"Girl gone wide."


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Am Samstag geht nach Thailand. Also ist es wohl Zeit, euch auch offiziell mit meinem neuen Reiseblog 80days.co bekannt zu machen. Dazu möchte ich auch ein bisschen was erzählen. Könnte lang und ätzend werden, sorry. Ich erwarte trotzdem fett Likes von euch.

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by yeahs in Urlaub


Spring Breakers zu gucken war wie sich in einen Eimer voll Konfetti reinzulegen um dann bei einem Skrillex-Rave durch die Gegend getreten zu werden. Voll schön.

You’ve probably read the synopsis of the film time and time again, the gist being that four girls go on spring break and shit gets fucked up. It’s a simple story, but it’s well-told and should resonate with a generation who are facing high unemployment and feeling so desolate and bored that getting wasted seems to be a reasonable way to escape. (via)

Technisch wie ein Song, visuell wie ein Videoclip; Drogen, Alkohol, Spaß, Sonne. All diese Dinge, die ungezügelte Lust, die Freiheit der Partymomente, der Hedonismus in seiner ganzen Abartigkeit, komprimiert auf einige Minuten von Harmonie Korines absurder Traumwelt. Es kribbelt im Film ständig so unter der Haut, als hätte man selbst gerade eine Pille geworfen. Man ist dabei und mittendrin und völlig hyperaktiv zugange.

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by yeahs in (Pop)Kultur


Ob erfolgreich oder nicht: wenn man erst mal durch die Ziellinie eines Lebensprojektes gelaufen ist, dann ist die Puste weg und der Ansporn auch. Das Ziel liegt halt nicht mehr vor einem, sondern hinter einem. Dann setzt man sich hin, genießt die Ruhe, atmet kurz durch, legt sich vielleicht in die Sonne, gönnt sich eine Massage und ein paar Drinks mit den Freunden und Fuffis im Club und hach, vielleicht geht dann endlich mal der Alltag wieder los; aber das Ziel liegt hinter und nicht vor einem und das macht alles extrem beschissen.

Mit der Leidenschaft ist es nämlich so wie mit Desserthunger: hat man zwar immer, aber nur in ganz besonderen Momenten kann man das auch aktiv verwerten. Nach dem herzhaften Festmahl, bei dem man sich den Wanst vollgeschlagen hat, kann man trotzdem noch was Süßes essen, jedenfalls als normaler, fett- und zuckerliebender Mensch, und nicht so wie die ganzen Idioten, die dann auf ihre Kalorien achten. Pisser, fickt euch.
Mit der Leidenschaft und all den dazugehörigen Pathos-Beilagen ist es halt ähnlich; die Energie, die mit einer Passion für etwas einhergeht, kommt ja nicht einfach so. Die ist irgendwo versteckt und an die kann man erst rankommen, wenn man auch einen Anlass dazu hat. Und der fängt im Kopf an. Mit einem Ziel. Mit einem übergroßen Endziel. Dann kommt der Ehrgeiz, dann kommt die Leidenschaft, die Power, das alles durchzuziehen. Man mag zwar einen groben Plan für das Leben haben, aber selten hat man wirklich ein mittelfristiges, realistisches Ziel.

Und dann gibt es Dinge, für die man vermeintlich Leidenschaft bringen muss – Arbeit, Uni, und so weiter – aber die verblassen, irgendwann im Trott der Dinge vergisst man, wozu man das alles noch macht. Für ein bisschen mehr Zins auf dem Sparkonto? Für einen 3,4 Abschluss in ‘nem Fach, was sowieso keine Überlebenschancen auf dem Markt bringt? Das sind berechtigte Zweifel, aber lange kein Grund, alles hinzuwerfen. Das hier ist ja auch keine Ode an den Zynismus, und es soll auch keine nihilistischen Nix-Forderungen vertreten. Aber jeder weiß doch: wenn man nicht etwas besonderem entgegenfiebert, wenn man nicht für das kämpft, was zählt, dann verstreut man sich selber. Kurzfristig muss es immer wieder gute Gründe geben, um weiter zu machen. Langfristig muss es immerhin ein oder zwei gute Gründe geben. Und mittelfristig? Da fehlt’s dann meistens. Kein Scheiss. Denkt mal drüber nach.

Und dann ist man wieder auf so einer Lebenslinie gefangen, wo alles irgendwie läuft und funktioniert, aber nichts so richtig Spaß macht und schon gar keinen Elan fordert. Arbeit läuft, Uni läuft, Freundschaften laufen, Beziehungsstatus whatever, aber man lebt in so einem Dauerdruff-Zustand, als hätte man seit 8 Uhr morgens schon an der Bong gehangen. Die lustlose Apathie, das dahindümpeln auf dem Strom der Dinge. Man kann noch nicht mal behaupten, man wäre schlecht gelaunt oder gar depressiv, dafür ist rein objektiv alles viel zu bunt und schön und man lacht ja auch laut genug. Aber ohne eine gewisse Leidenschaft für das geplante Kind, die geplante Reise, den geplanten Superhit, die Liebe deines Lebens, ohne diesen gewissen Desserthunger spüren zu können braucht man sich eben auch kein Mousse au Chocolat in den Rachen zu schieben.

