"Girl gone wide."


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Rückwärts rausgefallen aus der Legende über die sich Journalisten gerne die Zunge staubig reden, obwohl es doch gar nicht SO viel zu sagen gibt. Ein bisschen gibt es was: darüber schreiben sie aber nicht, dass die Abläufe hier anders, irgendwie aus der Realität ent-rückt sind. Anstatt Sonntags nach Hause zu gehen, gehen wir erst hin. Draußen ist es noch hell, doch wenn innen die Jalousien hochgezogen werden, ist es plötzlich dunkel und die Mondsichel strahlt in die hochkonzentrierten und doch völlig entspannten Gesichter derjenigen, die ihren Tatort-Abend gegen einen Tatort der Musik eintauschen.

Ich finde aber, dass das Berghain und die Panoramabar als Gesamtkonzept überbewertet sind, genauso wie Berlin und jegliche Liebe zur elektronischen Musik. Ich liebe es auch, und ich liebe es mehr als viele andere Dinge und das ist keineswegs zynisch gemeint. Ich meine nur, es ist überbewertet, weil man es entweder zerreisst oder hoch lobt oder ein Geheimrezept finden will, aber keiner sich einfach damit zufrieden gibt dass es wunderbar funktioniert und das Leben nun mal so ist. Manchmal funktioniert es. Nur ist die Legende nicht so überragend, wenn man sie mal nüchtern betrachtet (was man vielleicht gar nicht sollte, oder zumindest nicht, wenn man vor hat sich wirklich dem Kontrollverlust hinzugeben).

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by yeahs in Berlin Gangster Musik


Da wären wir wieder bei Big Sean gelandet, der, so mittelmäßig er auch sein mag, immerhin gerne mal wieder bei mir auftaucht. Im seltensten Fall kann man ihn dafür verantwortlich machen, dass er solide Arbeit liefert. Leider. Auch in seinem neuen Video ist es mit Sicherheit nicht BS, der mich den Atem anhalten lässt, sondern Nicki FUCKING Minaj. Ich komm überhaupt nicht mehr klar auf meinem Leben seit ich sie in diesem Video gesehen und gehört habe. Nicht nur, dass das der nächste Club-Banger wird (insofern mir jemand mal den zumutbaren Club findet, in dem neuer Hip Hop Shit gespielt wird), sondern auch meine persönliche Waffe gegen alle Minaj Hater. Die Frau ist der Wahnsinn.

by yeahs in Musik


Bei Dingen, die mir besonders wichtig sind, oder an die besonders viele positive Erinnerungen gekettet sind (die negativen Fallen bei meiner Vergangenheits-Sehnsucht nach der Jugend sowieso irgendwann weg), kann ich mich einfach nicht aufraffen sie wieder zu beleben. Man, ich hab so viel Angst vor Enttäuschung, dass ich mich schon seit Ewigkeiten nicht ins Robert Johnson trauen will.. und ob es dieses Mal passiert ist auch fraglich.

by yeahs in Musik


Frankfurter Party:

Studienkollegen und enge Freunde entwerfen zusammen eine kreative, handschriftliche Einladung mi persönlicher Widmung und schicken diese bereits vier Jahre vor der Party ab. Jeder freut sich darauf, Menschen zu sehen, die man jeden Tag sieht. Für die Party wird ein einladendes Büffet organisiert (Caprese , Chili, Baguette, Kuchen, Chips, Brezeln. Die Teller sind mit Petersilie drapiert).

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by yeahs in Berlin Gangster


Ed Banger ist längst kein Namen mehr, sondern ein Synonym. Es steht für die konsequenteste Inszenierung elektronischer Musik, die es je gab. Für die reine Eskalation der Feierei. Für Beatgemetzel und Synthie-Terror. Ed Banger ist drei Stunden durchdrehen und dann in irgendeinem coolen T-Shirt von coolcats abstürzen, während ein französisches Model einem die Hand hält. Es ist der hedonistische Nullpunkt. Techno-Rock-n-Roll.

