Drank In My Cup

Ach, dieses Umsturzgefühl schon wieder. Lyrik, Literatur, gute Texte, eine Aneinanderreihung von Wörtern, die ja auch irgendwie Sinn machen sollen. Es will ja auch keiner in der kargen verfügbaren Zeit, die man sonst mit Möpsen, lustigen .Gifs oder absolut durchbrechenden Schlagzeilen verbringen könnte, irgendwelche Texte lesen wo jemand mit vielen Adjektiven beschreibt, wie er gerade melancholisch aus dem Fenster guckt und über zwischenmenschliche, emotionale Scheisse grübelt.

Das will einfach keiner lesen, ich ja auch nicht. Es langweilt mich ja schon wenn ich JDs (durchaus auch humorvollen!) Gedankengänge bei Scrubs folgen muss und mir dann gegen Ende jeder Episode fast eine Träne herunterkullert weil das wieder so schwergängig und moralisch wertvoll war. Lieber poste ich noch einen Song, Worte zählen nicht, geht zurück dahin, wo ihr herkommt, konsumiert fleißig bedeutungslos weiter, am Ende des Tages läuft es doch alles auf dasselbe hinaus. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass dieses mir auferlegte Hobby des Schreibens eine immer sinnlosere Richtung annimmt. Vielleicht sollte ich auch einfach die Fresse halten und Musik machen, so, wie jeder andere Mensch, der heute (im Internet und außerhalb) auch mal Erfolg haben möchte.

September 27th, 2011 Posted in Crystal Meth | 1 Comment »