Genau vier Seiten die in meinem Freizeitleben von Relevanz sind: PornHub, Sparkasse Finanzstatus (REFRESH REFRESH REFRESH REFRESH REFRESH), MaxGif, Rap Genius.

Rap Genius. Das ist wie das Röntgengerät für den Fremdkörper voller popkultureller Referenzen. Ohne den Talmud des Ghetto-Crowdsourcing wäre ich heute nicht das weiße Mädchen, das ich bin. Statt meine Haare vom Turm zu hängen, weil ich meine Schuppen ausschütten muss, deale ich mit Aspirin Effect im Altbau und schreie FIVE OH wenn der Vermieter kommt.

Rap Genius, das Tiefträger-Wikipedia, vielleicht auch Sozialisierungsmaßnahme für ehemalige Crack-Babys, Sozialisierungsmaßnahme definitiv für alle weißen Kids die überhaupt keine Ahnung haben, worum es im Hip Hop geht. Chart-Zeitgeist eingefangen in erklärenden Worten. Preach, baby, Preach!

Rap Genius launched in 2009 as a “hip-hop Wikipedia” that encouraged a community of “hip-hop scholars,” with users spending hours analyzing and annotating one rap lyric after another. The site blew up pretty quickly, and currently averages over 10 million unique visitors a month.

Rap Genius hat jetzt ein paar Goldbarren in den Schrank gelegt bekommen, um dasselbe nun über Hip Hop hinaus zu machen. Also, für alles. Für Gedichte und Filmdialoge und alte ägyptische Pergamente. Ist das das Ende der Literaturwissenschafts-Lehre, wie wir sie mal kannten? Unsere Kinder werden sich so smooth durch das Schulsystem schummeln können. Ist Rap Genius das neue Twitter? Kann man damit die Welt regieren? Wird Kanye West das Projekt direkt im Keim ersticken, damit keiner je die satanischen Botschaften entdeckt, die er in seinen Lyrics einbaut?

Anyway, was ich damit sagen wollte: ich kannte Rap Genius schon, bevor es alle kannten, aber ich finde es immer noch gut.