#YNTHT: Hintergrundmusik

#YNTHT: Hintergrundmusik

Noisey hat sich, trotz meines verzweifelten Kampf dagegen (don’t ask) zum Geschmacksverstärker in Sachen guter Musik gemausert. Der YouTube-Channel ist eine Goldgrube für Jäger der neuen – und vor allem guten – Musik. Ich gebe zu: die Specials interessieren mich selten, aber die Video-Releases und Playlisten sind meistens der Knaller. Es braucht Zurückhaltung, nicht jeden Song in meinen Facebook-Stream zu posten. Mein Favorit der letzten Woche:

(more…)

August 17th, 2013 Posted in Musik | 1 Comment »

Alabama Shakes

Saturday Night Live ist – Hulu sei Dank – mein neuestes Fenster in eine Fernsehwelt, die uns in der BRD spätestens seit dem Ende von Viva+ verwehrt bleibt. SNL ist ein Einblick in die Bewältigung des amerikanischen Medienalltag mit Humor, der funktioniert.

Die letzte Folge war vor allem deshalb viral angehaucht, weil Christoph Walz – der erste “German speaking SNL-host” – die ganze Sendung mit Finesse und Albernheit moderierte. Viel intensiver gefühlt als Walz (Django immer noch nicht geguckt, manchmal muss man sich ja Filme auch aufheben) habe ich allerdings die Band, die zu Gast war.

(more…)

February 18th, 2013 Posted in (Pop)Kultur, Musik | Comments Off

notflexin

Dass es in Deutschland immer noch kein vernünftiges Online-Entertainment Angebot gibt lässt mich gerade hart verzweifeln. Ich habe keinen Bock auf die Scheisse im Fernsehen – sorry, Dschungelcamp, Deutschlands größte Muchte, copy/paste Konzepte, Reality TV für Dumme und Arme die davon noch dümmer werden, selbst für ein Opfer wie mich gibt’s einen gesunden Anspruch -, ich habe keinen Bock immer die todesernsten, biederen oder staubtrockenen Inhalte der Öffentlichen zu schauen – auch wenn ich denen ab sofort fast nen Zwanni in die Kimme schieben muss- und ich werde ganz bestimmt nicht für viele Millionen Teuros eine Sky-Box aufstellen, auf der dann keiner hier Fußball gucken möchte.

Ich hätte gerne die Möglichkeit, gute Filme und Serien in Originalverfassung zu streamen. Online. Nein, ich möchte keine DVD-Boxen, nein, ich möchte nicht wochenlang auf den Release warten, nein, verdammte scheisse, die LoveFilm-Fotzerei kann doch einfach nicht wahr sein. Erstmal ist das eine Online-Videothek von Amazon die “Lovefilm” heißt, ich scheiss mich ein. Die Filme kann man sich für ‘nen guten Abo-Preis nach Hause liefern lassen, aber dann die Überraschung beim On-Demand Versuch (weil hey, wieso drei Tage auf nen bekloppten Film warten wenn man ihn JETZT DIREKT GUCKEN KÖNNTE): ist die Scheisse wieder absynchronisiert. Wir leben im 21. Jahrhundert, niemand kann auch nur einen Atemzug nehmen ohne Englisch zu sprechen, aber Hauptsache die Sowjetunion besteht gedanklich in ihrem Synchronisierungsdrang weiter und weiter. FICKT EUCH IHR KULTURPISSER, dafür bezahle ich überhaupt nichts.

Und nur dass das klar ist: ich bezahle sehr gerne für das Angebot meiner Träume. Ich würde mindestens 25 Euro im Monat dafür latzen, dass ich Serien, Filme und was weiß ich nicht on-time, on-demand, in HD (und von mir aus auch nicht, fickt euch), im direkten Stream, legal gucken könnte. IN ORIGINAL TON. Es geht nicht um Geld, es geht um Convenience.

