Das Ding ist doch, dass nicht am Ende jeder Folge einer Serie sich das liebende Paar in überzogener Romantik über Berge und Täler und im regnerischem Sturm in die Arme läuft. Man muss immer so geduldig sein, die Spannung zu ertragen und die Geschichte auszuformulieren. Es gibt kein “sofort”, wenn man Unterhaltung will. Es gibt nur Staffelenden, die mit einem riesigen Cliffhanger antizipieren lassen, was als nächstes geschieht – nämlich in sechs Monaten oder in gar 12, wenn die nächsten Episoden abgedreht sind und endlich den Zuschauern vorgeführt werden können. Zeit und Liebe nähren sich voneinander, und genauso gehen beide Konzepte zu Grunde, wenn man ihnen eine Sache vorenthält. Was wir jetzt brauchen: mehr Zeit, um die Liebe zu vergessen. Was dann kommt: Liebe, die die Zeit vorbei rasen lässt. Lass uns die Akkus aufladen und den Platz für neue Geschichten schaffen, neue Folgen mit neuen Darstellern und Höhepunkten und Wendungen, die keiner erwartet hätte, weil die Writer mal wieder extrem verrückte Dinge geplant haben.

Auch wenn die Spannung uns fast zerreisst: wir müssen dran bleiben.

 

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