"Girl gone wide."


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“The Perks of Being A Wallflower” von Steven Chbosky war ein verspätetes Catcher in The Rye für mich, allerdings nicht ganz so eindrucksvoll. Man hat halt bis zum Ende nicht genau verstanden, was eigentlich mit diesem verstörten, aber ganz süßen Jungen passiert ist, und wenn man es dann weiß, dann ist man irgendwie auch schon ganz verstört. Der Roman hatte damals ein knallblaues Cover und wurde irgendwie von MTV verlegt, oder zumindest war das MTV-Logo drauf, deshalb hab ich es mir gekauft. Auf Deutsch war das nicht so gut, auf Englisch habe ich es nie gelesen, aber trotzdem konnte ich mich daran erinnern.

Im Flugzeug habe ich dann gesehen, dass der Film mit Emma Watson und dem unglaublich wunderschönen Ezra Miller verfilmt wurde und da dachte ich, entweder ich fick mein Gehirn noch mal mit Cloud Atlas oder ich lasse mich auf ein bisschen Teenage-Coming-of-Age-Shit ein, der mich wahrscheinlich zum Weinen bringt. Und da habe ich natürlich, weil ich so gerne ein Emo bin, schön im A380 meine Nackenwurst rausgeholt, meine bombastischen Schlaftabletten geschluckt und zugesehen, wie schön und schwer Jugendlich sein eigentlich ist.

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik


Spring Breakers zu gucken war wie sich in einen Eimer voll Konfetti reinzulegen um dann bei einem Skrillex-Rave durch die Gegend getreten zu werden. Voll schön.

You’ve probably read the synopsis of the film time and time again, the gist being that four girls go on spring break and shit gets fucked up. It’s a simple story, but it’s well-told and should resonate with a generation who are facing high unemployment and feeling so desolate and bored that getting wasted seems to be a reasonable way to escape. (via)

Technisch wie ein Song, visuell wie ein Videoclip; Drogen, Alkohol, Spaß, Sonne. All diese Dinge, die ungezügelte Lust, die Freiheit der Partymomente, der Hedonismus in seiner ganzen Abartigkeit, komprimiert auf einige Minuten von Harmonie Korines absurder Traumwelt. Es kribbelt im Film ständig so unter der Haut, als hätte man selbst gerade eine Pille geworfen. Man ist dabei und mittendrin und völlig hyperaktiv zugange.

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by yeahs in (Pop)Kultur


random, zusammenhangsloses bild

Ich habe die letzten paar Tage damit verbracht – ohne BH, hauptsächlich von grünen Elfen bespaßt, in Salt&Vinegar Chips eingerieben, Prossekschen in Jogginghose gurgelnd, im Sexchat Inserate aufgebend – meine Seitenstrangvagina groß zu pflegen und bin stolz auf meinen Kadaver weil er ausnahmsweise nicht im, sondern vor dem Urlaub krank wird. Zwar in der stressigsten Woche des Jahres, wenn ein “Launch” (nukleare Testraketen aus meinem nordkoreanischen Exil? WER WEISS!) bevor steht, wenn das Herz mal wieder rumzickt, wenn die Ferien angefangen haben und man deshalb eigentlich durchweg sternhagelvoll sein müsste. Eigentlich müsste mein Blut aus MDMA-Kristallen bestehen, genau jetzt. Ich müsste in einem richtig schäbigen Berliner Schuppen stehen und mir die Füße blutig tanzen und dann aus Dehydrations-Gründen mit einem Schlaganfall in die Charité eingeliefert werden. Stattdessen trinke ich Kaffee und Tee GLEICHZEITIG – weil ich ein Rebell bin – und muss trotzdem in die Charité, aber halt wegen der unsexy Seitenstrangangina.

Das alles soll euch eigentlich nur das Intro für ein Leben sein, dass ihr niemals bewundern werdet. Die Angina lateralis ist daran nicht primär Schuld, aber unter diesen Umständen erschwert sie mir ein aufregendes, interaktives Dasein, für das man sich einen BH anziehen muss. Warum sollte ich also eine App wie Vine runterladen, die ganz offensichtlich spannenden Menschen in den Ghettos von Brasilien vorbehalten sein sollte? Menschen, die keinen Zugang zu hochwertiger Video-Technologie haben, könnten so die seltene Aufmerksamkeitsspanne einer ganzen Generation einnehmen. 15 Sekunden Videoclip Zusammenschnitt. Und was passiert? Ich filme eine Zigarette ab und übe Stop-Motion-Gekritzel. WEIL ICH ES KANN. Andere aus meinem Stream “filmen” die U-Bahn in ihren beweglichen Elementen. Seht ihr, das Leben wird nicht spannender mit Vine, das ist leider das ernüchternde Ergebnis. Genauso wie das Essen mit Instagram nicht leckerer wird.

