Am Ende seines Lebens sammelt man die Tage, an die man sich erinnern kann. Wie viele sind das? Sind das die zehn, die zwanzig, die zwanzigtausend wichtigsten? Wie ist das, wenn ich mich heute schon nicht mehr an gestern erinnern kann? Wenn keine Mission, keine Bedeutung und kein Ziel da sind, die einen anleiten und jeden Tag zu einem wichtigen Tag machen?

Wenn alles im Durchschnitt versinkt und zu einer Brühe der Nichtbedeutung zersuppt. Also, wie viel wert hat ein Leben, das einfach nur vorbeizieht. Muss das so sein – ist es genau richtig so? – oder ist das völlig falsch? Muss jeder Tag tatsächlich mit 10 von 10 Punkten enden? Muss man am Ende seines Lebens Schwierigkeiten haben, die besten Tage von den schlechtesten Tagen zu unterscheiden, weil jeder Tag eigentlich ein Highlight war?

Wie dieser Song, den ich schon morgen vergessen werde, weil dann schon ein anderer seinen Platz einnimmt.

This article has 2 comments

  1. Jane

    Ich unterhielt mich vor ein paar Tagen mit einem Ehepaar, beide kurz vor der Rente. Sie behaupteten, es sei lediglich eine romantische Vorstellung, dass man im Alter von den Erinnerungen zehre. “Es zählt das Hier und Jetzt”.

    Unser Dauer-Dilemma dann also.

Comments are closed.