iOS 7 Ringtone Trap Remix

iOS 7 Ringtone Trap Remix

Mein kleiner Bruder J-Steele ist witzig: dem hat der iOS 7 Klingelton nur mäßig gefallen. Voll nicht 2013. “Pimp My Ringtone” Style baute er eine getrappte Version davon, die er auf seinem Soundcloud-Stream zum Download anbietet.

Ich halte ja nicht viel von der Standardisierung von Klingeltönen. Lasst die Leute auf das Hören, worauf sie hören wollen! Andererseits: aus blechernen Boxen (meistens Samsung-Geräte) den aktuellen Katy Perry Track in der U-Bahn hören… auf gar keinen Fall. Dann lieber die Trap Version vom iOS 7 Klingelton.

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December 25th, 2013 Posted in Gangster, Konsumbehindert | Comments Off

A’MILLION: ONE YEAR BIRTHDAY PARTY

A’MILLION: ONE YEAR BIRTHDAY PARTY

Nachdem wir auf unserer ersten kleinen Party vor genau einem Jahr in der Luzia so etwas wie eine Massenpanik verursachten und den Präsident der Vereinigten Staaten stürzten, wird es nun Zeit, einen Meilenstein zu setzen und zu Anlass des eine Millionsten Jubiläums die Festagsreihe zu erweitern. ONE IN A’MILLION am Samstag, den 26. Oktober 2013 ist unsere Chance, allen Leuten DANKE zu sagen, die Jägermeister auf unser hochwertiges Equipment geschüttet und unseren Gästen die iPhones geklaut haben!

Wir können immer noch kaum glauben, dass wir den Spieß umgedreht haben: statt die Leute auszuziehen, haben wir sie mit schlechtgedruckten Limited Editions angezogen, und statt auf gute, souveräne musikalische DJ-Leistung zu setzen, haben wir einfach lauter als die Anlage gegröhlt und gegen Ende immer noch Restkrümel Pfeffi zu “I Got 5 On It” in Flammen gesteckt. Alle haben immer gesagt: es gibt genug Nackedei-Twerk-Partys, aber A’MILLION HomieLoverFriends haben bewiesen, dass diese noch gefehlt hat.

Von der Luzia gings ins Backyard, wo wir zwei außerordentlich wahnsinnige, aber immer noch ziemlich eng bestuhlte Mega-Sausen feierten. Die Reise nach Jerusalem hat nun ein Ende: Bravo Hits A’MILLION im St. Georg verspricht lauter Rubberbandz und Syzzurp aus roten Pappbechern und viel Platz für spontane Breakdance-Battle. Unsere Special Guests von der Bass Gang Berlin Big Band werden ein paar klassische Balladen für die Nacht spielen während YEAHSARA, WHITE TEAR und DT64 von der A’MILLION Posee wie gehabt ihren Einsatz verpassen.

Bevor die Knarren aus den Baggy-Unterhosen gezogen werden, gibt es auf unserem Indie-Punk Floor die Best Of Kuschelrock-CD zum abschmoozen: Pretty Ricky, Usher, Jagged Edge und die soften Seiten von Sixpack Shakur und 2Pac Shahrrour.

Diesmal gibt es keine Gangstaliste, denn schon für knausrige FIVE BUCKS bekommt ihr schon einen Hoodie-Slap und All You Can Beat Buffet. Einlass beginnt um 23 Uhr, wer pünktlich ist, gut aussehende Freunde mitbringt und/oder bis ganz zum Ende bleibt darf beim Aufräumen mithelfen. Anders ausgedrückt: bitte kommt, denn ohne den aufdringlichen Schweißgeruch macht das ganze doch gar keinen Spaß.

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October 23rd, 2013 Posted in Berlin, Gangster, Musik | Comments Off

Closing Party

Closing Party

Ich bin wie so ein mittelständisches Unternehmen das sich selbst heruntergewirtschaftet hat. Die Berater facepalmen sich bis ins Koma. In den Tagesthemen grinst der Zamperoni frech, wenn er über mich berichtet.

