OLDIE

Ich wäre gerne ein Junge und ich wäre gerne ein Rapper und ich wäre gerne bei Odd Future in der Crew weil meine eigene leider auf Wu-Tang hängen geblieben ist. Old fucks. Frank Ocean wird von mir gedanklich gerade in tausend Stücke vergewaltigt, nur, damit ihr Bescheid wisst. Tylers letzter Verse ist natürlich grandios. EARL IS BACK, motherfuckers, obwohl sein Part eher bescheiden ausfällt. Überraschung auf dem gesamten Tape: Mike G. Lieblingssong: Analog 2. Still a fan.

Hier könnt ihr das Tape kaufen.

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MELLOWMADNESS

Von der Sonne wachgeküsst werden hat schon ein bisschen Prinzessinnenstyle. Und weil dieser Tag schon so unglaublich wundervoll anfängt, will ich ihn für euch mit ein bisschen Mellowmadness abrunden. Hiroshi Fujiwara hat mal wieder alle R&B-Knaller rausgeholt und etwas daraus gemacht, was sich nur noch als “Perfektion” beschreiben lässt.

Und weil die Krone nicht fest genug sitzt, solltet ihr mal bei den anderen Royal Ghettobräuten vorbeischauen, die euch mit wunderbaren Sprüchen verwöhnen und aufzeigen, wer hier eigentlich das Sagen hat. Check it out: Prinzessinnensprech is where it’s at. Und jetzt schön die Cocktails unter der hammerharten Frühlingssonne und dem knusperblauen Himmel genießen.

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S.C.O.S.A.

Obwohl die Dubstep-Seuche, die mit dem Euro-Trash-USA Movement einherging, nicht unbedingt immer gesund für die gängige Pop-Musik ist (oder, wie soll ich sagen, GENUG IST GENUG), hat das alles auch leuchtend positive Seiten: auch Hip Hop wird transformiert. Flatbush Zombies machen es in einer für Grime typischen dreckigen Art vor: obwohl es amerikanisch bleibt, merkt man, dass er so erst im Jahre 2012 auf Anklang stoßen konnte… Ich will nicht sagen, dass ich begeistert bin, aber immerhin freue ich mich über diese neuartige Seltsamkeit.

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Spotify

Es gibt ein neues Mädchen in der Schule. Sie hat süße Zöpfchen und ist eine Streberin, aber die Jungs ahnen bereits in der 7. Klasse, was sich erst Jahre später auch in der Öffentlichkeit dank Drogeneskapaden und Sex-Tapes bestätigen wird: sie ist kernversaut. Dein kleines Babygirl mag es hart und dreckig. Ihre oberflächliche Strukturiertheit und ihr sympathisches Lächeln sollen nur von dem inneren Chaos und den Peitschenhieben von Daddy ablenken. Ihr Name ist Spotify, und wenn du auch mal reinhalten willst, dann lad sie zu dir nach Hause ein. Vorsicht, sie hängt nur mit Dudes rum, die auch ihrer dicken Freundin Facebook Einlass gewähren, also halt deinen Wing-Man bereit und freu dich auf diese wunderbare Gelegenheit.

Ich gebe zu, ich habe seit drei Wochen nur noch grünen Schleim aus meinen Nasen und Lungenflügeln geblasen und könnte deshalb auch nicht unerheblich große Teile meines Gehirns auf diesem Wege verloren haben. Trotzdem denke ich, dass meine kleine Fantasy Reihe zum Thema “Neuigkeiten sexuell verpacken” gar nicht so weit hergeholt ist. Immerhin wirkt Spotify wirklich wie eine Streber-Tussi, die alles auf dem Kasten hat und endlich mal den langweiligen Unterricht mit ihren Einsichten revolutioniert und dem dummen Klassenlehrer die Stirn bietet. Und doch durchschaue ich die App genauso wie unser verkorkstes Stripper-Girl aus den ganzen Rap-Videos der 2000er.

