
“The Perks of Being A Wallflower” von Steven Chbosky war ein verspätetes Catcher in The Rye für mich, allerdings nicht ganz so eindrucksvoll. Man hat halt bis zum Ende nicht genau verstanden, was eigentlich mit diesem verstörten, aber ganz süßen Jungen passiert ist, und wenn man es dann weiß, dann ist man irgendwie auch schon ganz verstört. Der Roman hatte damals ein knallblaues Cover und wurde irgendwie von MTV verlegt, oder zumindest war das MTV-Logo drauf, deshalb hab ich es mir gekauft. Auf Deutsch war das nicht so gut, auf Englisch habe ich es nie gelesen, aber trotzdem konnte ich mich daran erinnern.
Im Flugzeug habe ich dann gesehen, dass der Film mit Emma Watson und dem unglaublich wunderschönen Ezra Miller verfilmt wurde und da dachte ich, entweder ich fick mein Gehirn noch mal mit Cloud Atlas oder ich lasse mich auf ein bisschen Teenage-Coming-of-Age-Shit ein, der mich wahrscheinlich zum Weinen bringt. Und da habe ich natürlich, weil ich so gerne ein Emo bin, schön im A380 meine Nackenwurst rausgeholt, meine bombastischen Schlaftabletten geschluckt und zugesehen, wie schön und schwer Jugendlich sein eigentlich ist.





