"Girl gone wide."


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Posts from the (Pop)Kultur Category

Ich konnte gegen Ende meine Tränen nicht mehr verstecken. Zuerst weinte ich noch, weil ich tatsächlich für das Cinestar schon wieder Gebühren dafür zahlen musste, weil ich die Tickets online gekauft und selber ausgedruckt hatte. Dann dachte ich, es liegt daran, dass ich zusätzlich zu 13 Euro Eintrittspreis noch mal einen Euro extra für die 3D-Brille bezahlen muss, ohne die ich den Film gar nicht sehen kann. Schließlich war ich mir ziemlich sicher, dass es eine Kombination aus anstrengender, schielender 3D-Technologie und der 90minütigen Werbung vor dem Film sein musste, die in mir derartige emotionale Attentate verursachte.

Aber hauptsächlich weinte ich, weil Life of Pi die womöglich schönste und beste Geschichte ist, die je erzählt wurde.

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by yeahs in (Pop)Kultur


Leider nur ein Buch und kein Rap-Album geworden: Dackelkrieg.

Wer Ada Blitzkrieg nicht kennt, der hat schon verloren. Die witzigste Hundeschnauze im Web 2.0 hat nun ihren Debütroman auf virtuellem Papier niedergebracht und kehrt ein in die Hall of Fame derjenigen, die vom Blogstein bis zur Skyline hinaufgeklettert sind. “Dackelkrieg: Rouladen und Rap” heisst die Bibel der Hundephilosophie und ist eine Ansammlung von sprachlichem Wortwitz und amüsanten Hunde- und Alltagsbeobachtungen.

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by yeahs in (Pop)Kultur

Wie ihr wisst, bin ich professionelle Skateboarderin. Für meine fiesesten Tricks habe ich Tony Hawk als Stuntman eingestellt, weil meine wunderprächtigen D-Size Boobies sonst in der Luft auf und ab schwabbeln. Schwabbeldi schwabbeldi schwa schwabbel, schwabbel, s-s-skating like skaters my deck has a tribal. Ass Ass Ass Ass Ass Ass.

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by yeahs in (Pop)Kultur

JUGENDLICHE

Ich komme in ein Alter in dem eine gesunde, natürliche Skepsis vor Jugendlichen nicht schadet. Obwohl ich nicht alt aussehe verraten mich die tiefen Sauf-Krater im Gesicht, der eitrige Auswurf nach zwanzig Jahren Lungenverstümmelung und das unweigerliche Zusammenzucken, sobald eine Gang von U-20 Jährigen an mir vorbei geht. Sie kommen in Horden, sie haben meistens Rucksäcke an und sie sind unberechenbar.

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by yeahs in (Pop)Kultur


Es kommt mir unglaublich unverschämt vor ein anderes Review zu zitieren bevor ich meines geschrieben habe. Mache ich es mir zu einfach, wenn ich zuerst andere Kritiken lese, um meine eigene richtig formulieren zu können?

Möglicherweise ist “Cloud Atlas” ein Film, bei dem sich viele Journalisten und geübte Kritiker nach einer Bedienungsanleitung sehnen. Dieses Epos und Meisterwerk von einem Film verdient nicht weniger als eine tiefgehende, weitreichende, super-komplexe Interpretation. Sich bei anderen zur Hilfe zu bedienen erscheint im Sinne unseres Zeitalters: vieles ist mittlerweile so verworren und unübersichtlich dass es anmaßend wäre, eine einzige Person mit der Verantwortung einer umfangreichen Erklärung zu belasten. Die Finanzkrise, das Urheberrecht in der digitalen Welt, der Nahost-Konflikt. Das sind, unter anderem, große Probleme unserer Zeit. Da ist es nur gerecht einen Film zu produzieren der genauso unlösbar erscheint.

