Pyramids // Frank Ocean

The way you say my name
makes me feel like I’m that nigga
but I’m still unemployed

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20 YEARS OVERKILL x NIKE FAVES

Die Mutter meines Crackdealers feiert heute Geburtstag und lädt zu einer ordentlichen Orgie ein. Im Café Wendel inmitten der touristischen Hochburgs Berlin werden sich Schlagringe und Bullterrier zu Mobb Deep paaren und kleine aggressive Hentai-Hybride zeugen. 20 Jahre Overkill – so alt bin ja ich noch nicht mal.

Aus diesem Anlass – einfach so – hier noch die schönsten Schuhe der Saison, die ich mir nicht leisten kann.

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T&B Minimix

Wie ihr wisst, werde ich jetzt DJane. Meine Künstlernamen werden u.A. sein:

– Burkini Faso
– Hijab Hampel
– Assirien

Nur so, damit ihr schon mal Bescheid wisst. Für den Mies-Blog habe ich daher schon mal meinen Fame in Stein gemeißelt, indem ich einen seichten Mix gesponsort habe. Ist er gemastert? Nein. Hat Traktor funktioniert? Nein. Ist der Mix besonders gut? Nein, auch nicht. Aber nur, weil ich um’s verrecken nicht auflegen kann, heißt das ja nicht, dass ich nicht berühmt werden kann.

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NALAGRAM

Instagram ist der Playboy der digitalen Welt. Was nicht im Vintage Filter landet – Frühstück, Fahrrad, Fernreise – ist so hässlich wie die ungemachten Titten der dicken Bäckersfrau. Die Welt im grellen Spotlight der Realität getaucht ist eben nur halb so schön wie ein warmer Sepia Ton oder ein besonders blau betonter Himmel. Exklusiv im Jahre 2012: das Katalog-Leben nun auch für den Privathaushalt, der nicht mehr als 15.000 Euro im Jahr umsetzt.

Ich möchte mich da jetzt nicht zu sehr reinsteigern, wir sind ja erwachsene Menschen hier und überlassen den Profis der Medienwelt die kritische Auseinandersetzung. Ich möchte lediglich auf eine neue Liebe hinweisen, die Instagram mir näher gebracht hat. Wie es der Playboy eben einst tat, ist nun Instagram dafür verantwortlich, dass sich Menschen – Menschen wie ich, wohlgemerkt – in fiktive, weit entfernte, möglicherweise nackt abgebildete Prominente verlieben. Regelrecht verlieben, meine ich, also nach jedem Erwachen neue Bilder angucken, vor Sehnsucht schmachten und in ihrem Leben vermeintlich keine Qualitäten mehr finden ohne das Subjekt ihrer Begierde.

Und dabei ist gar nichts besonderes an ihr. Sie ist schön, ja, wunderschön und so viel schöner als alles, was ich je gesehen habe. Aber sie ist langweilig. Wie sie sich da rekelt und zur Schau stellt. Und doch – ich kann nicht anders. Mein Herz, das für eine lange Zeit erhärtet und kalt war, es jauchzt und seufzt vor Freude, wenn sie in ihre abgebildeten Augen guckt. Man hört mich innerlich weinen, weil es nie sein wird. Es kann nie sein. Ich werde sie nie besitzen, niemals mit ihr einschlafen, sie niemals im Arm halten, niemals streicheln, niemals zärtliche Sachen in ihr Ohr flüstern, niemals mit ihr spielen, niemals werde ich das alles. Ich habe Instagram, um sie zu beobachten, von ganz weit weg. Instagram ist sowohl Schuld an meinem Leid als auch an meiner Freude. Wie soll man das bewerten? Welchen Ausweg gibt es?

Ach, Nala.

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THE XX // admiralspalast berlin

The XX haben Revolution gemacht. Teenager, die ein Rad neu erfunden haben: Pop-Musik. Ihre Stimmen im Vordergrund, minimalistischer Ansatz, sympathische Bandmitglieder. Der englische Bass, der sich durch den Zeitgeist zieht, wurde vor allem von diesen Kids in den Vordergrund gerückt. Und als auch ich endlich darüber hinweg sehen konnte – damals – dass sich “jeder Song gleich anhört”, war ich dankbar für so ein wohl konstruiertes Stück Kunst.

