Angefangen hat das letztes Jahr im September. Mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin. Und es ist lustig, dass ich schon jetzt zu Beginn das Wort „ehemalig“ benutze. Das ist so ähnlich, als würde ich mit „Sechs Wochen später“ ein ultrageiles Intro hinlegen.

Wie dem auch sei und wie ich gerade schon erwähnte, begann das alles letztes Jahr im September. Meine Mitbewohnerin zog ein, vermutlich der Prototyp eines Menschen, den man den ganzen Tag nur im Schwimmbecken unterstuken möchte. Und wenn es einen Ohrfeigenbaum geben würde, dann würde man sie unter dem Vorwand eines Picknicks da hin locken, wo Ohrfeigenbäume eben so wachsen würden und würde kräftig an eben diesem schütteln. So. An sich ist sie ein ganz netter Mensch, attraktiv, Anfang 20 und so. Wäre da nicht dieses Fremdschämen. Und wie das Fräulein Neuro vorgestern schon wirklich gut auf den Punkt gebracht hat, ist das mit dem Fremdschämen immer so eine Sache, wenn man zugeben muss, dass das was fremd ist, man höchstpersönlich selbst ist.

Woher kommt das eigentlich, dass Menschen, die glauben tolerant und absolut aufgeschlossen zu sein, nicht das sind, was sie so den lieben ganzen Tag glauben? Es gibt auch so Leute, die sagen, ja, erzähl mir mehr davon oder gib mir mal auch ein bisschen Speed auch wenn wir uns nicht kennen, damit ich später nicht mehr kontrollieren kann, was ich tue. Und ja, das ist genauso gut, wie regelmäßig „DSDS“, „We are Family“ oder „Bauer sucht Frau“ zu gucken um dann ironisch darüber zu reden und zu spotten und zu sagen, ja, ich guck das, weil es so völlig trashy ist und ich nehme das alles ja nicht ernst und bin so klug zu wissen, dass es Müll ist.

Warum ich das alles jetzt so ohne den Beweis für einen Ohrfeigenbaum schreibe? Weil ich gerade  leider über etwas spreche, dass praktisch vor meinen Augen passiert ist. Und es tut mit wirklich leid, liebe ehemalige Mitbewohnerin, aber du bist jetzt der Prototyp für mich, was aber nicht schlimm ist, weil es mittlerweile viele Leute gibt, die so sind wie du. Leute, die Neil Postman schon mal gehört haben, aber im Grunde sich mit nichts und niemanden beschäftigen wollen.

Es sei denn es hat Titten oder einen Schwanz und „will momentan einfach auch mal an sich denken“. Oder ist unerreichbar oder so. Die Klassiker eben. Nach der schweren Zeit und so.

Und ich saß von September bis Dezember in meinen eigenen vier Wänden und habe mit angesehen, wie ein kleines Mädchen eine Erwachsene gemimt hat. „Irgendwas mit Menschenrechten später“, sagte sie und adoptierte im Oktober prompt einen kleinen Jungen in Thailand. Also nicht so richtig. Eher so im Sinne des westlichen Ablasses: fünf Euro pro Monat spenden. Und den kleinen Jungen wollte sie dieses Jahr sogar besuchen. Reise gebucht, aber den Weg zum Adoptivkind doch nicht mehr eingeplant, weil da irgendwo ein riesiges Elektrofestival steigt, wo ganz viele Briten sind. Globetrotter, die einfach mal wichtiger sind, als die ganzen kleinen Bratzen mit den Fliegen im Gesicht. Fünf Euro, Junge, ich bin Student und „muss einfach auch mal an mich denken“. Verstehste.

Ich schäme mich auch dafür, wie ich vor einigen Jahren war. Aber so war ich nie. Und nein, sie ist kein Extrembeispiel, meine liebe ehemalige Mitbewohnerin, die mit ihrer schicken großen Rahmenbrille die ganze Welt umarmen würde, wenn sie was zu geben hätten, was nützlich ist. Speed, oder coole Tipps für Partys, oder einfach mal Impulsideen, wie nach Afrika fahren um einen Brunnen zu bauen, falls ein UNICEF-Dorf weiter eine geile Party steigt.

