"Girl gone wide."


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Ich habe da etwas entdeckt, dass ich eigentlich für mich behalten wollte. Ein kleines, glitzerndes Geheimnis- ein Geheimnis, wie es der erste Kuss war, von dem man noch nie jemandem erzählt hat. Ein Geheimnis, so wie den ersten Liebesbrief, den man nach zwanzig Jahren immer noch besitzt. Ein kleiner Schatz, der ein Lächeln erzeugt.

Aber natürlich kann ich es nicht für mich behalten. Es wäre nicht fair ((ok, abgesehen davon, wahrscheinlich kennt den eh schon jeder)).

Es heisst Le Love, ein TumblR, der sich als Blogspot verkleidet hat. Ein Scrapbook voller Geschichten, Bilder, Erfahrungen- gut und schlecht. Es ist kitschig, ja. Vor allem für einen Eisblock wie mich sehr waghalsig. Und trotzdem: wunderschön. Ein Thema, das so oft durchgekaut wurde, dass man nichts mehr damit zu tun haben möchte. Und trotzdem: fesselnd. Ich habe mich noch nie bis auf den Grund eines Blogs durchgeklickt. Bis jetzt.

Hier liegt noch ein Brief herum, der niemals verschickt wird- überflüssige Worte. Nichts, was ein bloßer Augenblick nicht auch vermitteln könnte. Aber vielleicht ist es wichtig, diese Dinge einmal auszusprechen. Nur um mal zugegeben zu haben, dass der Eisblock schmelzen kann. Nur um mal sich selbst zu erlauben, dass es sich gut anfühlt. Um einmal einfach zu sagen: das stimmt schon so.

Z. Thank you.

Thank you for inspiring me to do what I have always dreamed of. Thank you for your amazing and huge smile that warmed up my heart in the cold snowy weather. Thank you for being the most pleasant guy I have met in a long time. Thank you for being, not simple as you like to call yourself, but for being satisfied.

From all my heart, I mean it when I say: I hope you’ll always be happy.

Missing you already.
S.

by yeahs in Ohne Worte


Featuring: (Blog’s Not Dead) ist eine Sammelbox der Perlen aus dem Web. Wir dachten, sie wären tot, vom Bloggersterben befallen, aber sie sind hier, sie sind unter uns, man muss nur die Augen offen halten. Und so halten wir ständig Ausschau nach dem, was uns am Schreiben hält, und laden Blogger ein, zu unserer Schatzkiste beizusteuern…

Gastautorin: Charlotteteilweise/partiallygegenwart.wagemut.kulturpessimismus

das eigentlich meinerseits geliebte sz magazin proklamiert: der pop, die gebliebene leitkultur/strömung, ist tot.

was folgt ist ein abgesang auf die aussichtslosigkeit, die inhaltslosigeit und die kulturelle endlosschleife der jungen generation. nun, wo also mit michael jacksons tod die apokalypse besiegelt ist bleibt nicht mehr: kulturelle leere, hier und da heidi klum und detlef d! soost.  weltuntergangsstimmung. ich will kotzen.

in den medien ist immer wieder die rede von der ziellosen generation. uns, die nichts eigenes schaffen, nicht rebellieren, die unpolitisch sind. verleudmung und kulturpessimismus. die arroganz der vergangenheit.

was bleibt. der versuch eines manifests. einer verklärung. eines zeit ideals. nicht des tot erklärens der gegenwart, aufgrund des vergangenen. die erklärung einer gegenwart an der schnittstelle von möglichkeit und realtität.

1. definitionen sind wertlos

zu defninieren bedeutet festzulegen. in einer zeit, in der der technische fortschritt jedoch jeder statik trotzt, sind zeit-definitionen überholt. in einer zeit der globalisierung und der flexiblen gesellschaft gibt es keine unveränderlichen menschen, keine unveränderlichen umstände und wahrheiten mehr.

veränderung ist die einzige konstante.

2. konsum und kunst

während in der  (“verstorbenen”) popart konsum zur kunst erhoben wurde, erhebt die gegenwart kunst zum konsum. die gegenwart hat an mode den anspruch ein menschliches kunstwerk zu schaffen, an alltagsgegenstände den der außergewöhnlichkeit, der individualität, der form, des designs. street art, virtuelle kollektionspräsentationen, blogs haben den zugang zu kultur demokratisiert.

