Vitamin B6

Vitamin B6

Und das Beste, das allerbeste was man machen kann ist, Gedanken immer häufiger einfach für sich zu behalten, sie aufzuschreiben, aber niemandem zeigen, nur sammeln, jeden noch so kleinen Gedanken, jede kleine Idee. Sich immer mal wieder ein bisschen verlieren in diesem Sammeln von Worten, Seiten füllen, ohne Struktur, ohne irgendeinen roten Faden, einfach jeden noch so banalen Halbsatz kurz festhalten, ihn später wieder aufgreifen, zusammenknüllen, zerreißen, wegwerfen, später die Grenzen neu abstecken. Feststellen, dass man auf einem völlig neuem Niveau denkt, schreibt, beobachtet. Sich darüber freuen, dass da plötzlich ein Gedankenaustausch stattfindet zwischen dir und jemandem, der du mal warst oder mal sein wirst.

Was sie sagt.

February 10th, 2014 Posted in Crystal Meth | 1 Comment »

Closing Party

Closing Party

Ich bin wie so ein mittelständisches Unternehmen das sich selbst heruntergewirtschaftet hat. Die Berater facepalmen sich bis ins Koma. In den Tagesthemen grinst der Zamperoni frech, wenn er über mich berichtet.

Irgendwann hatte ich mich bewusst und pro-aktiv dazu entschieden, meinen Blog-Erfolg einzudämmen. Das Geldverdienen sollte mir letztlich nicht den Kurs meiner Schreiberei vorgeben (außerdem war ich zu faul, mich ernst zu nehmen). Mittlerweile verdiene ich immer noch nur sehr sporadisch ein wenig Taschengeld mit dem Firelfanz. Alles ist bequemer als mich selbst zum Schreiben zu drängen.

So viel Nachsicht hätte aber auch nicht sein müssen, jetzt kostet mich DSG viel Geld für Nichts. Danke, liebe Abmahnung (irgendein Bild aus 2009 von Megan Fox, wahrscheinlich das einzige, das ich jemals ohne Rechte verwendet habe… nun denn)! Ich frage schon gar nicht mehr nach meinem Unglück. Dinge passieren einfach. Ich lache. Aber falls jemand einen ordentlichen, gut bezahlten Job für mich hat – ich sehe mich ehrlich gesagt als Crackdealer – dann lasst es mich wissen. Ich kann lesen und schreiben, gut aussehen, Zähne putzen und Avocados auslöffeln. Was ich nicht so gut kann: Archive löschen, Geld haben und erfolgreich sein!

Mein Gehirn feiert die Closing Party einer ultra-spannenden Saison. Wenn alles nicht so stressig und finanziell belastend wäre, wäre es ja auch verdammt witzig. Ständig tollpatschig Dinge kaputt machen, hochpreisige Arbeitswerkzeuge verlieren, Autounfälle im Ausland bauen, Abmahnungen bekommen… mein Humor ist ein Testament an den Optimismus. Bis ich mal von diesem Thriller fertig gemacht werde dauert es ein bisschen. Ich hoffe ja heimlich, dass mich irgendwer mal in den Knast wirft (für vernachlässigte Steuererklärungen oder eben Abmahnungen wegen hässlicher Megan Fox Bilder).

PS: DragstripGirl wird nicht zugemacht. Ich muss mir nur langsam überlegen, WAS ich hier eigentlich mache.

October 16th, 2013 Posted in Crystal Meth, Gangster | 2 Comments »

Gossip Dings in Berlin

Die “(Fashion-)Bloggerszene” (ich kotze) von Berlin findet sich selbst so wichtig, dass sie nun mehrere Blogs hervorzaubert, die diese lächerliche Wichtigkeit vorführen. Leider haben die meisten Progatonisten der vermeintlichen Szenen dadurch nur das Gefühl, sich noch ernster nehmen zu müssen. Das hat man davon, wenn Karl Lagerfeld, Rihanna und Chris Brown jeweils für 3 Minuten in Berlin sind.

