MUBI

MUBI

Eine Empfehlung von ganzem Herzen: Mubi. Diese Seite kuratiert Filme mit viel Swag. Kann man so verstehen, dass die Seite viel Swag hat, kann man aber auch so lesen, als hätten die Filme Swag. Beides trifft zu.

Was nämlich Mubi für Opfer wie mich macht: vorsortieren, ohne große Auswahlmöglichkeiten zu geben. Wer das Marmeladenglasproblem kennt, der weiß, wie sich das auch mit allen anderen Dingen im Leben verhält. Den ganzen Tag Entscheidungen treffen, immer wieder nachdenken, reflektieren, analysieren, würfeln, hoffen, dass man richtig liegt. Weg mit dem Quatsch! Ich, als Vorreiterin und Sprecherin der Generationen X bis Z, bin für diese Filtersysteme auf jeder Ebene des Lebens.

Okay, wie funktioniert Mubi also? Man meldet sich für fünf Euro im Monat an. Dann hat man Zugriff auf nicht mehr und nicht weniger als dreißig Filme. Es können Dokus, Dramen, Komödien, Kurzfilmsammlungen oder die ganze Geschichte von Bruce Lee sein, aber auf jeden Fall sind die Filme nur für 30 Tage online. Jeden Tag kommt ein weiterer Film in die Sammlung und der letzte aus der Liste verschwindet.

Nun wäre das aber kein gutes Konzept, wenn nicht auch die Qualität und Auswahl der Filme gut wäre. Nicht jeden Tag ist ein Film dabei, den man unbedingt gucken will. Aber ähnlich wie Mediasteak – meine andere Lieblingsempfehlungsseite im Netz – kommt man immer wieder auf Ideen und Inspirationsmöglichkeiten. Ich finde das gut. Wenn ich nämlich abends breit im Hochbett liege habe ich wirklich keinerlei Lust darauf, mir jetzt noch meine nächtliche Gesellschaft auszusuchen. Mubi macht das jetzt für mich. Hat sich das sehr einsam angehört? Ich brauche keine Menschen mehr.

Wer auf gute Filme steht, wird Mubi lieben. Diejenigen, die eigentlich keine großen Ansprüche haben, werden durch Mubi in jedem Fall zu Liebhabern werden. Mubi ist eine gute App/Seite und verdient größten Respekt und Aufmerksamkeit, denn sie schafft es, so gut wie alles richtig zu machen: Design, Geschwindigkeit und Empfehlungen sind alle on point. Mit der App kann man sogar die Filme für weitere 7 Tage downloaden und offline gucken. Wieso es sowas nicht vorher gab – völlig schleierhaft. Aber wie so oft kommt die Lösung eben, bevor das Problem ausformuliert wurde. Chapéau!

Vielen Dank an Nico für den Tipp.

March 18th, 2014 Posted in (Pop)Kultur, Konsumbehindert | 1 Comment »

Analoge Digitalfotos

Okay, mag sein dass ich öfter mal meine Titten zeige um Geld zu verdienen, fair enough. Aber an dieser Stelle habe ich lediglich einen gut gemeinten Tipp, der nicht geldlich kompensiert wird. Dies ist eine ehrliche und auch sehr kurzfristige Empfehlung für alle, die auf einem Haufen digitaler Bilder sitzen und heute Abend noch nichts vorhaben.

Soeben erreichte mich ein Paket voller Abzüge, und ihr wisst überhaupt nicht, GAR NICHT, was das für ein erquickendes Gefühl ist. Endlich all die Bilder der letzten Jahre – 800 Stück an der Zahl in meinem Fall – in den Händen halten, richtig haptisch und auf glänzendem Papier. Für nur sechs Cent pro Bild – also für 60 Euro pro Tausend Fotos – könnt ihr dieses Angebot auch noch nutzen, allerdings nur noch heute, bei Fotoquelle. Das Angebot gilt für die 10×15 Abzüge und die Bilder kamen bei mir in weniger als 4 Werktagen an. Sogar Instagrambilder habe ich damit entwickeln lassen. Ich glaube, meine Wand kriegt heute noch ne neue Tapete.

October 4th, 2012 Posted in Ohne Worte | Comments Off