Irgendwann hatte ich mich bewusst und pro-aktiv dazu entschieden, meinen Blog-Erfolg einzudämmen. Das Geldverdienen sollte mir letztlich nicht den Kurs meiner Schreiberei vorgeben (außerdem war ich zu faul, mich ernst zu nehmen). Mittlerweile verdiene ich immer noch nur sehr sporadisch ein wenig Taschengeld mit dem Firelfanz. Alles ist bequemer als mich selbst zum Schreiben zu drängen.

So viel Nachsicht hätte aber auch nicht sein müssen, jetzt kostet mich DSG viel Geld für Nichts. Danke, liebe Abmahnung (irgendein Bild aus 2009 von Megan Fox, wahrscheinlich das einzige, das ich jemals ohne Rechte verwendet habe… nun denn)! Ich frage schon gar nicht mehr nach meinem Unglück. Dinge passieren einfach. Ich lache. Aber falls jemand einen ordentlichen, gut bezahlten Job für mich hat – ich sehe mich ehrlich gesagt als Crackdealer – dann lasst es mich wissen. Ich kann lesen und schreiben, gut aussehen, Zähne putzen und Avocados auslöffeln. Was ich nicht so gut kann: Archive löschen, Geld haben und erfolgreich sein!

Mein Gehirn feiert die Closing Party einer ultra-spannenden Saison. Wenn alles nicht so stressig und finanziell belastend wäre, wäre es ja auch verdammt witzig. Ständig tollpatschig Dinge kaputt machen, hochpreisige Arbeitswerkzeuge verlieren, Autounfälle im Ausland bauen, Abmahnungen bekommen… mein Humor ist ein Testament an den Optimismus. Bis ich mal von diesem Thriller fertig gemacht werde dauert es ein bisschen. Ich hoffe ja heimlich, dass mich irgendwer mal in den Knast wirft (für vernachlässigte Steuererklärungen oder eben Abmahnungen wegen hässlicher Megan Fox Bilder).

PS: DragstripGirl wird nicht zugemacht. Ich muss mir nur langsam überlegen, WAS ich hier eigentlich mache.

October 16th, 2013 Posted in Crystal Meth, Gangster | 2 Comments »

Jugendwort 2013

Ich bin so weit: alt nämlich. Das Jugendwort des Jahres ist völlig an mir vorbeigegangen, und ich meine nicht die Abstimmung darum, sondern – haltet euch fest – die Erzeugung des Jugendworte, also mich hat letztendlich niemand mehr gefragt, ob ich Teil der Begründung neuer Wortschöpfungen sein möchte, die den Erwachsenen erst ein bis zwei Jahre später als witzig zugetragen werden. Diesmal nicht dabei: ich.

Mit völligem Entsetzen über diese Feststellung hier also meine Favoriten aus der Nominiertenliste.

Movinger – Spaziergang (kannte ich nicht, wird mein neuer Lieblingsbegriff)

YOLBE – You Only Live Bis Elternsprechtag (Wahnsinnsgerät)

Desozialisiert – Zustand während des Büffels im Abitur (oder auch: Alltag eines jeden Erwachsenen)

(Ich bin so entsetzt, weil das tatsächlich Wörter sind, die ich aktuell benutze. Von Aaaaawwkwwaaaard bis hormongeflashed: alles in meinem Vokabular enthalten. Früher war das so, dass ich verächtlich geschnaubt habe und die Lächerlichkeit der veralteten Liste in Grund und Boden gehatet hab. Oh Gott. Jetzt bin ich eine von denen.)

August 1st, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Gangster | 3 Comments »

An Echo From The BEAST COAST

Während das 3rd Eye Indigo Schlagmichtot-Movement (in das ich irgendwie auch Macklemore, den alten nischenbefriedigenden Hampel, stecke), also die sogenannte Beastcoast, irgendwie ein Reaktanz-Phänomen auf gut gelaunte Oberflächlichkeiten mit Goldbarren in der Fresse (hallo, A$AP Rocky) zu sein scheinen, ist die viel interessantere Sphäre des “irgendwodazwischens” komplett ausgeblendet worden. Die Kids sind ihrer eigenen Tiefgängigkeit auf den Leim gegangen, mögen sie zwar nicht über Kokain und Waffenbesitz rappen, aber immerhin dieselben Jordans coppen, die ihre einstigen Vorbilder schon mit Stolz trugen. Anders ausgedrückt: Bescheidenheit täuscht nicht darüber hinweg, dass alle denselben Traum von Reichtum und Bitches verfolgen, die einen machen es nur bewusst, spielen eine gern gesehene Zuhälter-Rolle – das Rotlichtviertel in der sonst sehr aufgeräumten Stadt, jeder weil es ab und zu besuchen, aber keiner möchte wirklich ein Stammgast sein -, und die anderen sind die subtilen, eleganten Rooftop-Bars, wo sich genauso elegante Menschen dann durch versilberte Strohälme das weiße Püderchen durch die Nase ziehen.