Ich finde den Zustand außerordentlich entspannt und heilsam für die Seele, aber zugleich eben auch bedrückend und bedrängend. Das ist dann immer wieder so eine Phase, wo man zwischen den Zielen steht und in den Seilen hängt und dann kann man sich nur noch selber etwas neues vorformulieren; irgendwas, wofür es sich zu sterben und vor allem: zu leben lohnt. Mag sein, dass das eine Illusion ist, und die kracht dann auch zusammen wenn man durch das Ziel gerannt ist. Aber man, war es schön, als wir alle noch der Freiheit nach dem Abi entgegenfieberten und keiner wusste, was dieses dahinseichen eigentlich für ein Gefühl sein kann.

by yeahs in Crystal Meth State of Mind



Hit-Boys Beats dominieren vor allem da, wo sie unerwartet sind. Als Producer schafft er es problemlos, gute Rapper – oder gute Musiker – zu besseren zu machen, sie an ihren Schwächen herauszufordern und bei ihren Stärken zu schmeicheln. So gab er – in seiner göttlichen Funktion erinnert er geradezu an Kanye West – Beyoncé für dieses zerstörerische Gerät viel mehr Edge, als sie tragen kann, ohne ihre Stimme oder mit ihrer Attitüde zu brechen. Ich hoffe, da kommt noch mehr; das Schicksalskind könnte als Midlife-Crisis-Mutti mit neuer Subversität und Rebellion gegen die Hausfrau-Schiene mit den Death Gripz auf Tour zurück kommen und dann wäre Popmusik auch endlich gerettet.

by yeahs in Musik

Im Auto Musik zu hören ist besser als alles andere. Das ist wissenschaftlich belegt so. Ich glaube, das liegt daran, dass das Soundsystem im Auto auch auf die Person am Steuer ausgerichtet ist. Der Sound ist einfach viel besser, selbst wenn er schlecht ist.
Aber das ist ja auch nur Quatsch. Wann hast du das letzte Mal nichts gemacht außer die Musik laut aufzudrehen und dich hinzusetzen und einfach nur zu zu hören? Beim Auto fahren passiert das ja ständig. Man vergisst alles. Man dreht das Fenster auf und hält die Hand heraus und macht die Augen bitte nicht zu und schreit aus ganzem Leib mit, wenn Justin Timberlake im Radio kommt, oder man fängt auf einer beseelten Landstraße an zu heulen und macht eine ganze Abenteuerreise der Emotionen mit obwohl man doch nur an die Tanke musste um Kippen und Kondome zu holen aber da war dann auf einmal The National angelaufen und wenn The National läuft wird jeder plötzlich zur 16-jährigen Prinzessin mit Liebeskummer. WENN THE NATIONAL LÄUFT IST ALLES VORBEI.

Das Auto als musikalischer Funktionsträger und emotionaler Katalysator: ich muss da immer an diese Zeiten des Abiturs denken. Um 3 Uhr morgens bin ich in meinen popeligen Opel Astra gestiegen und quer durch die Dörfer gefahren, einfach so. Nicht mal unter dem Vorwand nachzudenken. Ich war schlaflos und gelangweilt, und das war das teuerste Heilmittel, und ich konnte heimlich rauchen. Mittlerweile ist das ganze Autofahren-Gedöhns einfach zu politisch geworden, täglich sterben jede Sekunde eine Trillionen Bäume, weil ein kleines Mädchen durch deutsche Kuhkäffer fährt und Incubus hört. Unsere Kinder werden dieses Gefühl vielleicht nicht mehr kennen, wenn Rauchen, laute Musik und Auto fahren in der Zukunft verboten werden. Sie werden nicht mehr wissen, was es transportiert – nicht nur den Menschen im Vehikel, sondern das Roadtrip-Gefühl der Freiheit, wenn die Musik läuft.

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by yeahs in Musik


Earl Sweatshirt ist zurück bei seinem 2010 Rap Shit und mein Rücken beugt sich auf erotische Weise nach oben während ich vor Lust kreische. Was für ein Wahnsinnstyp er ist. Ich könnte auch noch viel über Odd Future generell sagen – immerhin habe ich seit knapp 2 Jahren nichts mehr über Tyler und seine Crew geschrieben, obwohl sie mich einst sehr bewegt haben – aber es reicht dabei zu verbleiben, dass ich beeindruckt bin, wie oft sie ihre Formel anwenden können ohne zu langweilen. Zumindest insofern sie souveräne Musik liefern. In diesem Fall ist das definitiv so, und ich freue mich Doris, die alte Scheisse, und alles was Earl sonst bringen mag.