Mit Mount Everest hohen Erwartungen steppten wir sodann in den Admiralspalast, um das Konzert zum aktuellen Album – CoExist – zu sehen. Diese Erwartungen wurden übertroffen. Die Bühnenshow ist eine perfekte Komposition von Licht, Musik und Effekten. Der Admiralspalast – endlich Sitzplätze – bietet eine unglaublich schöne und passende Atmosphäre. Der Sound: einwandfrei. Atemberaubend, das kann ich sagen. Spätestens als Intro angespielt wurde, als einer der letzten Songs, gab es keinen Menschen mehr im Raum der nicht Gänsehaut und Ehrfurcht vor den Klängen verspürte. Wie demütig man sich hingeben kann, wenn alles stimmt.

Das war schon immer das schöne an The XX: sie müssen nicht übertreiben. Sie haben eine Rolle, die sie einhalten. Da wird nicht gejammt und auch nicht geeiert. Perfekte Choreografien gehören zu ihrer Show und zu ihrem Act und zu ihrer Musik dazu. Ich musste schmunzeln, weil ich automatisch an das Wort “Playback” dachte. Und auch auf dem neuen Album möchte man oft sagen, hach, Jamie, hättest du da nicht ein bisschen aufdrehen können? Aber eigentlich ist alles optimal so. Sphärisch und atmosphärisch, Musik, die in ihrem eigenen Limbo festhängt. Speaking of Jamie: der junge Mann an den Schaltknöpfen macht keine Fehler. Das XX Konzert im Admiralspalast: ein perfekt dirigiertes Set, zwischen Fine Arts und Pop gefangen, elitär, ohne verschlossen zu sein, geisterfüllend und einnehmend, ohne Coolness zu verlieren.

Und nur, um das noch mal gesagt zu haben: ICH hätte nicht gedacht, dass es so, SO gut wird. Heart Skipped A Beat.

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Holy Other // HELD

Ich weiß, ihr alle hättet gerne zorningen, düster brodelnden, anonymen Sex in einem Hotelzimmer mit Film Noir Ästhetik. Ich weiß aber auch, dass ihr alle verpickelte Teenager seid, die nicht wissen, dass die Realität ganz und gar nicht so schweigsam, intensiv und heroinbespritzt ist. Ihr kriegt ausschließlich neonfarbige Bettwäsche mit Mickey Mouse Muster und habt Bordüren die zum Terrakotta-Anstrich in Schwammtechnik passen. Das ist ein hartes Schicksal für all die blühenden Hormone, das verstehe ich. Und deshalb soll wenigstens eurem Gehörgang ein bisschen geschmackvolle Zärtlichkeit gebühren.

Das neue Album “Held” von Holy Other – die mit “Touch” ja bereits einen auditiven Softporno erschaffen haben, der einem lange nicht mehr in Ruhe lässt – liefert auf jeden Fall die passende Stimmung für a) jede Beerdigung oder b) jedem Beischlaf, der in einsamen Tränen endet. Wie sehr die Leidenschaft der Geschlechter an Schmerz und düstere Abgründe grenzt, das muss jeder individuell herausfinden. Aber keine Frage: diese Musik ist tragisch in ihrer Ehrlichkeit. Weiche Synths und wortlose Harmonien umschlingen sich in schwarz-weiß, ergeben sich den Sollbruchstellen der Bassline und kreieren ein Nahtoderlebnis, das auf dem Höhepunkt nur noch mit einem Orgasmus verglichen werden kann: flüchtig und doch zeitlos, geheim und doch für jedermann zu sehen und zu empfinden.

Die entstellen Vocals und die Mollakkorde machen einen von Zigarettenrauch erfüllten Raum der Klänge. Held, ich kann es gar nicht anders sagen und verzichte auch nicht auf das offensichtliche Wortspiel, ist mein persönlicher Held und hat mich an verletzlichen Stellen berührt – so, wie es bisher nur Burial konnte (und dieser Vergleich mag zwar nicht abwegig sein, bringt es dennoch nicht auf den Punkt). Extase und Freudenrausche benebeln die Sinne in Form von Musik. Was soll ich noch sagen, außer, dass es für so etwas kein Genre gibt, kein Raster, in dass es sich einfügen kann? Es ist eine formvollendete Ausführung des Zeitgeistes, minimalistisch, düster, aber aussagekräftig und zwischen Hoffnung und dem definitiven Ende gefangen.

