys brauchen.

Also. Freitag. 22 Uhr. A MILLION. Wir sind richtig soft, spielen wie immer das gleiche, bereiten keinerlei Überraschungen vor und wollen nicht, dass sich Leute auf unserer Party kennen lernen und verlieben.

March 26th, 2014 Posted in Berlin | 1 Comment »

Drake

Drake

Der Auftritt von Drake in der O2-Arena gestern Abend hat so einige Menschen – mich zum Beispiel – mit einem unerwarteten Wasserfall an schönen Gefühlen übergossen. Obwohl ich mich lange dagegen wehrte, Tickets zu kaufen, habe ich mich schließlich doch dazu entschlossen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Wertschätzung für sein zweites Album “Nothing Was The Same” Zeit zum Reifen bekommen hatte. Trotzdem konnte ich, anders als bei seinem Auftritt in der Max-Schmeling-Halle 2012, nicht jeden Song mitsingen. Ich sehe das nicht unbedingt als Nachteil. Auf dem Konzert konnte ich so noch einige Hits für mich entdecken, auch wenn ich’s ein bisschen schade fand, dass er meine Favoriten aus alten Tagen nur im DJ Set kurz anschneiden ließ (Forever, Over, Best I Ever Had).

Pünktlich fing The Weeknd an. “Pünktlich” gefällt mir sehr gut. No fuss, 20 Uhr, Licht aus, direkt losträllern. The Weeknd hat eine großartige Stimme, leider ging in der seelenlosen O2-World seine so herrlich und mühsam erarbeitete Schlafzimmer-Atmosphäre verloren. Einige Songs hatten keineswegs die Strahlkraft, die man sonst beim Hören seiner Alben empfindet. “Wicked Games” und “What You Need” sind in einem Schlagzeug-Inferno untergegangen. Trotzdem: The Weeknd, als dankbarer Opening Act für Drake, hat bewiesen dass er wandelbar ist. Das ist ein Pluspunkt. Statt Sülze zu performen, hat er kurzerhand seine besten Michael Jackson Moves rausgeholt und die Halle zelebriert. Er hätte sie auch willkürlich zu Intimität zwingen können, aber das wäre falsch gewesen in Anbetracht des großen Drakes. Die Zuschauer waren dankbar: die meisten hatten keine Ahnung, welche Pop-Elfe ihnen da gerade die Lenden ins Gesicht twerkt. Hätte Abel Tesfaye sich auf seine sanften Töne beschränkt, wären die meisten wahrscheinlich im Stehen eingeschlafen. Den “Bedroom Sound” kann man auf der Bühne nicht produzieren, das ist gut so. Das Rohe an The Weeknd gibt es nur als schlecht abgemischtes, digitales File. Analog dazu hat er ab und zu den Ton verfehlt; das hat’s wieder genullt und ihm die Street-Cred gegeben, die er als leidender Künstler braucht.

Schemenhaft zu sehen: The Weeknd.

Mein Fazit zu The Weeknd: ich bin nicht unzufrieden. Es war klar, dass die Erotik, die Verruchtheit und die düstere Verzweiflung nach 2011 nicht mehr funktionieren, und schon gar nicht, wenn man sie mit vielen schwitzenden Menschen teilt, die alle einen harten für Drake haben. The Weeknd höre ich mir lieber weiterhin alleine an (in meinem 300 qm Loft, völlig breit, mit nackten Mädchen die lasziv und willig um mich herum tanzen).

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February 28th, 2014 Posted in Berlin, Musik | Comments Off

Friends With Benefits: The Sweetest Taboo

Friends With Benefits: The Sweetest Taboo

Mal wieder in eigener Angelegenheit (als wäre nicht sowieso alles irgendwie in eigener Angelegenheit): morgen gibt’s ‘ne Solo-Session für alle da draußen, die auf schmusige Musik stehen und keinen Bock auf knutschen haben. Stellt euch bitte an dieser Stelle einen depressiven Trauer-Emojicon vor. Die Friends With Benefits Party (Arbeitstitel: Fell in Love With A Stripper) wird uns fertig machen.

