‘Cause I Love You

Hotshot: Octo Octa ist mit einer neuen EP zurück und sorgt dafür, dass mir jegliche Körperkontrolle entgleist. Steht schon mal auf der Best Of ’14 Shortlist, insbesondere ‘Cause I Love You. Das mit der Liebe kann er halt ganz gut, habe ich persönlich aber nie angezweifelt.

Ich habe ja letztes Jahr einige Sets mitbekommen. Da steckt auch viel musikalische Loyalität drin, wenn man die Sounds verinnerlicht. Ich mag das; wenn Künstler einen Stil haben, der sich nicht ändert, aber trotzdem irgendwie an andere Ecken und Enden damit kommen als zuvor.

NEWMEN: Monica

Mit Rock infiziert. Schon lange nicht mehr so tatkräftig und intensiv, vielleicht das letzte Mal mit 16 oder 17, damals mündete die Phase in The Cure und die Grenzen zu LCD Soundsystem (nur ein Beispiel, weil mir natürlich keine andere einfällt) und wie diese Elektrogitarren-Kapellen von 2007 alle hießen. Das waren Zeiten: im O25 zu Neon-Punk Partys. Als die ganze Welt noch aussah wie von Amy&Pink designed, überladen und ständig am blinken. So klang halt auch die Musik. Erinnert sich überhaupt noch jemand an das hier? Oder das? Und Justice natürlich. Ich bin mir sicher, das waren die Hochzeiten für den Ketamin-Markt, anders hat man den Krach doch nicht aushalten können. Oh Gott, und Uffie und Feadz. Und das erinnert mich dann natürlich an Yelle, ACDG und – Achtung – Tecktonic! Dachten nicht alle damals, dass die Renaissance der französischen Elektromusik stattfinden würde? Das war die Betaphase der EDM-Musik. Und wisst ihr, das einzige, was konstant in meiner Musikbibliothek blieb, waren dann doch die Diskographie von The Cure und ein bisschen Techno von Gui Burratto.

Es gab noch diese eine andere Band, die mir damals sehr gut rein ging. Die war aber etwas mehr in Richtung Industrial Goth. Waren tendenziell so nervig wie The Rapture (die sich übrigens vorgestern dann offiziell aufgelöst haben, shit, wir werden alt). Die haben mit verzerrten Stimmen gearbeitet und waren die trashige 2000er Antwort auf New Order. Ich werd’s jetzt nicht finden, aber vielleicht fällt’s jemandem ein. Habe ich bestimmt in irgendeiner alten Playlist verbaut.

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Chuck Inglish / Chromeo – Legs

Beine, Beine, Beine. Die neue, von Chromeo produzierte HIT SINGLE von Chuck Inglish (The Cool Kids) ist meine Après-Ski Party für die Sinne. Funk-Beat und hauchender Inglish – gehen voll klar in dem Duo. Beine, Beine, Beine. Das ist mein Blurred Lines 2014 mit – Achtung – Beinen!

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TOTD: Slab

Abstrakte House-Musik von Chaos in the CBD. Sie schaffen es auch, in ein beängstigendes Momentum noch so viel Boogie und Vogue reinzubringen, dass die Party durch die Venen bricht. Die Neuseeländer, die auf dem französischen Label “ClekClekBoom” ein genügsames zu Hause fanden, haben mit Slab auf jeden Fall einen Kracher hingelegt, der so leicht an Detroit erinnert.

Und an Purple Drank, und an High sein, und an Ghetto, und an bunte Autos in der Nacht, und Bandanas, und gruselig aussehende Typen die ihren Frauen Mollys auf die Zunge legen.
Ich habe schon genug gesagt.

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TOTD: BROKEN

Ich habe ja keinen konsequenten Musikgeschmack, und mir tut es leid, falls ich meine Leser hier alle paar Tage wieder spalten muss. Techno, House, Gangster-Rap, Popmusik? Kann sich die alte nicht mal entscheiden? Sorry brah.

Dementsprechend gibt es heute etwas ganz anderes – herzlicher, bekiffter Rap auf Autotune! Was sich schon anhört wie ein Kopfschuss aus 2009 ist – versprochen! – ziemlich geil. Der “Asian Savior” aka Flash Giordani öffnet seine Seele, ohne den Takt zu verlieren. Ich fühle mich jedenfalls wieder in meine Pubertät zurück katapultiert. In meinem derzeitigen Tumblr-Emo-Zustand ist das nicht verwunderlich.

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TOTD: SATISFY

Früher hatte ich Lieblingsbands, heute habe ich Bicep. Jeder Song aus der Diskografie, jede EP, jeder Trailer wurde von mir aufgesogen. Wenn man sich so intensiv auf die Entwicklung eines Sounds konzentriert, dann verliebt man sich immer mehr in die Künstler und in das Projekt. Die Leidenschaft muss aber auch erst geweckt werden. Feel My Bicep, die Stash EP – das war alle schon extrem überzeugend. Aber dass es besser wird, das ist quasi ein unerwartetes Geschenk der Musikgötter.

Nach der flüssigen Buttermelodie von Sacrifice bringen Bicep also jetzt den nächsten, absoluten System-Overload Killerbombentrack raus. Auf der Satisfy EP haben sie es diesmal mit klassischem Italo-House aufgenommen, aber schön gepimpt mit so einem gänsehauterzeugendem Beverly Hills Cop Soundtrack. Kann sein, dass das kitschig ist. Aber es ist auch erwachsen, smooth und düster. Oh, die Melancholie in meinem Herzen, auf dem Dancefloor, mit Tränen in den AUgen,.. ich möchte mich hinlegen vor Freude.

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TOTD: Black Print

Wer sich Ibn Inglors noch übersichtliche Diskografie mal genauer anschaut, der wird nicht um ein paar Assoziationen mit den führenden Kings of Rap herum kommen. Das Lovechild von einem experimentellen Kanye West und einem tiefgängigen Kendrick Lamar versucht sich nicht nur an lyrischen Herausforderungen, sondern auch an einem eigenen – naja, zeitgemäßen – Stil. Nicht alles, was direkt von Yeezus inspiriert ist, steht dem jungen Mann auch. Aber Black Print hat meine Aufmerksamkeit bekommen.

Das Mixtape New Wave hat einige Schätze zwischen dem ein wenig monotonen experimentellen Beat-Overdose. Für Kanye reicht es noch nicht, aber ich bin schon mal froh, dass sich jemand der Sache angenommen hat und nicht schon wieder so einen Larifari-Basedrap Scheiss draus macht.

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TOTD: SACRIFICE

Vielleicht einer der stärksten Tracks des Jahres. Bicep sind zusammen mit SMD aus diesem zerstückelten Garage-House Ding herausgewachsen und haben tatsächlich so etwas wie eine literarische Erzählung auf die Reihe bekommen. Die Anspannung im Song ist kaum auszuhalten.

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TOTD: LET IT GO

A$AP Ferg weiß nicht ob er die Semi oder die Tech benutzen will. First World Problems, much? Let It Go ist einzige Muskel-Hymne, aber ich muss ehrlich gestehen dass mir das Trap Lord Album von Ferg ziemlich gut gefällt. Obwohl die Party-Hits alle aus dem gleichen und damit berechenbaren A$AP Mob Bereich stammen, haben sie doch auch einen gewissen Charme und machen vor allem viel Spaß.

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