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by yeahs in (Pop)Kultur Konsumbehindert


Saturday Night Live ist – Hulu sei Dank – mein neuestes Fenster in eine Fernsehwelt, die uns in der BRD spätestens seit dem Ende von Viva+ verwehrt bleibt. SNL ist ein Einblick in die Bewältigung des amerikanischen Medienalltag mit Humor, der funktioniert.

Die letzte Folge war vor allem deshalb viral angehaucht, weil Christoph Walz – der erste “German speaking SNL-host” – die ganze Sendung mit Finesse und Albernheit moderierte. Viel intensiver gefühlt als Walz (Django immer noch nicht geguckt, manchmal muss man sich ja Filme auch aufheben) habe ich allerdings die Band, die zu Gast war.

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik

“GIRLS” ist eine TV-Komödie für weiße Menschen die aus einer weißen Mittelklasse kommen. Sie dreht sich nicht um alle Mädchen dieser Welt (sondern nur um einige Patienten aus New York) und zeigt eben nicht – auf revolutionäre Art und Weise – erwachsen gewordene Emanzipation und starke Frauen, sondern letztlich genau das Gegenteil davon, eingekleidet in Hyperbeln. Für Amerikaner mag das tatsächlich einer Revolution entsprechen eine unschick aussehende Protagonistin mit all ihren kleinen Speckfältchen und ihren Geschmacksverirrungen zu zeigen. Aber diese Frau als Arschloch, als völlig verblendete, überhobene, total bescheuerte Frau darzustellen ist ein Problem.

Produzentin und Schauspielerin Lena Dunham ist eine talentierte Frau. Ihr eigener Anspruch – wie sie ja selber sagte – war es, ihr Leben autobiografisch in einer humorvollen Reproduktion für die ganze Welt wieder zu geben. Damit habe ich kein Problem. Ich habe auch kein Problem damit, dass nicht eine Bandbreite an Frauen gezeigt wird, sondern eben nur die Priviligierten. Ich rege mich zwar darüber auf, dass gängige “Hipster” Klischees (der Kokain-Trip, der schwule Freund, der gefühlslose Sex, die Geschmacksverirrungen, das Künstlerdasein, yadda yadda) nicht nur aufgegriffen sondern regelrecht dem Zuschauer eingepfercht werden, aber das trägt seinen Teil zum Humor der Sendung bei.

HANNAH

Typisch 21. Jahrhundert: bloß nicht mit den Protagonisten sympathisieren. Bei dem Versuch, alles und jeden so realistisch und ehrlich wie möglich darzustellen, mit jedem Fehler und jeder noch so kleinen Gesichtsfurche, ergibt sich im Prinzip das Äquivalent zur Reality-TV Show, so maskiert und eingehüllt in vermeintlicher Fiktion, dass man sich aber auch intellektuell gesehen nicht schlecht fühlen muss ein Fan von GIRLS zu sein. Ganz besonders dann, wenn man selbst ein “GIRL” ist, am besten eines wie Hannah – zwar nicht den optischen Ansprüchen entsprechend, aber festgebissen und stark und selbstbewusst. Aber ist das so? Will man sich mit Hannah gleichsetzen – oder doch lieber mit den anderen GIRLS der Serie, die die ganze “Revolution” von Hannahs Charakter wieder so weit relativieren, dass sie schließlich irgendwo in Nicht-Bedeutung endet?

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by yeahs in (Pop)Kultur


Weil deine kleine Schwester angefangen hat, Air Max 1 zu reppen, will an der Spitze der Hypebeast-Pyramide keiner mehr die Botten tragen. Bummer. Das kann doch nicht sein, dass sogar – so schnaubt man verächtlich – Schulkinder ohne jeglichen Sinn für Geschmack diese Schuhe tragen, das ist Identitätsdiebstahl.