Anyway, DT64 und ich werde mal wieder alles dafür tun, um euch auf der Tanzfläche fertig zu machen. Auf Wunsch habe ich die Titel “Don’t Cha” von den Pussycat Dolls und alle Britney Spears Songs vorbereitet. Werde mich passenderweise als Cracknutte verkleiden und zwischendurch zum heulen auf die Toilette gehen. Ich brauche kein Date zum Valentinstag, ich brauche acht Millionen Euro und einen schnelleren Stoffwechsel.

Natürlich wäre es schöner, das Chesters ganz für uns alleine zu haben – Intimität und so weiter – aber wir müssen den Ring auch mal den Profis überlassen und treten deshalb vor den eigentlich DJs ein wenig zurück. Immerhin: das Line-Up enthält auch Flaschendrehen. Morgen ist der Tag, um mit mir und allen anderen also auf Tuchfühlung zu gehen. Hashtag Herpes!

Wer auf die Gästeliste will sollte sich unbedingt bei mir melden damit ich NEIN schreien kann.

Who needs a Valentine if you’ve got Friends with Benefits and the finest R&B, HIP HOP & DANCEHALL JAMZ of the last 30 years ?!

Come together and rock the boat all night long with liveDEMOA Million,Image Ctrl3 feet hi & WEBOOGIE and SMOOTH OPERATORS:

♋ DJ San Gabriel
♋ Dj Boogie Dan & Disco CTRL
♋ Charlee Brown
♋ DT64 & Yeah Sara

Chesters will be turned into your Sweetest Taboo:

♋ Meet a F-Buddy in the FRIEND ZONE mattress lounge

♋ SPINN A BOTTLE at the bar

♋ Fall in LUV with a Stripper on the Pole

♋ receive free hugs in the Kuschelecke

♋ take the Love Slide

♋ or just BUMP ‘n GRIND on the dance floor

;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)

www.live-demo.com
www.3feethi.com
www.imagectrl.bandcamp.com
www.amillion.tumblr.com
www.weboogie.tumblr.com

February 13th, 2014 Posted in Berlin | Comments Off

Zoomyrentals Foto-Verleih

Zoomyrentals Foto-Verleih

Wie ihr euch sicherlich erinnern könnt, habe ich letztes Jahr nach der wunderbaren Südtirol-Reise einfach meine Kamera verloren. Meine emotionale Bindung zu arschteuren Sachen könnte fester sein, denn ich merkte es erst vier Tage später. Meine geheime Superkraft? Geld verbrennen ohne es zu merken. Wenigstens bleibt euch so meine Hackfresse beim Paragliding erspart, denn die Aufnahmen sind für immer weg (oder landen irgendwann auf YouTube, je nachdem welcher Asi sich einen Spaß draus machen möchte).

Seitdem – weil “Geld Haben” kein Konzept ist, dass sich in meinem Bewusstsein manifestieren will und ich also niemals eine neue Kamera kaufen werden kann – gehe ich meinen Freunden auf die Nerven, fotografiere analog, gar nicht oder leihe mir Kameras und Objektive bei Verleihfirmen aus. Umso glücklicher war ich also darüber, als mich die jungen Leute vom Start-Up Zoomyrentals angefragt haben, ob ich nicht mal ihren Online-Verleih testen möchte. Das Prinzip ist folgendes: sie sparen sich den Laden (und entsprechend die Kosten dafür) und können so günstiger hochwertige Foto-Ausrüstung deutschlandweit verschicken.

