Seitdem ich in Berlin lebe, ist das Bloggen zu mehr als nur einer “fiktiven” Internetgeschichte außerhalb der realen Welt geworden; es ist ein Kommunikationsmittel, welches mir ermöglicht hat, viele meiner jetzt besten Freunde kennen zu lernen und ein fantastisches Werkzeug um Kontakte zu finden, die einen im Leben weiterbringen. Selbstverständlich liegt das an der Größe von Berlin, hier findet man eben viel mehr Blogger (und auch Leser), als in einem kleinen hessischen Städtchen.

Ich lese auch viele Blogs, aber manchmal lerne ich eben auch Leute kennen, die wissen, wer ich bin, selbst aber gar nicht “öffentlich” im Internet erscheinen. Das irritiert mich. Ich lese nicht jeden Tweet, und manchmal fragen mich Follower, ob ich da und dort sein werde, weil sie auch hin gehen, und ob man nicht einen Kaffee trinken gehen möchte. Huch, ja, gerne… aber ich habe keine Ahnung, wer du bist. Die Zeiten haben sich geändert und nicht jeder ist ein Psychopath, klar, aber ich bleibe trotzdem immer sehr skeptisch: was willst du von mir? Ich weiß doch nicht mal.. hast du denn einen Blog, damit ich mal nachlesen kann, und so?

Meine regelmäßigen E-Mail Kontakte und Kommentatoren kann ich irgendwie schon zuordnen, aber es bleibt immer dabei: ihr kennt mich, aber ich habe keine Ahnung, wer ihr seid. Daher möchte ich euch auffordern, mir zu helfen. Ich will wissen, wer mich kennt. Ich will wissen, wer ihr seid. Ich will Geschichten lesen. Ich will wissen, wie alt ihr seid, wo ihr lebt, wie ihr heisst, was ihr gerne macht, wer eure Lieblingsmusiker sind, wohin ihr geht, was eure Pläne sind, warum ihr das überhaupt lest, was euch inspiriert, was auch stresst, egal was. Ob ihr einen Blog habt oder nicht, ich bin an jedem interessiert, der sich die zwei Minuten in der Woche nimmt, um irgendwie an meinem Leben teilzuhaben. Ich weiß, wie viele Leser ich habe — und das sind durchaus mehr als drei – aber ich verstehe auch, dass das eine ätzende Aufgabe ist, sich selbst preiszugeben. Aber vielleicht habt ihr doch ein bisschen Lust darauf. Ihr könnt in den Kommentaren schreiben oder auch eine E-Mail schicken. Egal was. Ich will es wirklich wissen.

Aber ich will es nicht dabei belassen. Ihr sollt einen (guten) Grund haben, das zu tun. Ich möchte für jeden Kommentar (oder E-Mail) einen Euro an Reporter ohne Grenzen spenden (ich werde zwar sowieso spenden, aber ihr könnt den Wert sozusagen erheblich verbessern). ((Weil ich nicht unendlich reich bin, werde ich es folgendermaßen machen: bleiben die Kommentare unter 100 Stück, werde ich den Gesamtbetrag spenden. Wenn es nicht mindestens 20 Kommentare gibt, spende ich trotzdem 20. Wenn es mehr werden als 100, werde ich jeden Monat für die nächsten drei Jahre 20 Euro spenden. Und die Quittung kriegt ihr selbstverständlich auch.))

Erzählt mir eure Geschichte und tut was Gutes damit. Ich freue mich darauf. Ihr habt eine Woche Zeit.