Und wieder gebe ich dem Fräulein Neuro recht, wenn sie schreibt, dass viele sagen, man müsse zu Dingen stehen, die man getan hat. Als man noch ein bisschen, jünger, naiver und völlig unverträglich für so ziemlich das Meiste war. Man solle zu Fremdschämen stehen und das ehrlich finden. Und ja, auch ich bewundere Menschen, die von sich behaupten können:

Ich habe nichts in meinem Leben bereut und ich würde es wieder GENAUSO machen. […] Und wenn ich mal einen Fragebogen ausfüllen würde, der unheimlich entlegene Aussagen von mir erwartet, würde ich auf die Frage Welche lebende Persönlichkeiten bewundern Sie’ genauso antworten: Alle, die nichts in ihrem Leben bereut haben.

Was mich an der ganzen Sache irgendwie so traurig macht, ist, dass viele glauben, man könne mit Kalkül durch das Leben gehen. Man schiebt einfach die Verantwortung zu dem nächsten Idioten. Soll er doch damit umgehen. Mit dem, was ich will und darstelle, aber nicht bin oder sein kann, weil ich ein verfluchter Spaßtourist in meinem eigenen Leben bin.

Ja, hinterlasst eure Schneisen der Verwüstung! Keine Verwüstung im Sinne von sichtbar, sondern die fiese Sorte, die sich wie emotionaler AIDS über alles und jeden legt, wenn man nicht reif genug ist. Bescheißen wir Leute, emotional! Machen wir Drama, indem wir uns auch nach Jahren in das Leben des Exfreundes einmischen! Versuchen wir zu glauben, dass es nicht schlimm ist, alle Erfahrungen mal auszuprobieren um wirklich alles zu lüften! Jedes verfluchte Geheimnis.

Wann habe ich angefangen mit dem Kopf zu schütteln? Noch nicht allzu lange her. Ich will zu wirklichen vielen Leuten sagen, hör auf damit, so wie du dich verhälst und so wie du lebst, ist das einfach rücksichtslos. Aber hey, ich sage es nicht. Weil es ist ja jedem freigestellt, so zu leben wie er das möchte und sich vorstellt, richtig? Auch wenn das heißt, dass man sich für die wirklichen Dinge nicht interessiert. Wichtig ist: Respekt, Rücksicht, ein bisschen Empathie, den Willen, Dinge zu verstehen und nachzuvollziehen. Wichtig ist auch: Die Idee „Dinge erleben, verstehen und verarbeiten“ ist kein Universalfreischein alles zu machen, was man in seinem Weltbild für richtig hält. Und vor allem: Scheiße ist, wenn man beim „Dinge erleben, verstehen und verarbeiten“ die Kette schon nach „erleben“ abbricht. Verweilen ist nicht.

Nein, niemals das Leben anderer beurteilen, richtig?

Ich schäme mich fremd. Für meine ehemalige Mitbewohnerin und alle, die glauben dass das Leben ein Freizeitpark ist, indem die Neugier für eine Sache so kurzweilig ist.

Eigentlich ist das keine Neugier mehr. Es ist einfach nur gar nichts mehr. Nichts. Einfach nur Anschlag in den Mund, schön kotzen und sagen, ja, hat weh getan und so.

Ja, hat weh getan und so“. Danke für das Teilen von Aspekten, die auch du lieber Prototyp nie begriffen hast. Konsumieren und Begreifen. Ist wie mit Neil Postman und dem (Unterschichten-)Fernsehen, frei übersetzt: Das Leben mit künstlicher Neugier und dem Drang „Schnell, weg, schnell weg“ ist nicht für Idioten gemacht. Es erzeugt sie.

Unter den Ohrfeigenbaum mit der ganzen oberflächlichen Scheiße, ihren Anhängern und Akteuren.

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Comments ( 18 )

Die Fliege ist tot, oder warum Party genauso bayrisch is….

“Die Fliege ist tot” als Metapher. Wie wir unserem Gewissen folgen sollten um Zufriedenheit zu erlangen. Denn was ist feuchtiger als Zufriedenheit? Die Party ist erst over wenn wir gehen und was bleibt muss er anders aufräumen…….

--replyReply to this comment t00nfish added these pithy words on Jan 10 10 at 00:32

[...] Print(!)-Magazin geschaffen haben, Malte, der sich als Freelancer täglich behaupten muss, oder S, die sich mal eben entschlossen hat, eine Weltreise zu machen. Alleine die Energie, die durch diese [...]

