Ich war im Kino und habe mir den Bushido-Film reingezogen, diese Tatsache alleine verdient es schon, von anwesenden erwachsenen Menschen  belächelt zu werden- so wie immer alles belächelt wird, was irgendwie aus dem Bild fällt, wenn man sich S-Bomb zu Gemüte führt. Leidenschaften werden zu Makeln und kleinen “Spleens”, über die man hinwegsehen kannt, weil das Kind ja Abitur hat und einer guten Stelle nachgeht und sich ohne große grammatikalische Probleme ausdrücken kann.

Die meisten vergessen, dass das nicht immer so war, und ich jahrelang auf einer schmalen Spur zwischen “Durchschnittliches Deutsches Mädchen” und “Kanacke” wanderte, bevor ich dann anfing, es selbst zu vergessen. Und heute merkt man erst, dass ich woanders her komme, wenn man mich wirklich kennt– oder wenn ich jemandem meinen Nachnamen buchstabieren muss.

Ich rede nicht gerne über meine Herkunft, weil es anstrengend ist. Es ist schon schwierig genug, andere Menschen in die richtigen Kategorien und Schubladen zu stecken. Vorurteile, so falsch sie manchmal sein mögen, machen das Leben bis zu einem bestimmten Grad effektiv einfacher, weil man nicht jedes Mal ein Verhaltensmuster zuordnen oder abrufen muss, sondern gelerntes anwendet. Ja, es ist faul und oberflächlich, aber man kommt eben nicht immer drumherum.

Wie ist das also erst, wenn man nicht mal sich selbst einordnen kann? Die Eltern geben einem gute und schlechte Dinge aus Kultur und Religion mit und stellen unmögliche Ansprüche an ein Leben, das woanders geführt wird. Die Freunde aus dem Gymnasium sind verwundert und distanzieren sich von dem fremden Wesen, dass den Knoblauch schon im Frühstück verzehrt, kein Schweinefleisch isst und ihre Eltern belügen muss, um auf eine Party zu gehen.

Die Freunde aus der Heimat wundern sich, dass man es bis ins Gymnasium geschafft hat, dass man den Slang nur hin- und wieder mal bedient und problemos ins Hochdeutsch wechseln kann und belächeln einen für die Schreibwut und die Träume, die man hat.

Irgendwo dazwischen kifft man sich die Birne mit Skatern weg, hängt mit Goths herum, prügelt sich mit marokkanischen Schlägerschlampen die härter zuschlagen als jeder Bodybuilder und schwänzt notorisch die Schule. Mutter will, dass man souverän bleibt und trotzdem früh heiratet und Kinder kriegt; Vater stellt einen riesigen Berg Erwartungsdruck vor, weil es “als Ausländer in Deutschland” nicht leicht ist.

Und ich fragte jahrelang: “Aber Papa, ich bin doch Deutsche?”

Und prinzipiell ist das auch so, immerhin sind die Eltern deutsche Staatsbürger, und immerhin besitze auch ich den deutschen Pass. Aber irgendwo, hinter dem Stapel Büchern im Regal, irgendwo da liegt auch verdreckt und verstaubt mein anderer Pass, der, der mir das Leben so schwer macht.

Ich gehe also ins Kino und schaue mir den Film von Bushido an, der jeden Filmliebhaber zum würgen bringt, und bleibe als Kind zwischen zwei Stühlen dabei hängen, frage mich: schaffen es Ausländer in Deutschland, jemals Deutsch zu sein, und wenn ja- wollen sie das dann auch?

Irgendwann hat das also geklappt, das Deutsch sein. Heute spricht mich der Dönermann nicht mehr auf türkisch an, obwohl ich “Mittlerer Osten” auf meine Stirn geschrieben habe. Keiner fragt mich nach “meiner Kultur”, wenn ich erwähne, dass meine Eltern woanders herkommen, ist das als ob ich nichts gesagt hätte. Es wird verschwiegen, weil ich eine Ausnahme zu sein scheine. Weil ich deutscher bin als alle anderen, die ich kenne, wenn wir über Klischees reden.