3. realität statt utopie

während der gegenwart ein mangel an idealen/ideologien verschrieben wird, trotzt die global city jeder nationalen beschränkung und einseitigkeit. freies wissen, weltgemeinschaft, vernetzung und creative commons sind der sound der neuen generation. statt der alten träume und der politischen ideologien wandern ideen durch die welt, geteilt, optimiert und weltweit verwirklicht. weltgemeinschaft statt weltfremde.

4. die straße ist kein politisches medium mehr

während sich die straße sich selbst auf plakatslogans und eine vergleichbar geringe wirkung, bzw. nur die mediale feststellung, “dass da was war” reduzieren muss, ist organisation und aussagekraft im netz effektiver und deutlicher. anstelle von kurzen slogans treten websites und blogs.

5. es gibt keine klare richtung mehr

es gibt keine kulturelle hauptströmung. kultur ist individualisiert, die außergewöhnlichkeit tritt anstelle der eintönigkeit und der trends. schaffenskraft und inspiration mulipliziert sich. es gibt tausend meinungen und antriebe,gesamtgesellschaftlicher konformismus ist unmöglich.

6. überfluss/verzicht/bewusstsein

politische und ethische überzeugungen äußern sich mehr praktisch als theoretisch. menschen der gegenwart entscheiden bewusst über konsum und verhalten. einzelteile statt massenware.

7. neue moral

alte maßstäbe und falsche vorwände sind überflüssig geworden. der einfluss schein und doppelmoralischer leitbilder nimmt ab. ethik ist eine persönliche entscheidung und entwicklung, alte definitionen werde durch neue ersetzt.

8. wandel

die gegenwart hat kein einzelnes gesicht, sondern viele. leitkultur ist passé, leitkulturen sind real. einfluss ist international, nationalität ist mehr und mehr unbedeutend. die agierenden menschen haben sich schneller vernetzt und freundschaft geschlossen, als die politischen spitzen.

9. menschen

alte rollenbilder lösen sich auf. menschen statt geschlechter. unabhängigkeit statt abhängigkeiten. freiheit statt determination.

gegenwart: freiheit, vielfalt, schnelllebigkeit, individualismus, purismus, bewusstsein, global city, kreatives teilen.

by yeahs in Ohne Worte


Sozusagen mein eigenes kleines Weihnachtsgeschenk: ein neues Theme für mich. Und für B. natürlich, aber den habe ich gar nicht gefragt (was mehr oder weniger an dem spontanen Wunsch lag, endlich mal diese Rotze vom Screen zu hauen). Nicht, dass es tatsächlich ein neues “Theme” wäre. Wie man sehen kann, bin ich beim Back To The Future Theme geblieben.. und so schnell kommt das auch nicht mehr hier weg. Es ist nur eine Art Fortsetzung davon, was vorher hier war. Äh, whatever.

backtothefuture

Ein bisschen bunter ist es geworden. Ich kann mir vorstellen, wie viele Menschen auf dem Minimal-Trip das jetzt furchtbar finden, aber dafür gibt es den Google Reader. Für Interaktivität bleibt ja heutzutage eh kaum noch der Nerv.

Es handelt sich bei diesem Theme übrigens um ein Premium Theme (für 14 €, also durchaus erträglich) von Zidalgo. Ich hab ein bisschen daran gefurwerkelt, bin mir ziemlich sicher, dass hier noch einiges ruckelt und mich das alles noch in den Wahnsinn treiben wird.

Aber morgen ist auch noch ein Tag. Falls euch bis dahin etwas noch Nervigeres auffällt als das Layout selbst, sagt es in den Kommentaren. Peace. Out.

by yeahs in Ohne Worte


Die Schlammschlacht letztens zwischen der halben Blogosphäre und einer taz-Autorin, die Philipp von NomNomNom hat abmahnen lassen, ist nun wieder vom Tisch des Tagesgeschehens gewischt. Spreeblick, Don Alphonso und Niggemeier stehen unter der Dusche, um das alles hoffentlich abzuwaschen und jeder Kommentator in den laufenden Debatten kam endlich mal wieder dazu, etwas verdammt zwei-nulliges zu sagen. Das war ganz schön aufregend. Wir müssen das jetzt nicht weiter ausführen, denn das, was zu diesem Fauxpas bereits für immer und alle Ewigkeiten ins Netz geschrieben wurde, ist ja fast überall vollständig nachlesbar.