--replyReply to this comment Machen - StyleSpion added these pithy words on Jan 12 10 at 14:35

[...] ich über Menschen schreibe, die sich exzessiv der Unkrontrollierbarkeit hingeben, die Gesetze der freien Zeit ins Reziproke stellen (und auch wie sie dies tun), dann ist das in [...]

--replyReply to this comment Bei allem, was man ist | dragstripGirl: this is heavy. added these pithy words on Jan 14 10 at 00:16

[...] So einen Text schreib ich jetzt auch MAN, nur noch schnell youtube, aaach, mach ich morgen dann. [...]

--replyReply to this comment ein liebesgedicht. lolzzz. « the radiant child added these pithy words on Jan 16 10 at 11:33

Vielleicht ist es vielmehr die Angst, sich zu lange an einer Sache aufzuhalten. Heutzutage, wo es doch die Möglichkeit gibt, so viele Sachen bis zum Anschlag in den Mund zu nehmen, da will man sich ja nicht entscheiden.

Das man dabei rücksichtlos und wie ein Panzer durch die Massen wütet und einen auf Pseudoaktion macht, so wie deine Mitbewohnerin – das dringt dann eventuell nicht mehr ins Bewusstsein durch.

Und jetzt stell ich mir die Frage, wie man das jemandem übel nehmen kann, der mit nichts außer einer Wegwerf- und FastFood-Mentalität erzogen wurde. Wieso nicht alles mit Ironie betrachten, wenn es einem zu schade ist, ernst und ohne Humor (!) durch’s Leben zu stampfen? Ich lese ja auch lieber Harry Potter und guck mit Sicherheit lieber Bauer Sucht Frau als mir jetzt irgendetwas mit “Bildung” durchzulesen (“Spiegel Online” zählt übrigens nicht zur Bildung).

Und, aber das hatten wir ja, das spiegelt sich dann auch in den Menschen wieder, mit denen man sich selbst umgibt. Ich weiß, wie ich ticke, und ich finde mich in vielen Dingen die du kritsierst wieder und greife mir selbst ein bisschen an die Backe, denk mir, oh fuck, erwischt. Was soll man machen, außer es sich immer und immer wieder ins Bewusstsein zu rufen? “Es ist nicht egal. Es ist nicht egal. Es ist nicht egal.”

Ich glaube, ich bin ein bisschem vom Thema abgekommen und habe das mal extrem abstrahiert. Aber ich denke, du würdest mich auch noch auf Klingonisch verstehen. qep’a!

S kommentierte am Jan 09 10 um 01:45 --replyReply to this comment

…ähm, darf ich irgendwo unterschreiben??danke.

caro kommentierte am Jan 09 10 um 07:37 --replyReply to this comment

Also ich habe ja nichtmal einen Fernseher…. ;-)

Daniel kommentierte am Jan 09 10 um 10:16 --replyReply to this comment

Unterstützen soziale Netzwerke eigentlich diesen Trend? Ich meine, es war wohl nie einfacher, Menschen auf Distanz zu halten und trotzdem involviert zu sein. Die glatte Oberflächlichkeit der Plattform zeigt kaum eine Regung. Das Ergebnis ist der ewig gut gelaunte Freund, den man mit nur einem Klick über Bord gehen lassen kann, wenn es nur einen triftigen Grund dafür gibt. In diesem Zusammenhang muss man eigentlich gar nicht mehr verstehen. Leben ist die Devise; Menschen die applaudieren und den Straßenrand säumen sind immer schnell gefunden. Die unbeantwortete Frage bleibt: Warum tendieren Menschen zu solch einem Lebensstil?

Christian kommentierte am Jan 09 10 um 11:17 --replyReply to this comment

Man muss die Kosten für eine Reise zu seinem “Adoptivkind” mal in Relation zu dem setzten was das Kind mit der Kohle alles bekommen könnte. Eigentlich ist solch eine Reise sehr Respektlos, aber man möchte ja auch selber was sehen und davon haben, oder?

