TOTD: SELFISH

Neben Todd Terje’s originell betitelter Debüt-LP “It’s Album Time!” gibt es einen weiteren Gute-Laune-Release, den man nicht verschlafen sollte. Trotz akutem Allergiehorror ist nämlich diese Jahreszeit wie geschaffen für Tensnakes Erstgeborenes. Wer die Musik von Tensnake schon mal ausführlich studiert hat, weiß, wie außerordentlich happy seine Tracks einen stimmen können. Versucht doch mal, “Glow” von vorne bis hinten anzuhören ohne ständig mitzuwippen, bright zu shinen und Lust auf Open Airs an der Spree zu empfinden. VERSUCHT’S DOCH NUR!

Das ganze Album ist ein gelungenes Stück von vorne bis hinten. Es bleibt nicht für immer in Erinnerung und wird wahrscheinlich keine Kracher in die Charts bringen, aber diese perfekte Disco-Mitte zwischen Dancefloor und Popmusik eignet sich wunderbar zum Vorglühen. You get it?

Zwischen den linearen Tracks finden sich genügend Brüche, die an den Synth- und Breakbeat-Hype der vergangenen Skinny Jeans + Dubstep Jahre erinnern. Das wäre meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen – “Holla” etwa ist nicht unbedingt der beste Track und könnte etwas sein, das in Hochzeiten von Post-Dubstep auf dem Tumblr gelandet wäre.

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TOTD: DO YOU FEEL ME

In meinem Kampf gegen die ständig mich begleitende Armut UND, alljährlich, gegen die Dämonen meiner Steuererklärung (featuring diesmal: Abmahnung und geklautes iPhone) sind House und Disco-Klassiker beständige Gute-Laune-Macher, auf die ich jeden Tag baue. Bisher dominierte ganz klar Cee Cee Penistons “Finally” die Liga – je kitschiger der Song, desto schlimmer ist die Stimmung -, aber wie immer, wenn HRDVSION spielt – diesmal im Barkode, Amsterdam-, findet sich doch direkt ein neuer alter Lieblingssong. Der hier explodiert regelrecht in der Mitte. Man kann sich also schön die Seele aus der Brust schreien und fremden Leuten in den Armen liegen.

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