Was ist übrig geblieben? Tja, einmal die Tatsache, dass die Definition des Internet – wie wir sie alle gerne sehen und verstehen – noch Zukunftsmusik ist und zum anderen, dass es noch eine verflucht große Asymmetrie zwischen Bloggern und Journalisten hierzulande gibt. Und im schlimmsten Fall wird eine Schlammschlacht geführt, in der auf der einen Seite jeder seine eigene Wahrnehmung und Kulturvorstellung als Anklage gegen das vermeidlich Obsolete darlegt. Und auf der anderen Seite, hallt harsch die unerträgliche Arroganz zurück. Diese Debatte hat deutlich gemacht, dass der Blogosphäre entweder verdammt langweilig ist oder aber dass ein riesiger Diskussionsbedarf zu Problematiken wie dieser herrscht. Letzteres ist natürlich äußerst wünschenswert. Der Diskurs hat stattgefunden und unter den vielen Kommentaren aller Akteure war auch so manches Mal etwas sehr Schlaues zu lesen, dass einem zu denken gibt.

Was können wir mitnehmen?

1. Blogger sollten sich wehren, wenn sie unberechtigt abgemahnt werden. Im Falle NomNomNom und einem ZEIT-Artikel trifft dies jedoch nicht zu. Philipp hat offenbar unwissentlich das Zitatrecht in seiner Definition gedehnt und aus Sicht unseres Netz-Kultur-Verständnisses trotzdem alles richtig gemacht. Denn er hat es als Zitat ausgewiesen und auf den gesamten Artikel verlinkt. Das ist meine persönliche Meinung. Aber er hätte es anscheinend nicht machen dürfen. Die Diskussion drehte sich letztendlich um die Verhältnismäßigkeit der Summe, die man ihm mit der Abmahnung aufbrummte. Und selbstverständlich um die Tatsache, dass man das alles auch hätte anders klären können. Professionell. So richtig möglich ist das aber anscheinend nicht.

2. Am Ende geht es um die wichtigste Währung im Web: Die Aufmerksamkeit. Und da kann sich wohl niemand von freisprechen. Beide Seiten hatten irgendwie nachvollziehbare Punkte. Und beide Seiten haben es nicht verstanden von Anfang an vernünftig miteinander zu sprechen, als das alles dann publik wurde. Ich möchte sagen, dass es gar in einem peinlichen Desaster endete, dass vielen Bloggern Angst machte, aber auch Mut (weil es gibt ja Spreeblick und Niggemeier). Und relativ unbekannte Journalisten können das alles zu einem Aufmerksamkeitstrichter umbauen und davon profitieren. Ich bezweifle jedoch, dass diese Taktik nachhaltig ist, womit ich in diesem Fall der taz-Autorin nicht unterstellen möchte, sie hätte es während des Gefechts so zu ihrem Gunsten gedreht. Im Kern hatte sie nämlich Recht, auch wenn ich ihre Art und Weise in höchstem Maße unsympathisch empfand.

3. Für die Zukunft sollten sich sowohl Blogger, als auch Journalisten im Netz ein paar Dinge bewusst machen: Blogger müssen vorher fragen, wenn sie etwas nehmen wollen, selbst wenn sie, wie Philipp, etwas Gutes im Sinn haben und Netz bereichern wollen. Journalisten müssen hin und wieder auf Augenhöhe herunterkommen, wenn sie nicht zerpflückt werden wollen. Und auch wenn ihnen das egal ist, sie das belustigend finden oder daraus virtuelle Puplicity generieren, wir teilen eine Sache: Das Schreiben im Netz. Wir verlinken, machen aufmerksam, subjektivieren und bereichern journalistische Inhalte damit. Und wir kaufen Zeitungen und lesen journalistische Inhalte. Blogger sind eigentlich eine Zielgruppe. Wäre eine Marke so mit seinen potentiellen Kunden umgegangen, wäre das fatal gewesen. Nicht generell, aber für den Ruf im Netz mit Sicherheit. Und es ist alles andere als vorbildlich und erzeugt eben viel Widerstand, den man dann eben sarkastisch kommentieren kann. Niemand hat gewonnen. Nur die mit den vielen Backlinks.