This article has 65 comments

  1. madeleine

    das fühlt sich an wie so ein Treffen von anonymen alkoholikern;)
    aber ich mach gerne mit: ich heiße madeleine und bin mehr oder weniger 16, ein bisschen anders als manche im kopf, ein bisschen reifer, ich bin an Sachen gewachsen, die hoffentlich nicht vielen (mädchen) auf dieser welt passieren.
    deinen blog kenne ich seit genau 10min, habe ih irgnedwo verlinkt gesehen und hab gedacht ‘wow, musste dir mal anschauen, das ‘inspirationsbild’ ist ja der hammer.’ so, jetzt bin ích hier und schreib ein kommentar, weil ich will dass du viel viel geld spendest;)
    bloggen tu ich auch, allerdings nichts was mit mode&photographie zu tun hat, zumidnest nicht hauptsächlich und um ganz ehrlich zu sein (internet sei dank, hier bin ich nur irgnedeine madeleine aus deutschland) bin ihc essgestört und bin im moment nur auf der suche nach neuen bildern, damit ich jetzt nicht gleich in die küche renne, sachen in mich hineinstopfe und schlußendlich ganz wo anders lande…
    langsam weiß ich nicht mehr was ich schreiben soll, einfach noch 5 komischer infos über mich und dann passt das;)
    - ich kann nicht vor anderen leuten reden, weil ich immer fürchterlich rot werde
    - ich bin lieber in der natur mit meinem pferd für mich alleine und mache photos als in die disko zu gehen
    - ich lese gerne bücher und halte mich für ein wenig gebildet
    - ich habe keine probleme damit, diskusssionen über gott und die welt zu führen, ich mach es sogar gerne. und ich liebe es fremde städte zu entdecken. jedes jahr nach italien zu fahren, no way.
    - ich hasse wale, ich hab einfach angst vor allem was tief unten im meer ist. jetzt mache ich angstbewältigung und gehe wöchentlich schiwmmen..:D
    alles in allem bin ich sehr untypisch für ein blondes, 16jähriges mädchen:)

  2. Schmalhans

    23 Jahre alt, residiere im schönen Konstanz am Bodensee und studiere dort was mit Medien(wissenschaft). Gefunden habe ich dich vor nich ganz einem Jahr über das Vice Content Netzwerk; genau zwischen den ebenfalls empfehlenswerten Menschen von “Diskursdisko” und “Dressed Like Machines”.
    Erst gabs nur sporadisch Klicks von mir, dann hat mich die Hassschrift/Flucht aus Berlin und die Weltreise dabei gehalten! Es gab nette Fotos und vor allem immer gute Musik (Ich bin von Herzen dankbar für “Dirty Gold”!!!!).
    Man könnte mich jetzt Stammleser nennen. Das virtuelle Ich findet man auf meinem kleinen Tumble-Blog Schmalhans, da gibt’s viel WTF-haltiges, Retrozeugs, Skatesachen…
    Das richtige Ich schreibt über und hört viel Musik, außerdem bin ich (bald wieder) passionierter Filmvorführer und -gucker. Ich wünschte, ich würde öfter Gesundes kochen und mehr (richtigen) Sport machen, laufen und so, aber…nee skaten und Kneipensport reichen. Außerdem verplempere ich gern Zeit im Internet und habe ein Faible für Dr.Pepper-Cola, also leckt mich ihr bösen Gedanken! Das klingt jetzt nach fettem Internet-Nerd, der ich gar nicht bin. Weder fett, noch Nerd, aber Internet stimmt.

  3. Zimtgruen

    Guten Abend Sara,
    hier ein weiteres Mensch-Sein: Ich heiße Pauline, bin 21, wohne in Berlin. Aufgewachsen bin ich in Nürnberg und geboren in Wien, aber nachdem dann irgendwann nach dem Abi alle Freunde irgendwo anders waren und mein damaliger Freund nach Australien gegangen ist, bin ich vor einem Jahr dann einfach bei meinen Eltern ausgezogen und nach Berlin gegangen. Dort hab ich mir eine Arbeit als Kellnerin gesucht und einfach mal die Zeit genossen. Inzwischen ist das mit der Zeit weniger geworden. Ich studiere jetzt Landschaftsarchitektur und in dem Restaurant arbeite ich auch immer noch. Berlin genieße ich trotzdem noch. Ja im Winter ist es einfach zu kalt und zu grau dort, aber Bahn fahren macht auch dann noch Spaß, und jetzt entdecke ich die Stadt auf dem Fahrrad wieder neu. Jede Straße, jeder Ort, den ich neu entdecke, finde ich faszinierend. Ich finde es aufregend an Orten zu sein, an denen ich vorher noch nie war und wenn es die Straße ums Eck ist.
    Wie genau ich auf deinen Blog gekommen bin, weiß ich nicht mehr, irgendwo warst du verlinkt. Seitdem les ich deine Einträge. Mir gefällt deine Sprache, mich zieht der Inhalt an.
    Einen Blog hab ich selber auch, zusammen mit meiner Website. Aber ich habe in letzter Zeit eher weniger dran gemacht. Vor allem die Website muss dringend wieder aktualisiert werden. Und über die Website ist wahrscheinlich auch klar, was ich gerne mache: Fotografieren…..und außerdem Fahrrad fahren, schwimmen…..etc……Sein.
    Aber ich hab all das in letzter Zeit so selten gemacht, ja gut studieren macht sich auch nicht von allein, aber trotzdem. Dieses Jahr soll spontaner werden, ich möchte die Dinge mehr einfach so machen, nicht lange darüber nachdenken ob und wie und warum, sondern einfach tun. So oft hat man/hab ich Lust etwas Bestimmtes zu tun, aber ich machs dann nicht, das stört….und es macht glücklich, wenn man die Dinge einfach macht….so wie jetzt einfach mal hier antworten =) Ich hab dir noch nie einen Kommentar geschrieben, wahrscheinlich, weil ich deine Texte immer erstmal wirken lassen musste und dann nicht ausdrücken konnte, was ich empfand….
    Was ich hauptsächlich gemacht habe im letzten Jahr (neben arbeiten und studieren) war mit mir selbst glücklich zu werden und glücklich zu sein, Berlin hat mir irgendwo dabei geholfen!

