Feel My Bicep (Record Trailer)

Ich bin derzeit auf der wütenden Suche nach neuer Musik. Nicht nur, weil mein unersättliches Wesen immer das erste mit dem neuesten heißen Scheiss sein möchte – die Hipsterjahre sind vorbei – sondern weil ich ja bald, ahem, auflegen werde (“auflegen” und “wegziehen” sind die einzigen zwei Optionen, die nach vier Jahren Berlin noch zur Verfügung stehen). Und deshalb begegne ich gerade vielen verschiedenen Genres und Klängen. Ich werde sie allesamt ignorieren. Vor Publikum zu spielen bedeutet für mich, Mariah Carey und *NSync auf Repeat zu bringen. Ihr wisst, dass ich das tun werde. Es funktioniert immer.

Um euch auf diesen kollateralen Zusammenbruch der Coolness in Kreuzberg vorzubereiten möchte ich euch wie immer ab und zu meine Fundstücke nicht vorenthalten. Auch nicht die neu-alten, die zwar erst drei Sekunden online sind aber trotzdem schon über alle Blogs gingen. Ich werde sie hier gebührend ehren und ihr müsst es aussitzen. Mehr Informationen darüber, wann und wo ihr mich öffentlich für meine Pop-Party auslachen könnt, werdet ihr niemals erfahren und schon gar nicht jetzt.

Während ihr schon mal eure Schlagringe poliert möchte ich euch allerdings darauf hinweisen, dass Feel My Bicep eine unglaublich schöne Sache mit ihrer 80s Mucke veranstalten. Ich denke an flackernde Kinderzimmerlichter und die Kindergarten-Modenschau 1992, die ich natürlich nicht gewonnen habe. Das ist der Sound meiner pre-pubertären Jugend und ich finde es toll, dass den irgendjemand für mich greifbar aufarbeitet. Damals, das waren noch Zeiten. Da standen mir alle Clubs offen. Der Badminton-Club, der Karate-Club, der Reitclub, und so weiter. Und jetzt hat sich alles geändert. House-Nostalgie ist die beste Nostalgie.

Falls euch mein Enthusiasmus und Recherchedrang nicht genug ist solltet ihr einen Blick auf die einzigen anderen würdigen Premium-Ladies in diesem Internet werfen. Sie lernten einst, dass ich ihre Mutter bin. Um mich stolz zu machen haben sie Fähigkeiten entwickelt die meine schon längst übersteigen. Für afrikanisches Bambule und royally vergoldete Kevlarschutzwesten müsst ihr zum Einzelstück EZP an der Ecke Tabor/Bodega vorbei (bei 500 Facebook Likes hat sie übrigens Nacktbilder versprochen und ich garantiere dass der Anblick sich lohnt). Für ungesund gute Laune und ausschließlich chemischen Zusätzen geht zu Wenke, die eigentlich Shan-deeq heißen und in den Projects für Prügelei sorgen müsste.

Mehr Musikuration von mir gibt es auf DRECKSHITGIRLFACEBOOKMONGO.

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