Corporate Blog

Veröffentlicht December 3, 2009

Es gibt einige Dinge im Leben, die ignoriert man so lange, bis sie einfach im Nebel der Nichtigkeiten verschwinden: Kummer. Depressionen. Herpes. Ihr wisst, was ich meine. Auch ich, trotz meiner unverkennbaren Genialität und umwerfenden Schönheit, habe da ein paar Anliegen in letzter Zeit verdrängt: Die Mitesser auf meiner Nase. Die Mitesser in meiner WG. Meinen Chef. Ihr wisst schon.

Und dann ist da noch das Thema “Blogs”, vielleicht auch “BlogBlues“, oder “Metadiskussion zu Blogs”. Und das Thema “Arbeit”, auch genannt “Sklaverei”, vielleicht auch vielmehr “Prostitution”. Die Leute kommen und fragen, “Hey S, was machst du eigentlich den ganzen Tag, und wieso verbringst du so viel Zeit im Internet? Hast du etwa kein Leben? Trägst du Kopftuch oder so? Bist du zu fett um aus dem Haus zu gehen?” Und jedesmal muss ich verschämt zur Seite blicken und leise murmelnd antworten: “Nein man.. ich bin… ich arbeite im Online-Marketing”. Bäm.

working-lady

Eine Frau fällt in Ohnmacht, nachdem sie einen lauten Schrei des Entsetzen ausstößt. Die anderen treten einen Schritt zurück, irgendwie wissen sie nicht, was sie mit dieser Ansage anfangen sollten. Einige beginnen zu tuscheln, andere lachen. Alles in allem wenden sie sich ab, und meine Erklärungsversuche gehen unter. Ja, ich wäre auch lieber wieder fett. Ich schäme mich. Wie kann ich nur meine Internetkenntnisse, die mir Pro-Bono von anderen Bloggern und der ganzen Community so warmherzig und selbstlos beigebracht wurden, einfach so verkaufen? A fucking sell-out, that’s what it is.
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Berlin Unbezahlbar

Veröffentlicht October 2, 2009

Soetwas in der Art hatte ich schon länger mal vor, aber hier sind mir wohl einige talentierte Menschen der HTW Berlin zuvorgekommen ((interessant zu erwähnen, dass ich die letzten 2 Jahre ununterbrochen versucht habe, in den Studiengang “Wirtschaftskommunikation” zu kommen, aber die blöde HTW-Bitch findet mich nicht gut– aber ich bin ja auch viel zu Cool für so einen Trend-Studiengang, eh)). Die Studenten sind in Berlin losgezogen mit dem kleinstmöglichen Budget, und siehe da: die Hauptstadt lässt sich auch ohne viel Cash durchnehmen. Ähh..

Berlin Unbezahlbar

Über Märkte, Sehenswürdigkeiten und Parks bishin zu Party, Futtern für Umme und der pure Urban-Genuss ist da alles dabei, was sich das Penner-Herz so wünschen kann. Ich jedenfalls bin ausreichend zufrieden gestellt und warte nur noch auf den nächsten Sommer, um die Draußen-Angebote zu verwirklichen.

Ich kenne nicht viele Städte, in denen so viele Möglichkeiten offen liegen. Aber wenn Berlin eine Website wäre, dann hätte sie als einzie womöglich das Freemium Modell verstanden. Touristen kommen her und stoßen erstmal mit einem Kasten Stierbier (3,50 für 0,5 Liter Flaschen bei Netto) an, gehen in einen Club umsonst und ohne Dresscode und holen sich dann einen (ok, gut schmeckt der nicht) Döner für einsfünfzig. Miete ist quasi umsonst, wenn man mit Wasserschaden leben kann, und in Friedrichshain findet sowieso jeder einen Platz. Das ist versprochen.

Und deshalb steh ich auch so auf Berlin.

Flohmarkt

Die Broschüre gibt es drüben beim Freeguide Berlin Blog als PDF runterzuladen.

 
 
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