Spotify kann einen nämlich auch wahnsinnig machen. Ja, es ist total geil, dass ich jetzt nicht mehr den Umweg Browser – Mediafire – Song runterladen machen muss, um semi-legal an Musik zu kommen. Ich gebe sogar gerne Geld dafür aus. Eben gerade habe ich mir den Premium-Account gekauft, um mal abzuchecken, was das Teil eigentlich in Hülle und Fülle so kann. Mich ärgern gar nicht die inhaltlichen Dinge, ja, Spotify ist der Hammer und dass ich mich darüber mit Facebook connecte finde ich irgendwie, ahem, egal. Die drei Freunde, die mir noch Musikempfehlungen machen können, stehen in meinen Favoriten und werden argwöhnisch beäugt, obwohl ich bezweifle, dass sie sich so mühevoll Playlisten zusammenstellen wie ich.

Nein, das sind alles ganz wunderbare Dinge und dafür bezahlt man schließlich auch gerne Geld. Mir geht es vielmehr um meine ordnungswütige, strukturell überforderte Neurose: ich komme nicht über Files auf meinen Computer hinweg. Wo SIND sie? Was, wenn ich zurück zu iTunes will, um dort Songs hinzuzufügen (weil es sie bei Spotify nicht gab): meine Playlisten sind hier unvollständig, weil ich ja den Rest bei Spotify erledigt habe. Aber ich muss doch ab und zu neue Files bei iTunes hinzufügen, denn die meisten Neuheiten erscheinen erst als Bootlegs und definitiv nicht bei Spotify und außerdem finde ich neue Musik nicht über meine debilen Facebook Freunde sondern über meinen säuberlich gepflegten Feedreader. Ihr wisst schon: Remixe, EPs, Mixtapes, die kann man sich meistens direkt ziehen, weil sie sowieso kostenlos sind. Aber dann muss ich sie ja immer in Spotify laden und habe für immer und ewig eine Mischung aus virtuellen und lokalen Files. Und dann? Was ist, wenn ich nicht mit meinem iPhone synchronisieren möchte, sondern mit einem stinknormalen USB-MP3? Was ist, wenn ich tatsächlich eines Tages auflegen möchte und im Club vor einer Million Leute stehe die alle schon ihren Pimmel in der Hand halten und darauf warten, dass ich loslege, und dann geht das nicht WEIL ICH DIE FILES NICHT HABE.

(Alle Argumente gegen Spotify werden auf einen Schlag vernichtet sobald es eine Soundcloud-Integration gibt. Man, wäre das fett.)

Schweißausbrüche dominieren meinen Alltag, seitdem Spotify auf dem deutschen Markt funktioniert. Die Sonne scheint nur noch in Häme während ich mich zu Hause verkriechen muss um eine Lösung für mein psychisches Dilemma zu finden. Ich will Spotify benutzen, aber ich finde iTunes irgendwie übersichtlicher. Ich bezahle tatsächlich Geld dafür, dass ich mir Musik anhöre, aber ich würde sie auch gerne “haben”, damit ich sie in Ordnern einfügen und damit später machen kann, was ich will. Ich lege mich nun zur Ruhe und versuche nicht mehr über Spotify nachzudenken. Das Programm läuft im Hintergrund und ich habe Angst, iTunes zu öffnen. In der Zwischenzeit synchronisiert mein iPhone Offline-Dateien, damit ich auch unterwegs Musik genießen kann (allerdings werden nur die Songs aus der Cloud synchronisiert und nicht meine lokalen Dateien, meine Playlists sind also von ca. 30 Songs auf 16-22 geschrumpft. Das muss ich jetzt nicht verstehen, das nehme ich stoisch hin und hoffe, eines Tages die iTunes Zeiten vergessen zu haben).

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Boobie Miles

Manchmal weiß man nicht so genau, wofür man kämpft. Es gibt keine konkreten Ziele, nur kleine Boxhiebe, die beim Gegner sitzen und deshalb ein bisschen Euphorie auslösen. Man kämpft – für ein bisschen mehr Ruhe und Zufriedenheit, für mehr Erdung, für Gefühle, die positiv überwiegen. Man kann sich durchaus vorlügen, dass man kurz davor ist, diesen Kampf zu gewinnen, obwohl man schon im Delirium am Boden liegt. Aber auch das ist Teil eines Kampfes. Big KRIT verköpert diese Einstellung: niemals aufhören, immer weiter machen. Man muss die Dinge so nehmen, wie sie kommen, und sich ihnen stellen – auch wenn das bedeutet, dass es am Ende weh tut.

