Ja, er ist jetzt noch nicht soo bekannt, aber wenn sogar schon britische Radiomoderatoren feuchte Träume bei seiner Musik bekommen, dann lohnt es sich mal reinzuhören. Dem bin ich gefolgt. Es war eine großartige Entscheidung: Mayer Hawthorne.
Was Soul angeht, bin ich jetzt eigentlich nicht so der Groupie. Aber wenn das Independent-Label Stones Throw Records (aus L.A., Kalifornien) was mitnimmt, dann wird auch mein Interesse geweckt. Am 21. November legt Mayer Hawthorne in Berlin im Bohannon auf und ich werde da sein, mit Fliege, Hosenträgern, Hemd, Tickets und Heldin. Weil sein Debutalbum „A Strange Arrangement“ einfach mal verdammt über-sweet ist. Der Junge ist so verdammt awesome… unbedingt ansehen:
Ich habe keine Ahnung, was das hier ist- aber ich finde es erfrischend, großartig und besser als der ganze andere Schwachsinn, der durch die T00bs fliegt. Es nennt sich wohl Finger Tutting. Außerdem ein cooler Track:
Tutting is the name given to a contemporary abstract interpretive dance style that exploits the body’s ability to create geometric positions and movements, predominantly with the use of right angles. It is performed with minute attention to the musical rhythm, typically by altering positions in a stop-and-go fashion.
PS: Ich finde den “Favourite”-Button bei YouTube-Embeds immer noch nicht, und es frustriert mich.
Lieblingsblogger Jeriko hat ein Stück Blog-History in einem unglaublich schicken PDF konserviert. Es nennt sich “Ausdruck“, und ich erwähne es hier nicht nur, weil auch ein Beitrag von mir drin ist, den ich nicht mehr auf Rechtschreibung und Grammatik überprüfen durfte.
Nicht nur wegen mir, aber hauptsächlich, wohlgemerkt.
Vielen Dank, Jeriko, dass ich ein Teil davon sein sollte. An alle anderen: reinziehen und das letzte bisschen Blogkultur noch miterleben, bevor Twitter die Weltherrschaft übernimmt. Übrigens melde ich mich hiermit als Interessent für eine Printausgabe und bin dafür, dass du eine PayPal-Spendenbox aufmachst.
Die Leute kommen und sagen “S, du füllst deinen Kopf nur mit Scheisse”, und ich sage: Yo, hat sich also nichts geändert in meiner Welt! Ein Ed Hardy Fachidiot, ein oberflächlicher Weiberheld ohne nennenswerte Talente, ein kleinwüchsiger Besserwisser, ein kiffender Fatboy, ein größenwahnsinniger Egomane und ein schwules Prinzesschen mit Migrantenhintergrund.
Ah, es lebe meine Lieblingsserie. Fetter Hip Hop Soundtrack, leichte Tussis und ein wirklich liebloses Abbild der Hollywood-Szene. Ist aber nicht schlimm, angeblich geht es hier nämlich um Männerfreundschaften. Und weil es sich hier um amerikanisches Fernsehen handelt, ist die härteste Droge, die in der Show vorkommt, Gras. Die Reichen und Schönen würden ja auch niemals direkt vom Kilo ziehen. Niemals.
Aber es geht gar nicht um den Aston Martin, das dicke Haus oder den Beziehungsstress der Hauptdarsteller. Nein. Es geht darum, dass ich auf Turtle abfahre und damit gleichzeitig zugebe, dass ich noch nicht mal mehr in meinen Vorstellungen hohe Ansprüche an Typen stelle. Es geht um Ari Gold, dem bösen Dr. Cox. Ari Gold, Father I’d Like To.. Meet. And shake hands with. Und so. Gott, ist diese Serie gut.
Anyway: ich habe es mal wieder geschafft, trotz meiner drölfmillionen-Stunden-Woche sechs Staffeln in zwei Monaten aufzusaugen. Entsprechend niedrig sind also meine sozialen Interaktionen ausgefallen. Über meine Abwesenheit hat sich keiner beschwert. Zeit, dass ich mir mal wieder die Unterarme aufritze.
Mit dem bisherigen Ende von Entourage ist bei mir mal wieder ein Time-Slot mehr freigeworden (und nein, ich setze keine Hoffnung mehr in meinen sozialen Status, bis das antarktische Klima nachlässt und die Berliner Straßen wieder auftauen werde ich nur noch das Haus verlassen, um hässlichen Kindern die Asia-Nudeln wegzunehmen), und ich bin noch unsicher, wie dieser gefüllt werden soll. Ich warte auf eure Vorschläge. Eigentlich warte ich nur auf seine Vorschläge, der Rest macht ja nie mit.