Nun gut, diese Liason mit dem Einser ist erstmal kollektiv ad acta gelegt, da können noch so viele Special Editions kommen (obwohl Camo/Leo auch irgendwie höhnisches Statement seitens Nike ist, frei nach dem Motto: “wir erfüllen jeden Wunsch, den eure SYSTEM OVERLOAD Gesellschaft hat”). Diese Schuhe werden nur noch von Kids und Spätzündern gekauft (nicht getragen; das dauert noch) und behandelt wird das in etwa so wie Menschen, die nicht in den 80ern geboren wurden oder erst nach Schließung der Bar25 nach Berlin gezogen sind: während du noch alter Scheisse hinterher hängst, haben wir schon längst die nächste Underground-Party gefunden, die nur uns gehört.

The line of sneakers is very popular amongst many subcultures, for example Hip Hop, and Gabber.(via Wikipedia)

Hah, Gabber.
Ich bezweifle nicht, dass er wieder kommt, der AM1. Ich gehe ja nicht mal davon aus, dass er tatsächlich verschwindet; die Schuhe sind immerhin gekauft, die muss man jetzt entweder tragen oder mit Wertverlust verkaufen. Problemlösung: Man mottet sie im besten Fall ein und holt sie in sieben bis zwölf Jahren wieder raus, wenn sie schon längst vergessen sind und die eigene Individualität durch den Rückgriff in die Kiste der Vergangenheit ganz einzigartig demonstriert werden kann. Dieser kleine Ausschnitt aus einer BBC-Fashion Reportage 1990 drückt den Circle of Life wunderbar aus.

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by yeahs in (Pop)Kultur Konsumbehindert


Leute, wir müssen noch mal ganz kurz über Haftbefehl reden. In der FAZ stand letztens ein extrem nichtsaussagender Artikel, der ganz großartig das Licht am Ende des Tunnels nicht sieht.

Derart spießige Allüren treiben Haftbefehl nicht um. Es gibt bei ihm generell keinen Wunsch nach sozialer Aufwärtsbewegung, es gibt nur die grotesk überzeichnete Inszenierung des Tauschs. Und wo man die Euros, Dollars, Pesos scheffelt (alle Währungen kommen in den Songs von Haftbefehl vor), ob im Untergrund, in der Chefetage, im Wohnsilo oder im Nobelbordell, das ist letztlich egal. „Ich zähl’ die Millen, chillen, Villen, du bist still, Dicker, keine Zeit für Facebook, um Unsinn zu twittern“ – so spricht der Rapper, und so denken sich’s vermutlich auch Fondsmanager und Investmentbroker, die ebenfalls für neue Kulturtechniken nur wenig Zeit haben, denn Zeit ist: Geld.

Ich weiß überhaupt nicht, was das bedeuten soll. Also es gibt bei Haftbefehl keinen Wunsch nach Aufwärtsbewegung? Zugegeben, ganz so pathetisch wie Bushido macht er das nicht, dieses “mir ging’s beschissen und heute schaukel ich meine Eier im Immobiliengeschäft”, aber ist “Gestern Gallus heute Charts” nicht ungefähr DAS Äquivalent zu dem angesprochenen Inhalt?

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik


Trashy Look & Feel von Webseiten, exzessiver GIF-Konsum, bald wieder Marquee-Tags und ganz selbstverständlich: schlecht aufgenommener Sound brillanter Künstler, die mutig genug sind ihren Musik-Fetisch in Rohform bereitwilligem Publikum vorzuspielen. Manche haben dabei Erfolg und gehören fortan zu der Elite einer unantastbaren Bewegung, die vor Energie und Innovation und Potenz strotzt und nur darauf wartet, ganze Strömungen zu prägen.

Das neue H∆SHTAG$ Konzept der Red Bull Music Academy vereint all die blinkenden Codes, mit denen sich der Connosseur der Generation Internet gerne brüstet, um das Offensichtliche noch offensichtlicher zu zeigen. Diese Web-Doku trägt völlig unironisch Vans mit Leo-Print und trinkt Hustensaft zum Party machen, SO zeitgeistig ist sie.

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik


Dass es in Deutschland immer noch kein vernünftiges Online-Entertainment Angebot gibt lässt mich gerade hart verzweifeln. Ich habe keinen Bock auf die Scheisse im Fernsehen – sorry, Dschungelcamp, Deutschlands größte Muchte, copy/paste Konzepte, Reality TV für Dumme und Arme die davon noch dümmer werden, selbst für ein Opfer wie mich gibt’s einen gesunden Anspruch -, ich habe keinen Bock immer die todesernsten, biederen oder staubtrockenen Inhalte der Öffentlichen zu schauen – auch wenn ich denen ab sofort fast nen Zwanni in die Kimme schieben muss- und ich werde ganz bestimmt nicht für viele Millionen Teuros eine Sky-Box aufstellen, auf der dann keiner hier Fußball gucken möchte.