Meine Brüder sind Vorzeige-Kanacken, smart und charmant, aber gesellschaftlich irgendwo am Rande des Deutschen Erfolgsleitfadens. Irgendwo zwischen Loser und “sozialer Standard”, aber nicht sie selber halten sich dafür, sondern andere, Deutsche, “etablierte Menschen”, der wohlgeformte Durchschnitt- ich. Sie sind glücklich. Sie haben ihren Platz nie gesucht, sie haben ihn immer nur gefunden. Sie sind zufrieden in einer verrückten Welt zu sein, wo sie Menschen, die sie nicht respektieren, einfach ignorieren können- ohne sich anpassen zu müssen. Ich war es nicht.

Heute nennt mich meine Oma nur noch “die Deutsche”, weil ich natürlich nicht mit zwanzig geheiratet habe und weil ich von zu Hause ausgezogen bin. Sie meint es nicht böse, aber es tut weh. Ich habe irgendwann vergessen die Balance zu halten und mich unweigerlich für die bequemere Seite entschieden, meine Herkunft bis auf Oberflächliches verdrängt und es geschafft, mich genau in dieselbe Situation zu katapultieren- nur diesmal von der anderen Seite.

Ich weiß nicht, wie ich mir das selbst verzeihen soll.

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Comments ( 20 )

[...] dem Ausnehmen finanziell schlecht aufgestellter Menschen “verdient” hat, erzählt Sara lieber, wie sie zumindest der Film dazu gebracht hat, über ihre ausländischen Wurzeln [...]

--replyReply to this comment AMY&PINK » Lost in Blogs #12 - Der digitale Rückblick added these pithy words on Feb 07 10 at 18:24

weil ich jedes Wort nachvollziehen kann, und es sagen möchte, der Kommentar…

weil ich es aber ersteinmal an mich heranlassen muss und etwas sagen will, ersteinmal nur der Kommentar

- kommentierte am Feb 07 10 um 14:45 --replyReply to this comment

Ich weiß nicht, ob du es dir überhaupt verzeihen musst.

* Dein Glas ist für mich halb voll – nicht halb leer.

Ich habe neulich ein nette junge Frau kennengelernt, sie ist in einer ähnlichen Situation wie du sie hier beschreibst. Sie wirkte fresh und hatte eine Menge Plan vom Leben – Sie beschrieb mir Ziele, Sichtweisen, Erfahrungen die ich nicht hatte – ich blickte ihre Herkunft und das war super interessant.

Vielleicht sollte man weniger auf die ‚Erwartungen‘ anderer eingehen – egal aus welchem Lager sie kommen – und mehr sein eigenes persönliches ‚Glück‘ und die eigene Persönlichkeit leben.

Hört sich irgendwie zu einfach an – vielleicht ist es das auch ;-)

Malte kommentierte am Feb 07 10 um 15:04 --replyReply to this comment

Meine Keime wurzeln jenseits der ehemaligen Mauer, die man noch heute Ossiland schipfmt.
Zu meiner Verwunderung ist die Frage: Ossi oder Wessi noch heute praesent. Sicherlich eine
Generationsfrage, welche mit der naechsten hoffentlich aus den Koepfen verschwindet. Wobei
die Frage _East or West Germany_ internatational noch Jahre auftauchen wird. Es ist und bleibt
nun mal The History of Germany.
Als kleiner Ossi kannte man, zumindest ich, das internationaöe Volk nur aus dem TV, so man
sich mit dem schlechten Empfang des West Fernsehens abfinden und Augen zusammenzwinkernd
arangieren konnte.

Heute stehen meine Zelte im Prenzl. Berg und auch im Jetzt ist mein einzig auslaendischer
Kontakt eher westlicher Natur, naemlich zum Schwaben Volke. Bedauerlich, denn Berlin bietet wie keine andere
deutsche Stadt einem die Moeglichkeit, auch national andere Kulturen kennen zu lernen.
Nur wie so oft, bleibt es beim Wissen dieser Moeglichkeiten, und schoepft selbige nicht aus.
Somit kann ich Dein Denken nur in Ansaetzen nachempfinden. Eines teile ich aber mit Dir –
“Zeiten Ändern Dich” – unabhaengig jeglicher Herkunft ….

