Dominator Festival 2013

Leider nicht so fleissig, wie ich gerne wäre (bezogen auf die Top 100). Wie machen wir das dieses Jahr eigentlich? Darf ich auch Songs reinbringen, die nicht 2013 veröffentlicht wurden, die dieses Jahr aber erst relevant für mich waren? Interessiert das eigentlich irgendjemanden, wenn die Songs älter sind? Wir sind immerhin nicht bei Pitchfork oder irgendeinem totalitären Magazin. Hier mache ich (hauptsächlich) die Regeln!

So oder so hat es mich in die Vergangenheit katapultiert, als man mir das Dominator 2013 Afterparty Video zeigte. Das Dominator Festival ist ein Hardcore Techno Festival, das vor allem in seiner Größe fasziniert. Man denkt, so überheblich wie man ist, man hätte in Berlin schon jegliche Berührungspunkte zu “neuen” oder “andersartigen” Subkulturen (gerade in der Musik) gehabt, aber dann kommt so eine ausgestorben geglaubte Nummer in den Niederlanden und zerfetzt jegliche Vorstellungskraft, die ich hatte.

(Lasst euch nicht die YouTube-Kommentare entgehen.)

Das Faszinierende ist ja auch die komplette kommerzielle Unterwanderung auch dieser Subkultur, die dann aber lässig an einem vorbeidriftet. No more! Ich gebe mich nun dem Hardcore-Techno hin. Im Vergleich zu dieser einschläfernden Watergate X Doku kann man hier ja auch noch ein bisschen Energie abholen. Die Leute wollen auf’s Maul, und sie machen das richtig überzeugend. Währenddessen schunkeln die Mainstream-Techno-Hörer in der Panoramabar völlig verketat zur Musik und denken sie sind was besonderes. HARDCORE TECHNO, it’s literally the old new Techno!

(Selbstverständlich disse ich an dieser Stelle nicht den konventionellen Techno. Ich finde es nur eben aufregend, wie sehr er dann doch in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, ganz im Vergleich zu Hardstyle oder Hardcore, was dann aber zugleich doch nicht nur marginal ist; sondern einfach nur nicht “cool”).

Zu diesem Anlass also mal wieder ein Klassiker, der auch im Video verwurstet wurde: Hardcore Vibes von Dune.

This article has 3 comments

  1. deo

    In Berlin wäre dann dafür zu vereinzelten VA´s das Subland am Ostkreuz und vllt das Lauschangriff die Anlaufstellen…

  2. dan moriarty

    diese menschen sind mir spontan doch sehr sympathisch. sie sind gelinde gesagt mehr oder weniger asozial, aber sie machen sich ganz ungeniert, selbstverständlich und nur für sich allein zum affen, lassen an all ihre niederen instinkte appelieren ohne krampfhafte rechtfertigungsversuche; während der sich-genauso-zum-affen-machende berghain-abschaum meint, hinter der tür beginne ein freiraum, eine einklave, ein geheimnis, ein vermeintliches gegenkonzept zum draußen, oder wie man sich das gerade zurechtreden mag.
    der nächste friseurbesuch wird boxerschnitt, dominator 2014 ich komme…
    d.moriarty

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