Herzlichen Glückwunsch. Oder wie es bei Kanye To The heisst: Just kids who want to appear more intelligent than they are.
Etwa das Gegenteil von dem, was Lil B sich vorgenommen hat. Der behauptet ja immer noch, dass er Liebe und Weltfrieden verbreiten will. Well, that’s fucking interesting. Wie dick ist der Deckmantel der ironisierenden Kunst, wenn der Typ am Ende auf der Bühne sechzehnmal hintereinander “BITCH SUCK MY DICK I WILL FUCK YOU IN THE ASS” skandiert? Naja, heben wir uns das für den nächsten Wutausbruch auf.

Ich liebe The Underachievers. Shit, die haben’s drauf, die rappen da Großartigkeit zusammen. Aber wie spirituell ist denn deine Goldkette? Nein, nein; mir geht’s nicht um das Verbot für den Konsumrausch. Aber hier steht die Mission fett in schwarzen Lettern über den sommerlich angeschienene Highway geschrieben: wir wollen deine Erleuchtung sein. Wen wollt ihr erleuchten? Die Kids, die sich nicht mal euer Weed-High leisten könne? Cats be crazy. Dann lieber eine individuelle Abhandlung mit Konzeptalbum, Hashtag Kendrick Lamar. Dem kann man dank seiner inflationär beschissenen Pop-Features auch nicht mehr so richtig Authentizität nachweisen, aber who gives a fuck, das Werk steht ja für sich. Eine schöne Geschichte, this or that.

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July 18th, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Gangster, Musik | 1 Comment »

Gängsterläufer

Kids, die rennen: über Felder und Straßen, gegen Wände und durch Ziellinien. Sie haben Drachen in der Hand, mit denen sie ein Abenteuer nacherleben, kämpfen im Himmel um ihren Platz in der Welt – als Männer und Leitwölfe, aber auch als Erben und Funktionsträger der Zukunft. In Khaled Hosseinis “Drachenläufer” wird das Leben eines jungen afghanischen Mannes beschrieben, der immerzu nur flüchtet. Wäre er in Neukölln gewesen, hätte er seine Kämpfe möglicherweise mit seinen Fäusten ausgetragen und um seine Existenz gehustlet. Vielleicht daher die Parallelen im Titel.

Denn “Gangsterläufer” gibt es wohl zwischen Sonnenallee und Kottbusser Tor genügend. Das auf arte erschienene Portrait eines jungen libanesisch-palästinensischen Mannes, Yehya, bietet Einblicke in die Welt einer Familie, die sonst nur als Inventar der Multi-Kulti-Szene wahrgenommen wird. Welchen Kontakt bietet denn diese Stadt schon zu den anderen, die, die nicht zur Schule gehen, die die in den Internetcafés herumlungern, die sich gegenseitig auf der Straße anpöbeln? Gar keinen. Die Nähe, die der Filmemacher als Nachbar zu seinem arabischen Haus hatte, ist zumindest aus dieser Perspektive quasi einzigartig. Yehya lässt ihn nah ran an sich und seine Familie. Yehya, der Charmebolzen, der schelmische, höfliche Junge mit den Muskeln, der Boss der Sonnenallee, der in den Knast kommt, weil er für Geld zwei Menschen fast zu Tode geprügelt hatte.