    Ich wünsch Dir einen schönen Abend und danke für die Möglichkeit =D

  4. Bockdrauf

    hey!
    24 jahre, student – wirtschaftsingenieurwesen in KL, aufgewachsen in Köln.
    in welchem blogroll ich dich jetzt gefunden habe weiß ich nicht mehr, aber es war der name der den finger zucken ließ. Ist auch schon einige Zeit und her, aber seitdem hab ich den blog echt lieben gelernt. die schreibe; die art; die ehrlichkeit;die themen. endlich mal kein blog in den nur gedankenlos trashige bilder aneinander gereiht werden. unter anderem die Kategorie restrealität hat früher für mich immer zu einem der highlights gehört – schade, die es nicht überlebt hat. ich bin ein absoluter musikfetischist, deswegen feier ich deine musikpostings auch jedesmal ab, einfach einen derben musikgeschmack. danke dafür. statt mich vorzustellen hab ich jetzt eine lobeshymne losgetreten, aber seid all der zeit musste das gesagt werden. ok wieder zu mir. mein größte leidenschaft ist das windsurfen, damit verbunden natürlich auch das reisen. mein vw-bus hat schon so den einen oder anderen kilometer hinter sich gelassen. für mich gibt es nichts schöneres als über die sommermonate von spot zu spot zu tingeln. leider wird es in diesem jahr aufgrund von finanziellem ruin und endphase des studiums nur ein 2 wochen trip nach griechenland drin sein. und da wären wir schon beim leidigen thema – studium. 2 semester noch dann bin ich fertig. beste berufsaussichten und hohe bezahlung, aber die vorstellung den job die nächsten jahre meines lebens zu machen fuckt mich nur ab. ich suche gerade verzweifelt nach einem plan b, nach irgendeinem notausgang. und ich bin mir sicher den werde ich finden. irgend etwas was mich erfüllt, was bedeutung hat und ich glücklich mit werden kann. auf viele weitere jahre dieses grandiosen blog. peace.

    1. Bockdrauf

      hey!
      24 jahre, student – wirtschaftsingenieurwesen in kl, aufgewachsen in köln.
      in welchem blogroll ich dich jetzt gefunden habe weiß ich nicht mehr, aber es war der name der den finger zucken ließ. ist auch schon einige zeit und her, aber seitdem hab ich den blog echt lieben gelernt. die schreibe; die art; die ehrlichkeit;die themen. endlich mal kein blog in den nur gedankenlos trashige bilder aneinander gereiht werden. unter anderem die kategorie restrealität hat früher für mich immer zu einem der highlights gehört – schade, dass die es nicht überlebt hat. ich bin ein absoluter musikfetischist, deswegen feier ich deine musikpostings auch jedesmal ab, einfach einen derben musikgeschmack. danke dafür. statt mich vorzustellen hab ich jetzt eine lobeshymne losgetreten, aber seit all der zeit musste das gesagt werden. ok wieder zu mir. meine größte leidenschaft ist das windsurfen, damit verbunden natürlich auch das reisen. mein vw-bus hat schon so den einen oder anderen kilometer hinter sich gelassen. für mich gibt es nichts schöneres als über die sommermonate von spot zu spot zu tingeln. leider wird es in diesem jahr aufgrund von finanziellem ruin und endphase des studiums nur ein 2 wochen trip nach griechenland; und da wären wir schon beim leidigen thema – studium. 2 semester noch dann bin ich fertig. beste berufsaussichten und hohe bezahlung, aber die vorstellung den job die nächsten jahre meines lebens zu machen fuckt mich nur ab. ich suche gerade verzweifelt nach einem plan b, nach irgendeinem notausgang. und ich bin mir sicher den werde ich finden. irgend etwas was mich erfüllt, was bedeutung hat und ich glücklich mit werden kann. auf viele weitere jahre dieses grandiosen blogs. peace