Ich hau nicht ab und ich gebe nicht auf, aber meine Defensive wird leiden und ich werde aus dieser Sache nicht ohne Schäden herauskommen. Aber ich komme raus – das sollte die Hauptsache sein.

Das ganze Mixtape – 4eva NA Day – ist eine Eingebung und sollte von jedem heruntergeladen werden, der sich kurz zurücklehnen und seinen inneren Kampf ausklügeln möchte.

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Return of the Mack

Etwas passierte mit ihr, als Morrissons nölige Stimme aus den verstaubten Boxen ertönte. Als hätte ihr ganzer Körper auf diesen Song gewartet, zuckten und zappelten ihre Gliedmaßen mit Gewalt. Sie wollten tanzen, also tanzten sie. Ihre Seele schmollte beleidigt in der Ecke, aber nach einigen Tagen des absoluten Return Of the Mack Overkill ließ sie sich auch auffordern, wenn auch nur, um endlich wieder Kontrolle über diesen nutzlosen Körper zu erlangen und einen anderen Song aufzulegen. Schließlich machte aber auch ihre Seele die Augen zu und hörte auf die weisen Worte englischer One Hit Wonder der 90er Jahre. Ihr Herz tanzte sie aus einer bisher unentdeckten Tür hinaus auf die Tanzfläche zu all den anderen, ihre Seele und ihr Körper gaben sich die Hand und Return Of The Mack wurde für etwas coolere Musik ersetzt, aber sie wusste, ganz tief drinnen, dass es dieser Song war, der sie gerettet hatte. Sie hatte es immer gewusst.

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Hip Hop My Friend, My Love

Musikalische Irrwege gibt es so viele in meinem Leben, aber sie alle führten straight wieder zurück zum Hip Hop. Dort fing alles an, dort hört alles auf. Das dazwischen existiert auch und mit Recht, aber Hip Hop is forever, und ich finde es mehr als großartig, dass meine Liebe gerade noch mal aufflammt (und man Liebe an Musik nicht verschwenden kann).

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BLESSED / CARTOONS & CEREAL

Kendrick Lamar hat sich in mich verbissen, ich schwöre es. Ich will ihn überhaupt nicht mögen, auch wenn er ein Ausnahmetalent ist: zu hoch der Grad der Enttäuschung, wenn man die Künstler dann machen lässt. Siehe Lupe Fiasco, ein Drama in 3 Alben. Und außerdem nervt mich Kendricks nölige Stimme, und sein destruktiver Flow lässt mich nicht mitfühlen. Aber doch, und doch, und immer wieder saugt er sich fest, bis ich seine Tracks auf Repeat verschlinge und das Ghetto in mir durchbricht. Kendrick Lamar, man.

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A LOOK BACK AT NIKE

Ich würde jetzt nicht behaupten, dass Nike meinem Stil seit Jahrhunderten Pate stand und mich in all meinen Lebensentscheidungen beeinflusst hat… dieser Verdienst gilt immer noch vielmehr Radiohead, speziell ihrem einen Album The Bends, welches mich bisher durch noch jede Krise begleitet und zu einem (hoffentlich) besseren Menschen geformt hat. Allerdings habe ich eine ganz persönliche Beziehung zu Nike aufbauen können, die gerade im letzten Jahr einen Dualismus meiner Persönlichkeit herausarbeitete. Nike ist meine Sünde, mein Junk Food, ich weiß, dass dieses Corporate Monster mir bisher nichts gutes getan hat und nicht mal Schuhe in meiner Größe produziert, aber doch, oh doch, meine Liebe. Wie ich letztlich schmerzhaft erfahren musste, ist so eine Liebe selten begründbar und noch seltener rational. Ich gebe mich damit jetzt einfach zufrieden. Hier ist ein schönes Video. Die Musik ist scheisse.

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