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by yeahs in Musik

Einsamkeit ist nicht, wenn man alleine auf der Couch sitzt und an die Decke starrt. Einsamkeit ist wenn Resonanz fehlt. Leute behaupten, sie müssen sich Raum für sich selber schaffen und hängen doch wieder nur an irgendwelchen Resonanzschläuchen fest. Egal ob Twitter, Facebook oder Blog: sich selbst mitzuteilen und daraufhin ein Feedback zu bekommen ist das Sugarhigh nach dem Blutsturz.

Damit haben die neuen Medien vereinfachen die Wege (Edit: ich lass diesen völlig verkorksten Satz mal so stehen, ich finde den toll) Es gibt quantitativ mehr Resonanz. Dass man seine Persönlichkeit mitteilen möchte, sich selbst in Abgrenzung und im Spiegelbild zu anderen definieren möchte war auch vor 10 Jahren schon aktuell. Damals hat man auf dem alten Nokia-Schrottgerät anklingeln lassen und damit ganz wortlos eine Verbindung in die Außenwelt geschaffen. Trotzdem tritt das Konzept der Resonanz immer häufiger im Zusammenhang mit der Selbstvermarktung auf den Social Networks auf. Durch Instagram & Co. kann getestet werden, wie der eigene Auftritt ankommt. Je mehr Likes ich bekomme, desto mehr muss ich mich in diese Richtung bewegen. Statt Abgrenzung erlangt man, ganz überspitzt gesagt, eine Anleitung zum Sein.

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by yeahs in Crystal Meth State of Mind Konsumbehindert


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Liebe Kinder, wie ihr vielleicht wisst ist heute der Internationale Tag der Frauen. So viel konnte ich jedenfalls aus den hysterischen Tweets meiner Timeline herauslesen. Außerdem ist heute Freitag, beides also gute Gründe, um ordentlich auf die Barrikaden zu gehen. Die Feierlichkeiten haben mir letzte Woche zwar die Fähigkeit zum Atmen genommen, aber ich bin nach 5 Tagen Kriegsführung gegen meinen Körper endlich gesundet und brauche keine Eiterbrocken mehr von den Wänden zu kratzen. Hurra!

Um diesen Anlass ordentlich zu zelebrieren muss man aber schon ein bisschen Style haben. Wer hat den Style? Genau, unsere Freunde von WeBoogie, die das Chesters neu auferstehen haben lassen. In Gedenken an den größten Frauenversteher der Welt gibt es heute die “All Kells Everything”-Veranstaltung. Ich habe keine Ahnung, in welchem Zusammenhang das steht, ich weiß noch nicht mal, ob das Sinn machen darf. Und ich befürchte, es wird die meiste Zeit am Abend R.Kelly laufen. EGAL! Zieht euch eure Fliegen an und steppt in den Club, motherfucker!

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by yeahs in Berlin Musik

Ich kann Rich Hil auf den Tod nicht aufstehen, aber sein neues Mixtape erinnert mich – völlig unberechtigerweise – an To Record Water In Only Ten Days von John Fruiscante. Das Album haben wir damals in TB’s Keller gehört und uns gefragt, wie es wohl sein muss, so viel Scheisse zu fressen und Zähne an Heroi zu verlieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Rich Boy Hilfiger Jr. nicht dieselbe kreativer Phase des inneren Zerreissens mitgemacht hat; zumindest endet das nicht im selben fantastischen Sound-Resultat. Es endet ja nicht mal in der selben lyrischen Liga, es ist weder subtil noch prägnant, es ist einfach nur pathetisch und widerlich.

Nur gibt es Tage, an denen fühlt man sich genau so geschmacklos, dass man sich sogar dramatischer Twilight-Musik von Ricky Hil hingeben kann. So viel Labilität kann sich der Mensch ja durchaus mal eingestehen.

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by yeahs in Crystal Meth State of Mind Musik


Wir haben uns mal wieder ultra viel Mühe dafür gegeben, alles so furchtbar wie möglich abzumischen, auf Play zu drücken und wie David Guetta hinter seinen Millionen verschanzt alles zu tun, nur nicht aufzulegen. Wir haben Poster an die Wand gehängt, heiße Bräute bestellt, neue Anlagen besorgt und Rosenverkäufer eingeladen, alles nur, um vom Sound abzulenken. Vergesst eure Drogen nicht, ihr werdet sie beim verschämten Bump & Grind noch brauchen.

Ich würde mich sehr freuen, eure zarten Gesichter heute Nacht beim Pop & Lock Contest auf dem Bass-Floor sehen zu können. Von meinem Thron aus. Es gibt Prinz von Zamunda T-Shirts (kein Scheiss) für alle die gut aussehen beim Schwitzen oder bei Backstreet Freestyle auswendig mitrappen können.

by yeahs in Berlin Gangster