Der Knall deiner Abschieds-Ohrfeige katapultierte mich in eine andere Sphäre. Wo ich zuerst hinter den von Tränen verschwommenen Bildern meiner Augen nicht erkennen konnte, wieso alles zwar gleich aussah, aber sich nichts gleich anfühlte, kamen mit der Zeit immer mehr Details dazu. Das Echo des Aufpralls auf meiner Wange hallte bis dahin noch weiter, selbst, als ich wieder funktionierte, um mich immer daran zu erinnern, dass etwas anderes nun die Realität ersetzt hatte.

Ich funktionierte wieder. Ich ging dem Leben nach, so, wie es mir vorgeschrieben war. Da, wo ich mal einen Plan sah, klaffte nun ein riesiges Loch von Nichts, kurz gefolgt von Tod. Ich aktzeptierte die Tatsache, dass ein einst von so vielen wunderschönen Wörtern umschücktes Buch nun nur noch leere Seiten enthielt, aber nur, weil ich noch die Kraft sammelte, den Türspalt zurück zu meiner Dimension zu suchen. Dorthin zurück, wo du und ich gemeinsam unseren Zeitsstrang zum Ende hin begleiten.

Meine Parallelwelt sieht unserer identisch aus, aber sie lügt mich an, sie ist eine Täuschung, ein falsches Schild an der Straßenkreuzung, das ich genommen habe. Und nun bin ich gefangen. Das Spiegelbild unserer Welt ist irreführend, denn ich vergesse dich manchmal. Wenn ich mich erwische, erschrecke ich nüchtern. Die Erinnerungen an die Leere und die Zeitstränge und Dimensonen kehren zurück, und suche weiter nach dem kleinen, offenen Türspalt, der mich wieder zurück zu dir bringt.

This article has 2 comments

  1. elilly

    Ich bitte dich Aufrichtig und dringlich an dem nächsten Feuerpudel teilzunehmen. Es wäre mir eine Freude dort einem deiner Texte zu lauschen und den Assoziationen in meinem Kopf so freie wildbahn zu lassen.
    Alle infos findest du auf der website.

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