N2Gether Now

Shut The Fuck Up. Limp Bizkit, posen, blenden, Skate Parks, mit Headphones am Coolsten durch die Straßen laufen (im kleinen Dorf, versteht sich), und sich über diese Wörter freuen, die man gar nicht sagen durfte (wegen den Eltern und so). Musik, die von der eigenen Generation geprägt wurde. Ein erster Schritt Richtung Erwachsensein. Ein Step. Beats. Smoke. Hoodies. Tips. Pizza. Der Bass im ersten Auto (wobei, das kam so unendlich viel später, eigentlich waren es die Autos von den älteren Kernasi-Freunden, die man sich angelacht hatte, um DRIN zu sein).

Und dann die Spiele, die wir damals gezockt haben – Dimensionen und Welten der unendlichen Langweile haben wir durchbrochen – Snake, Pacman, Minesweeper – auf dem Klo haben wir unsere eigenen Rekorde gebrochen und für anhaltende Probleme mit Hämorrhoiden gesorgt.

Ich habe diesen Song einfach so abgöttisch geliebt. So oft mit dem Kopf dazu genickt. Mit meinem klobigen Skaterschuhen und der ausgeleierten BRAUNEN CORD HOSE (!!!), und dem Edding in der Hand, und den aufgemalten Körpertattoos, die dann in der Sonne auf der Haut geschmolzen sind. Einfach nur Asi-Feierei. Morgens an der Trinkhalle Besoffene ärgern. Ich habe mich so bad ass gefühlt. Wenn ich so ein Kid heute sehe, dann überlege ich immer hin zu gehen und zu fragen, ob er schon mal ein Foto von seiner Coolness gemacht hat- man muss es eigentlich aufheben, und sich immer an diese fantastisch-düster-distanziert-kalte und gleichzeitig so zerbrechliche Zeit erinnern. Und außerdem würde ich gerne wissen, was da für ein Sound aus seinen Ohren dröhnt, und schlage ihn zusammen, weil cool sein heute wohl irgendwas mit Revolverheld zu tun hat, und das kann ich nicht tolerieren, da muss ich einfach dick drauf schlagen. Und dafür zieh ich mir auch gerne wieder die hässlich-traumatisierenden Cordhosen und die Buffallo-Plateau-Absätze an.

Fred Durst ist aber auch einfach so ein behinderter Vollspast, wenn man den nicht zum Vorbild hatte, dann weiß ich auch nicht. Aber ‘ne schöne Jugend war das dann nicht.

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9 Comments

  1. Posted August 6, 2010 at 11:36 | Permalink

    du freak. auf bald.
    herzen und so.

  2. Posted August 6, 2010 at 11:47 | Permalink

    Ich fand Limp Bizkit scheisse. Faith war cool, hör ich heute auch noch gerne, aber ist ja auch ein Song, den sie nicht selbst geschrieben haben. Nee, da gabs andere, zu denen wir gelauscht und im Takt mitgewippt haben, während wir auf dem Asphalt lagen und warteten, dass die Platzwunde, die wir uns irgendwie beim Skaten zugezogen haben, endlich aufhört zu bluten.

  3. S
    Posted August 6, 2010 at 11:49 | Permalink

    @Jeriko: Ja gut man muss aber dazu sagen dass ich damals 13 war und du so ganz alt warst. Natürlich war Limp Bizkit Scheisse. :D

  4. wenke
    Posted August 6, 2010 at 13:05 | Permalink

    @Jeriko: ha du und skaten. damn mein hirn hat gar keine bilder für diese famose behauptung. egal, auf limp bizkit geschissen. ich sag nur method man. that´s it!

  5. Posted August 7, 2010 at 15:23 | Permalink

    Das beste an dem song ist method man.

    Geiler Text, ich bin so geblieben.

  6. Posted August 7, 2010 at 16:18 | Permalink

    Jaaaaaa! Limp Bizkit und Baggys. Meine Jugend!!!

  7. Posted August 8, 2010 at 00:11 | Permalink

    same here.
    großartiges album.
    wie man sich selbst in 10 jahren verändert.. mehr man selbst ist und nicht versucht etwas zu sein bzw. es unbedingt durch das auftreten äußern muss

  8. Posted August 8, 2010 at 12:39 | Permalink

    3ter september in stuttgart. freu mich so :D

  9. Posted August 8, 2010 at 17:09 | Permalink

    “weil cool sein heute wohl irgendwas mit Revolverheld zu tun hat, und das kann ich nicht tolerieren, da muss ich einfach dick drauf schlagen.” !! so true! Dieser Satz ist wunderschön ;-)