Pierro kommentierte am Feb 07 10 um 15:04 --replyReply to this comment

Die Frage “Ich weiß nicht, wie ich mir das selbst verzeihen soll” beschaeftigt mich gedanklich aber weiterhin …

Pierro kommentierte am Feb 07 10 um 15:08 --replyReply to this comment

Dass einen ein Bushido-Film zu solch bewegende Gedanken verhelfen kann, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Und obwohl ich Halbtürke bin, hatte ich solche Identitätskrisen, die meine Herkunft betreffen, eigentlich noch nie. Vielleicht gut so, vielleicht auch nicht.

Marcel kommentierte am Feb 07 10 um 15:09 --replyReply to this comment

@Marcel: alter, du bist halbtürke?
.. ich wusste doch, dass du kein echter bayer bist..

S kommentierte am Feb 07 10 um 15:11 --replyReply to this comment

@Marcel: … du hast deine Identitätskrisen wohl eher wegen »Bayern« :D

@S: @S: Der Spruch musste von dir kommen … hehe

Malte kommentierte am Feb 07 10 um 15:17 --replyReply to this comment

Den einzigen Anspruch den ich an “Ausländer” in Deutschland habe, ist die deutsche Sprache zu beherrschen, anzunehmen und zu nutzen. Ansonsten kann gerne jeder machen und tun was er will. Und dementsprechend auch sein eigentliches Ich hinter sich lassen. Warum nicht? Warum nicht der einfachere Weg? Stell dir doch die Frage auch so herum.

Toby kommentierte am Feb 07 10 um 15:43 --replyReply to this comment

Es ist halt einfach eine Gratwanderung zwischen dem Bewahren der eigenen Wurzeln, sofern man dies möchte, und der Anpassung an ein “anderes” Land. Du bist das lebende Beispiel dafür, dass Integration auch Schattenseiten haben kann. Ich kenne selbst Türken, die 1. bayerisch sprechen 2. Bier trinken und 3. Weihnachten feiern. Alle drei Sachen würde ich niemals (in Gedanken) von ihnen verlangen, aber irgendwie ist es verdammt cool.

Ich hoffe, dass du die Idenditätskrise irgendwie überwinden kannst. Sehe dich doch einfach als in die Gesellschaft integrierte “Kanackin”, wie du immer so schön sagst. Dann hast du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen ;-)

torschtl kommentierte am Feb 07 10 um 16:18 --replyReply to this comment

Marcel ist nen bayrischer Halbtürke?! WTF? Und du S. guckst dir freiwillig die Bushidogrütze an ? Oh fuck wer hat denn, den Emmerich in die Blogoshpäre gelassen. PS: Die Welt geht unter und wir werden alle sterben.

Thilo kommentierte am Feb 07 10 um 17:21 --replyReply to this comment

Man kann von Bushido halten was man will, man kann auch behaupten, dass der Film unterirdisch schlecht ist, aber er zeigt unterschwellig eine Thematik auf, womit viele selbst im Jahr 2010 immer noch nicht umgehen können: Akzeptanz und Toleranz. Und genau an diesem Punkt finde ich den Typ sehr sympathisch, denn mit eurer Intoleranz polarisiert er. Make money right in your face!

chris kommentierte am Feb 07 10 um 17:50 --replyReply to this comment

Das, was Marcel sagt. (Bis auf das mit dem Halbtürken. Bin leider nur normaler Norddeutscher. :))

Hab’ den Film auch gesehen und mal ‘was dazu geschrieben und möchte kurz drauf hinweisen, was ich sonst nie mache. Aber sonst schreib ich ja auch selten mal was Ernstes. :)