  5. Nicolas Arnold

    gute aktion – mich hat vor einiger zeit das eine oder andere mal ein ähnliches gefühl beschlichen. und noch viel mehr, als mich völlig fremde meschen bei twitter anschrieben, ob ich denn nicht mit meiner damaligen freundin — einer zu jener zeit wie heute paradetypischen berliner digital native generation-z bloggerin — auch heute abend da und dort hinkommen wolle. zum get together. ziemlich befremdlich. ich bin aber auch nicht darauf gekommen, meine leser direkt anzusprechen – ich habe blog und twitter den laufpass gegeben! was heute übrig geblieben ist, ist mein vollkommen unregelmäßig geführter image post blog. vorher hatte ich einen relativ lebhaften und überraschend gut besuchten designblog, dann ist alles ein bißchen aus dem ruder gelaufen und mir wurde klar, dass ich und post privacy eher nicht so freunde werden sollten und mir wurde alles ganz schnell ganz peinlich.

    ich hab deinen blog im rss reader. manchmal lese ich die posts, manchmal nicht. manchmal freue ich mich, wenn du “mehr” schreibst, als “nur” über koks, bindungsängste und wie wahnsinnig geil berlin ist. neulich gab es so einen post. es ging um freunde.

    ich schau dir gern zu, oft aber auch, um wieder zu wissen, warum ich das nicht mehr mache. mich “zur schau” stellen. das ist wertvoll und ich will das in keinem fall als angriff verstanden wissen. im gegenteil. du trägst unter anderem dazu bei, dass menschen sich beim lesen deines blogs “verorten”. noch so ein generation-z terminus. nicht selten geht mein gefühl beim lesen deines blogs sogar soweit, dass ich denke “och mann, die sara. vielleicht braucht sie ja mal eine ganz dicke, von herzen kommende umarmung und einen kaffee an der nordsee.”. ich ahne, dass du dich möglicherweise extrem mißverstanden fühlst. nichtsdestotrotz: das ist, was ich denke, wenn ich bei dir lese. und ich halte das für ein verhältnismäßig differenziertes empfinden.

    dazu kommt, dass ich das bedürnis hatte, dich wissen zu lassen, dass nicht nur so mongos wie “jan”, kommentarschreiber nr. 5 hier hin und wieder rumhängen. vielleicht war die angst vor genau solchen leuten der grund, warum ich bei meinem blog nie den aufruf nach transparenz gestartet hab. die verklärte vorstellung einer schlauen, emphatischen, taktvollen, gewitzten und interessierten leserschaft war schlicht zu verlockend.

    1. ju

      “…und mir wurde alles ganz schnell ganz peinlich.”
      den satz fand ich jetzt ziemlich gut.

  6. Denise

    20, aus Wuppertal. Arbeite in einer Grundschule und lebe momentan irgendwie nur für das Wochenende. Ich habe quasi ein Doppelleben. In der Woche bin ich verantwortungsbewusst und am Wochenende lasse ich meine ganze Wut auf den Alltagstrott auf der Tanzfläche aus. Ich höre zu 90% electronische Musik (minimal und dubstep so gut wie jeden Tag). Ich liebe Amy & Pink und ich nehme mir bevorzugt sonntags Zeit für A&P und auch deinen Blog. Ich bleibe bei meinem Bilderblog, wenn ich vorhabe zu schreiben, dann fällt mir nichts mehr ein, … Ich bin verknallt in einen Typen, der jeden Morgen mit mir Bus fährt. Aber wenn ich ihn dann sehe, fühle ich mich wieder wie 15 und trau mich kaum ihn anzusehen. Außerdem nimmt mich die Japan-Tragödie richtig mit, ich habe grad ein paar Bilderstrecken gesehen und musste weinen. Außerdem macht mir der bevorstehende GAU verdammt viel Angst.

