DAILY MOVEMENT MIX

Ich frage mich gerade, wie es den Leuten heute geht, die als Kinder früher immer ihre Cornflakes mit Orangensaft gegessen haben. Über sowas denkt man nach, wenn man in unrealistisch prachtvollen Gewässern schwimmt, die Ohren unter Wasser und die Augen geschlossen. Es lohnt sich definitiv, einmal in seinem Leben auf den Malediven gekommen zu sein – dazu aber später mehr.

Zwischenzeitlich hier ein Mix, den ich vor einigen Tagen schon gezogen habe und der mich derzeit auf meinem kleinen Abenteuer begleitet. Das Daily Movement Mixtape Vol. 3 von DJ Abstract knallt in etwa genau die Musik, die ich gerne im Club hören würde und bei der ich immer am elektronischen Furz-Controller versage. Ich lege meine DJ-Karriere nieder und beschließe, nie wieder aufzutreten, wenn ich das nicht endlich auf die Reihe bekomme.

Bevor das aber alles zu Lasten meines angeknackten Egos geht, lasst uns diese Bangerstrecke huldigen und betet dafür, dass ich Donnerstag ohne Trauma und langfristigen Flugangst-Schäden zurück in den matschigen Herbst schreite.

Tracklist:

1. Kanye West – To The World (w/R. Kelly & Teyana Taylor)
2. TNGHT – Gooo
3. 2 Chainz – Birthday Song (w/Kanye West)
4. J Bar – Throw It (Money In The Building)
5. Hudson Mohawke X Omarion – Ice Box Loop
6. Obey City – Neva Knew (Baauer Remix)
7. Usher – Climax (Flosstradamus Remix)
8. Joker – On My Mind (w/William Cartwright)
9. Dj Drama – My Moment (w/ Jeremih, 2 Chainz)
10. Dj Khaled – I Wish You Would (w/ Kanye West & Rick Ross)
11. SLBMG & Hydroboyz – 100.000%
12. TNGHT – Higher Ground
13. Schlachtofbronx – Dicky Riddim (w/Warrior Queen)
14. Kanye West & Big Sean – Clique (w/Jay-Z & Cocaine 80s)
15. Aaliyah – Enough Said (w/Drake)
16. Alicia Keys – New Day (w/Dr Dre)
17. Beenie Man – Super Model
18. Mavado – Aktion Pak
19. Adje & Reverse – Hele Meneer
20. Julio Bashmore – Au Seve
21. Jeremih – Go To The Mo
22. Rihanna – Cockiness (Remix w/ A$AP Rocky)
23. Rick Ross – Hold Me Back
24. Meek Mill – Young & Gettin’ It (w/ Kirko Bangz)
25. Missy Elliot – Triple Threat (w/Timbaland)
26. Birdy Nam Nam – Goin’ In (Skrillex ”Goin’ down” Mix)
27. Dj Chuckie & Hardwell – I-Alarm (Munchi’s Back Then Schurende Faze In Holly VIP)
28. Dj Abstract – Peanut Butter Jellytime (Peanuts Rework)
29. A little bonus for dem sexy ladies out there!

Der Rest von DJ Abstract ist auch nicht zu verachten, genau die perfekt Mischung zwischen EDM und Hip Hop und damit absolut Tanztauglich. Obwohl ich gerade keineswegs Lust auf explosive Tanzabende habe – ich denke an einen kuscheligen Herbst unter der wolkigen Flauschbettdecke und viel Nivea für die trockene Heizungshaut – bewegen sich meine Fußzehen zu diesen Beats wie gereizte Nervenenden. Leeehggo!

October 9th, 2012 Posted in Musik | 2 Comments »

Flosstradamus

Wir müssen eine Party planen. Ich werde in Burkha auflegen um sowohl zu provozieren als auch meine Herkunft überspitzt darzustellen. Ich will dann alles aus diesem Mix spielen. Vielleicht lege ich einfach nur diesen Mix ein, klicke auf Play und mache einen auf David Guetta: Hände hoch und mitfeiern. Ich finde, auch das ist eine unterschätzte Kunst. Was soll ich sagen? That’s how I roll.