Babel kommentierte am Jan 09 10 um 12:45 --replyReply to this comment

das ist die generation die von mama und papa alles in den allerwertesten gesteckt bekommen haben, ausser ne ordentliche erziehung. sie haben angefangen mit den gleichen leuten rumzuhängen. angefangen den spiegel nur mit nem gerollten geldscheinen zu betrachten. dinge von fremden in den mund zu nehmen. dann adoptieren sie einen kleinen thai-jungen um etwas selbstgerechtigkeit zu erfahren. eine gute tat. und so weiter. am ende scheissen sie drauf. die scheissen auf dich, auf mich. die scheissen auf so ziemlich alles ausser sich selbst. sie sind verloren. und vielleicht kommt ja doch der gute ritter, der sie befreit aus ihrem filmchen. wer weis. die hoffnung stirbt zuletzt und es gibt genug menschen mit helfersyndrom.

b+ kommentierte am Jan 09 10 um 13:14 --replyReply to this comment

Ich glaube es gibt weniges, was so befreiend ist wie die Akzeptanz, dass man in seinem Leben unmöglich “alles” getan haben kann, und die Einsicht, dass es nicht darum geht, ständig auf Achse zu sein und zu erleben, erleben, erleben, rumkommen und eine unglaubliche Nacht im Rausch zu verbringen, nur damit man später davon erzählen kann. Es geht darum, dass man das tut, was man gerne tut, und nicht das, was andere von dir erwarten, das du gerne tust. Diese Aussage “ich hab heute Lust, zu Hause zu bleiben, aber das geht nicht, ich war schon gestern und vorgestern zu Hause” ist so die Krankheit unserer Jugend. Immer dieser Druck, dass du erleben MUSST. Ich war auch mal so drauf, bis ich irgendwann dachte “shiat, du hast doch eigentlich garkeinen Bock hierdrauf”. Seitdem denk ich immer nach bevor ich entscheide, ob ich heute mal Erleben will oder vielleicht doch lieber Verarbeiten.

Johanna kommentierte am Jan 09 10 um 17:12 --replyReply to this comment

So tun (eine wo auch immer herrührende Vorstellung davon haben), als sei das Leben einfach und damit genau die eigenen Lebensspanne davon entfernt sein, zu kapieren, dass man damit genau richtig läge, könnte man es akzeptieren/glauben. Dieser Fehlzeit rennt man dann hinterher oder läuft vor ihr davon.

vehtoh kommentierte am Jan 10 10 um 12:35 --replyReply to this comment

tust du denn was für die kinder in thailand mit fliegen im gesicht?

tobsen23 kommentierte am Jan 11 10 um 02:13 --replyReply to this comment

@tobsen23

nein, tu ich nicht.

B kommentierte am Jan 11 10 um 08:57 --replyReply to this comment

@B: @tobsen23: Find ich interessant. Tut man nun etwas Gutes – egal wieso man es tut, es bleibt ja immer noch gut und hilft jemandem, der in Not ist – und klopft sich auf die Schulter, oder tut man es nicht, um sich eventuell ganz bewusst nicht dieser Schuldgefühlsbetäubung hinzugeben, die mit einer Spende einhergeht?

Frei nach dem Motto:

a) Wenn ich etwas spende, geht es einem anderen Menschen auf der Welt besser und ich kann vergessen, dass es auf der Welt scheisse ist, weil ich ja meinen Teil schon dazu beigetragen habe.

Oder

b) Ich spende nichts, nicht weil ich nicht kann oder will, sondern weil mir diese Geste nur noch mehr bewusst macht, wie sehr ich eigentlich nichts tue– und ich will mich nicht damit betäuben, und mir einreden, ich täte hier etwas Großes, obwohl es gar nicht so ist und die Welt trotzdem scheisse braucht.

Es gibt natürlich noch unzählige Varianten, wie man das auslegen kann. Es ist immer leichter, finanziell etwas beizutragen, als z.B. aktiv mitzuarbeiten. Überhaupt, wieso fällt es vielen so leicht, mal 5 Euro im Monat an einen armen Jungen zu geben, aber nicht mal für eine Stunde in der Nachbarschaft auszuhelfen?

Vielleicht, weil man dann die Verantwortung noch leichter in die Ferne schieben kann. Wenn man hier mithelfen würde, wäre das Elend ja auch wieder um die Ecke und man könnte nicht ausgelassen feiern gehen, so ganz verantwortungslos.