(more…)

November 26th, 2012 Posted in Berlin | 1 Comment »

I THINK SHE READY

Wo ist eigentlich auch der Unterschied zwischen “es möglich gemacht bekommen” und “absoluter sell-out sein”? Sponsored Partys, weil man seine Message in die Welt schreien möchte: Markenname auf der Flasche und Umsonst-Werbung für den “Enabler”. Das kenne ich noch aus meinem Abiturjahrgang, da haben wir das ganze Dorf abgeklappert um Leute zu finden, die gegen einseitige Anzeigen in unserem ABI-BUCH (!!!!) den Druck springen ließen. Ich setze die Anführungszeichen da nicht ran, weil ich das System selbst so erschreckend finde, sondern weil es lediglich ein bisschen stillos ist. Ich meine, ich hab auch nicht in einem armen Dorf in der Nähe von Bratislava gelebt, ich komme aus einer westdeutschen Kleinstadt wo jeder zum 18. Lebensjahr erstmal eine neu geleasten VW Golf vorgesetzt bekommt und pünktlich um 19 Uhr zum Abendessen nach Hause muss, zumindest in der Welt meiner Oberstufe. Da, wo ich als Quotenausländerin immerhin noch so viel Dekadenz besaß mich dafür einzusetzen, dass wir doch bitte andere Möglichkeiten für den Druck finden als irgendeinen Dulli-Bäcker aus der Einkaufspassage mit sozialem Druck zu nötigen.

Jedenfalls war die ganze Diskussion für mich sowieso gestorben als unser Abimotto gewählt wurde (AbituriENTEN). Heute lebt diese Diskussion in mir wieder auf, denn ich befinde mich in einem Strudel des Werbe-Sogs: man wird gefördert (durchaus auch mit finanziellen Mitteln… meist aber eher nicht), um ein T-Shirt des Förderes zu tragen, wenn man es mal so ausdrücken möchte. Im Sport eine sehr angesehene Sache, übrigens. Im persönlichen Bereich möchte ich da gar nicht näher drauf eingehen, denn bisher lief es auf “eine Hand wäscht die andere” hinaus und ich möchte behaupten, dass meine persönlichen “Profite” immer hoch genug lagen dass ich mich nicht ausgenutzt fühlte. Und falls sich hier einige höchst beleidigte Leser angesprochen fühlen sollten auf diesen ganzen Nissan-Kram und vielleicht etwaige andere Werbe-Leistungen, die zum Beispiel auf diesem Blog getätigt wurden: macht euch mal locker, esst mal ein leckeres Eis, habt Spaß am Leben, denn den habe ich auch. Gegen Kritik sei nichts einzuwenden, aber ich glaube hier nahm bis jetzt kein Fremdkörper die Überhand und ich lege größten Wert darauf, immer ein nettes Experimentierfeld zu haben. Dennoch: es gibt Angebote, die will man nicht ausschlagen, weil sie einem Traum gleichen. Traumjobs, zum Beispiel.