Dass es auch anders gehen kann, haben ebenfalls am Vorfalls-Tag , Annette Milz, Chefredakteurin vom Medium Magazin und Sebastian Heiser von der taz bewiesen. Natürlich so gut wie unbemerkt. Vernunft wird viel zu oft übersehen.

Sebastian Heiser hatte ein Interview mit Ines Pohl aus der Printversion des Medium Magazins abgetippt und ungefragt im taz-Blog veröffentlicht (siehe Verlinkungen im vorigen Absatz).

Annette Milz stellte Heiser auf Twitter zur Rede:

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Ebenfalls kommentierte Milz im entsprechenden Blog, worauf Heiser äußerst angemessen und wohltuend reagierte:

screeno

Milz nahm die Entschuldigung umgehend an und die Sache war gegessen:

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Das alles ist in Lichtgeschwindigkeit passiert. Ohne Schlammschlacht. Zwei kluge Menschen, die sich erwachsen und klug schnell geeinigt haben. Kann man sich natürlich die Frage stellen, ob das in diesem Fall ja auf Augenhöhe passierte (also Journalist vs. Journalisz und nicht Blogger vs. Journalist) und deswegen so professionell vonstatten lief. Derartiges Verhalten kann ich allerdings mit voller Überzeugung als angemessen und wünschenswert bewerten.

So löst man Probleme. Und beide Seiten wahren ihr Gesicht.

Fehler kann jeder mal machen, ob es nun aus Unwissenheit oder Faulheit geschieht, es ist menschlich.

Ich habe sowohl Annette Milz, als auch Sebastian Heiser telefonisch darum gebeten, diese kurze, faire und schmerzlose Diskussion auch mit Screenshots veröffentlichen zu dürfen. Und beide waren sich unabhängig voneinander einig: Miteinander reden, ohne dabei zu drohen, ist eine solide und fruchtbare Basis, auf der die Kommunikation und der vernünftige Dialog gedeihen kann.

Da können sich andere Journalisten, aber vor allem auch Blogger eine riesige Scheibe von abschneiden.

Danke nochmal an Annette Milz und Sebastian Heiser für ihre Offenheit und ihre Vernunft.

by B in Ohne Worte


Lieblingsblogger Jeriko hat ein Stück Blog-History in einem unglaublich schicken PDF konserviert. Es nennt sich “Ausdruck“, und ich erwähne es hier nicht nur, weil auch ein Beitrag von mir drin ist, den ich nicht mehr auf Rechtschreibung und Grammatik überprüfen durfte.

Nicht nur wegen mir, aber hauptsächlich, wohlgemerkt.

Vielen Dank, Jeriko, dass ich ein Teil davon sein sollte. An alle anderen: reinziehen und das letzte bisschen Blogkultur noch miterleben, bevor Twitter die Weltherrschaft übernimmt. Übrigens melde ich mich hiermit als Interessent für eine Printausgabe und bin dafür, dass du eine PayPal-Spendenbox aufmachst.

by yeahs in (Pop)Kultur


Heute ist Freitag, das Wetter ist scheiße, mir ist kalt und schlecht, weil das Wetter halt scheiße ist und das Wetter ist auch scheiße. Gut, dass es StyleSpion und die heute zum zweiten Mal stattfindende, großartige Aktion Ein Herz für Blogs gibt. Dem schließen sich S und ich heute knallhart an, weil das Wetter scheiße ist.

ein-herz-fuer-blogs

Hier nun unsere Dudes und Dudettes:

1. Melancholie Modeste schreibt seit Oktober 2004 Monat für Monat viele absolut wundervolle und charmante kleine Geschichten aus dem Alltag des Alltages. Bewundernswert an dieser Frau, die ich im April 2008 bei einer Lesung des Blog-Kulturmagazins >mindestenshaltbar< zum ersten Mal live sah und hörte, ist, dass sie neben ihrem Durchhaltevermögen immer auch Qualität und Niveau bietet, eine Seltenheit in der gesamten Sphäre der Blogs. Hin und wieder, vor allem früher, fand man sie häufig auf Lesungen wieder und auch in großartigen Printprodukten. (B)

