HUSK / Fashion Week / NICO

Berlin Fashion Week S/S 2013 – Newcomer Special for HUSK from Husk Magazine on Vimeo.

Mein Boy Nico wieder so: ihr macht Fashion Videos, ich mach subversive Ansagen. Big ups and support!

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Channel Orange

Manchmal kann man sich eben nicht aussuchen, wer man ist. Da wird man schleichend älter und es passieren Dinge, und die hinterlassen dann Kerben im Charakter. Eines Tages wacht man auf und fragt sich: wer bin ich da eigentlich geworden? Und man fängt an all die guten Sachen und die schlechten Sachen, diese neuen Sachen, gegenüber zu stellen und wenn man das gemacht hat, kann man auch nicht mehr viel ändern. Diese großen und kleinen Geschehnisse, die für einen selbst bereits nach wenigen Monaten verpuffen, hinterlassen Handlungsgrundlagen. Wie die Lachfalten, wie die grauen Haare. Wie Narben können sie sich, verblassend, einfach an den Körper anpassen. Und dann ist man ein ganz schön facettenreicher und vielschichtiger Mensch, der von sich selbst und seinem Weg geprägt wurde. Irgendetwas passiert hier gerade, und ich merke, dass irgendetwas sich ändert. Aber manchmal kann man so eine Veränderung nicht antizipieren oder wollen, sondern es passiert, weil all die anderen Dinge passiert sind. Wer werde ich sein?

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Stockholm

Von mir ist nichts mehr übrig.

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Royalty / Unncessary

Schopenhauer vs. Lars von Trier. Substance vs. Style. Mein kleiner Zeh vs. die Ecke von diesem scheiss Hotelbett. Wie die Vogue fühle ich mich; eine fancy Rechtfertigung für hundert Seiten Werbung. Wie die Gelben Seiten, nur halt auf Hochglanzpapier. Minus der Glanz. In meinen Augen Dollarzeichen, die nicht mal mehr für Geld stehen. Nur für etwas, was jeder will, was ich deshalb auch will. Ich bin die Neider, die ihr fürchtet, das befürchte ich. Ich wollte immer, dass mein Leben nur aus Punchlines besteht. Hymnen. Pointen. Highlights. Bis irgendwann aus Subkultur Lifestyle wurde und alle Inhalte in Sümpfen der Oberflächlichkeit – Oberflächlichkeit mit unglaublich vielen Lagen, Oberflächlichkeit mit Erdgeschoss und Roof-Top Bar – ertranken.

Aber wenigstens gibt es Trost. Rap Musik und Bücher (danke für eure Empfehlungen, ihr Lieben. Ob ich mir jetzt einen Kindle kaufen muss, damit meine zurückgelegten Steuro nicht für Literatur aufgebraucht werden?). Und Crack natürlich, aber Crack kommt ja für jeden in anderer Form, deshalb will ich darüber nicht philosophieren.

Das neue Childish Gambino Mixtape, “Royalty“, möchte ich euch ans Herz legen. Aufzwingen. Nicht nur, weil Tina Fey ein Outro auf dem ersten Track schiebt und ich Tina Fey liebe, sondern auch, weil es gut ist. Vielleicht das beste diese Woche. Da aber alles so schnell geht und jetzt sogar über Künstler, die noch nicht mal ihr erstes Album veröffentlicht haben, eine Doku gedreht wird, werde ich mich nicht darauf festnageln lassen. Mixtape of the moment, enjoy it while it lasts.

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New God Flow

Wieso ist das eigentlich so, dass viele berühmte und reiche Menschen irgendwann religiös werden? Gibt es am Ende keine andere Beschäftigung mehr, die einen anstrengt und bemüht? Oder ist das Leben, wenn man nach unten guckt, so schlimm, dass man sich eben nur noch nach oben orientieren kann?

Hat man es geschafft, wenn man schafft, an Gott zu glauben?

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Vom Lesen

Früher war das immer so, dass ich mein ganzes Wissen und diese weltmännische Art, die mich mit dreizehn schon umgab, aus Büchern aufsaugte. Ich sag das nicht nur so, weil ich mir gerne eine “weltmännische Art” zuschreiben möchte, sondern weil das Tatsachen sind. Gleichaltrige Freunde hatten ein abgeriegeltes Literatur-System von ihren Eltern aufgedrückt bekommen und lasen nur die Dinge, die sie auch in diesem Alter lesen durften. Meine Eltern stempelten mich als asoziale Leseratte ab und konnten nichts damit anfangen, dass ich so viel Zeit mit Büchern verbrachte. Letztendlich waren sie froh, dass mich überhaupt irgendwas begeisterte, und dass es vor allem nichts mit Videospielen oder Internet zu tun hatte. Das Internet kam in seiner vollen Wucht dann später, aber auch das war zu Anfang für mich nichts weiter als ein großes Buch, das ich lesen musste.