Ich hätte gerne die Möglichkeit, gute Filme und Serien in Originalverfassung zu streamen. Online. Nein, ich möchte keine DVD-Boxen, nein, ich möchte nicht wochenlang auf den Release warten, nein, verdammte scheisse, die LoveFilm-Fotzerei kann doch einfach nicht wahr sein. Erstmal ist das eine Online-Videothek von Amazon die “Lovefilm” heißt, ich scheiss mich ein. Die Filme kann man sich für ‘nen guten Abo-Preis nach Hause liefern lassen, aber dann die Überraschung beim On-Demand Versuch (weil hey, wieso drei Tage auf nen bekloppten Film warten wenn man ihn JETZT DIREKT GUCKEN KÖNNTE): ist die Scheisse wieder absynchronisiert. Wir leben im 21. Jahrhundert, niemand kann auch nur einen Atemzug nehmen ohne Englisch zu sprechen, aber Hauptsache die Sowjetunion besteht gedanklich in ihrem Synchronisierungsdrang weiter und weiter. FICKT EUCH IHR KULTURPISSER, dafür bezahle ich überhaupt nichts.

Und nur dass das klar ist: ich bezahle sehr gerne für das Angebot meiner Träume. Ich würde mindestens 25 Euro im Monat dafür latzen, dass ich Serien, Filme und was weiß ich nicht on-time, on-demand, in HD (und von mir aus auch nicht, fickt euch), im direkten Stream, legal gucken könnte. IN ORIGINAL TON. Es geht nicht um Geld, es geht um Convenience.

Also habe ich mich auf ein Abenteuer eingelassen: Netflix und Hulu. Mit der Chrome Extension Mediahint kann man die exklusiven US-Angebote auch hierzulande “testen”. Keine Ahnung und null Garantie, wie lange diese Extension überlebt – aber einen Versuch ist es wert. Siehe da: läuft flüssig und problemlos. Anders als bei anderen Proxys (HotSpot Shield, etc) wird aus irgendwelchen magischen Geek-Gründen die Geschwindigkeit nicht gedrosselt. Wenn man eine Kreditkarte hat, kann man sich problemlos bei Netflix anmelden. Da dann die erste Negativ-Peitsche: übersichtlich ist was anderes. Die zweite: was ist das für ein lausiges Angebot? Nach ein paar Tagen des Rumstöberns musste ich enttäuscht feststellen, dass mich die virtuelle Videothek nicht reizt. Carl Sagans “Cosmos” ist zwar das schönste, was mir seit langem passiert ist – aber da werde ich mir in absehbarer Zeit sowieso die DVDs bestellen.

Offensichtlich besteht Netflix derzeit nur aus “Straight To DVD”-Releases mit Hits wie “The Switch” und “Failure To Launch”. Fairerweise ist das Serienangebot aber sehr umfangreich: Heroes, Lost, Breaking Bad, Weeds, etcetera und hätte ich die nicht alle schon gesehen wäre das definitiv seine Sache wert. Ich werde es wahrscheinlich fortan so machen: wenn ich Bock auf eine Serie habe, melde ich mich bei Netflix an und gucke mir die Serie an. Für 6 Dollar im Monat ist das wirklich okay, billiger als die DVD-Kollektionen die dann bei mir verstauben. Vielleicht bin ich auch ein bisschen zu hart mit Netflix, am Ende sind hier auch einige Klassiker und Blockbuster zu finden – aber aufgrund der mangelnden Übersicht bin ich schon so genervt, dass ich nach 10 Minuten Suche nach Empfehlungen irgendwie die Luft und die Lust verliere.

Auf Hulu kann man sich auch ohne Bezahlung an einem umfangreichen Serien- und Film-Repertoire bedienen. Das ist erstmal schön. Dann merkt man aber: scheisse, die gute Arthouse-Film Kollektion kriegt man nur mit Hulu Plus (dafür aber die letzten Folgen von 30 Rock, Modern Family, SNL und so weiter auch ohne). Aber da kann man sich nicht so problemlos anmelden. Es werden nämlich nur Kreditkarten akzeptiert, die mit einer US-amerikanischen Adresse angemeldet sind (und die entsprechenden US Pay Pal-Accounts). Aber auch das Problem lässt sich lösen: auf Entropy  kann man sich eine virtuelle Kreditkarte erstellen lassen (die man mit seiner deutschen Kreditkarte auflädt), mit welcher man sich auf PayPal dann einen amerikanischen PayPal-Account machen kann. Wichtig: für den PayPal-Account sollte man sich eine amerikanische Adresse heraussuchen. Ich wohne im Weißen Haus, bitches.