2. Es gibt viel zu viele Blogs, die nur auf Titten, Sex, Alkohol und Exzesse abgehen. Eine andere und wirklich bessere Alternative, bietet der Hedonismus der Ally Klein, die mit dreckiger Lyrik, tollen Fotos und noch viel tolleren Musiktipps, die eigentliche Romantik im Upfuck-Lifestyle aufzeigt. Verworrene Worte rühren und stiften Sehnsucht. Hinterher fühlt man sich jedoch nicht überladen und leer, was bei vielen Blogs einfach der Fall ist, die möglichst plump über solche Themen schreiben. Eine ganz klare Alternative für vieles: Ally Klein, die in letzter Zeit im Abenteuer lebt. (B)

3. Wie Ally Klein und Melancholie Modeste gehört Julie Paradise zu den Autorinnen im Netz, die durchweg Klasse und Durchhaltevermögen bewiesen haben. Gerade ältere Texte von Julie können das Gemüt so manches Mal zum Kochen bringen. Teilweise lustig, oft charmant und auch tieftraurig, bietet Julie Einblicke in ihre Gedanken und reflektiert stets auch den Gegenüber. Seit ihr Kind da ist, ist ein merklicher Wechsel in ihrem Schreibstil bemerkbar. Klingt alles mittlerweile erwachsener und ruhiger. Und selbst dieser Umstand macht das Leseerlebnis dort zu etwas besonderem, denn wer ihre alten Sachen kennt, der weiß, wie man zu fühlen hat. Und malen kann sie auch, verdammt. (B)

4. Mademoiselle Fragmente, die den Blues in den Fingern und den Vorschlaghammer im Herzen hat. Nach über drei Jahren aktiven Mitlesens, kann man ihre Sachen mit nichts anderem kommentieren, als mit einem verdammten Punkt. Und wäre sie ein Musikstück, dann irgendwas zwischen Zero Seven, Coldplay, Sophie Hunger und Ryan Adams. Ganz toll und ganz groß und Zitat: “Er sagte, er sei in mich verliebt. Ich habe davon nichts gespürt.” Punkt. (B)

5. electru.de – Electru ist ein Phantom, weil ich jeden Eintrag im Feed Reader lese, aber ungefähr noch nie auf der Webseite war. Ich habe keine Ahnung, wann ich diesen Blog abonniert habe, aber ich bereue keine Sekunde. Es ist Jeriko meets Nerdcore meets Amy&Pink, womit wir auch die drei größten auf meiner Liste mit erwähnt haben (obwohl diese wohl keine Erwähnung mehr brauchen…). (S)

6. kopfbunt – Style, Style und nochmal Style. Wenn seine Inhalte schlecht wären, würde ich alleine wegen seinem Blog-Theme schon jeden Tag rübersurfen. Dann würde ich Stinkbomben schmeissen, weil es so viel schöner ist als meins. (S)

7. Argh! – “man sollte boytro nics „luna square“ im ohr haben, wenn man den kopf in den nacken kippt, und dann muß, it never ceases to amaze, auf den letzten metern der fernsehturm mit fancy beleuchtung im nachtnebel zu sehen sein. sehr viel mehr benötigt man eigentlich nicht.” So sieht Frank das mit den Bars. Und die vielen anderen, kleinen Dinge beschreibt er mit so viel Liebe und Gefühl, dass es Blasphemie wäre, ihn hier nicht mit zu nennen. Nur öfter schreiben, das wäre großartig. (S)

8. Indigoidian – Ist es eigentlich unfair, wenn man quasi seinen hübscheren Klon auflistet, der sowieso schon in der Blogroll vertreten ist? Ich glaube nicht. Mit Franzi macht das Leben wieder Spaß, und die Hoffnung, dass nicht alle Frauen blond-mit-unten-schwarz-gefärbt gut finden, darf wieder atmen. Franzi, meine Liebe zu dir wird niemals verblassen, und so. (S)