MC Winkel kommentierte am Feb 07 10 um 18:01 --replyReply to this comment

Ich glaube nicht, dass du dir etwas verzeihen musst. Dass du dich für die “bequemere Seite” entschieden hast, hört sich für mich nicht nach “Verrat” oder so an, sondern klingt einfach nur logisch. Letztendlich bestehen beide Lager doch nur aus Erwartungen, die an dich gestellt werden. Die einen hätten dich gern so. Die anderen genau andersrum. So lange du zu dem stehen kannst, was du tust und weißt, dass du im Moment genau so lebst, weil du im Großen und Ganzen in deiner bisherigen Lebensgestaltung so gehandelt hast, wie du nun mal handeln musstest, finde ich das mehr als okay. Ich glaube, dass deine Herkunft sowie das Leben, das du im Moment führst, sich nicht gegenseitig ausschließen müssen. Zwei Kulturen in sich zu vereinen, auch wenn sie noch so gegensätzlich sind, sehe ich als Bereicherung, etwas, das dich ausmacht und ohne das du nicht diejenige wärst, die du heute bist. Und obwohl ich dich nicht kenne (auch wenn einem ja das blöde Internet genau das immer vorgaukeln will, nur weil man mal ‘n paar Texte von ‘ner Person gelesen hat), glaube ich, dass du das bis jetzt ganz schön richtig gemacht hast. Schönen Dank für die Aufmerksamkeit :)

lia.R kommentierte am Feb 07 10 um 18:46 --replyReply to this comment

Hätte jetz definitiv nicht mit so vielen Comments dazu gerechnet… und versuche mal abschließend was dazu zu sagen:

1. Ich mag Bushido, nicht weil er ein toller Rapper ist, sondern weil er mit seinem Bild zur Diskussion anregt. Der Typ spielt eine Rolle, sein ganzes Leben, und verdient damit Geld. Es gibt Kids, denen gefällt das weil seine Prinzipien und so weiter mit deren Glauben einhergeht, was natürlich falsch ist. Aber Bushido ist nunmal für mich persönlich eine Kunstfigur mit lustigen Textpassagen und einer interessanten, in Deutschland sogar einmaligen PR. Ist der Typ dahinter, dieser Anis Ferchichi, dumm oder schlau — was weiß ich? Das interessiert mich nicht. Ich mag nur die Rolle. Genauso, wie ich ein Bild wegen dem Bild mag, und nicht, weil es Picasso gemalt hat (ich mag Picasso übrigens nicht, falls das zählt).

2. Mit “mir selbst verzeihen” meine ich nicht, dass ich so bin, wie ich bin; sondern dass ich mich dafür geschämt habe, andere Wurzeln zu haben und mich verstecken wollte um mir nicht mehr die hochgezogenen Augenbrauen geben zu müssen. Es war mir unangenehm, wenn meine Mutter mit mir im Supermarkt Arabisch geredet hat, es war mir peinlich zu erzählen, dass ich kein Schweinefleisch esse, weil ich Moslem bin (dazu an anderer Stelle irgendwann mal mehr). Mein Drang, irgendwo hin zu gehören, wo ich mich unsichtbar in die Masse einfügen kann, war größer- verständlich. Aber mittlerweile weiß ich, dass es mir nichts gebracht hat, und jetzt sitze ich da und versuche die Werte meiner Familie zu verstehen, um besser damit umzugehen. Wie eine Fremde.

3. Alter, Marcel ist Halbtürke. :D

S kommentierte am Feb 07 10 um 19:03 --replyReply to this comment

nochmal ein kurzer einwurf, all jene die hier wieder davon sprechen, was für eine bereicherung es ist 2 kulturen zu haben oder sich für den leichteren weg entschieden zu haben-
das ist es eben nicht.

es ist bloß ein wechsel der perspektive, in manchen punkten vielleicht angenehmer aber trotzdem ist man immer die mit den 2 kulturen, der emanzipierte moslem, die sich nicht unterdrückende frauen…

man bekommt anerkennung für dinge die normal sein sollten, und die von allen (und nicht nur der eigenen familie) als nicht normal wahr genommen werden…
sei es nun als moslem weihnachten feiern, als türkin einen freund haben oder als araber studieren

- kommentierte am Feb 07 10 um 22:51 --replyReply to this comment

.

Ich bin mir sicher, dass Du einige Werte deiner Familie und der Kultur, der Du versucht hast dich zu entfremden, im Laufe der Zeit wieder schätzen wirst, jedenfalls teilweise. These – Antithese – Synthese, und dazwischen zur Zeit wohl Prothese. Das heißt nicht zwangsläufig sie dann auch zu leben. Schätzen eben.