Also habe ich mich auf ein Abenteuer eingelassen: Netflix und Hulu. Mit der Chrome Extension Mediahint kann man die exklusiven US-Angebote auch hierzulande “testen”. Keine Ahnung und null Garantie, wie lange diese Extension überlebt – aber einen Versuch ist es wert. Siehe da: läuft flüssig und problemlos. Anders als bei anderen Proxys (HotSpot Shield, etc) wird aus irgendwelchen magischen Geek-Gründen die Geschwindigkeit nicht gedrosselt. Wenn man eine Kreditkarte hat, kann man sich problemlos bei Netflix anmelden. Da dann die erste Negativ-Peitsche: übersichtlich ist was anderes. Die zweite: was ist das für ein lausiges Angebot? Nach ein paar Tagen des Rumstöberns musste ich enttäuscht feststellen, dass mich die virtuelle Videothek nicht reizt. Carl Sagans “Cosmos” ist zwar das schönste, was mir seit langem passiert ist – aber da werde ich mir in absehbarer Zeit sowieso die DVDs bestellen.

Offensichtlich besteht Netflix derzeit nur aus “Straight To DVD”-Releases mit Hits wie “The Switch” und “Failure To Launch”. Fairerweise ist das Serienangebot aber sehr umfangreich: Heroes, Lost, Breaking Bad, Weeds, etcetera und hätte ich die nicht alle schon gesehen wäre das definitiv seine Sache wert. Ich werde es wahrscheinlich fortan so machen: wenn ich Bock auf eine Serie habe, melde ich mich bei Netflix an und gucke mir die Serie an. Für 6 Dollar im Monat ist das wirklich okay, billiger als die DVD-Kollektionen die dann bei mir verstauben. Vielleicht bin ich auch ein bisschen zu hart mit Netflix, am Ende sind hier auch einige Klassiker und Blockbuster zu finden – aber aufgrund der mangelnden Übersicht bin ich schon so genervt, dass ich nach 10 Minuten Suche nach Empfehlungen irgendwie die Luft und die Lust verliere.

Auf Hulu kann man sich auch ohne Bezahlung an einem umfangreichen Serien- und Film-Repertoire bedienen. Das ist erstmal schön. Dann merkt man aber: scheisse, die gute Arthouse-Film Kollektion kriegt man nur mit Hulu Plus (dafür aber die letzten Folgen von 30 Rock, Modern Family, SNL und so weiter auch ohne). Aber da kann man sich nicht so problemlos anmelden. Es werden nämlich nur Kreditkarten akzeptiert, die mit einer US-amerikanischen Adresse angemeldet sind (und die entsprechenden US Pay Pal-Accounts). Aber auch das Problem lässt sich lösen: auf Entropy  kann man sich eine virtuelle Kreditkarte erstellen lassen (die man mit seiner deutschen Kreditkarte auflädt), mit welcher man sich auf PayPal dann einen amerikanischen PayPal-Account machen kann. Wichtig: für den PayPal-Account sollte man sich eine amerikanische Adresse heraussuchen. Ich wohne im Weißen Haus, bitches.

Das dauert ein paar Minuten, aber für umgerechnet 5 Euro im Monat ist das Angebot auch okay. Die Film-Kollektion und die Dokus und Reportagen sowie ALLE Saturday Night Live, Jimmy Kimmel und Fallon Shows sind extrem unterhaltsam und toll. Aber auch Hulu Plus nervt irgendwie: bei 30 Rock gibt es tatsächlich NUR die letzten 5 Folgen. What the fuck? Ich kann mir nicht die GANZEN Staffeln ansehen? Könnt ihr das bitte auf die Reihe kriegen? Und dann… die Werbung. Egal wie viel Geld ich dem Gerät in den Rachen werfen: Werbung, immer, ständig, überall. Für mich hat die amerikanische Werbung immerhin noch einen Freak-Faktor, aber an und für sich ist das Ganze super anstrengend. Die Film-Auswahl tut es mir hier – wie gesagt – eher an als Netflix. Die Serien sind aktueller, wenn auch die Auswahl nicht ganz so groß ist. Eine Mischung aus beidem wäre natürlich perfekt, aber man kann ja nicht alles haben bei großen konkurrierenden amerikanischen Unternehmen. Das ist in etwa so wie mit Google+ und Facebook: irgendwann muss man sich ja doch entscheiden (die Entscheidung war hier wie da sehr einfach).