Das dauert ein paar Minuten, aber für umgerechnet 5 Euro im Monat ist das Angebot auch okay. Die Film-Kollektion und die Dokus und Reportagen sowie ALLE Saturday Night Live, Jimmy Kimmel und Fallon Shows sind extrem unterhaltsam und toll. Aber auch Hulu Plus nervt irgendwie: bei 30 Rock gibt es tatsächlich NUR die letzten 5 Folgen. What the fuck? Ich kann mir nicht die GANZEN Staffeln ansehen? Könnt ihr das bitte auf die Reihe kriegen? Und dann… die Werbung. Egal wie viel Geld ich dem Gerät in den Rachen werfen: Werbung, immer, ständig, überall. Für mich hat die amerikanische Werbung immerhin noch einen Freak-Faktor, aber an und für sich ist das Ganze super anstrengend. Die Film-Auswahl tut es mir hier – wie gesagt – eher an als Netflix. Die Serien sind aktueller, wenn auch die Auswahl nicht ganz so groß ist. Eine Mischung aus beidem wäre natürlich perfekt, aber man kann ja nicht alles haben bei großen konkurrierenden amerikanischen Unternehmen. Das ist in etwa so wie mit Google+ und Facebook: irgendwann muss man sich ja doch entscheiden (die Entscheidung war hier wie da sehr einfach).

Bei Netflix bin ich mittlerweile abgemeldet, Hulu Plus werde ich für einen Monat weiter testen um dann zu entscheiden, ob sich das lohnt. Zu meinem Leid wurde die Mediathek App – eine Übersicht über alle öffentlichen Programme – abgeschafft, sodass mein Fernseh-Leben nur noch aus Hulu, einige Serien und arte +7 Trial & Error besteht. Wie kann es sein – wie KANN es sein – dass ein so lukratives Geschäft so viele Hürden a la GEMA & YouTube hat, heute, im Jahr 2013, und der Endkonsument zu absolut radikalen und semi-legalen Maßnahmen greifen “muss” um am kulturellen Leben teilhaben zu können (und jetzt können wir natürlich darüber streiten, wie kulturell hochwertig die Inhalte im amerikanischen Fernsehen sind, ABER WENIGSTENS DIE MÖGLICHKEIT hätte ich gerne!). Wer beschwert sich noch mal darüber, dass illegale Downloads blah blah blah? FICKT EUCH. Den ganzen Tag könnte ich politischen, bürokratischen und unflexiblen Bremshubbeln auf den digitalen Straßen ins Gesicht kotzen. Das Internet national aufteilen, ich bitte euch, da fängt doch schon jedes Problem an.

Ihr düft mich gerne eine besseren belehren. Ich hoffe inständig ich habe irgendeine Entwicklung hierzulande komplett verpasst und mich völlig umsonst aufgeregt.

by yeahs in (Pop)Kultur


Ich bin die Nummer 49 beim Proust-Fragebogen für Blogger auf der ZeitOnline Webseite. Richtig witzig: die Fragen könnten aus dem Jahr 1995 sein, als man noch nicht genau wusste, wie sehr das Internet und die “Bloggerkarriere” eigentlich die Gehirnzellen beschädigen können. Damals, als noch nicht klar war, dass Blogger keine Hexen sondern normale Menschen sind. Ich verdrehte leicht die Augen, beschloss aber dann doch, mitzumachen und endlich über meine tiefsten Wünsche zu schreiben. Falls ihr mich vorher nicht für einen witzlosen Idioten gehalten habt, werdet ihr es mit diesem Interview hoffentlich checken und mich endlich in Ruhe lassen.

Über welches Talent würden Sie gern verfügen? Ich würde echt gerne Krumpen können. Die meisten halten das für einen totenTrend. Ich finde aber, dass Krumpen – eine Mischung aus Bodypaint und Unterleibsschmerzen, die man auch tanzen kann – eine reine Form der emotionalen Alltagsbewältigung sein kann. Leider habe ich weder das Talent zum Malen, noch zu einheitlichen Körperbewegungen, es reicht also nur zum Bloggen.

by yeahs in (Pop)Kultur Crystal Meth State of Mind