"Girl gone wide."


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Ich weiß es, ich hatte etwas negatives über das jüngst erschienene A$AP Rocky Mixtape gesagt, hatte es abgewertet, weil ich ungeduldig war. Weil ich schnell schnell schnell noch mehr von dem Pe$o Shit haben wollte, mehr von den Klassikern, die direkt reingehen und sitzen bleiben und sich manifestieren. Die unmittelbaren Banger, sozusagen. Was ich aber noch lernen muss (und was mir LiveLoveA$AP innerhalb weniger Tage beibringen konnte): Geduld in zweierlei Anliegen.

Geduld 1: Manche Tracks müssen sich entfalten. Sie müssen aufmerksam studiert werden, sie müssen zum richtigen Augenblick einsetzen, sie müssen auch mal an einen Punkt kommen, wo sie ihre Stärke beweisen können. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, und es ist auch Geschmackssache. Aber es ist möglich, dass ich diesen Teil gerne zugunsten der Exzellenz fallen lassen. Exzellenz relativiert – Pe$o ist exzellent. Das heisst aber nicht, das der Rest nicht gut ist.

Geduld 2: LiveLoveA$AP ist ein Mixtape. Das bedeutet: die ersten Tracks, die je aus der Schmiede von A$AP Rocky und seinem Mob gekommen sind. Das heisst: hier feiert der Hype des Internets wieder irgendwas, was noch nicht mal genau definiert ist. Das könnte auch schnell ein J.Cole werden (um Himmels willen), jemand, der absolutes Potenzial bis zum ersten Album verschenkt, abhebt und denkt, er wäre THE SHIT, jeden einzelnen seiner Beat für die LP SELBST produziert und am Ende kläglich versagt. Es ist ein Mixtape. Es darf fehlerhaft sein, solange die Exzellenz für das fertige Album aufgespart wird.

Das Mixtape mit all seinen Schwächen und Stärken hat vor allem vier Songs, die mich an meiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln lassen: Peso (eindeutig), Trilla, Palace und Wassup. Noch besser, aber nicht auf dem Mixtape, sind nur die Tracks “Been Around The World” und “Take 1″, den er mit Main Attraktionz gemacht hat. Wenn ich euch einen Song ans Herz legen müsste, dann würde ich euch auf jeden Fall die Fresse vor Ignoranz einschlagen wollen. Trotzdem: Palace, produced by Clams Casino, strotzt nur so vor Dramatik und Höhenflügen. Das muss man gehört haben.

Aber wie beschreibt man Musik? Ladet euch das Monster runter, Leute. Und um einen generellen Eindruck davon zu bekommen, wie sich das hier anhört, hier noch mal das Resüme zu “Trilla” von Big Ghost:

8. Trilla (ft ASAP Twelvy & ASAP Nast) – Ayo I still cant really tell none of these ASAP niggas apart like that namsayin…but this joint is my favorite shit on this muthafucka so far son. I played this shit 5 times in a row jus now yo. Word is bond…that beat is a menace my nigga. This like some shit where you jus be picturin yaself ridin across the desert in one of those Mad Max type joints wit the armor plates n the big ass wheels n shit n you got like 2 broads rockin black leather bikinis wit some furry thigh high boots on n fly ass blowout afros n these vultures is circlin above yall while the sun is settin n the sky be lookin all orange n burgundy n shit namsayin……..n you got like gargoyles on Harley Davidson’s shootin ya whip up so you gotta like start doin donuts n shit to make big ass clouds of smoke n dust start appearin so you can park ya shit n hop out n start blammin em muthafuckas n throwin grenades or whatever nahmean…but suddenly the ground starts to shake n cracks open n you start seein the core of the earth n some dragons made outta fire start to emerge from the flames n be swoopin over you n shit so you gotta look to the clouds n summon the angels from the heavens to come help you handle these niggas but then you see like a sorcerer who got lightning comin outta they eyes n shit he be strikin the angels wit the lightning from his eyes n so you start thinkin bout how can you approach the nigga from behind (pause) n strangle the muthafucka nahmean…so you be doin like somersaults n rollin across the ground to camouflage yaself wit the earth as you approach the sorcerer n he aint noticin you so you spring up n try to yoke the nigga n he fightin back n now lightnin bolts is shootin out the niggas hands n he tryin to maneuver outta the choke hold so you gotta like flip the muthafucka in the air n he go flyin n then he lands on top of one of those pointy ass rocks that look like upside down icicles n shit…n he explodes n all the gargoyles n dragons n shit start freezin while they fightin against the angels n then they turn to like black ashy statues n crumble or whatever…n then the two broads start dancin on top of the hood of the car n they start doin lesbian shit nahmean. Word yo.