Nun gibt es einige Dinge, die machen über das Internet total viel Sinn. Ein Foto-Verleih kam mir bis dato nicht in den Sinn, das liegt aber daran, dass ich in Berlin wohne und nur wenige Straßen weiter der erste Laden mit einem ordentlichen Angebot aufwartet. Aber wenn ich mir vorstelle, ich würde eine Mark III in Buxtehude brauchen – wer soll da schon eine parat haben? Und dann auch noch zu bezahlbaren Preisen?

Der Deal war, dass ich mir für eine Woche etwas leihen darf – die Canon Kamera 5D Mark III und das Canon 24-70, ein Standardzoom mit orgasmischen Fähigkeiten, die zwei schönsten Objekte, die ich jemals in der Hand halten durfte – und dafür meine ehrliche Meinung zum Konzept und zur Umsetzung des Shops mitteile.

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February 5th, 2014 Posted in Berlin, Konsumbehindert | Comments Off

Creamcake: Sasha Go Hard & Pereira Elsewhere

Creamcake: Sasha Go Hard & Pereira Elsewhere

Meine Abwesenheit war einer Lungenentzündung siebzehnten Grades geschuldet, a.k.a ich habe die ganze Stadt mit meinem Schleim bedeckt und niemand wollte mit mir rumhängen. Jetzt kann ich aber endlich wieder Kommandos geben und Klausuren schreiben, meine Laune entspricht also einer Packung gemischten Nüssen. Dennoch oder gerade deshalb gibt es für heute nur einen Auftrag: im Südblock die fantastische Sasha Go Hard bewundern und auf ‘nen Dienstag einen über den Durst trinken.

Sasha Go Hard, Perera Elsewhere und Larry & Yong geben heute einen sehr weiblichen Gig im Südblock, und zurecht! Ich kann auch keine Männer mehr sehen.

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February 4th, 2014 Posted in Berlin, Musik | Comments Off

A’MILLION: HOMECOMING

A’MILLION: HOMECOMING

Puh, Leute. Harte Zeiten kommen auf uns zu. Und wenn ich “uns” sage meine ich hauptsächlich mich. Denn hier geht es nur um mich. Immer. Erinnert ihr euch noch daran, als ich leidenschaftslos kokainabhängig im Keller meiner Ex-Schwiegereltern wohnte und mit den falschen Leute verkehrte und nur auf Partys in großräumigen Loft-Wohnungen mit B-Prominenz ging und in der ganzen Stadt als Hure bekannt war? Man, waren das noch Zeiten. Die hätte ich jetzt gerne wieder. So 2013.

Wisst ihr was auch so 2013 ist? Eine Party in der alten Luzia feiern. Aber wir sind halt old school, die Boys und ich – DT64 & Baby Lungs an den “Decks”, Liz Lemon nach fünf Minuten bereits im Koma oder von Groupies aufgefressen. Dekadente Partys brauchen eben auch ein Opfer. Das hier ist das Great Gatsby Remake für den Berliner Blog. Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen, und schon gar nicht, wen wir richtig scheisse finden: Leute, die immer noch “Pillenspanier” und “Tempelhof” sagen, so als ob wir nicht alle nach demselben Erlebnisraum lechzen würden.

Wer sich also schon mal so richtig über Julia Engelmann Fans und Markus Lanz aufregen möchte, ist bei uns richtig! Früher haben sie sich gegen Rassismus und Ungleichberechtigung echauffiert, heute investieren wir in unseren Charakter indem wir berühmte Menschen mobben die besser aussehen als wir! UND WER HAT SIE BERÜHMT GEMACHT?! 2014 ist das Jahr (übrigens etwas, was man nur im Januar noch sagen darf), wo auch ich dank eurer stupiden, treu-doofen Anhängerschäft berühmt werde. Los, macht das jetzt!

