Flashdance

Veröffentlicht November 25, 2011

Wir sollten wieder etwas mehr für unsere Zwecke tanzen. Das machen Protestierende auf Demonstrationen immer sehr gerne. Bisher habe ich noch keine dabei gesehen, die so glücklich aussah. Ob es MDMA oder pure Tanzliebe war – I don’t care. Ich möchte auch sowas.

Aufgenommen auf der Banken In Die Schranken Demo am 12. 11. 2011.

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Herbstwetterblues

Veröffentlicht November 19, 2011

Ich hatte ja letztes Jahr vergessen, wie schön der Herbst sein kann. Wahrscheinlich, weil es keinen Herbst gab und man von 30 auf Minus 10 Grad gedrückt wurde, innerhalb von Sekunden. Das war ja auch der Grund dafür, wieso ich den härtesten Winter Europas übersprang, um im schlechtesten Sommer Australiens zu vegetieren. Das war auch eher wie Herbst, aber in doof. Dieses Jahr war ein schöner Herbst. Mit wunderschönen Blättern in allen Facetten des Sepia-Farbspektrums, mit grandiosem Sonnenlicht-Spiel, das an Filmmomente aus New York erinnerte, mit einem leichten kitzeln auf der schon vom kühlen Wind angetrockneten Haut, mit den Laubbergen vor der Haustür, in die man so gerne reingesprungen wäre (wenn man nicht Hunde beim Reinkacken beobachtet hätte).

Der Herbst hat mich vor allem daran erinnert, dass ich winterfeste Schuhe brauche. Der Herbst war auch gleichzeitig mein Semesterbeginn, und das wiederrum war ausschlaggebend für den Kauf eines neuen Rucksacks (cheers to Curly Sue for making it happen). Meine neue Timbs sind großartig, mein neuer Eastpak kassiert fette Props bei coolen Leuten, der Herbst ist vorbei und ich hör jetzt auf, mein Geld für Sachen auszugeben, die wie Herbst aussehen. Immerhin ist es ja jetzt kalt.

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Zehn von Zehn Punkten

Veröffentlicht October 27, 2011

Der Sommer 2011 wird womöglich als bitterste Enttäuschung in der Erinnerung aller Deutschland-Urlauber bleiben. Sie entscheiden sich das nächste Mal doch lieber für Portugal, die Bahamas oder Ägypten. Dort kann man wenigstens noch auf ein bisschen globale Klimaerwärmung hoffen. Das bringt einige Vorteile für uns: wir brauchen keine Sonnencréme mehr, wir gewinnen gegen die Engländer in ihrer besten Liga, und wir werden die ganzen lästigen Touristen los, die schon seit geraumer Zeit die Warschauer Straße eingenommen haben.

In den trübseligen Momenten dieser wenigen Monate, in denen niemand einen Sonnenbrand bekam, habe ich hin und wieder meine kleine Handykamera gezückt um hier und da die Traurigkeit einzufangen. Das ist mir nicht gelungen. Ich erinnere mich, trotz der regnerischen Umweltkatastrophe und wider meines ursprünglichen Planes, die Melancholie für den Winter zu konservieren, nur an die schönsten Augenblicke meines Lebens.

Das letzte Bild ist heute entstanden, bei dem kläglichen Versuch, ein wunderbar verziertes U-Bahn Abteil zu fotografieren; daher sollte man die Aussage “Sommer 2011″ vielleicht relativieren: auf meinem HTC befinden sich Fotos, die noch nicht übertragen wurden. Also im Wert von 2-3 Monaten. Aber so viel Detailgefräse interessiert ja hier auch keinen. Das war – mal wieder – der schönste Sommer meines Lebens, dicht gefolgt vom schönsten Herbst (vor allem visuell – was für ein Licht!), und falls ihr euch gefragt habt: 15 Tage ist es her, dass ich das letzte Mal ein Lungenbrötchen fressen musste, ich bin jetzt Studentin, ich werde mich selbstständig durchschlagen, ich gehe immer noch jeden Abend ins Bett und bewerte meinen Tag mit 10/10 Punkten, und wenn nicht, dann gehe ich so lange nicht schlafen, bis es eben so ist.

So viel Statusupdate kann auch Timeline nicht.

 
 

Weekday Vintage Sale Berlin auf FindingBerlin

Veröffentlicht October 23, 2011

Was ich heute so gemacht habe.

Mehr Fotos und Story hier.

 
 

Moustachemania

Veröffentlicht October 6, 2011

Zugegeben, ich mache mich ja auch gerne über die Über-Stylos unserer gentrifizierten Straßenblöcke lustig. Die mit den missverstandenen Schnurrbärten und vor allem diejenigen, die (leider) zu fett sind für den hinterhergezerrten Trend des Tages (Skinnyjeans, enge Hemden, die um die Wampe spannen, ihr kennt den Faux-Pas). Dann steht man, selbst als gekennzeichneter Trendmensch und ohne jeglichen Zweifel daran, dass man sich wenigstens äußerlich mindestens Mühe gegeben hat, gerne mit dem Neonpfeil auf dem Bürgersteig und zeigt ihn gnadenlos auf alles und jeden, der besser eine Rechtfertigung für sein Auftreten hat. Oder besonders gut aussieht.