Manchmal, wenn mir langweilig war – erinnert euch, in diesem Alter war ich fett und hatte keine Freunde und daher muss ich das jetzt nicht weiter erklären, wieso mir öfter mal langweilig war – nahm ich einen Duden zur Hand und suchte mir willkürlich neue Worte aus, die ich lernte. Das hat bildungstechnisch nicht viel gebracht, aber es machte mir Spaß. Ich lernte mal einen 1999 Almanach auswendig. Ich weiß nicht warum. Nichts davon ist hängen geblieben außer der Geruch von diesen rauhen, amerikanischen Paperback-Seiten.

Jedenfalls lernte ich einst mal alles über Bücher. Meine Freunde kamen gerne mit ihren Problemen zu mir, weil ich die schon – in abgewandter, erwachsener Form – schon mal in irgendeinem Roman behandelt habe. Ich konnte mir meine fiktive Brille aufsetzen und den Mädchen und Jungs mit bedachter Stimme erklären, wo sie leider psychologisch oder sozial gefehlt hatten. Auch diese Ratschläge brachten nicht sonderlich viel, aber alle hielten mich für sehr intelligent und gescheit, das reichte mir immerhin. Und ich bildete mich, auf eine ganz lebensentfernte Art und Weise, irgendwie selber. Und wappnete mich auf viele Dinge, die später kamen, aber eigentlich nie mir passierten.

Das war mal, denn irgendwann habe ich aufgehört, Bücher zu lesen. Ich glaube, an diesem Punkt haben auch die Leute aufgehört, mir zu sagen, dass ich altklug daher komme. Oder weise. Ich behaupte nicht, dümmer geworden zu sein, aber mein Universum hat an Dimensionen verloren. Das Problem ist nicht, dass ich keine Zeit zum lesen hätte, sondern dass mich wenige Sachen noch so reizen, dass ich sie lesen will. Ich fange an und auf Seite vier habe ich die Geschichte schon entfaltet. Oder ich bin überaus strapaziert von der geschwollenen Schreibart. Oder der Stil irritiert mich grenzenlos. Oder ich habe die Geschichte in ihren zwölftausend Ausführungen schon mal gelesen. Ich will keine Krimis und Thriller. Ich will Geschichten, die mir das Leben erklären, so wie damals. Und dabei unglaublich schön sind. So wie damals. Und gerade jetzt könnte ich das auch am ehesten gebrauchen: eine Welt, in der sich mein fettes inneres Ich wohl fühlt und verstecken kann, wo das Kopfkino so riesig ist, dass die Realität in eine Art distanzierende Hülle gepackt wird, überzogen mit Milchglas, brutale Realität, die nur schwer auszumachen ist. Geschichten, die mir irgendwas davon erzählen, wie es sein sollte oder könnte oder wie es sich ein anderes verledertes Herz ausgedacht hat, falsche Wahrheiten, die keineswegs an mein eigenes Leben anknüpfen. Geschichten vom Leben, aber nicht von meinem.

Es wäre so eine Art Bekämpfung der inneren Unruhe, dieses Lesen. Wenn ich nur dieses eine Buch finden würde, dass mich wieder hinein stürzt. Ihr dürft gerne vorschlagen.

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Young Modern Life

Rausgekramt aus der Kiste “alte Musik, die immer noch sehr zutreffend ist, zum Beispiel wenn der Sommer einfach nicht kommen will und man gerade versucht, sich ein anderes, ganz neues Leben zu erträumen.”

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Flosstradamus

Wir müssen eine Party planen. Ich werde in Burkha auflegen um sowohl zu provozieren als auch meine Herkunft überspitzt darzustellen. Ich will dann alles aus diesem Mix spielen. Vielleicht lege ich einfach nur diesen Mix ein, klicke auf Play und mache einen auf David Guetta: Hände hoch und mitfeiern. Ich finde, auch das ist eine unterschätzte Kunst. Was soll ich sagen? That’s how I roll.