June 25th, 2012 Posted in Musik | 2 Comments »

White Girl & Lunice

Es ist einer dieser Abende, an dem man weiß, was man will: Pause. Nach getaner Arbeit und im Wissen um den Stress am nächsten Tag gibt es nur noch die absolute Knalltüte in Form von MDMate und reichlich klarem Blutverdünner. Ob es um Geld geht oder nicht – wir müssen ja ständig in Bewegung bleiben, um nicht in unsere Leerlauf-Löcher zu fallen, die uns die Seele zerreissen. Bis die Birne platzt, gerne auch bei 13 Grad und Nieselregen. Und dann strotzt man gerade so vor Abenteuerlust und weiß ganz genau dass es diesmal nicht so wird wie beim letzten oder vorletzten Mal im Prince Charles. Und dann wird alles so perfekt wie man es sich vorstellen kann: latent angetüdelt mit dem Fahrrad fast die O-Straße am Asphalt abknutschen, von den Türstehern an der Schlange vorbeigewunken werden und durch Zufall auf der Gästeliste stehen. Und wir sind jetzt schon total high und übermütig. Pünktlich zum Setbeginn durch die Meute kämpfen und direkt am DJ-Pult zwei Stunden lang in Schweiß und freudigen Tränen baden. Ballin’, Banger, Boom. Und wir leben und atmen, trotz der schlechten Luft und dem Rauch. So ein Workout kann auch das Studio nicht aus mir rauskitzeln. Zwei Stunden lang pure Klangextase. Nukleare Ansteckungsgefahr, Ellenbogen an Kopf, so hoch springen wie man kann, völlig ignorieren, wie bescheuert die weißen Kids beim abgehen eigentlich aussehen. Egal, wir sind Pretty Flackos. Und Lunice, der für mein herzsprengendes Hiroshima sorgt, der mich für immer in sein Herz geschlossen hat, ist einfach nur ein Kid wie wir alle und springt am höchsten zu seinen Tönen. Der freut sich, und ich freue mich, dass er sich freut. Wir zerstören den Club, aber nur innerlich, also uns, unsere Gehirne und vor allem unsere Ohren. Who cares. Überall bunte Laser und so ein Scheiss. Und dann ist alles so schnell vorbei wie es angefangen hat und wir kriegen das organische Grinsen nicht mehr aus unseren Gesichtern geritzt, ist aber egal, weil morgen geht es nämlich weiter mit dem Nachdenken und dem Philosophieren und der Unikram und die Arbeit und die ganzen ernsten Dinge, um die man sich kümmern muss. Hey Lunice, woher kennen wir uns eigentlich nicht? Aber zwei Stunden lang habe ich zu den sinnlos herumfliegenden Molekülen gehört, die nach ihrem Gegenpol suchen, mit ihren Freunden keine Fragen stellen, ohne wirklich aktiv zu sein. Und für das Herzrasen und die Umarmungen und das gemeinsame Abschwitzen und Mitgröhlen hat es sich gelohnt, auch wenn es sich wie ein hocherotischer Moment der akustischen Illusion anfühlt. Wenn der Sommer dann endlich kommt, ergibt sich für die Zukunft nur eine logische Möglichkeit: rumfahren und Drogen nehmen. Für den Hustle und den Flow.

May 13th, 2012 Posted in Berlin, Musik | Comments Off

Dance A$$

Da wären wir wieder bei Big Sean gelandet, der, so mittelmäßig er auch sein mag, immerhin gerne mal wieder bei mir auftaucht. Im seltensten Fall kann man ihn dafür verantwortlich machen, dass er solide Arbeit liefert. Leider. Auch in seinem neuen Video ist es mit Sicherheit nicht BS, der mich den Atem anhalten lässt, sondern Nicki FUCKING Minaj. Ich komm überhaupt nicht mehr klar auf meinem Leben seit ich sie in diesem Video gesehen und gehört habe. Nicht nur, dass das der nächste Club-Banger wird (insofern mir jemand mal den zumutbaren Club findet, in dem neuer Hip Hop Shit gespielt wird), sondern auch meine persönliche Waffe gegen alle Minaj Hater. Die Frau ist der Wahnsinn.

November 5th, 2011 Posted in Musik | 5 Comments »

creep x boiler room

Wenn der sonst eher unaufgeregte junge, gutaussehende Mann von DT64, den ich in vielen Dingen schätze und liebe, sagt, dass man sich etwas anhören sollte, weil es gut ist, dann gibt es keinen Grund, nicht sofort alles stehen und liegen zu lassen um genau das zu tun. Sonst ärgert man sich um die verlorene Zeit, die man mit einem fantastischen Soundtrack im Ohr hätte verbringen können.

In diesem Sinne: der Boiler Room Mix von Creep ist der absolute Wahnsinn. Jeder Track ein Banger. Und dass wir die nicht live gesehen haben war nicht, weil ich nicht motiviert war, möchte ich hinzufügen. Verdammt gut.

June 8th, 2011 Posted in Musik | 2 Comments »