9. Herm’s Farm – Der Herm Typ ist irgendwie strange und verrückt, aber er ist auch unglaublich sexy und manchmal frage ich mich, ob ich nicht zufällig nach ihm suchen soll, hier in Berlin, und einfach in ihn reinrenne und dann Ponys mit ihm züchte. Denn erstens schreibt der nicht nur gut, der hat auch noch genau meinen Humor. Und gestört ist er auch. Wann geht’s los? (S)

Und weil ich dagegen bin, Listen immer auf eine glatte Zahl aufzurunden, hört das bei 9 nun auf. Das Wetter ist übrigens immer noch scheisse. Aber hey B., das war eben unser erster gemeinsamer Beitrag. Irgendwie fühle ich mich entjungfert.

Update: Ich bin völlig inkonsequent, ein Sucker und außerdem finde ich die 10 doch besser als die 9:

10. Mc Motherfucking Winkel, zu finden unter whudat.de, ich will es gar nicht weiter ausführen, aber der Typ ist mal echt ‘ne dufte Sau. Bushido ist und bleibt zwar mein Lieblingsrapper, aber MC Winkel ist Sieger der Herzen.

by B in Ohne Worte


Das Internet Manifest. Eine Veröffentlichung der tragenden Größen aus der Blogosphäre/Internetgemeinde. Namentlich Niggemeier, Lobo, Haeusler, Sixtus, und irgendwie noch einigen anderen Typen, die ganz viel intelligentes Zeug schreiben können.

Das Internet Manifest

Leider komme ich dabei als Blogger/User zweiter Klasse weg. Die elitäre Selbstinszenierung, die in diesem Papier ausgedrückt wird, grenzt an Wahnsinn. Hier wollen einige Große ein Spiel koordinieren, das überhaupt keine Koordination braucht. Mir ging es vor dem Internet Manifest prächtig. Und nur, weil eine Online Petition auch in den Medien – für einen richtigen und notwendigen Zweck – einschlagen kann, heisst das nicht, das man jetzt im Selbstzweck Regeln aufstellen muss, die überflüssig sind.

Ich habe nichts dagegen, für mein Recht zu kämpfen und das auch irgendwie auszudrücken- gerade wegen den Entwicklungen der letzten Zeit. Ich brauche mich allerdings nicht in eine lange Schlange von Pseudo-Helden einzureihen, die sich selbst als Multiplikatoren dienen. Was mich am meisten an diesem Manifest stört: es sind bekannte Informationen und Fakten, in pompöse Sätzchen gefügt und als Bullshit serviert. Aber Journalisten dürften am besten wissen, wie man PR macht.

Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die „Generation Wikipedia” weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe.

Ühh… soll das heißen, dass es vor dem Internet keine gut recherchierenden Journalisten gab? Und das gerade von Niggemeier & Konsorten. Das tut ein bisschen weh, und zwar nicht nur dem Journalismus selbst, sondern dem ganzen Zweck. Ich habe nichts gegen die Protagonisten hier, im Gegenteil, alle Teilnehmer finden sich in meinem Feedreader wieder. Aber solche Aussagen beleidigen nicht nur den Stand des Journalismus selbst, sondern auch mich als Leser und Unterstützer.

Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert

Aha, und das auf Blogs zu lesen, die nur No-Follow ((Wikipedia)) Kommentare zulassen. Das würde ich an dieser Stelle einfach mal Suchmaschinenzensur nennen. Und heuchlerisch ist es auch, aber andererseits kann man hier vieles zerreissen, was einfach nur falsch formuliert ist. Ich frage mich nur: wem wollen die das erzählen? Der Internetgemeinde? Danke, liebe Freunde, wir wissen das alles auch ohne es in 17. knackige Punkte zusammenzufassen. Wem sonst? Der Politik? Seit Zensursula wissen wir ja, wie gut und genau die zuhören. Für die ganzen anderen zurückgebliebenen Journalisten?

….

Anscheinend bin ich auch nicht die einzige, die sich ein bisschen an dieser Ego-Party stört, aber das beweist mal wieder, dass das Internet eben genau das macht, was das Internet ausmacht…

by yeahs in Ohne Worte


Nach einigen Tagen der fleißigen Posts über nichtige und wichtige Dinge, die meinen Alltag berühren, will ich kurz rekapitulieren, kurz durchatmen. Das, was bei septemberRAVE.com zurückgelassen wird, ist nicht vorbei. Das war auch nicht der Grundgedanke dahinter, die Seite zu schließen.