Die LP ist auf TriAngle erschienen, dem britischen Label, das auch How To Dress Well und Clams Casino vertritt. High Quality Supershit. Zu kaufen gibt es Held auf Amazon.

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Feel My Bicep (Record Trailer)

Ich bin derzeit auf der wütenden Suche nach neuer Musik. Nicht nur, weil mein unersättliches Wesen immer das erste mit dem neuesten heißen Scheiss sein möchte – die Hipsterjahre sind vorbei – sondern weil ich ja bald, ahem, auflegen werde (“auflegen” und “wegziehen” sind die einzigen zwei Optionen, die nach vier Jahren Berlin noch zur Verfügung stehen). Und deshalb begegne ich gerade vielen verschiedenen Genres und Klängen. Ich werde sie allesamt ignorieren. Vor Publikum zu spielen bedeutet für mich, Mariah Carey und *NSync auf Repeat zu bringen. Ihr wisst, dass ich das tun werde. Es funktioniert immer.

Um euch auf diesen kollateralen Zusammenbruch der Coolness in Kreuzberg vorzubereiten möchte ich euch wie immer ab und zu meine Fundstücke nicht vorenthalten. Auch nicht die neu-alten, die zwar erst drei Sekunden online sind aber trotzdem schon über alle Blogs gingen. Ich werde sie hier gebührend ehren und ihr müsst es aussitzen. Mehr Informationen darüber, wann und wo ihr mich öffentlich für meine Pop-Party auslachen könnt, werdet ihr niemals erfahren und schon gar nicht jetzt.

Während ihr schon mal eure Schlagringe poliert möchte ich euch allerdings darauf hinweisen, dass Feel My Bicep eine unglaublich schöne Sache mit ihrer 80s Mucke veranstalten. Ich denke an flackernde Kinderzimmerlichter und die Kindergarten-Modenschau 1992, die ich natürlich nicht gewonnen habe. Das ist der Sound meiner pre-pubertären Jugend und ich finde es toll, dass den irgendjemand für mich greifbar aufarbeitet. Damals, das waren noch Zeiten. Da standen mir alle Clubs offen. Der Badminton-Club, der Karate-Club, der Reitclub, und so weiter. Und jetzt hat sich alles geändert. House-Nostalgie ist die beste Nostalgie.

Falls euch mein Enthusiasmus und Recherchedrang nicht genug ist solltet ihr einen Blick auf die einzigen anderen würdigen Premium-Ladies in diesem Internet werfen. Sie lernten einst, dass ich ihre Mutter bin. Um mich stolz zu machen haben sie Fähigkeiten entwickelt die meine schon längst übersteigen. Für afrikanisches Bambule und royally vergoldete Kevlarschutzwesten müsst ihr zum Einzelstück EZP an der Ecke Tabor/Bodega vorbei (bei 500 Facebook Likes hat sie übrigens Nacktbilder versprochen und ich garantiere dass der Anblick sich lohnt). Für ungesund gute Laune und ausschließlich chemischen Zusätzen geht zu Wenke, die eigentlich Shan-deeq heißen und in den Projects für Prügelei sorgen müsste.

Mehr Musikuration von mir gibt es auf DRECKSHITGIRLFACEBOOKMONGO.

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Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick

Jetzt wo Trap und Hip Hop und die ganze Rap-Revolution und damit auch die SoCa-Beats und UK-Kram und Garage und 2Step und Notting Hill Carnival und all diese interessanten und exotischen Dinge auch im Alltag angekommen sind, müssen wir auch Daggering noch mal zur Sprache bringen. In diesem kleinen Film sieht und hört man alles was essentiell für das Verständnis dieser Tanzrichtung ist.

Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick from Insight Clothing on Vimeo.

Ey yo fuck it. Hier gibt es zwei Sachen zu lernen: 1. Daggering ist verdammt verrückt, und das nicht nur für den “Uh, ich komme aus Deutschland und ich bin total bieder was Sexualität in der Öffentlichkeit angeht” Maßstäbe, sondern auch für so ziemlich alle anderen. Daggering, die ABC-Massenvernichtungswaffe unter den jugendlichen Freizeitaktivitäten die gegen die Erziehungsberechtigten gerichtet ist! Da war das Geklimper der Beatles von wegen Freiheit und Drogen nichts dagegen. No copy, alter. Wie viel Willenskraft muss ein friedlicher Mensch besitzen, um bei so viel Trockensex nicht gewalttätig zu werden?