Als ich meine Weltreise 2010 startete, ging ich mit eigenem Geld los. Ich hatte hart und ehrgeizig gespart, bin ungefähr 8 Monate auf Tour gewesen und zufrieden wieder in Berlin angekommen, auch wenn ich letztendlich nicht die ganze Welt gesehen habe. Heute würde ich das nicht mehr machen. Das ist zu viel Geld für zu wenig Komfort. Ich erwarte keine fünf Sterne Design Hotels, nicht nach den Holzpritschen in Bangkok; aber wer die Welt sehen will, muss entweder Reisejournalist sein, sehr niedrige Standards und viel Zeit haben oder die Gelegenheit nutzen, wenn man seine Leidenschaft (das Schreiben oder Fotografieren) mit einem gewissen kommerziellen Erfolg bündeln kann. Die Buh-Rufe kommen selbstverständlich, auch wenn ich mir heutzutage darüber keine Sorgen mehr mache. Ich weine immer noch einer gewissen amerikanischen Laxheit hinterher, die hier trotz Internet-Globalisierungs-Kommunikations-Gedings niemals angekommen ist. Wer Inhalte scheisse findet, darf sie gerne scheisse finden. Wer Inhalte scheisse findet weil sie an Geld gekoppelt sind, der soll es bitte selber und anders besser machen, wenn er wie ich sechs Kinder mit dem Namen Ahmadullah Mohammed Al-Rahman al Rahim zu pflegen hat und das nächste schon im Anmarsch ist. Just kidding. Aber wenn ich damals die Weitsicht, die Zeit für die Arbeit und die Geduld gehabt hätte, dann hätte ich es sofort anders gemacht. Mir den kleinen Ausflug bezahlen lassen im Tausch gegen Extra-Absätze (wir reden hier jetzt auch nicht von gebrandetem Urlaub, sondern von Jobs).

Worauf ich hinaus will: wenn man Dinge sowieso gerne machen würde, es aber alleine – also ohne die Anzeige des lokalen Bäckers aus der Einkaufspassage – nicht schafft, muss man sich dann dafür ein bisschen schämen? Ist das tatsächlich ein Sell-Out, oder wäre es verkappter Idealismus und ein bisschen Torheit, wenn man es für einen Sell-Out halten würde? Wie bereits erwähnt: in dieser Welt mache ich niemanden mehr den Vorwurf, in kommerziellen Rahmen zu denken und zu handeln. Please Dear God, gerade im Internet werden so viele Möglichkeiten gegeben, da möchte ich niemandem im Wege stehen. Das heißt aber nicht, dass ich die Inhalte gut finden muss, denn darauf kommt es letztendlich an. Für mich verhält es sich so: lieber lasse ich mir einen bezahlten Post oder Artikel zu einer chinesischen Wandergruppe auf einer verlorenen Insel vorlesen, der GUT ist, als eine lieblose Ansammlung an Fakten und zusammengewürfelten Bildern, die von Werbebannern umrahmt werden. Es ist eine gewisse Balance, es ist aber auch persönliche Präferenz. Whatever.

Ich denke über all das nach, weil gerade das Video vom Diplo-produzierten FKI Video “I Think She Ready” veröffentlicht wurde und man in diesem interaktiven Spektakel kleine Shopping-Links finden kann. Die Verknüpfung zu meinen unsortierten Gedanken überlasse ich euch.

(Das auch nur so, falls sich jemand mal gewundert hat, worüber ich eigentlich den ganzen Tag beim Musik hören nachdenke)

April 4th, 2012 Posted in Gangster, Musik | 8 Comments »

THE INVADER

Er ist ja auch irgendwie der Dieter Bohlen der deutschen Mongo-Blogosphäre. Ein echter Troll, provokant und polarisierend, jemand, auf den die intellektuelle Elite gerne mit den Finger zeigt, der Sündenbock der Schmuddelgeneration, der Verkorkser aller Jugendlichen unseres Landes, der Grund, wieso es immer weniger Ehen, immer mehr elternlose Kinder, und lügende Bundespräsidenten gibt: Marcel Winatschek, Begründer von Amy&Pink, Wahrzeichen Wahnsinn. Hier ist einer, der traut sich auch mal, gehasst zu werden. Ich bin ja der Meinung, dass die Welt so etwas braucht, denn ohne Yin und Yang gibt es kein Gleichgewicht, welches man erzielen könnte. So ist es doch, oder?

Und um die Balance in der deutschen Blogger-Gesellschaft für besonders idiotische und zigfach durchgekaute Themen wieder zum Fokus unserer Arbeit zu machen, gibt es mit THE INVADER ein neues Projekt von Marcel und einem großartigen, vollbusigen Team, bestehend aus allseits bekannten und wunderschönen Mädchen. Damit meine ich hauptsächlich mich selbst, aber do what you want with it, bitches.