S.

Im Gegenteil. In meiner Welt mögen Tugenden wie Ehrlichkeit, Geduld und Großzügigkeit zwar tendenziell vorkommen, aber viel schöner sind die Worte, die all das umgeben. Dinge, Zustände, Gefühle, Momente beschreiben- das ist all das, was mich befreit, von genau dem Alltag, den ich so willkürlich hier Preis gebe. Es gibt so eine Unmengen an schöner, faszinierender und bewegender Literatur, die mich jeden Tag auf’s Neue bannt. Ich wüsste nicht, was ich ohne Worte machen sollte. Manchmal glaube ich, dass ich tatsächlich stumm bin, und meine Stimme lediglich ein Mittel ist, um meine Bedürfnisse zu äußern. Das Schreiben nimmt diese Stummheit von mir. Es sind nicht mehr (ausschließlich) Bedürfnisse, die herausfließen, es sind die Grundzüge einer Persönlichkeit.

In gewisser Art und Weise war das alles mit gewisser Distanz und Kühlheit betrachtet. Das, was man auf einem Blog postet, hat nichts mit persönlichen Erlebnissen zu tun. Im Gegenteil; eigentlich ist das hier, dieses kleine Projekt, so viel intimer, weil es tatsächlich das betrifft, was ich jeden Tag sehe und höre und denke. Weil all das zu dem summiert wird, was letztendlich in meinem Kopf explodiert und aus meinen Fingern blutet: Worte, die beschreiben, was diese Dinge eigentlich in mir anrichten.

Ich will nicht, dass sich das verändert. Das könnte ich auch nicht. Andererseits möchte ich gleichzeitig einen Weg finden, eben diese Distanz wirklich sichtbar aufrecht zu erhalten. Ich will nicht, dass man ein etwas abstrakteres, nunja, “Werk” liest, und dann mit dem Finger auf mich zeigt und sagt: “Hey S., das bist du. Ich weiß, wie du tickst, ich weiß, was du fühlst”. Denn so ist es nicht. Es sind Geschichten, die erzählt werden, ganz kleine Momentaufnahmen aus einer lebhaften Fantasie.

Wenn man nur darüber denkt, wie viele intelligente und scharf denkende Leute mich durch meine Zeit bei septemberRAVE hinweg begleitet haben! Speziell BastiH, dem ich so viel zu verdanken habe – so viel Einsicht, so viele großartige Texte, so viele hilfreiche, amüsante oder einfach nur gute Kommentare. Oder Sven, der immer wieder mit seinem Zeug schockt. Es gibt noch so viele Leute, die ich hier aufzählen könnte, aber es reicht einfach nicht, das alles hinter mir zu lassen. Was man manchmal braucht, wenn man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht: einen Abschluss. Ein Resumé, “was bisher geschah”.

septemberRAVE, bzw. der Vorgänger, der damals noch auf wordpress.com lag, ist in einer Phase meines Lebens entstanden, wo nichts klar war. Ein Chaos, ein innerer Tumult. Langsam hat sich etwas entwickelt, mit dem ich mich gar nicht mehr identifizieren wollte: septemberRAVE wurde zu einer Flucht für all das, was ich nicht aussprechen konnte. Das war auch vollkommen okay so, aber jetzt muss ich diese Konfrontation auch in mein Leben bringen, und nicht nur in einem anonymen (oder mehr oder weniger anonymen) Raum offen diskutiert werden lassen.

Zwei Dinge werden passieren: 1. Ich werde die Dinge, die ich sonst immer aus mir “herausgeschrieben” habe, nicht nur herausschreiben, sondern tatsächlich bewältigen. 2. Ich werde das, was daraus resultiert, die Kreativität, die dabei ausbricht, in echte Texte umwandeln.

Ich will einen Teil, den (überheblich genannten) “literarischen” Teil, hier fest integrieren. Aber diesmal richtig, diesmal mit Distanz. Mit etwas mehr Horizont. Ein Schritt, der erstmal unmöglich erscheint, wenn man den Raum bedenkt, wenn man den Zustand dieser Seite bedenkt… aber ich glaube, ich kann das sogar hinkriegen. Auch das ist etwas, was ich brauche, um mich nicht selbst hängen zu lassen.