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January 23rd, 2014 Posted in Berlin | Comments Off

Fashion Week Anti-Christ

Fashion Week Anti-Christ

Es stimmt, Mode ist vielleicht nicht das schnellste und effizienteste Mittel, um den Hungertod von kleinen Kindern in armen Ländern zu stoppen. Wir brauchen uns nicht über die Oberflächlichkeit von Mode, Werbung, Presse, Prominenz, Partys oder den typischen Kreativbranchen zu echauffieren. Sie beherbergen ein paar ganz miese Gestalten, aber sie sind ja nicht existent um unglücklich zu machen. Sie sind ein Teil unserer Gesellschaft, und die in ihnen identifizierten Praktiken sind nicht nur brauchbar, gar essentiell für einen funktionierenden Markt, wie wir ihn hier haben (wollen); sie strahlen auch auf all diejenigen aus, die sich für betäubt oder immun dagegen halten.

Ich bin die erste, die an der Front der Zyniker die Fackel anzündet und zur Olympiade der Menschenhasser aufruft. Aber ich bin es Leid, alles scheisse zu finden. Letztendlich ist es auch zu einfach, immer wieder die Systemkritik walten zu lassen und zu sagen “wir alle agieren in einem Raum, in dem es unmöglich ist, nicht so zu handeln”, aber tatsächlich werde ich mit jedem Jahr sanfter, was die Kritik angeht. Ist die Fashion Week oberflächlich? Sicherlich nicht mehr als jede andere Messe oder Business-Angelegenheit, nur dass vielleicht einfach nicht so viele (interessierte) Teilnehmer hier wie da anwesend sind, um dem medialen Radau stand zu halten. Auch ich amüsiere mich köstlich über die meisten Marken, pardon, “Brands” und ihre hirnrissigen Ideen, sich in Szene zu setzen. Ich unterhalte mich prächtig auf den Free Schampus Partys über die depperte Prominenz, die wahrscheinlich für ihren Auftritt bezahlt wird, während ich meiner prekären Berufung als Alleskönner nachgehe und dem nächsten Euro nachsetze.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Aber wer draußen steht und friert und nicht reinkommt und deshalb mit Steinen wirft, ist keinen Deut besser.

So oder so gibt es einen Grund für die Modewelt. Sie existiert in einem kulturellen System, in einem ökonomischen System, in einem sozialen System. So wie die Autowelt, die Werbewelt, die Ernährungswelt. Ich lege mein Recht ab, mich darüber zu beschweren, wie lächerlich doch die “Berliner Modeprovinz” im Gegensatz zu Paris oder London ist, und darüber, wie oberflächlich und verschwenderisch das alles ist. Was ist heiße Luft wenn nicht das Schreiben über etwas um die Lücken in der Berichterstattung zu füllen?

Ich bin nicht nicht kritisch. Ich bin stattdessen dafür, Phänomene und Erkenntnisse im Kleinen aufzugreifen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Alles über einen Kamm zu scheren – das ist unfair all denjenigen gegenüber, die sich in dieser Branche verwirklichen wollen. Sogar die Idioten, die es umsonst machen. Sie sind in einem System erzogen worden, dass ihnen beibringt, dass es das Wert ist. Wer will da jetzt genau noch mal drüber stehen? Die Fashion Week ist ein sehr lauter, brachialer Ausdruck für den vermeintlich befreienden Neoliberalismus. Wir sollen uns befreien und individualisieren, aber gleichzeitig nichts falsch machen. Das ist unfair jedem gegenüber, und sich wehren kostet Kraft und bringt meistens nur sehr wenig. Die Fashionbranche ist verdammt undankbar und wenn ich mir das so von außen anschaue – mit einem Fuß drinnen, aber nur wegen meinem kleinen Sneaker-Tick – dann bin ich jedes Mal wieder verblüfft darüber, wie viele Leute im Hintergrund dieser Industrie agieren und keineswegs nur auf Geld und Ruhm aus sind.