Guckt euch The Invader an, hasst es, verflucht es, verbrennt es, so wie ihr es immer tut, aber wenigstens habt ihr jetzt wieder ein Thema neben Kony und Spotify, über das ihr yip und yappen könnt. Internet, y u so jelly?

March 13th, 2012 Posted in Ohne Worte | 2 Comments »

News For Original Girls

Ab sofort findet ihr mich auf dem neuen adidas Projekt “News For Original Girls” als Berliner Außenstelle. Ich weise explizit darauf hin, dass vor allem viele meiner Kolleginnen großartige Persönlichkeiten verkörpern und ein drüber lesen wert sind. Danke für diese Gelegenheit, die immerhin schon alte Freundschaften hat wieder aufleben lassen (“Ey! Kennste mich noch? Wir haben mal zusammen studiert! Ich hab dein Bild auf dem Blog von Palina gefunden! Schön dich wieder zu sehen!”).

Unser Netzwerk an Autorinnen, die aufmerksam und kreativ durchʼs Leben gehen, ermöglicht uns, täglich frische News, herausragende Artikel und einzigartige Reportagen zu servieren. Wir nehmen euch mit hinter die Kulissen von Events, Festivals und Shootings, sorgen für authentische Looks und sprechen mit jungen Künstlern, die etwas zu sagen haben. Dazu zeigen wir die schicksten Pieces aus der aktuellen adidas Originals Women Kollektion, kombinieren Tagesoutfits und setzen sie in stilvollen Fashion-Shoots in einen neuen Kontext. Wir haben keine Angst vor Ironie und das im Auge, was andere übersehen.

Die Macher der Plattform haben sich auf jeden Fall hohe Ansprüche auf die Stirn geschrieben – ich hoffe, durch meine Teilnahme genau dazu beitragen zu können. Ich freue mich über euer Feedback dazu. Dieser Versuch meinerseits hat mich auch lange ins Grübeln darüber gebracht, inwiefern man seinen Namen auf einem gebrandeten Vertikal zur Verfügung stellen sollte, aber die Gedanken darüber möchte ich an einer anderen Stelle noch mal betonen. Hebt euch also was das betrifft euer Feedback erst mal auf. Erst Mal muss ich nämlich noch mal in diesem Leben dazu kommen, für anstehende Klausuren zu lernen…

January 26th, 2012 Posted in Ohne Worte | 2 Comments »

PressPausePlay

Wer sagt mir eigentlich, was sich lohnt, und was aussichtslos ist? Wer ist überhaupt berechtigt dazu, mir zu sagen, was ich tun sollte und was nicht? Wer kann mein Werk – nicht meine Arbeit, sondern mein Werk – tatsächlich so beurteilen, dass ich es ernst nehmen kann? Wessen Kritik sollte ich mir anhören – und was ist die Kritik eines einzelnen wert, wenn dafür tausend andere unkritisch Beifall klatschen?

Wer hat Exzellenz, die Brillianz, aber auch die Fähigkeit, die Bildung, solche professionellen Urteile zu fällen, die einem den Grund unter den Boden nehmen und klipp und klar vermitteln: du solltest lieber etwas anderes tun, denn du bist keine Bereicherung für a) die Gesellschaft und b) für deine individuelle Gegenwart. Oder auch: genau das, was du tust, ist das, was wir brauchen. Es ist eine positive Änderung, oder mindestens eine Erweiterung, ein Aufbau, eine Glanzleistung- vielleicht einfach nur “berechtigt”.