Insgesamt möchte ich aber sagen, dass es mir Leid tut: dass ich A$AP Rockys Mixtape nach all dem Hype nur eine geringfügige Chance gab und direkt zu einem Urteil sprang. Denn nur wenige Tage später, als ich die Hoffnung nicht aufgab und wieder reinhörte stellte ich fest, dass ich hier ein Top Werk der Hip Hop Branche genießen durfte. Nicht nur, dass es die Entwicklung von Rap Musik endlich, endlich eine neue Sphäre begeht (Harlem Trill!), die die exquisite und noch nie zuvor gebrachte Mischung von East Coast Twist mit Dirty South und Sizzurp mischt, nein! Es ist auch der Flow, der so auf Unterhaltung zielt, ohne gleich den üblichen Pop-Patterns zu Opfer zu fallen. Es ist auch sehr stilistisch: Tumblr-Ästhetik, Schnelllebigkeit und charismatischen Charaktären.

WAS IST LOS MIT MIR! Ich kriege keinen koherenten Satz vor Feuchtigkeit raus! LiveLoveA$AP ist eines der besten Mixtapes diesen Jahres und packt sowohl J.Coles als auch Aubreys zweites Album in die Tasche, MAN! Durch die grandiose (ICH MEINE GRANDIOS!) Arbeit von Producer Clams Casino und den wunderbar neurotischen Hip Hop Referenzen, dank der hypnotisierenden Atmosphäre und den epischen Momenten darf ich wieder Hoffnung schöpfen. A$AP Rocky is bringing New York back to the table – aber diesmal ganz anders als es Jay-Z je getan hätte. Und jetzt warte ich nur darauf, dass auch Dipset bald wieder zurück kommen UND DANN GEHT DIE PARTY LOS HIER!

Zum direkten Download des Mixtapes

by yeahs in (Pop)Kultur Musik


Noch ein Killer, und wieder einmal von Wonderboy Diplo produziert (diesmal leider ohne visuelle Unterstützung): Paper Route Gangstaz, Stop N Go

Download bei OnSmash!

by yeahs in Musik

Ich bin ja ein bisschen stolz darauf, anscheinend die einzige “Frau” ((die Anführungszeichen stehen nicht für den Zweifel an meiner Weiblichkeit, sondern für meinen Hass an das Wort “Frau”)) im deutschen Internet zu sein (weil, wer “deutsches Internet” sagt, muss auch “rechtsfreier Raum” sagen!), die auf wahllosen, frauenfeindlichen, amerikanischen Ghetto-Rap steht.

Posner

Daher möchte ich euch Mike Posner vorstellen, auch bekannt als der Typ mit der Raspelstimme, der sich immer die lustigsten Rapper schnappt und sie auf seine Mixtapes verbannt. Ok, es ist kein Ghetto Rap, es ist Hipster Hop, aber trotzdem: Ich liebe Mike Posner. Und ihr kennt ihn bestimmt, diese Stimme wird man ja dann auch nicht mehr los, sobald sie einmal erklungen ist. Eigentlich ist das ja jetzt auch noch nicht mal richtiger Hipster Hop; jedenfalls nicht das, was er persönlich macht.  Es hat vielmehr etwas von der Snap!-/La Bouche-Ära, wo ein Pop-Beat aufgelegt wird, irgendeine Muschi im Vordergrund energisch rumstöhnt und nach 2 Minuten ein Schwarzer mit Sprechgesang loslegt. Aus dem Grund ist Mike Posner auch sehr Anti-Rap-freundlich. Für die Metal-Fans unter uns, sozusagen.

Die Mixtapes gibt’s umsonst, die Tracks sind der Hammer ((kennt ihr dieses Gefühl: ihr wollt euren Freunden euren Lieblingsfilm oder eure Lieblingsband vorführen, und ihr seid so überzeugt davon, und habt irgendwie schon wochenlang davon geschwärmt, und alle freuen sich drauf, weil der Enthusiasmus so groß war, und während ihr es vorspielt merkt ihr, dass die das gar nicht gut finden und euch für den letzten Vollidioten halten? Ja, so geht’s mir meistens.)). Meine persönlichen Faves gibt’s mal als Kostprobe:

Aus “A Matter Of Time“:

a-matter-of-time

Mike Posner & The Brain Trust – Smoke & Drive Remix ft. Big Sean, Donnis & Jackie Chain

Smoke & Drive

Mike Posner & The Brain Trust – Cooler Than Me ft. Big Sean

Cooler Than Me

Mike Posner & The Brain Trust - Drug Dealer Girl

Drug Dealer Girl

Aus “One Foot Out the Door“:

one-foot-out-the-door

Mike Posner – I Don’t Trust Myself

I Don’t Trust Myself

Mike Posner – Mirror’s Edge ft. Bun B, GLC & XV

Mirror’s Edge ft. Bun B, GLC, and

by yeahs in Musik


Lieblingsblogger Jeriko hat ein Stück Blog-History in einem unglaublich schicken PDF konserviert. Es nennt sich “Ausdruck“, und ich erwähne es hier nicht nur, weil auch ein Beitrag von mir drin ist, den ich nicht mehr auf Rechtschreibung und Grammatik überprüfen durfte.