Trotzdem: der Vorwurf, hier ginge es nur um Geld, ist ungerecht. Natürlich geht es um Geld – wo denn genau nicht? Wir sind alle ein Teil davon. Statt die Arbeit der Leute, die sich tatsächlich dafür in die Bresche stellen, zu respektieren, werden sie mit verächtlichem Schnaufen begrüßt. Und selber aber kein Punk oder Rebell sein, sondern in einer Bar arbeiten und sich Tag und Nacht die Fingernägel abkauen, um ein Standbein im Leben zu errichten – wo ist das anders? Wann ist man ein Sell-Out, ab wann hat man die Welt mit Mode kaputt gemacht? Oder mit Werbung? Oder mit Pressearbeit? Oder mit Schauspielerei? Oder mit Musik? Oder mit… Dingen, die halt “kreativ” sind. Ist jetzt an der Lidl-Kasse arbeiten der ehrenwertere Job geworden, weil man da definitiv nur um’s Überleben kämpft und keinerlei Status-Gemenge ertragen muss?

Mir ist die Fashion Week reichlich egal. Aber nach sechs Jahren in dieser Stadt kenne ich genug Leute, die sich tagtäglich dafür den Arsch aufreißen. Die, frei nach Goethe, “started from the bottom now we’re here” trällern, weil sie es wirklich geschafft haben, einen harten Weg der Selbstverwirklichung zu gehen. Weil sie sich jedes Mal wieder verwundbar machen vor Menschen, die keine Ahnung von dieser Welt haben, von ihren Regeln und davon, warum sie überhaupt existiert. Sie werden mit der Oberflächlichkeit behandelt, die man ihnen in ihren Praktiken vorwirft. Das ist das widerliche an der Berliner Fashion Week: dass man sie nicht ignorieren kann, weil sie wie eine Klagemauer für alle ist, die nichts mit ihr zu tun haben.

Ein bisschen ist das wie bei der Fußball-WM: jeder hat etwas zum Team, zum Trainer, zum Spieler, zum Ball, zu den Verhältnissen auf dem Platz, zum Schiri, zu den Gastgeberländern, zu den anderen Vereinen und zum Rasen zu sagen, aber davon sind 95% nur Leute, die auf den Hype-Zug aufspringen und die Festivalisierung der Events zu “schätzen” wissen. Die anderen 5% – und das gilt auch für die Fashion Week – verbringen auch die restlichen drei Jahre mit Fußball oder Mode, mit den Menschen dahinter, mit den Marken, mit den Themen, und manchmal auch mit der Selbstkritik am Job und den Karrierechancen und den Ellebogen auf dem Markt. Und wahrscheinlich auch mit den Leuten, die ihnen sagen, wie wenig ihr Job wert ist und dass sie die Welt zu einem schlechteren Ort machen.

Vielleicht überlassen wir es deshalb auch ihnen, die Relevanz einer Fashion Week in Berlin zu bewerten. Ihnen, den hart arbeitenden Labels, die hier ein bisschen Industrie schaffen (oder schaffen wollen). Den Leuten, die ohne Ende das ganze Jahr malochen, um ein bisschen mehr von dem in die Welt zu bringen, was sie gut finden. Den Messebauern, dem Publikum, den Businessmachern, den Shuttle-Fahrern, den Partyveranstaltern, den Modebloggern, den Presseleuten, sogar den B-Prominenten, die durch ihre Anwesenheit Aufmerksamkeit erregen. Überlassen wir doch ihnen ihre Welt. Es gibt Gründe, warum es die gibt, und warum sie so ist, wie sie ist. Der einzige Grund, warum wir sie so daneben bewerten können (und warum wir deshalb nicht mal ernst genommen werden) ist, weil sie von der Öffentlichkeit lebt. Aber nur weil man eine persönliche Meinung hat, heisst das nicht, dass sie irgendwas wert ist.

An alle meine Homies im Fashion Biz: ich habe keine Ahnung, was ihr macht. Prost.