Wie viele Menschen können ein architektonisch und handwerklich einwandfreies Haus erkennen und beurteilen? Wie viele Menschen können in einer Jury sitzen und die Figuren eines Klippenspringers nach Konzept, Umsetzung und Ästhetik einschätzen? Viele Menschen können sich begeistern. Sehr wenige haben ein geschultes Auge. Und wie notwendig ist ein geschultes Auge eigentlich? Warum sollte es eine Bestimmungshoheit über Kultur oder Kunst geben, wenn uns die Demokratie in die Wiege gelegt wird? (Vielleicht, weil es auch eine Bestimmungshoheit darüber geben sollte, wie man ein Flugzeug fliegt oder ein Haus baut. Weil Menschenleben, aber auch die Art menschlichen Lebens, auf dem Spiel stehen)

Auf wen muss ich hören, wenn ich frage: sollte ich schreiben? Auf meine Freunde? Auf meine Leser? Wer sind diese Menschen, warum finden sie das, was ich mache eigentlich gut, und warum zählt ihre Meinung, und wenn nicht ihre, wessen sonst? Wie viel Gehör hätten meine Worte bekommen, wenn diese unmittelbare Do It Yourself Möglichkeit des Internets nicht gegeben wäre – wie viel hätte ich geschrieben? Wie viel Brillianz und Intelligenz gehen unter, weil sie nicht den populären Geschmack einer Masse treffen – wie viele Trial & Errors darf man sich erlauben, wenn man kein Fachgebiet, sondern nur ein “Hobby” hat?

Wir reden von Professionalisierung und Paradigmenwechsel, aber kaum einer spricht mehr von Authorität und Elite. Die Frage, die sich stellt, ist ob durch diese Umstrukturierung unserer Kreativwelten auch unser Anspruch verwaschen wird. Ob das generelle Halbwissen, welches jeder hat, das gänzliche Fachwissen eines einzelnen egalisiert. Gibt es einen Weg, beide, sich gegenüberstehenden Welten zu vereinen?

Viele Gedankenanstöße kamen bei der schwedischen Gegenwartsaufnahme “Press.Pause.Play.“, viele Fragen wurden in den Raum geworfen, nicht viele wurden beantwortet. Es bleibt spannend, sowohl gesellschaftlich als auch aus individuellem Standpunkt. Dieser Film hat großartige Standpunkte zu vielen Themen der digitalen Welt zusammengesucht und Menschen sprechen lassen, die sich dieser Welt bedienen. Unabhängig von den Inhalten ist er auch wunderschön gemacht. Wird hiermit ans Herz gelegt.

(Merci an Roitsch & Nico für die Empfehlung)

November 28th, 2011 Posted in Ohne Worte | 2 Comments »

Kommentare ohne Grenzen

Seitdem ich in Berlin lebe, ist das Bloggen zu mehr als nur einer “fiktiven” Internetgeschichte außerhalb der realen Welt geworden; es ist ein Kommunikationsmittel, welches mir ermöglicht hat, viele meiner jetzt besten Freunde kennen zu lernen und ein fantastisches Werkzeug um Kontakte zu finden, die einen im Leben weiterbringen. Selbstverständlich liegt das an der Größe von Berlin, hier findet man eben viel mehr Blogger (und auch Leser), als in einem kleinen hessischen Städtchen.

Ich lese auch viele Blogs, aber manchmal lerne ich eben auch Leute kennen, die wissen, wer ich bin, selbst aber gar nicht “öffentlich” im Internet erscheinen. Das irritiert mich. Ich lese nicht jeden Tweet, und manchmal fragen mich Follower, ob ich da und dort sein werde, weil sie auch hin gehen, und ob man nicht einen Kaffee trinken gehen möchte. Huch, ja, gerne… aber ich habe keine Ahnung, wer du bist. Die Zeiten haben sich geändert und nicht jeder ist ein Psychopath, klar, aber ich bleibe trotzdem immer sehr skeptisch: was willst du von mir? Ich weiß doch nicht mal.. hast du denn einen Blog, damit ich mal nachlesen kann, und so?