Ihr denkt, ich stünde hier alleine auf weiter Flur mit meinen weltenzerstörenden Gedanken und mit dem epischen Kopfkino. Ihr denkt, ihr könntet das aus der Distanz beobachten und einfach behaupten: S, du hast ne große Klappe, und deine Welt ist so bizarr wie ein Heavy Metal Orchester beim Weltfriedensbankett! Ihr denkt, dass sich das Abseits der Normalität befindet, Sperrmüll des Internets, nichts besonderes, und doch kommt ihr immer wieder her und schaut angeblich gähnend zu, wie hier etwas in die Luft fliegt… und ihr habt recht. Hier geht bald was hoch.
Wir sind jetzt nämlich zu zweit.
B. Der Typ, der seinen Saft an der Bettkante abwischt, bevor sie es merkt. Der Typ, der nackt mit einem Laserschwert bewaffnet auf einer Balkan Beats Party seinen Puller kreisen lässt. Der Typ, der genau dann auf’s Maul fliegt, wenn das glorreichste Tor aller Zeiten geschossen wird.
B. Eine Inspiration, ein Gerücht, eine Legende, eine Saufmaschine und ein Kettenraucher. B, der Typ, der euch damals schon den Schädel zerbombt hat, mit seinen Texten, mit seinen Lügen, mit seiner Hardcore-Awesomeness.
Zusammen sind wir S&B , und zu einem dragstripGirl kommt noch ein dragstripDude dazu, so, wie es sich gehört. B, mein Sidekick, mein Fight Club und mein Popstar. Damn B, lass mal hier was abbrennen und so.
Wer mich kennt weiß ganz genau: der Alten ist nicht mehr zu helfen. Trotzdem lege ich viel wert drauf, bei meinem mentalen Untergang gut auszusehen. Deshalb habe ich mir schwarze Stiefel, einen schwarzen Mantel und ein kurzes Röckchen besorgt. Menschen halten auf der Straße an und fragen “S, bist du jetzt tatsächlich eine Frau? Man wusste das nie so genau!”, und ich sag dann immer “Hell Yeah Motherfucker, aber ich rede nicht so!”
… und weil ich mich ja eigentlich nur besser kleide, um den ganzen Fashion-Antichristen mal zu zeigen, dass ihr langweiliges Attire auch gut aussehen kann – nämlich an mir–, brauche ich im Privatleben natürlich die entsprechende Kompensation: Lumpen, Fetzen und achtmal getragene, ungewaschene Boxershorts, während ich mir mal wieder die Wampe vollstopfe und Coke Zero saufe.
Deshalb gibt es statt Pyjamas jetzt nur noch knappe Kult T-Shirts und Unterwäsche. Alles natürlich von H&M, die momentan eine ziemlich steile Jungskollektion fahren (ja, ich weiß. Für Jungs. Mutti würde mir jetzt eine runterhauen und mich in Tüll stecken, aber VERDAMMT, KLEINE JUNGS KÖNNEN DEN WERT SOLCHER PRINTS DOCH ÜBERHAUPT NICHT EINSCHÄTZEN), und außerdem kann ich mir nichts anderes leisten außer Dumping-Ware. In der Kollektion gibt es zur Zeit Batman, Silver Surfer, Spiderman und, bämbabäm, Star Wars, baby! STAR WARS! UND DAS GIBTS NUR IN DER KINDERABTEILUNG! MUTTIS KENNEN KEIN STAR WARS! UND ICH BIN ZU FETT FÜR KINDERGRÖSSEN!
… anyway. Star Wars ist für mich in etwa genau so inspirierend und beeinflussend gewesen wie Back To The Future. Ohne Star Wars würde ich heute immer noch Ballet tanzen und zu Hause in einem Kimono rumlaufen. Umso verständlicher ist es, dass ich bei einem Projekt wie Star Wars: Uncut komplett ausraste und entschlossen bin, meine eigenen fünfzehn Sekunden einzureichen.
Das wird jetzt keinen großartig interessieren, und eigentlich weiß sowieso keiner, worum es geht. Aber hier ist ein Key-Learning, das mich in den letzten Wochen umgehauen hat: meine Motivation steht und fällt mit den Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten darf– oder muss.