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Del Boy – Wish Me Luck Mixtape

Was er macht ist nicht nur fresh, weil er alles mit seinem wunderbaren englischen Akzent besetzt. Es ist auch ziemlich fett, weil er kontemporären Hip Hop für seine Werke benutzt und den Beats von The Weeknd und Clams Casino einen neuen Anstrich liefert. Statt sich von Soca, Garage und Grime zu nähren oder in der Schatzkiste alter verstaubter Beats zu ertrinken, nimmt Del Boy eben das, was wir sowieso gerade hören. Was er gerade hört. A$AP Rocky und Kanye West spielen eine Rolle für ihn, das hört man heraus, ohne viel wissen zu müssen.

Alles ist noch sehr rudimentär, aber Del Boy hat unglaubliches Potenzial. Seine Lyrics sind ehrlich und roh ohne das Aufbauschen durch diesen Style-Scheiss, der einem immer noch am meisten Erfolg verspricht. Seine Lyrics lesen sich wie Gedichte, erst sein Flow bringt sie wirklich durch. Es gibt keine Wortspiele oder Hashtag-Raps, es gibt einfach nur so eine gewisse Authentizität, nur semi-gute Reime, aber unendliche Ozeane voller Möglichkeiten sie für sich zu erobern und zu verinnerlichen.

Trotz der Schwächen überzeugt er mich. Ich hoffe, dass neben ihm noch weitere junge englische Kids sich anstecken lassen. Hier geht’s zum Download von “Wish Me Luck”. Auch sein Debüt, “Even on Sundays”, ist nicht von schlechten Eltern. Ich kann einfach nicht aufhören damit, seine Tracks zu spielen. Mein persönlicher Held, mein kleiner Balsam für die Seele.

Ich hoffe, er wird eine gesunde Karriere haben. Und dann macht er ja auch die Videos für seine Kollegen. Und alle fahren diesen krassen Style… so entspannt und deep, zum verlieben schön. Vielleicht habe ich mich ja auch ein bisschen verliebt. Scheiss auf Bling Bling.

/Love Proof/
Pain and pleasure …….
I wonder what smart ass thought it`ll be cool to put those together
I hope that he knows he`s got main role in all the terror
and that he`s rule got me feeling unlike a normal fella
shit , my heart beats , my palms sweat
my brains full of memories which now are regrets
feeling indecisive and I don’t even like it
president of our situation, I feel betrayed by vices
how`d you do this , what you don’t love me no more
what you had a night out with friends and that’s what made you feel unsure
cause I recall I gave you comfort when you were insecure
gave you my hand before , but now you show me claws
lost in love, definitely lost in it
the old me would’ve brushed it off , but this new one seems too rigid
if it was someone else ill be the one saying just move on with it
but its two different things looking or being the image
…..and personally I fucking hate this painting
man , im tough shelled but a woman caused it breaking
so im picking up the pieces thinking I don’t fucking need this
telling my guys im over her but they fail to believe it
so do I , but then the months went by
getting thrown at a party is where I caught her by surprise
….but I don’t give a fuck so pour that dissy and that c-b in my paper cup
take it to the rim , in my drink I will swim
you were bad for my life , call it washing a sin
so I looked in the mirror and to myself I swore
that I will never open up to a girl anymore .

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The Western Cape Road Trip: Video

Erwartet bitte nicht zu viel. Es ist mein erstes Video (dieser Art; die Keller-Videos aus meiner Teenager-Zeit, die ich damals über Tage lang mit dem Windows Movie Maker zusammenschneiden musste, zähle ich jetzt mal nicht dazu) und ich habe mich mit mir selbst darum geprügelt ob ich es nun veröffentliche oder nicht. Aber hey, first steps, right? Meine Talente sind in jedem Fall begrenzt und oft wird es solche Gelegenheiten nicht mehr geben. Der Nico hat auch noch ein schönes Video von unserer Reise auf Whudat gedroppt. An dieser Stelle noch mal props an alle die dabei waren und insbesondere an den McWinkel… man kann es nicht oft genug erwähnen: ohne ihn würde hier gar nichts laufen. Es war in jedem Fall eine wunderschöne Zeit und wenn ich könnte, dann würde ich diese Reise zu einem endlosen Groundhog Day machen. Geht aber leider nicht. Back To The Future.

Nicht, dass es vieles besser machen würde, aber guckt es euch wenigstens in HD an.

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