Meine regelmäßigen E-Mail Kontakte und Kommentatoren kann ich irgendwie schon zuordnen, aber es bleibt immer dabei: ihr kennt mich, aber ich habe keine Ahnung, wer ihr seid. Daher möchte ich euch auffordern, mir zu helfen. Ich will wissen, wer mich kennt. Ich will wissen, wer ihr seid. Ich will Geschichten lesen. Ich will wissen, wie alt ihr seid, wo ihr lebt, wie ihr heisst, was ihr gerne macht, wer eure Lieblingsmusiker sind, wohin ihr geht, was eure Pläne sind, warum ihr das überhaupt lest, was euch inspiriert, was auch stresst, egal was. Ob ihr einen Blog habt oder nicht, ich bin an jedem interessiert, der sich die zwei Minuten in der Woche nimmt, um irgendwie an meinem Leben teilzuhaben. Ich weiß, wie viele Leser ich habe — und das sind durchaus mehr als drei – aber ich verstehe auch, dass das eine ätzende Aufgabe ist, sich selbst preiszugeben. Aber vielleicht habt ihr doch ein bisschen Lust darauf. Ihr könnt in den Kommentaren schreiben oder auch eine E-Mail schicken. Egal was. Ich will es wirklich wissen.

Aber ich will es nicht dabei belassen. Ihr sollt einen (guten) Grund haben, das zu tun. Ich möchte für jeden Kommentar (oder E-Mail) einen Euro an Reporter ohne Grenzen spenden (ich werde zwar sowieso spenden, aber ihr könnt den Wert sozusagen erheblich verbessern). ((Weil ich nicht unendlich reich bin, werde ich es folgendermaßen machen: bleiben die Kommentare unter 100 Stück, werde ich den Gesamtbetrag spenden. Wenn es nicht mindestens 20 Kommentare gibt, spende ich trotzdem 20. Wenn es mehr werden als 100, werde ich jeden Monat für die nächsten drei Jahre 20 Euro spenden. Und die Quittung kriegt ihr selbstverständlich auch.))

Erzählt mir eure Geschichte und tut was Gutes damit. Ich freue mich darauf. Ihr habt eine Woche Zeit.

March 7th, 2011 Posted in Gangster | 65 Comments »

neulandsehen

Wie anders unsere Leben jetzt sind. Und bald tauschen wir unsere Rollen – vielleicht.

Nach sieben Wochen bin ich nun bei Buch Nr. 5 angelangt. All denjenigen, die diese Lesegeschwindigkeit als normal ansehen, möchte ich an dieser Stelle für ihr Leserleben gratulieren und mitteilen, dass sie sich ihre Kommentare zu meiner bisherigen leserlichen Leistung sonst wohin stecken können. – neulandsehen

December 5th, 2010 Posted in Urlaub | Comments Off

You Are Not So Smart

Einer der hervorragendsten Blogs den ich dieses Jahr entdeckt habe, der mich immer wieder völlig aus der Bahn wirft und breitgefächert fasziniert, ist “You Are Not So Smart”. Der aktuellste Artikel hat einen wunden Punkt bei mir getroffen, weil es um eines der vielen Dinge geht die mich dazu zwingen mich aus der Arbeitswelt zu verabschieden: Groupthink.

It turns out, for any plan to work, every team needs at least one asshole who doesn’t give a shit if he gets fired or exiled or excommunicated. For a group to make good decisions, they must allow dissent and convince everyone they are free to speak their mind without risk of punishment.

It seems like common sense, but it isn’t. You are not so smart.

How many times have you settled on a bar or restaurant no one really wanted to go to? How many times have you given advice to someone you knew wasn’t really your honest opinion? How many times does everyone decide to do Secret Santa and everyone gets crappy presents?

Unbedingt alles lesen auf You Are Not So Smart.

August 18th, 2010 Posted in Ohne Worte | 1 Comment »