Dass Jenji Kohan noch mal mit einem Rundumschlag alles kaputt macht, was die von Männern dominierte Frauenwelt herzugeben hat, wundert mich nicht: wenn eine Frau in der amerikanischen Serienlandschaft mit all den Unzulänglichkeiten aufräumen kann, dann ist sie es. Auf die wunderbarste, absurdeste Art und Weise versteht sich und ganz so, wie wir es von Weeds gewohnt waren (bis auf die 7. Staffel, die mich traumatisiert hat). Frauen in der Hauptrolle, Frauen als Chefs, Frauen als Kommandeure, als Schwächlinge… man stellt sich die übliche Serie vor und ersetzt einfach alle männlichen Rollen mit Frauen und schon sind die Horizonte um einiges erweitert. Hach, Frauen.

Bei Orange Is The New Black – dem viel besseren Frauenknast-Format, das exklusiv auf Netflix läuft – ist die Rollenverteilung jedenfalls fantastisch abgelaufen, die Wahl der Schauspielerinnen perfekt und selbst Jason Biggs, den man nur von seinen Apfelkuchenvergewaltigungen kennt, passt irgendwie in das Casting rein. Wenn jemand wie ich – jemand, der sich offensichtlich in Arrested Development verliebt hat und keine Serie in Sachen Humor größer schätzt – also das semi-dramatische Erlebnis im Knast abfeiert wie ein Feuerwerk am Himmel der TV-Sendungen, sollte das für euch die größte Empfehlung des Jahres sein. Weil es leider nur eine Staffel gibt, empfehle ich zusätzlich auch die Dosis der Binge Watching Sessions einzugrenzen und eine Folge pro Woche zu genießen, sonst ist man schnell entzügig. Trust me, bro.

Für das absolute Kontrastprogramm laufen aber auch wieder neue Folgen der Macho-Anwaltsserie Suits. Just sayin’.

 

 

This article has 1 comments

  1. juri

    Definitiv empfehlenswert, auch wenn Jason Biggs meiner Meinung nach der langweiligste, wenn nicht sogar nervige Teil der Serie gewesen ist.

    Bleibt hängen.

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