Ohne Proteste.
“Ich hätte gerne mal eine rauchfreie Flasche trockenen Weißwein in einer Stunde abgepumpt und dabei Spuckeblasen gemacht”, sagte ich und erwachte katerlos in einem verwirrten Zustand der Unsicherheit. Ich habe also ein verputztes Zimmer, einen fehlgeschlagenen Baumarkttrip, einen Hocker für nen Fünfer und einen Kaffee Togo und weiß nicht so wirklich, was mit dem Wetter los ist. Die Pakete kommen auch irgendwie nicht an, dafür mache ich selbstverständlich niemanden außer meinen fehlenden Staubsauger verantwortlich.
Aber ihr könnt mich gerne plussen, so weit sind wir nämlich schon in der Social Media Entwicklung angekommen, und am Ende des Tages hilft der Absurdität nur noch, dass die Fusion im Wasser untergeht und in Berlin jetzt erstmal alles in Zeitlupe fährt. Eineinhalb Wochen später bin ich dann wieder unter den lebenden Arbeitenden zu finden, mit eigenem Schreibtisch und einem Mac und viel Zeit, Musik auszusortieren und Gehalt einzufordern (es stehen übrigens noch Rechnungen aus, und die Unibewerbungen müssen noch abgeschickt werden, und rumknutschen am Paul-Lincke-Ufer, wo auch das Loft steht, in dem ich nicht wohne, wird unterbewertet).
Am Ende des Tages ist alles ja auch schnell und bizarr und irgendwann werde ich sagen können, dass das die schönsten Momente waren, als mein Surfstick mit voller Geschwindigkeit lief. Und als die Banger kamen, die wir auf unserem Mannimalistic Open Air spielen. Und diese Zeitungsausschnitte, die ich sogar gepflegt einscanne.

Und wisst ihr was auch ganz schön nice ist? Im Ghettofreibad die geschändeten süßen Kanackenboys rumplanschen zu sehen, als hätten sie nie bei einer Messerstecherei mitgemacht, und ledrige Eltern, die ihre fetten Sonnenbrandkinder zusammenschreien, und Kopftücher, die bei 35 Grad direkt am Beckenrand ihr Lager aufschlagen. I’m loving it. 10000 Tweets and TGIF: Thank God Im Fresh.


1 comment in “Ohne Proteste.”
July 2nd, 2011 at 09:08
:).