Nun musste ich mich ja vollständig der Lethargie, der Paranoia, Verlustängsten und auch ein bisschen Genitalherpes hingeben, als ich feststellen musste, dass der großartigste Dude, den ich Berlin kennen lernen durfte (ok, Marcel ist auch in Ordnung), einfach mal wegzieht. Ins kalte Hamburg auch noch. Tja. Und dann kommt das: heute habe ich Geburtstag, und mir wird verkündet, dass das doch nicht der Fall ist. Die olle Knalltüte bleibt nämlich.
SUCK IT!
PS: Danke an alle, die mir zum Geburtstag gratuliert haben. Vor allem Riesendank an die StudiVZ-Opfer, die mir meine Pinnwand zugeschmalzt haben, obwohl ich noch nicht mal mehr weiß, was das für Leute sind. Zeit, da mal die Pforten dicht zu machen.
Oh, da schlägt das Nerd-Herz aber ganz ganz schnell bei mir: Storm Troopers On Their Day Off ist eine Bilderserie auf FlickR, die mir so gut gefällt, dass ich mir einige Fotos direkt mal ausdrucken und in mein Zimmer hängen werde. Nachdem ja vor einiger Zeit schon das Video “Stormtroopers’ 9/11” (Where were the Stormtroopers when the Death Star fell?) mich mental beglücken durfte, gibt es auf FlickR die besten Urlaubsbilder. Jeden Tag ein weiteres Bild. Wahrscheinlich bin ich die letzte, die davon Wind bekommen hat, aber egal.
Und nun in der Kategorie “Weitere Nutzlose Dienstleistungs-Start Ups, die das nächste Twitter werden könnten”, stelle ich euch mein neues Lieblingsspielzeug vor: robo.to.
Auf robo.to kann man ein Profil erstellen. Auf diesem Profil kann man dann viersekündige (ja, vier Sekunden) Videos aufnehmen, Status Updates drankleben und mit diversen anderen Profilen verbinden (zum Beispiel Facebook oder Twitter). Diese Vier-Sekunden-Videos sind ton- und effektlos, haben keinerlei Existenzberechtigung, erfüllen aber wieder meine Theorie, dass alles schneller und kürzer sein muss, damit wir es bei der aktuellen Informationsflut (ach, Informatiosflut– das ist eher ein katastrophaler Bildungstsunami mit der Note 6, “Thema verfehlt!”) noch irgendwie verarbeiten können, ohne gleich vor Anstrengung nach Luft zu schnappen.
Weil ich das größte Opfer der ADS-Generation bin, finde ich dieses schöne Schnipsel an Internetsperrmüll so großartig, wie man es sich nur vorstellen kann. Vor allem, weil ich mich sogar traue, mit einer fetten Pickelexplosion mein Gesicht zu zeigen. Da können andere nur von träumen, so mutig zu sein.
Jetzt wäre das Tool ja so noch sehr einsam, weshalb sich die Typen wohl gedacht haben: Lasst uns eine Channel-Funktion einbauen! Dabei werden die aktuellsten Videos in einem Stream angezeigt. Die Status Updates sind, wie bei einem Twitter-Update, im besten Fall mit Hashtags versehen, sodass man direkt eine visuelle Reaktion zu einem aktuellen Thema serviert bekommt. Es ist toll und ich werde es nie wieder loslassen.
PS: Justin Timberlake hat da wohl eine Finanzspritze gegeben, bei dem ganzen Gerät. Der ist wohl auch proaktiv am Mitmachen, der junge Mann. I approve of this.
Am 19. Junie haben IMDB User über die großartigsten Filme aller Zeiten abgestimmt. Nun hat ein kreativer Kopf aus diesen Filmen einen U-Bahn Plan gebastelt, der in 19 verschiedene Linien nach Genre geteilt ist. Die Karte ist überdimensional, faszinierend und ein wahrer Hingucker. Ich glaube, ich habe nun das passende Poster für mein Büro gefunden.
Ich will mir ja gar nicht ausmalen, wie lange das gedauert haben muss. Ich geh’ jetzt mal schlafen, das habe ich mir verdient. Zusätzliche Infos zur Karte (auf Französisch) gibt es hier, gefunden habe ich es irgendwo in meinem Feedreader, ein guter Mensch namens Jack teilt immer die großartigsten Sachen. Danke, bitte weitermachen!