Und: “S-Bomb”, hey, das ist ne Skiweste mit integrierter Heizung. Was willst Du damit denn sagen? :D http://bit.ly/942Bbx

HecPac kommentierte am Feb 07 10 um 23:16 --replyReply to this comment

wtf ?!?

Du bist also nicht geworden, wie deine Familie sich das vorgestellt hat. Willkommen im Club! Kiffen, skaten, schwänzen und trotzdem damit durchkommen scheint mir jetzt auch kein migrantenspezifisches Problem zu sein, sondern eher eine Jugend an die man gern zurückdenkt.

Die Sache mit der Distanzierung ob der Fremdartigkeit, verstehe ich aber der Rest ist einfach das Leben. Ich garantiere dir: Eltern belügen um auf Partys zu gehen, ist ein absolut üblicher Weg in diesem Land :)

Dann die Frage deutsch oder nicht… es ist tatsächlich ziemlich lange her, das ich eine Frage änlicher Irrelevanz disskutiert habe. Es ist bloss ein verdammter Name fürs Ausland, damit sie einen Oberbegriff für Pünktlichkeit, das Oktoberfest und Hitler haben. Du hast ein Leben, Umfeld, Freunde… wenn du willst, gib dem ganzen einen Namen… welcher spielt keine Rolle.

Du wirst nicht mehr nach der Kultur deiner Eltern gefragt. Deinen konspirativen Vermutungen nach wird es gar ‘verschwiegen’. Betrachte doch einfach mal den anderen Part. Ich möchte mich mit dir unterhalten. Du scheinst interessant zu sein. Trittst du als als Mitglied einer anderen Kultur auf, frage ich dich natürlich danach. Immerhin gehört das zu deinem aktuellen Leben. Trist du aber als eine ‘von uns’ (diesem Kulturkreis angehörend) auf, ist die Frage nach den Wurzeln deiner Familie erst mal… naja unwichtig, weils für dein Leben keine sichtbare Auswirkung hat.

Der letzte Absatzt ist totaler Bullshit.
Wenn deine Oma dich als ‘die deutsche’ beschreibt, dann ist das erst einmal nichts weiter als die Wahrheit. Würde dich die damit möglicherweise implizierte emotionale Distanz schmerzen, verstünde ich das. Aber dir geht es um unerfüllte Erwartungen, denen du nie zugestimmt hast. Und wenn jemand unfähig ist sich darüber zu freuen das es dir gut geht und dir dein Leben gefällt, dann ist das wohl eher sein Problem, als deins. Du bist nicht primär für deren Glück verantwortlich.
Das selbe mit dieser Balance Geschichte. Gut, es gibt da diese zwei Kulturen mit ihren Werten, Erfahrungen und Ethiken. Wozu soll es gut sein die Balance zu halten? All diese Dinge sind kein Selbstzweck. Wenn sie dich nicht glücklich machen sind sie nutzlos. Du hast ein Leben das dir gefällt, also hast du offensichtlich das richtige getan. Da gibts mal gar nichts zu verzeihen.

Ein letztes: Sich gegen seine gesamte Familie aufzulehnen, sein eigenes Leben aufzubauen und dabei anzuecken, Leute vor den Kopf zu stossen und mit Traditionen zu brechen, das liebe S. ist nicht die bequeme Seite.

Daniel kommentierte am Feb 08 10 um 00:43 --replyReply to this comment

s erste mal auf deinen blog gestossen _ sehr interessant leiwand

franz kommentierte am Feb 08 10 um 22:08 --replyReply to this comment

du beschreibst es wunderbar. diesen kontrast, dass man eine heimat hat, sich aber nicht wirklich daheim fühlt. unsere eltern hatten eine andere heimat, sie haben andere vorstellungen. und wir, als ausländer-kinder, haben andere vorstellungen als die “ureinwohner” der länder in die uns das schicksal gebracht hat. ich werde nie österreicherin sein und ich werde nie richtig kroatin sein. genannt werde ich beides… wenn man es schafft sich für eine seite zu “entscheiden”, erleichtert es vieles. aber es ist eher so wie du oben geschrieben hast, man sitzt einfach zwischen zwei stühlen. und nur weil man hochdeutsch spricht gehört man lange nicht dazu…

sanja kommentierte am Feb 15 10 um 10:21 --replyReply to this comment

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