So, und wenn das jetzt verwirrend war, dann solltet ihr öfter mal meinen Hirngespinsten hallo sagen.

by yeahs in Ohne Worte


Ich bin mir ziemlich sicher, es gibt einen Grund für diese Blogarmut. Anfangs hatte ich ja noch die Theorie, dass es sich dabei um die unmittelbaren Konsequenzen der Finanzkrise handelt. Arbeitnehmer, die vor einigen Monaten noch mit konsequentem Halbwissen an ihrem Arbeitsplatz trumpfen konnten, hatten ja auch mehr Zeit, ihre Gedanken in die Netzwelt herauszuschreien, während der Chef mit der Sekretärin den nächsten Abstecher in die Karibik plante (“kurzfristiger Auftrag, Schatz!”). Tja, und jetzt, wo die Sekretärin gekündigt ist und die spontanen Kurztrips aus offensichtlichem Mangel ausfallen, hat auch der Chef nichts mehr zum schreiben.

Auch bei mir ist eine gewisse Blogfaulheit eingetreten, obwohl es dem Schreiben selbst keinen Abbruch tut. Das liegt zum größten Teil dann wohl an Alice.

© kowitz

© kowitz

Alice ist weder eine neue Katze, eine neue beste Freundin noch der Spitzname meiner linken Brust. Alice ist das Unternehmen, von dem wir Internet zapfen… moment, falsch. Von dem wir Internet zapfen sollten. Denn bisher ist nicht viel vom virtuellen Lebenssaft bei mir angekommen. Alle drei Sekunden bricht die Leitung komplett zusammen. Man möchte meinen, ich bin verantwortlich für jeden hochgeladenen Torrent der letzten drei Jahre, so belastend, wie sich meine Google-Suche hier anstellt. Aber nein, es ist durchaus Alice.

… wo wir wieder bei der Finanzkrise wären. Sicher, denen ist jetzt bestimmt das Internetbenzin ausgegangen, und wer muss mal wieder darunter leiden! Aha, genau, die Steuerzahler. Die sind völlig empört über Geschwindigkeit, Zensur und Demokratie und rächen sich spätestens zu den Bundestagswahlen bei Zensursula und Co. Bei so viel Wut und Unverständnis bleibt eben keine Zeit mehr zum bloggen. Da wird maximal getwittert und Verschwörung geschrien. Und jeder kocht sich sein eigenes kleines Süppchen auf dem Krisenherd.

Worum es bei diesem Beitrag geht? Eigentlich ganz einfach: Darum, dass es tatsächlich einer Aktion braucht, um wieder mehr als 140 Zeichen auf die Tasten zu bringen. Für dragstripgirl.de soll es gar keine Ansprüche geben, was das betrifft. Das hier, das ist gar kein Blog. Das ist auch kein Magazin. Es ist vielmehr eine Sammlung an denkwürdigen Dingen, und das hier, das war womöglich der längste (halbwegs) zusammenhängende Text, der hier stehen wird. Ohne die Metadiskussion würde das Internet, und das Bloggen selbst, auch wenig Sinn machen.

by yeahs in Ohne Worte


DragstripGirl hat absolut keine Bedeutung. Auf der Suche nach einem wahllosen Domainnamen bin ich über einen ziemlich eintönigen, aber trotzdem ohrwurmigen Song gestoßen. Dragstrip Girl. Dabei hat dieser Blog gar nichts mit einem Girl zu tun oder mit einem Dragstrip. Vielmehr mit einer gewissen Schnelligkeit und Brisanz an Neuigkeiten und Dingen, die irgendwie, irgendwo, irgendwann passiert sind oder passieren, und nicht zuletzt, noch passieren werden.

1796

Vielleicht passt es also doch. Auf dem Weg dahin werden wir entdecken, was dieses Medium eigentlich darstellen soll. Wer mitmachen möchte, ist dazu eingeladen und aufgefordert. Diese Metadiskussion ist völlig überflüssig, nun, da wir alles wissen. Later skater.

by yeahs in Musik