Meine Leidenschaft für Reefer, karibische Beats, Daggering und Diplo waren bisher kein Geheimnis und ich werde mich auch zukünftig nicht davon distanzieren wenn Major Lazer weiterhin solche verräterischen Videos produzieren (siehe Get Free, siehe Express Yourself) und damit eine Horde weißer Jugendlicher auch in Bad Schwalbach dazu bringen sich dem Daggering anzunehmen. Ich hoffe so hart, dass dieser Tanzstil nach Jumpstyle der nächste Trend wird. Akward Junge reibt seinen Schritt an das flachbusige Mädchen mit Sommersprossen während im Hintergrund die Radiowerbung von Obi oder irgendeinem anderen Bauhaus läuft. Jabadaiai Yippie Yippie Yay. Ausnahmezustand auf deutschen Schulhöfen.

Ach ja, Lektion 2: so macht man gute Werbevideos.

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Wired Up

Ich bin völlig frustriert darüber, kein popkultureller Early Adopter zu sein. In vielerlei Hinsicht bin ich der letzte Mensch auf der Welt, der die guten Dinge des Lebens zu schätzen weiß. Ich gucke meistens lieber die tausendste Wiederholung von Friends oder Scrubs und stopfe mir dabei heimlich kiloweise Amicelli in den Rachen als mal meinen Horizont oder zumindest die DVD-Sammlung zu erweitern. Seit Jahren erzählen mir intelligente, gebildete Menschen dass die Serie “The Wire” zu den großartigsten künstlerischen Errungenschaften unserer Zeit gehört. Sie ist die Sixtinische Kapelle unter allen Serien. Und doch komme ich erst so viele Jahre später dazu, ihr auch mal eine gehörige Portion meiner Zeit zu widmen.

Siehe da: die Sucht hat mich ergriffen, nur leider gibt es kaum noch Menschen, die diesen Enthusiasmus mit mir teilen. Sie alle winken mich ab als ginge es hier um die ersten drei Star Wars Teile. Die Revolution ist an mir vorbeigegangen. Das ist lediglich furztrockener Geschichtsunterricht für alle die der Fernseh-Avantgarde angehören.

So ist das mit der Musik ja auch manchmal. Ich schäme mich ja immer noch dafür, dass ich The XX anfangs ziemlich langweilig fand und erst Monate später plötzlich begreifen konnte, was diese Band eigentlich macht und was ihre Musik bedeutet. Und dann sind alle wieder so genervt von meinem Spätzünder-Hype: “Boah, Sara. Das ist so Juli wovon du hier redest!”

Ich möchte euch also hiermit ans Herz legen, The Wire zu gucken. Guckt es. Die alleinige Tatsache, dass sowohl Kriminelle als auch Polizisten in dieser dramatischen Serie um die Exekutive von Baltimore als gut und böse wegkommen können macht die Serie vielschichtig, komplex und unheimlich ergreifend. Wenn ihr es noch nicht getan habt: tut es. Und wenn auch nur, damit ich mich besser fühle und weiß dass jemand anderes genauso spät wie ich dran ist. Omar’s coming, yo!

(Bonuspunkte für The Wire gibt es für die heißen MILFs Stringer Bell und McNulty, dessen Name mich immer an salzige, schwitzende Nüsse erinnert).

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The Dark Knight Rises / STRIKE A POSE Mix

Freigelegte Knochen mussten erst mal ertragen und dann verarztet werden. Die ganzen schlaflosen Nächte mussten überstanden werden. In der Zwischenzeit sammelte sich am Absatz des abgestandenen, schimmligen Getränks nach dem Sturm ein Haufen Dreck auf dem Boden. Widerlicher Dreck. Ich brauchte das.

Abgefiltertes Wasser schmeckt im Nachhinein trotzdem besser. Wer den Dreck in Audio-Form zu sich nehmen will kann sich mit einem amateurhaften Mix begnügen. Für alle geschändeten Seelen, die keinen Bock auf den Emo-Shit haben. Bon Iver ist so 2010, Muchte.

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