Bei Netflix bin ich mittlerweile abgemeldet, Hulu Plus werde ich für einen Monat weiter testen um dann zu entscheiden, ob sich das lohnt. Zu meinem Leid wurde die Mediathek App – eine Übersicht über alle öffentlichen Programme – abgeschafft, sodass mein Fernseh-Leben nur noch aus Hulu, einige Serien und arte +7 Trial & Error besteht. Wie kann es sein – wie KANN es sein – dass ein so lukratives Geschäft so viele Hürden a la GEMA & YouTube hat, heute, im Jahr 2013, und der Endkonsument zu absolut radikalen und semi-legalen Maßnahmen greifen “muss” um am kulturellen Leben teilhaben zu können (und jetzt können wir natürlich darüber streiten, wie kulturell hochwertig die Inhalte im amerikanischen Fernsehen sind, ABER WENIGSTENS DIE MÖGLICHKEIT hätte ich gerne!). Wer beschwert sich noch mal darüber, dass illegale Downloads blah blah blah? FICKT EUCH. Den ganzen Tag könnte ich politischen, bürokratischen und unflexiblen Bremshubbeln auf den digitalen Straßen ins Gesicht kotzen. Das Internet national aufteilen, ich bitte euch, da fängt doch schon jedes Problem an.

Ihr düft mich gerne eine besseren belehren. Ich hoffe inständig ich habe irgendeine Entwicklung hierzulande komplett verpasst und mich völlig umsonst aufgeregt.

January 28th, 2013 Posted in (Pop)Kultur | 11 Comments »

Serienfieber

Eigentlich soll man vor dem Schlafen gehen ja lesen. Aber wie viele einsame Menschen wissen, ist ein bisschen freundschaftliches Kuscheln und die Interaktion mit Menschen, die man irgendwie gerne hat, die bessere Alternative dazu (nicht etwa, das lesen keine Option wäre; allerdings ist das langsame Hinwegschlummern um einiges leichter, wenn man sich dabei nicht konzentrieren muss. Lesen wird dann bei vollem Bewusstsein genossen. So viel Wichtigkeit darf man dem ja noch zusprechen dürfen). Und ständig verliebt man sich in neue Freundeskreise. Spätestens seitdem Friends abgesetzt wurde und jede Folge zum fünfundvierzigsten Mal abgelacht ist, bin ich immer auf der Suche nach einem neuen Friends. How I Met Your Mother ist nicht so mein Fall, irgendwie komme ich nicht auf den Punkt, wo man es für lustig hält.

Dafür haben sich einige ganz andere, teilweise katastrophale Charaktäre in mein Leben geschlichen. Wer mehr davon liefern kann sei herzlich dazu aufgefordert. Ich kann diese Serien nur wärmstens empfehlen. Für ein gesundes Lachen vor dem Schlafen gehen, und für neue (unsichtbare) Freunde. Vor allem aber ist es besser als das dröge deutsche Fernsehen. Seit Arte +7 verpasst man da ja sowieso nichts mehr. Ich liebe euch.

April 16th, 2012 Posted in (Pop)Kultur | 8 Comments »

TERRA X

TERRA X BBC ZDF Doku Eisige Welten

Ich spüre, wie sich das Universum ausdehnt, wie sich Raum und Zeit in alle Richtungen erstrecken. Diese mir sonst versperrte Vorstellung wird greifbar, denn ich habe mich in den letzten Tagen sehr ausführlich mit der Ruhe und der Beständigkeit der tiefsten Punkte meiner Seele auseinandergesetzt. Mir ist richtig beschissen langweilig. Die Grenzen zwischen Langweile und Depression können an Weihnachten schon mal verschwimmen- mir bleibt nichts anderes übrig, als fest an das Ende dieser Tage zu glauben.

Denn an Weihnachten bleibt die Zeit in diesem Haushalt stehen. Gemessen werden keine Stunden oder Minuten, sondern nur die Momente, an denen man sich nicht vor Langweile umbringen möchte. So friedlich und still das kollektive Nichtstun auch sein mag, wenn sich der aufgewirbelte Staub denn erst Mal legt, erkennt man auch, wie dreckig der Boden eigentlich ist. Und dann bindet sich dieses widerliche Gefühl davon, wie das Universum nicht aufhört, noch größer und mächtiger zu werden, an das Gefühl, bei den Eltern zu Hause zu sein. Das sorgt dann für dieses trügerische Heimweh, eine Art Kausal-Wahnsinn der sagt: hier bist du nicht zu Hause, und wenn nicht hier, dann kannst du dir ja auch irgendwo einen Ort aussuchen, und an dem wirst du definitiv glücklich.