Das ist ja mit gewissen, auch abstrakteren Sachen so, wie etwa Vegetarier (oder Veganer) sein oder besonders ökologische Themen auf die Agenda schreiben. Oder eben auch die neuentdeckte urbane Leidenschaft für Rennräder. An jeder Stelle dieser Stadt machen ja derzeit die spezialisierten Vintage-Bike Läden dicken Umsatz. Ich selbst fahre ein Single Speed Bike welches wunderschön aussieht, schnell ist, elegant zu fahren ist und einfach Spaß macht. Leider gibt es unter den neuen Fanatikern auch ein paar Idioten (das erinnert mich stark an eine gewisse Skateboardphase mit 15), die nicht verstanden haben, dass man Fixed Gear Bikes nicht unbedingt ohne Bremse fahren muss, wenn das mit dem Skidden nicht hinkriegt. Und so steht man wieder bedingungslos da und lacht den Pfosten an der roten Ampel aus, der beinahe eine Massenkarambolage hinlegt. Hauptsache gut aussehen.

Bei der ganzen Trendkritik und dem Schafverhalten, was wir (als Teil dieser Bewegungen, selbstverständlich) gerne aufzeigen möchten und höhnisch verspotten (weil wir meinen es ja viel ernster / wir haben es zuerst gemacht / wir sehen wenigstens gut darin aus / wir können wenigstens richtig Fahrrad fahren), muss ich mich auf eine bequeme Metaebene bewegen um das bunte Treiben richtig beurteilen zu können. Es gibt Trends und Hypes, die sind nicht besonders langlebig, haben keinen ursprünglichen Zweck und können durchaus vernachlässigt werden. Aber bei vielen anderen Dingen sehe ich ein großes Potenzial, wie etwa beim Fahrradfahren. Der Umwelt möchte es doch eigentlich egal sein, warum die Menschen lieber wieder in die Pedalen treten. Sie interessiert sich nicht dafür, wie viel Geld in Laufräder oder schöne Rahmen gesteckt wurde: hauptsächlich möchte Mutter Natur doch nur, dass wir uns weniger den Autos bedienen, fitter werden und uns in der Stadt auf möglichst großartige Weise bewegen. Wenn es nun so ist, dass ein Trend uns zum Sport und zur Nachhaltigkeit bewegt (auch wenn wir möglicherweise dabei manchmal etwas dumm sind), dann ist das im Großen und Ganzen doch eine gute Sache.

Ich finde es traurig, dass man mit “Erwachsen sein” auch “ernst sein” gleichsetzen muss. Ich finde es schön, wenn wir das Leben als eine Spielwiese betrachten, die Spaß machen soll und für die wir uns immer wieder neue (oder eben alte, recycelte) Dinge ausdenken. Sprich: bunte, schöne Fahrräder, in die wir viel Liebe und Leidenschaft investieren. Oder interessante, neumodische, Restaurants, die sich für bewussten Genuss einsetzen. Die überreizte Grenze zwischen Trend und Prätentiösität ist in vielen Bereichen doch eigentlich ganz nebensächlich. Wo liegt der Unterschied zwischen “es mit Überzeugung machen” und “es aus Spaß machen / es machen, weil die Freunde es machen / cool sein”, wenn es als Mittel zum Zweck, ganz grob gesagt, okay ist?

Ich freue mich auch über jeden Menschen, der einen PoetrySlam oder eine Lesung besucht, auch wenn ich es selber nicht so sehr mag. Dieser bittere Nachgeschmack von elitären Philosophiestudenten oder Literaturkünstlern, die seltsame Awkwardness bei intimen, stillen Momenten, wenn jeder für sich selbst nachdenkt und der Raum mit der Stimme eines Erzählers gefüllt wird – vielleicht bin ich persönlich nicht stark genug für so viel zwischenmenschlichen, ehrlichen Trubel (an dieser Stelle sei erwähnt, dass ich selbst nächsten Montag vorlese und ich euch auf sehr, sehr viel (also mehr als sonst) Awkwardness einstellen könnt). Aber junge Leute, die unter sozialen Zusammenkünften heutzutage (dank “Trendbewegung”, was auch immer das an dieser Stelle eigentlich bedeuten soll) mehr verstehen als nur absaufen und druff sein (jedenfalls manchmal), hey, das finde ich okay. Auch, wenn’s nur da ist, um cool zu sein. Wer weiß, was man dabei noch aufschnappt.