Nicht nur wegen mir, aber hauptsächlich, wohlgemerkt.

Vielen Dank, Jeriko, dass ich ein Teil davon sein sollte. An alle anderen: reinziehen und das letzte bisschen Blogkultur noch miterleben, bevor Twitter die Weltherrschaft übernimmt. Übrigens melde ich mich hiermit als Interessent für eine Printausgabe und bin dafür, dass du eine PayPal-Spendenbox aufmachst.

by yeahs in (Pop)Kultur


Es gibt Songs, die sterben einfach nicht, die kann man auch in allen erdenklichen Ausführungen noch hören, weil sie zeitlos, unvergesslich und großartig sind. Und dann gibt’s da noch die Songs, die einfach nicht’s für ihr Versagen konnten- es lag an den Künstlern, zweifelsohne.

Cover Fire Mixtape

Aber egal wieso ein Song plötzlich als Cover auftaucht, es kann einfach nicht falsch sein, eine Kollektion zu besitzen. Wegen der Abwechslung einerseits, und weil ein neuer Hype für mich mit einem guten Cover anfängt. Ab dann können wir weiterreden. Und nun präsentiere ich euch das Über-Mixtape: Cover Fire. Und weil ich nicht so viel Lust hatte, hier jeden Song zu verlinken, gibt es ein großes Paket von knapp 200 MB. Zu finden unter #mt03coverfire!

Playlist:

  • Franz Ferdinand – What You Waiting For (Gwen Stefani Cover)
  • Hot Chip – Wearing My Rolex (Wiley Cover)
  • Katy Perry – Use Your Love (The Outfield Cover)
  • Bat For Lashes – Use Somebody (Kings Of Leon Cover)
  • Zoot Woman – 7 Days (Craig David Cover)
  • Hot Chip – Sensual Seduction (Snoop Dogg Cover)
  • I Call Shotgun – Ride With Me (Nelly Cover)
  • Florence And The Machine – Postcards From Italy (Beirut Cover)
  • Pixie Lott – Pokerface (Lady Gaga Cover)
  • Mark Ronson – No One Know ft. Domino (Queens Of the Stone Age Cover)
  • Klaxons – No Diggity (Blackstreet Cover)
  • The Twelves – Night Vision (Daft Punk Cover)
  • The Gossip – Love Lockdown (Kanye West Cover)
  • Lykke Li – Knocked Up (Kings Of Leon Cover)
  • Weezer – Kids/Pokerface (MGMT/Lady Gaga Cover)
  • John Mayer – Kid A (Radiohead Cover)
  • Goldfrapp – It’s Not Over (Klaxons Cover)
  • Four Tet – Iron Man (Black Sabbath Cover)
  • Eels – I’m A Loser (Beck Cover)
  • Lykke Li – Hustlin’ (Rick Ross Cover)
  • The XX – Hot Like Fire (Aaliyah Cover)
  • Jill Sobule – Hot In Herre (Nelly Cover)
  • Obadiah Parker – Hey Ya (OutKast Cover)
  • The Black Keys – Have Love Will Travel (The Sonics Cover)
  • Florence And The Machine – Halo (Beyoncé Cover)
  • Muse – Feeling Good
  • Katy Perry – Electric Feel (MGMT Cover)
  • Alphabeat – Digital Love (Daft Punk Cover)
  • The Magic Numbers – Crazy In Love (Beyoncé Cover)
  • The Kooks – Crazy (Gnarls Barkley Cover)
  • WHY? – Close To Me (The Cure Cover)
  • Dan Finnerty & The Dan Band – Candy Shop (50 Cent Cover)
  • Flunk – Blue Monday (New Order Cover)
  • Katy Perry – Black & Gold (Sam Sparro Cover)
  • Milow – Ayo Technology (50 Cent Cover)
  • The Gossip – Are You That Somebody (Aaliyah Cover)
  • Pixie Lott – Apologize (OneRepublic Cover)

So, das war doch mal eine schöne Liste. Viel Spaß damit und jetzt geht mir nicht mehr auf die Nerven.

by yeahs in Musik