  7. Esel

    Hey, ich bin 21, heiße Sarah-Lina und kam hier her durch Amy&Pink.
    habe vor 2 jahren abi gemacht, danach war ich in australien, wieder zuhause, dann in indien, thailand malaysia und so weiter. bin seit januar wieder in deutschland, und ja, ich denke du weißt ja wie das ist.
    ich glaube ich lese deinen blog, weil ich mich mit dir identifizieren kann, weil jedes leben spannend ist, wenn man es spannend macht. sogar wenn man gerade mal wieder von den geilsten monaten seines lebens, in tropischen gefilden, wieder zurück ins scheißkalte graue deutschland kommt, wo sich irgendwie einfach nie etwas ändert. nur man selbst.
    wahrscheinlich fange ich an dieses jahr zu studieren, in berlin. bis dahin kellner ich, in nem industriekaff in NRW und wohne wieder bei meinen eltern.
    und ausserdem kann ich den sommer nicht erwarten!

  8. JeriC

    Hallo. Ich lese diesen Blog eher selten (aber immer wieder sehr gerne) bzw im Moment generell sehr wenig Blogs, weil ich seit kurzem arbeite.
    Also. Es gibt wenige Dinge, die ich gut kann, eines davon ist Selbstdarstellung. Ich weiß, dieser Comment ist zu spät, aber das macht nichts.
    Ich bin JeriC, der Spitzname geht zurück auf eine Klassenfahrt, eigentlich heiße ich Jan Eric. Ich bin 24 Jahre alt und halte mich für eher spätreif. Ich wuchs in einem 300-Leute-Kaff im Sauerland auf, in dem mein einziger Freund ein noch größerer Stubenhocker war als ich (und natürlich mein C64), träume von Berlin seit ich das erste Mal dort war, schaffte es aber ob meiner Lethargie noch nicht dorthin, machte aber Fortschritte und zog immerhin in eine Kleinstadt mit ein paar tausend Einwohnern, in der ich mittlerweile nach 2 Jahren so viele Freunde habe, wie ich es nie für möglich gehalten hätte (Was mir auch ein wenig Ego gibt, etwas, woran es bei mir oft mangelt). Früher, als meine Klassenkameraden alle anfingen, ‘Charts’ zu hören, begann ich, Neue Deutsche Welle zu hören, eine Nonkonformität, die – zusätzlich zu meinem ADHS – dazu führte, dass meine Beliebtheit in der Klasse nicht unbedingt wuchs, im Gegenteil, ich war als Mobbingopfer an der ganzen Schule bekannt.
    Meine erste Freundin hatte ich in einem Alter, in dem mein Vater schon fast mein Vater war – mit 21.
    Deinen Blog fand ich irgendwann mal zufällig, ich weiß gar nicht mehr, wie die URL war (Irgendwas mit Rave, ich weiß noch, dass am Rand ein original Sony-Walkman abgebildet war, ein Sony TPS-L2 (alte Unterhaltungselektronik finde ich irgendwie interessant). Ich las es gelegentlich und auch sehr gerne, auch wenn ich dich beneidete, warst (bist) du doch jünger als ich, schriebst aber so viele Dinge einer Jugend, die ich nie erlebt habe – und auch über sexuelle Ausschweifungen, etwas, von dem ich damals nur träumte (ich bezweifele, dass auch mein heutiges – ohne frage meinem damaligen gegenüber weiterentwickeltes – Ich mit deinen damaligen Geschichten mithalten kann, doch mache ich mir keine Gedanken mehr darum bzw stört es mich nicht mehr wirklich. Ich beneide dich nur noch um dein Talent, zu Schreiben. Und dafür, dass du es im Gegensatz zu mir schafftest, meinen Traum zu leben, also aus der Provinz nach Berlin zu ziehen).
    Ich bloche auch, allerdings in letzter Zeit kaum noch. Und ich fragte dich vor deiner Weltreise mal, ob man sich mal treffen könne, wenn ich in Berlin bin (Was ich bis dato leider nicht war, wobei ich das leider nicht auf das Treffen beziehe, sondern darauf, dass ich nun schon verdammt lange nicht mehr in Berlin war)
    So, das reicht, ich habe das jetzt so in die Tastatur gehämmert und werde es nun auch nicht mehr Korrektur lesen, sonst verhasple ich mich wieder in Details oder bin unzufrieden mit dem Ganzem und verwerfe diesen Text.

  9. Pingback: Reporters Sans Frontieres | dragstripgirl

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