… ist natürlich alles nur zynische Spekulation. Ich sehe nichts schlimmes darin, aus irgendeinem Grund irgendjemandem zu helfen, egal wie egoistisch es erscheinen mag. Schlimm ist es, wenn man danach alles ausblendet, was einem im Weg steht. Aber ich glaube, das hast du schon gesagt, B.

(ich wollte Variante B übrigens nicht auf dich schieben, sollte nur ein Kontrast sein)

S kommentierte am Jan 11 10 um 19:26 --replyReply to this comment

Schön haben wir uns nun selbst einen geblasen (oder uns selbst geleckt) und fühlen uns nun besser als die ach so überaus undisziplinierte, gefühllose und auf monetäre Belange fixierte Jugend.
Wir sind besser!
Natürlich könnte sie mehr machen (also die ehemalige Mitbewohnering), aber macht sie nicht mehr als die Mehrheit der westlichen Menschen? Das sollte doch schon mal ein Lob verdienen. Wir wissen ja nicht was ihr alle so für gemeinnützige Arbeiten/Beiträge leistet, aber ehrlicherweise müssen wir uns eingestehen, dass wir nicht viel mehr bieten können.
Was soll der ganze Beitrag also?
Auf der einen Seite benützen wir alle ein Medium, das extrem schnelllebig ist, sein muss und wir freuen uns auch das es so schnell ist. Wir sind alle miteinander vernetzt und können innerhalb von Sekunden virtuell nach Japan reisen und dort mit (dem bösen) Google Earth durch Tokyos Grossstadtdschungel wandern.
Danach wundern wir uns, dass die Jugend genau so herauskommt, wie wir es vormachen. Wir wundern uns, dass sie von Information zu Information hasten, von Party zu Party, ja nichts verpassen, überall dabei sein, möglichst viele Facebookfreunde haben.
Die Kette Dinge erleben, verstehen und verarbeiten bricht beim erleben ab, zwangsweise. Es ist in dieser Gesellschaft nicht mehr nötig etwas zu verstehen. Wieso soll sich dann jemand die Mühe machen?

ROGERundPAUL kommentierte am Jan 12 10 um 22:35 --replyReply to this comment

@S & tobsen
Ich tue für die thailändischen Kinder nichts, weil ich für andere Dinge etwas tue. Aber selbst wenn ich das nicht tun würde, wäre das an sich egal, weil mir viele Probleme auf der Welt bewusst sind. Und S hat recht, wenn sie schreibt, dass man vor seiner Tür was machen kann und nicht am anderen Ende der Welt. Jeder wie er will.

Dieser Beitrag ist kein Angriff auf meine ehemalige Mitbewohnerin per se. Es wird etwas ganz anderes thematisiert.

B kommentierte am Jan 13 10 um 11:58 --replyReply to this comment

@ROGERundPAUL

Ich würde ja gerne auf deine Punkte eingehen, aber du schreibst:

Schön haben wir uns nun selbst einen geblasen (oder uns selbst geleckt) und fühlen uns nun besser als die ach so überaus undisziplinierte, gefühllose und auf monetäre Belange fixierte Jugend.

Das macht es mir schwer, angemessen auf deine Worte zu reagieren.

Dennoch sollte man versuchen einen anständigen direkten Dialog zu führen, aber du hast am Ende noch das hier geschrieben:

“Wir wundern uns, dass sie von Information zu Information hasten, von Party zu Party, ja nichts verpassen, überall dabei sein, möglichst viele Facebookfreunde haben.
Die Kette Dinge erleben, verstehen und verarbeiten bricht beim erleben ab, zwangsweise. Es ist in dieser Gesellschaft nicht mehr nötig etwas zu verstehen. Wieso soll sich dann jemand die Mühe machen?”

Du benutzt gerade das Medium Internet dazu, um ein Argument aufzubauen und das ist in diesem Falle extrem irreführend. Und vor allem die letzten beiden Sätze möchte ich nicht diskutieren, weil ich das für sinnlos halte. Nicht die Diskussion, sondern die Tatsache, dass man über die Notwendigkeit in einer Gesellschaft IRGENDETWAS zu verstehen, sprechen muss.

Vielleicht drückst du es noch mal in anderen Worten aus, dann kann ich auf deine inhaltlichen Aussagen auch noch mal eingehen, falls das überhaupt dein Wunsch war?

B kommentierte am Jan 13 10 um 12:07 --replyReply to this comment

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