inc. // no world

Im Auto Musik zu hören ist besser als alles andere. Das ist wissenschaftlich belegt so. Ich glaube, das liegt daran, dass das Soundsystem im Auto auch auf die Person am Steuer ausgerichtet ist. Der Sound ist einfach viel besser, selbst wenn er schlecht ist.
Aber das ist ja auch nur Quatsch. Wann hast du das letzte Mal nichts gemacht außer die Musik laut aufzudrehen und dich hinzusetzen und einfach nur zu zu hören? Beim Auto fahren passiert das ja ständig. Man vergisst alles. Man dreht das Fenster auf und hält die Hand heraus und macht die Augen bitte nicht zu und schreit aus ganzem Leib mit, wenn Justin Timberlake im Radio kommt, oder man fängt auf einer beseelten Landstraße an zu heulen und macht eine ganze Abenteuerreise der Emotionen mit obwohl man doch nur an die Tanke musste um Kippen und Kondome zu holen aber da war dann auf einmal The National angelaufen und wenn The National läuft wird jeder plötzlich zur 16-jährigen Prinzessin mit Liebeskummer. WENN THE NATIONAL LÄUFT IST ALLES VORBEI.

Das Auto als musikalischer Funktionsträger und emotionaler Katalysator: ich muss da immer an diese Zeiten des Abiturs denken. Um 3 Uhr morgens bin ich in meinen popeligen Opel Astra gestiegen und quer durch die Dörfer gefahren, einfach so. Nicht mal unter dem Vorwand nachzudenken. Ich war schlaflos und gelangweilt, und das war das teuerste Heilmittel, und ich konnte heimlich rauchen. Mittlerweile ist das ganze Autofahren-Gedöhns einfach zu politisch geworden, täglich sterben jede Sekunde eine Trillionen Bäume, weil ein kleines Mädchen durch deutsche Kuhkäffer fährt und Incubus hört. Unsere Kinder werden dieses Gefühl vielleicht nicht mehr kennen, wenn Rauchen, laute Musik und Auto fahren in der Zukunft verboten werden. Sie werden nicht mehr wissen, was es transportiert – nicht nur den Menschen im Vehikel, sondern das Roadtrip-Gefühl der Freiheit, wenn die Musik läuft.

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March 13th, 2013 Posted in Musik | 1 Comment »

Macadelic

Nach “Nikes On My Feet“, meinem foreverandever-chillngrill superdope kiffSong, nach dem Song kam nicht mehr viel von McMiller, was ich feierte. Geschätzt siebentausend Mixtapes später schmeisst er dann etwas in meine Fresse, was mich von vorne bis hinten umballert, aber auch beruhigt und meinen derzeitigen Nerv trifft. Entspannt, verkopft, unaufgeregt, dankbar und gleichzeitig kritisch. Man merkt bei diesem Mixtape – Macadelic – , dass er aufwächst, sich den riesigen Aufgaben seines Lebens stellt. Und wenn es nicht das ist, was gerade bei mir passiert, dann weiß ich es auch nicht. Die Zeit rennt mir weg, fast kann ich sie dabei haptisch greifen, wie Sand, der mir zwischen den Fingern verrinnt, und jeder Tag birgt neue Aufgaben und Verpflichtungen, aber auch lautes Lachen und heimliche Tränen. So leise kann ein Menschenleben stattfinden, dass man manchmal auch mal ein bisschen den Bass aufdrehen muss um auf sich Aufmerksam zu machen. In Mac Millers Fall war es genau das Gegenteil davon: er hat mal kurz leiser gedreht und dabei ist etwas durch und durch durchdachtes herausgekommen, komplex und doch einfach zu verstehen.
Eingängig und tiefgehend und steckenbleibend. Beste Songs sind natürlich auch durch die herausragenden Features gegeben: The Question. ft. Lil Wayne und Fight The Feeling ft. Kendrick Lamar.

Es ist durchaus möglich, dass Mac Miller sich Herz damit singt, festrappt und für immer seine Nikes dort sporten darf. Immerhin war er Live ja auch eine Bombe. Damit wächst meine Liste an “to watch” wieder um einen mehr: A$AP, Odd Future, Black Hippy, Most Dope. Ich wünschte, ich wäre ein schwarzer Dude der Rappen könnte.
(Mir ist übrigens bewusst, dass das Mixtape schon zwei Monate online ist. Aber es hat auch ungefähr genau so lange gebraucht, bis ich es fühlen konnte. Don’t force the music.)

May 8th, 2012 Posted in (Pop)Kultur, Musik | Comments Off

a berlin summer

via dt64

A Berlin Summer by DT64

We all knew that this was special. The time was magic. We lived a dream. We knew that this will finish. We knew that we have to move on. What lasts are our memories on that summer 2010 in Berlin. We were there, together. These moments got part of our lives, you got part of me. Thank you for that. This is for the Crew.

DT64 is my man. This is my mix. Finding Berlin.

October 2nd, 2010 Posted in Berlin, Musik | Comments Off