January 16th, 2014 Posted in Berlin | 3 Comments »

A’MILLION & WEBOOGIE & FRIENDS: CHRISTMAS PARTY

A’MILLION & WEBOOGIE & FRIENDS: CHRISTMAS PARTY

Ja, wir sind alle zugezogene Parasiten, die sich pünktlich zur Weihnachtszeit aus der Hauptstadt verpissen. Die seltenen Originale haben endlich den Raum, den sie brauchen, um die Stadt zu genießen, fahren an Heiligabend alleine in der U-Bahn und setzen sich in die ganzen fancy Hipster-Bars, in die sie normalerweise nicht gehen würden, “weil die Druffi-Spanier und Asi-Schwaben” drin sitzen. Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der die echten Berliner auch glücklich sein dürfen, weil alle anderen zu Mama und Papa in den Süden gefahren sind. Berlin: leer, atemlos schön, ruhig und leise, und im Berghain ist die Schlange ganz kurz und der Club wahrscheinlich tot.

Anyway. Und weil wir alle nach Hause fahren, wir hässlichen Ausländer, gibt es noch mal eine kleine Abschiedsparty am Freitag in einem Keller in Neukölln. Die Anlage wird schon kaputt sein, bevor die Party startet, die DJs besoffen, bevor 21 Uhr ist, die Kasse geklaut, die Veranstalter verschuldet, der Weihnachtsbaum abgefackelt, die Feiertage versaut. Garantiert auch: alle DJs spielen das neue Beyoncé-Album von Anfang bis Ende durch, because, you know, WE CAN.

Ich freue mich schon sehr auf diese Party, denn unsere allerbesten und bestaussehndsten Freunde von WeBoogie machen das mit uns, und das Line-Up ist – auch wenn wir alle hässliche Muggel sind – sozusagen der Höhepunkt eines erfolgreichen Jahres der Zerstörung. Kommt alle, kommt zahlreich, bringt Eierlikör, grüne Zweige und Weihnachtsmänner mit langen Bärten und zahlreichen Hoe Hoe Hoes mit.

Facebook-Event.

December 18th, 2013 Posted in Berlin | Comments Off

BARNT

BARNT

Ein Typ, dessen Musik sich genauso anhört, wie er aussieht. Barnt ist irgendwie gruselig. Und der Techno, den er produziert, auch. Aber nicht gruselig wie ein Splatter-Film, sondern anspannend wie ein Thriller mit unsichtbarem Mörder und psychischen Mindfucks. Ich kann das jetzt aber auch nicht so richtig in House- und Technovokabular beschreiben, irgendwas mit MIDI-Geräuschen und intensiven Melodien, die von einem Hypnotiseur zum Töten angestiftet wurden. Ist ja auch egal.

Barnt ist hart und zart und ich steh drauf.

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November 27th, 2013 Posted in Berlin, Musik | Comments Off

SoulFutureBass: Tanzbar Miami

SoulFutureBass: Tanzbar Miami

Trallalala. Heute wieder mal peinlich berührt vom Digital-Auflegen und Elite-Verärgern: DT64 und YEAHSARA (ich) beim katastrophalen Niedergang einer neuen und noch jungfräulichen Club-Location. Ihr wollt euch? Dann drüben bei dem FinDing mitmachen und definitiv nicht gewinnen. SoulFutureBass heisst die Veranstaltung, die euch in Erinnerung bleiben wird, das bedeutet SeeleZukunftBass und reiht sich damit bei A’MILLION in die sinnlose Brand-Ökonomie ein. I love it.

Wir werden diesmal nur Hausmannskost servieren, also alles, was der belgische Gabber herzugeben hat (in Originaltempo) und hier und da noch ein paar Schmankerl aus dem letzten Schlümpfe-Techno Album. Welcome To Miami ist das Motto, also alle bitte in ausreichend Hawaii-Hemd-Kostümierung ankommen.

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November 22nd, 2013 Posted in Berlin | Comments Off