Natürlich: kritisches Denken ist immer verlangt. Man will ja auch nicht Opfer des Gegenteils sein und mit Trends gegebenenfalls Schaden zufügen. Nichtsdestotrotz möchte ich weniger auslachen, lieber mitlachen, einfach auch mal sagen “sei ein Hipster, wenn du und ich beide davon profitieren”, und denk nicht so viel darüber nach, ob du jetzt doof bist, weil du machst was alle machen. Vielleicht ist das ja genau das, was die Welt manchmal braucht. Mehr Fahrräder, mehr Vegetarier, mehr Lesungen.

 
 

RAP CITY BERLIN

Veröffentlicht September 21, 2011

Das ist so interessant geil. Irgendwo is immer halligalli! Und hier gibt’s jetzt nich nur Türken!

 
 

Mac Miller

Veröffentlicht September 12, 2011

Er war es, der mich letztes Jahr wieder resozialisierte, mich wieder auf den Boden aller Tatsachen brachte, mich von einer langjährigen Abstinenz vom Hip Hop wieder zurück brachte. So leicht ist das nicht gewesen, immerhin geht man mit einem Umzug nach Berlin auch den Pakt mit dem Techno-Teufel ein.

Es ist alles gut geworden, heute führe ich diverse Diploma in meiner Rap Expertise, bin wieder glücklich mit Ghettoslang unterwegs und rühre lange schon keine Designerdrogen mehr an. Ich trage Nikes und rauche mich in die glückliche Apathie. Mac Miller ist Schuld daran, und heute tritt er (endlich!) im Festsaal Kreuzberg auf, wo ich hoffentlich den Sommersong des letzten Jahres laut gröhlend zelebrieren darf. Mac Miller, mein Hip Hop Held.

Mac Miller – Nikes on My Feet from Ian Rex Arrow Wolfson on Vimeo.

Mac Miller · Kategorien: Berlin Musik · Ein Kommentar
 
 

Jimmy Edgars Boiler Room Mix

Veröffentlicht September 6, 2011

Kinder, ich sag euch: das war eine fette Party. 60 Minuten Boiler Room mit Jimmy Edgar im Stattbad Wedding. Es war wirklich fantastisch und sollte öfter mal passieren.

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Finding Berlin Tours

Veröffentlicht August 16, 2011

Ich bin unendlich stolz auf das, was wir geleistet haben. Mit “wir” meine ich hauptsächlich mich. Aber auch uns, Nico, Marcus, Maria, alle anderen, die an FindingBerlin bisher mitgewirkt haben – und natürlich Martin. Der hat eine Idee, ein virtuelles Konzept, welches unberührbar ist, in eine Plastik gepresst. Vielmehr: in wunderschöne Fahrräder. Und die kann man sich nun ausleihen.

So seelenlos wie ich es hier gerade beschreibe ist es natürlich nicht. Es ist ein herrliches Ein-Mann-Business, dass aus Freundschaft, Leidenschaft und urbaner Begeisterung entstanden ist. Martin ist ein großartiger Touristenführer und ein mindestens genauso talentierter Fahrradbauer, lebt in Berlin und ist zufälligerweise einer meiner besten Freunde. Solltet ihr in Berlin sein: nutzt die Gelegenheit, die Stadt in einer alternativen, individuellen und amüsanten Tour zu erkundigen, fernab von riesigen Gruppen, Pub-Crawls und dem 08/15 Sightseeing der Unwissenden. FindingBerlin-Tours soll es möglich machen. Viel Spaß, über euer Feedback freue ich mich!

 
 

Mietspiegels

Veröffentlicht May 31, 2011

Ich darf mich eigentlich nicht beschweren, denn ich würde am liebsten bei meiner zukünftigen Wohnsituation keine Kompromisse eingehen. Ich weiß, wo ich wohnen will, wie die Wohnung auszusehen hat, wie viele Zimmer, am besten spottbillig mit Stuck im Altbau. Das sind hohe Ansprüche, keine Frage, und ich stecke seit 2 Monaten immer mal wieder hier und da zurück und schaue mir mittlerweile 1-Zimmer-Butzen an, die 600 € warm kosten. Das sind Münchenpreise. Aber scheisse noch mal, ich werde bald wieder anfangen zu arbeiten, und dann brauche ich einfach eine feste Bleibe. Und darüber hinaus sowieso.

Also ja, ich darf mich eigentlich nicht beschweren, denn wenn man hier und da ein bisschen abnagt an seinen Wünschen, dann kommt man bestimmt auch mal an einen Punkt. Dummerweise ist das leider nicht das garantierte Glück, wie man an der aktuellen Erhöhung des Berliner Mietspiegels sehen kann. Wer sich nicht informiert hat, der findet alle nötigen Informationen und eine Rückschau auf die gestrige Demo am Schlesi in diesem Video:

(via)

Mietspiegels · Kategorien: Berlin · Ein Kommentar
 
 
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