Das französische Label ist eine elektronische Hypefabrik in der die Komposition von Krach perfektioniert wird. Am konsequentesten verkörpern natürlich JUSTICE die Philosophie des Labels, die nach ihrem Debüt-Album und spektakulären Live-Shows zu absoluten Superstars wurden. Deshalb lohnt es sich genauer hinzuhören wenn am nächsten Donnerstag SebastiAn im Rahmen der Levi’s Colors of Noise Tour, das Ed Bangerische Lebensgefühl durch die Boxen des Dice Cubs pressen wird. Der Pariser, jugoslawischer Abstammung, ist seit 2005 dabei und hat sich vor allem als Support der legendären Daft Punk Tour internationale Beachtung erspielt. Ich habe ihn an Silvester in Amsterdam erlebt und kann nur sagen: es gibt hart was auf die Ohren und in die Fresse. Nach seiner Show wird man vollkommen erschöpft in der Ecke liegen und sich fragen wie intensiv Leben eigentlich sein kann. Allerdings bildet SebastiAn nur den Höhepunkt eines elektronischen Gourmet-Abends. Denn die Organisatoren haben das Programm ähnlich gekonnt zusammen geschneidert wie eine gute alte Levi’s 501.

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by N in Berlin Musik


Ach, Grime, das ist ein schwieriges Thema für mich. Ich finde es nicht schlecht, aber wenn Musik jemals anstrengend war, dann mit diesem Bastard-Genre. Im Club darf das gerne gespielt werden, im Radio- nah. Dennoch möchte ich hiermit die Petition “Mehr Londoner Aktzente in Musik” starten. Bock drauf?

Grime is typified by complex 2-step breakbeats, generally around 140 beats per minute and constructed from “different” sounds.[1]

Stylistically, grime takes from many genres including UK Garage, dancehall and hip hop.[2] The lyrics and music combine futuristic electronic elements and dark, guttural bass lines. – Wikipedia

Grime ist auch aus einer sozialen Perspektive ein ganz interessantes Phänomen, weil aus England ja sonst nichts tolles in Sachen Hip Hop rüberkommt (und bitte hört mir auf mit The Streets, das ist einfach nur ein stotternder Coldplay-Abklatsch). Anyway, ein paar Perlen habe ich am Wochenende mal zusammengestellt, ein Mix aus älteren und aktuelleren Videos, straight from the regnerische Insel…

Tinie Tempah – Pass Out

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by yeahs in Musik


Während der Fashion Week vor einigen Monaten bin ich spontan mit Nick zum Peaches Konzert im WMF an der Klosterstraße gerannt, weil man ja nicht oft genug “Fuck!” auf einem Konzert hört und Ü-40-Jährige Punkfrauen sich die Blöße geben. Wir kamen, sahen und siegten, und obwohl es extrem voll und heiß war, war es extrem gut.

Peaches Konzert WMF

Das lag aber nicht nur an Peaches, sondern an der ganzen Venue. Das WMF in der Klosterstraße war mir bis zur Fashion Week nicht mal ein Begriff. Leider sind mir die ganzen verbappten C-Promis und die Fashion Victims etwas sauer aufgestoßen. Ich dachte, es wäre eine Modemessen-Krankheit, die Location würde bald wieder im Nichts versinken und obwohl der Laden extrem groß und komfortabel scheint, nun ja, es ist halt Berlin… hier hält sich das Nachtleben nicht oft an der gleichen Stelle auf (außer es handelt sich hierbei um das Berghain).

Jedenfalls war ich nicht wirklich davon enttäuscht, nur ein bisschen zerdrückt. Peaches hatte ihre Möpse gezeigt und meinen Lieblingstrack “Operate” komplett im Stage Dive Modus performed, Nick und ich waren bis auf die Unterhöschen nass geschwitzt und die Typen sahen aus wie aus dem Katalog bestellt (der Zorn gegen die Homosexualität wurde an diesem Abend in mir entflammt– hört auf die gutaussehenden Männer auf eure dunkle Seite der Macht zu ziehen!).

WMF Club Berlin

Aber das WMF ist wider meiner persönlichen Erwartungen zu einem Hotspot der Stadt geworden- das neue Scala, vielleicht? Mir ist durchaus bewusst, dass mich mein nächster Besuch im WMF mindestens drei Scheinchen kosten wird (weil das geht Hand in Hand mit dem Ansturm der Besucher) und ich mich mit den ganzen Scenesters und der Hipsteria herumschlagen muss… aber bei den aktuellen Line-Ups ist mir das fast schon wieder egal. Who’s with me?

by yeahs in Berlin