Mixtape #8: Dubstep It Up

Veröffentlicht April 20, 2010

Vor gefühlten drei Millionen Jahren wurde ich mal von aufmerksamen Lesern dazu aufgefordert, doch mal ein Dubstep-Mixtape zu machen. Da ich Dubstep hauptsächlich in fertigen Sets höre (die meistens aus Remixen bestehen), war es natürlich entsprechend schwer, einzelne Tracks herauszufiltern. Ich verkünde hiermit das mieseste Mixtape, dass dieses Blog jemals sehen wird und hoffe, ihr verzeiht es mir ((ich liebe übrigens alle Tracks in der Playlist, versteht mich nicht falsch, aber bei den meisten weiß ich nicht mal, ob man das wirklich Dubstep zuordnen kann. Außerdem, wenn wir jetzt mal ganz ehrlich sind, ist Burial doch alles, was man hören muss. Die perfekte und unzerstörbare Schönheit. Kunst. Magie. Nennt es wie ihr wollt, es ist schlicht und ergreifend perfekte Musik)).

Für alle, die nichts mit dem Begriff “Dubstep” anfangen können: stellt euch den schäbigsten Londoner Clubkeller vor, der euch in den Sinn kommt, füllt ihn mit heroinabhängigen Skateboardern und spliffenden Schamanen, die Magie an Kids verkaufen und setzt einen abgefuckten Raver auf Acid an die Decks, aber so einer von der ganz harten Sorte. Es ist wie Trainspotting meets Berghain in der Afterhour. Ich hör’ das ja immer einerseits zum Einschlafen und andererseits im Sommer auf bestrahlten Wiesen, wenn nichts mehr geht außer schwerer, schwitzender Atem.

Und, naja, auf Parties mit Heroinjunkies oder ganz coolen Menschen die nicht tanzen können oder wollen. Wer Gänsehaut bekommt hat bei mir schon mal nen Stein im Brett. Stimmung! Hier die Playlist:

Mixtape #8: Dubstep It Up

Zippity-Zip wie üblich unter #mt08dubstep – aber nicht lange, also zugreifen. Und geht dann schön in die Clubs und auf Gigs und kauft Merchandise und kein Heroin, bitte.

 

12 comments in “Mixtape #8: Dubstep It Up”

  1. Tijean says:


    Naaaahhh … Burial ist in imho derbe überbewertet. Genau wie der ganze Dubstep Hype… Aber hey thats just my 2 cents.

  2. S says:


    @Tijean: Ach, naja, alles wird irgendwie und irgendwann mal überbewertet, ich setz mich ja auch nicht hin und hör den ganzen Tag das gleiche Zeug.. :)

    Ich finde, dass so ein Dubstep-Beat einer alten Popkamelle oder schlechten Songs noch mal einen gewissen Twist geben kann, während mich die sogenannten Standalones (also, ich nenne sie jedenfalls so) tatsächlich eher.. lame sind.

    Außer, wie schon erwähnt, es handelt sich um Burial. But that’s just my two cents :)

  3. Tijean says:


    @S:
    Mit der Frischzellenkur für althergebrachtes Liedgut hast du natürlich nicht unrecht. Gelungenes Beispiel für diese Art “Bastard-Dubstep” ist z.B: Whiskey Bar von Jahmiga –> (http://www.youtube.com/watch?v=owoWaCuPNok). Aber diese Beispiele illustrieren irgendwie auch, dass Dubstep alleine doch etwas dünne ist. ;)

  4. Tijean says:


    @S:
    Es sei noch schnell angemerkt, dass ich mir auch gar nicht sicher bin ob der in dem vorigen Kommentar verlinkte Track von Jahmiga auch wirklich Dubstep ist. Generell scheint der Begriff Recht schwammig. Letztendlich geh ich diesbezüglich mit deiner famosen Definition d’accord, die auf schäbigste Londoner Clubkeller, Tanzunlust und spliffende Schamanen abstellt. :-)

  5. Mario says:


    Der “For the Kill” Remix ist hammer! Der Rest imho eher so là là.

  6. N says:


    Ich subtrahiere mal kurz das STEP und haue eine fette DUB-Mashup-Empfehlung raus. MOS DUB ist ein wunderbar chilliges Tape! http://mosdub.com/
    Dubstep it up muss ich noch ein paar Runden durch iTunes jagen, um ein Urteil abgeben zu können. Aber ich würde eher mershad mesassi oder was hören als deinem geschmack zu misstrauen.

  7. S says:


    @N: MosDub ist sooo perfekt für den Sommer. Apropos: bald kommt auch das Sommer-Mixtape, don’t worry, und es wird großartig (endlich wieder Gefilde, in dem ich mich auskenne) :)

    @Tijean: Ich find’s manchmal auch echt schwer, Dubstep zu definieren. Meistens erkennt man es ja an den Beats, ne, aber manchmal ist das auch wieder soo schwammig.. naja gut.

  8. kid yeah! says:


    Ja, Dubstep is in der tat schwer zu definieren. Am ehesten noch als ‘typisch’ oder ‘klassischen Dubstep’ würd ich Leute wie Walsh, N-Type oder eben Mala und Skream zu bezeichnenm – das ganze Croydon Gedöns eben. Burial macht mit seinem ‘Dark Low Dub 2 Step Whatever’ eh sein komplett eigenes Ding (aber ja, er ist ein gott :D ).

    Aber wem Burial allein mit der Zeit auf den Sack geht, hier ein paar Alternativen die zumindest in die Richtung gehen: Ital Tek, Kryptic Minds, Clubroot, Scuba, Duncan Powell.

    Ach und noch was anderes: das neue Crystal Castles is geleaked. Killer. :)

  9. S says:


    @kid yeah!: Vielen Dank für die Links, ich fahr’s mir später mal zu Hause rein :) Sehr nice! Und was Crystal Castles angeht: gibt’s da schon was auf Mediafire oder muss ich noch auf den richtigen Torrent warten?

  10. weirdmaex says:


    Bin auch sehr begeistert von den Tracks. Deinen Zippity-Zip Hint versteh ich leider nicht, vl. kannst du mich per mail aufklären. Danke und beste Grüße

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