Wie soll man noch einen Menschen kennen lernen, über den man eigentlich alles weiß? Sein Name und sein Gesicht sind austauschbar, im Berliner Fenster kommen sie öfter: die Schlagzeilen über die verprügelten und ausgeraubten Menschen, die festgenommenen Täter, die keiner versteht. Sie sitzen alle im Knast – wie Yehya im Film – und warten auf den nächsten tierischen Raubzug. Ist das so?
Was ist mit deren Eltern? Diejenigen, die aus ihrer Heimat womöglich flüchten mussten, die ein Jahrzehnt oder mehr nicht in Deutschland arbeiten durften, die ihren Kindern nichts bieten konnten, nicht mal ein bisschen soziale Stabilität?

Yehya und seine Brüder sind intelligent. Schlaue Burschen, die gelernt haben, zu überleben. Die um ihren Platz an der Sonnenallee kämpfen. Die, mit Drachen oder Fäusten, mit diesem Film eine Kultur und einen kulturellen Zustand besser beschreiben können als ein Soziologe auf Mission.
Eine einzige Geschichte, die mehr über Politik, Macht und die Peripherie Berlins erzählt als die Schlagzeilen der letzten 10 Jahre zusammen. Ich scheiss auf den Flughafen, ich verreise innerhalb meiner eigenen Stadt tausend Mal per Expressgeschichten durch die Nachbarschaft.

June 24th, 2013 Posted in Berlin, Gangster | 1 Comment »

A MILLI 5 BACKYARD

Wir haben uns mal wieder ultra viel Mühe dafür gegeben, alles so furchtbar wie möglich abzumischen, auf Play zu drücken und wie David Guetta hinter seinen Millionen verschanzt alles zu tun, nur nicht aufzulegen. Wir haben Poster an die Wand gehängt, heiße Bräute bestellt, neue Anlagen besorgt und Rosenverkäufer eingeladen, alles nur, um vom Sound abzulenken. Vergesst eure Drogen nicht, ihr werdet sie beim verschämten Bump & Grind noch brauchen.

Ich würde mich sehr freuen, eure zarten Gesichter heute Nacht beim Pop & Lock Contest auf dem Bass-Floor sehen zu können. Von meinem Thron aus. Es gibt Prinz von Zamunda T-Shirts (kein Scheiss) für alle die gut aussehen beim Schwitzen oder bei Backstreet Freestyle auswendig mitrappen können.

February 22nd, 2013 Posted in Berlin, Gangster | 1 Comment »

Fatty Camp

Ich hatte kurz überlegt, ob ich einen Blogbeitrag zum Thema “Fett werden ab 25″ schreiben soll. Ich wollte ihn damit beginnen, dass ich normalerweise eine “bessere” Frau bin, das bedeutet: keine die sich für solch Oberflächlichkeiten interessiert, sondern eine, die sich mit Foucault, Reifen wechseln und qualitativ hochwertigen Inhalten auskennt.

Dann dachte ich: lass es lieber. Es gibt nichts was nicht längst über Diäten und den Frust beim Abnehmen gesagt wurde. Hier einige Auszüge der mythenreichen Abnehmwelt:

“Essig verbrennt die Kalorien im Magen!”
“Abends keine Kohlenhydrate und ansonsten kannst du alles wie gewohnt essen!”
“Drei Wochen sollte man nur Spinat essen!”
“Am besten nur Eiweiß essen!”
“Am besten kein Eiweiß essen!”

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January 9th, 2013 Posted in Gangster, Konsumbehindert | 6 Comments »

The Roof Is On Fire // ALLIKE STORE: 50 € GUTSCHEIN GEWINNEN

JEREMY SCOTT x ADIDAS LONG SLEEVE // PERFEKT UM FEUERWEHRMÄNNER ZU IRRITIEREN

Heute morgen bin ich sehr unsanft von einem gewalttätigen Hämmern an der Tür geweckt worden. Es war so weit. Sie haben mein Meth-Labor im Keller entdeckt und jetzt wollen die brutalen Mexikaner meinen Kopf abkauen und unter die Brücke hängen. Noch schlimmer: Meine Eltern haben sich zu einem Spontanurlaub entschieden und überraschen mich zur wehrlosesten, unchristlichsten Zeit vorstellbar.

Mit meinem himmelblauen Jeremy Scott T-Shirt bewaffnet schritt ich, Baseball-Schläger in der Hand, zur Tür und war voll bereit dem Christkind eine auf die Fresse zu geben.

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December 12th, 2012 Posted in Gangster, Konsumbehindert | 21 Comments »