So denke ich an das letzte Weihnachten, welches ich mit meinem Arsch nach oben auf dem Grill von Bali verbrachte; an eine Reise, die in mir genau dieses Gefühl der Einsamkeit manifestierte, dieses “nicht klarkommen”, wenn man nicht ständig NOISE NOISE NOISE um sich herum hat. Alltag, Stress, Freunde, das ständige Gelaber, To Do Listen. So widerlich diese Routine auch sein mag, sie überdeckt die eigenen Schreie. An Weihnachten kann man es rein aus Gründen der Infrastruktur nicht umgehen. Und wenn man selbstständig auf sein eigenes Hotelzimmer in Kuala Lumpur geht, nach erfolgreichem Tag im Ausland, nach unheimlich vielen tollen Begegnungen, und nichts mehr außer kahlen Wänden und einem nicht ausreichend funktionierendem Ventilator existiert, dann verkrampft sich alles und man erkennt, dass man sein zu Hause mit Sicherheit nicht alleine finden wird. “Alleine” ist ein Trugschluss, und die Einsamkeit in diesen Momenten im Keller aller Gedanken sorgt dafür, dass ich das weiß.

Anders gesagt: die Länge meiner bewusstseinserfüllten Tage richtet sich danach, wie gut oder schlecht das Fernsehprogramm ist. Der ZDF zeigt gerade die Terra X Doku über unseren eiskalten Planeten, die man sich auch online angucken kann. Die Bilder sind wie ein Traum, den man nicht verpassen sollte. Über die Mediathek-App kann man sich die Folgen sogar runterladen, sobald sie ausgestrahlt wurden. Weihnachten ist also auch nächstes Jahr für 3 Stunden gerettet.

December 26th, 2011 Posted in Gangster | 2 Comments »

Karate Kids

Auch wenn ihm ein großer Teil meines Kinderherzens gehört: Karate Kid war nicht der beste Kampfsport-Film seiner Zeit, HURR! Allerdings ist er durchaus ein Teil der Top 3 der trashigen Jean Claude Van Damme Filme (ich weiß, der spielt nur in Karate Tiger mit, aber das tut nichts zur Sache, in meinem Kopf ist er in allen drei Filmen dabei und teilt schön in die Fresse aus).

Also aus gegebenem Anlass (dieses Wochenende durfte ich nochmal jung sein), und weil ich bald hoffentlich auf den Bauchmuskeln bekannter Blogger Trampolin springen darf (eine Aussage, die ausnahmsweise nicht sexuell gemeint ist), hier also ein kleines Stück “Papa darf ich bitte bitte länger aufbleiben” Erinnerung:

Karate Tiger, 1986

Karate Kid, 1984

American Shaolin, 1991

Wer diese Filme nicht kennt hat keine schöne Kindheit gehabt. Diese Filme und die Ninja Turtles und Cornflakes Samstagsmorgens und Nutella auf Fladenbrot. Hah.

January 17th, 2010 Posted in Uncategorized | 9 Comments »

Horny MILF

Ich möchte hier zum Wochenende noch mal ein Video mit euch teilen (denn “sharing is caring” und so), das zwei Fragen aufwirft, die mich persönlich interessieren:

1. Wieso kriegen die Deutschen einen Günther Jauch serviert, der in seinen besten Tagen maximal noch als Lustknabe für latent homosexuelle Knastwächter diente? ((Nichts gegen Günther Jauch, ich mag ihn. Aber wer bei seinem Anblick nicht an latent homosexuelle Knastwächter denken muss, der hat wohl noch nicht so viele Fetischpornos wie ich gesehen))

2. Wieso kann niemand der guten Frau bei ihrer Verzweiflung abhelfen? WIESO?!

October 9th, 2009 Posted in Uncategorized | 5 Comments »