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by yeahs in (Pop)Kultur Ohne Worte


Die aktuelle Entwicklung von Pop-Musik sieht man am besten an Ushers Diskographie. Er ist nicht nur schon ziemlich lange dabei, er ist dabei auch konsequent erfolgreich. Und das nicht trotz, sondern weil er sein Genre subtil (und dann nicht mehr ganz so subtil) mit der Zeit in etwas anderes reformiert hat. Einst von R&B geformt ist er nun die Bronze-Statue auf dem Dancefloor der elektronischen Tanzmusik.

Usher: My Way (1997)

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by yeahs in (Pop)Kultur Musik


Kreuzberg 61, “Oh Boy” hat noch nicht mal Anlauf genommen. Das Publikum ist jetzt schon völlig außer Rand und Band. Das ist kein sehr eleganter Ausdruck, aber weil er so deutsch und unbeholfen klingt, passt es perfekt zu den geernteten Lachern im ausgebuchten Kino. Von nihilistischer, überlegener Coolness keine Spur – dabei regen die Dialoge maximal zum Schmunzeln an. In diesem Kino rasten die Leute aus. Als stünde Helge Schneider höchstpersönlich auf der Bühne. Vielleicht hängt dieser explosiver Enthusiamus mit dem Humor des Filmes zusammen.

Vorsichtig werden die Seltsamkeit des Alltags ohne Superhelden und die deutsche Sachlichkeit der Gefühle mit ihren Grenzen konfrontiert und in Leichtigkeit gehüllt. Übertriebene, aber unspektakuläre Situationen sind zu liebevollen, wenn auch berechenbaren Szenen komponiert. Die Nähe dieser scheinbar gar-nicht-so-lustigen Lustigkeit zum deutschen Publikum fasziniert bei dieser Vorstellung wohl am meisten. Natürlich handelt es sich hier auch um ein Berliner Publikum – dankbar auch für die Stereotypen, die selbst bei scheinbar so viel Anspruch an die eigene Stadt noch ziehen können.

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by yeahs in (Pop)Kultur Berlin


Jessie Ware. Diese Frau hat es geschafft, Pferde in meinem Herzen zum Gallopieren zu bringen. Sie laufen in ihrer wilden Schönheit durch Wüsten und Wälder und wirbeln einiges an Staub und Emotionen auf. Ihre Stimme kommt im Gesamtpaket mit einem wunderbar kontemporären Pop-Konzept, dass sich aus der üppigen Schatzkiste der englischen Tanzmusik bedient.

Jessie Ware wird auch bald in Berlin auftreten- im Rahmen der Konzertserie “Introducing“. Dort kann man sich auch noch für die Gästeliste eintragen. Am 19.11. wird sie im Bi “schlechtester Clubname ever” Nuu am Schlesischen Tor zu besten geben und selten habe ich mich so sehr auf einen Pop-Gig gefreut.

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by yeahs in (Pop)Kultur Berlin Musik

Es gibt wieder einen Grund zum träumen: während der Rest der Welt nämlich im fiskalen Dystopie-Denken stecken geblieben ist, liefern uns die sozialen Medien hautnahe Inspiration aus dem Planeten “Geld”. Ghetto-Superstars und ihre Allüren – das alles nun gebündelt auf einem einzigen, wahrscheinlich dem wichtigsten Tumblr unserer Zeit. RAPPERZ ON INSTAGRAM.

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by yeahs in (Pop)Kultur Gangster


Liebe 90er. Ich vermisse euch. Ich vermisse den Samstagmorgen, an dem ich mich schon ganz früh aus dem kuscheligen Bett schäle um früher im Wohnzimmer zu sein als meine Brüder, um die ultimative Macht – die Fernbedienung – für mich zu haben. Ich vermisse es, dass meine Mutter schon freitags die Cornflakes und die Milch so hinstellt, dass ich auch ran komme. Ich vermisse die Pyjamas, in denen ich mich auf den Teppich gesetzt habe, mit perfekt eingeweichten aber noch knusprigen, bunten Cornflakes, den Fernseher einschaltete und mich stundenlang von den schönsten Fantasiewelten Nickelodeons berieseln ließ.

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by yeahs in (Pop)Kultur