"Girl gone wide."


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via dt64

A Berlin Summer by DT64

We all knew that this was special. The time was magic. We lived a dream. We knew that this will finish. We knew that we have to move on. What lasts are our memories on that summer 2010 in Berlin. We were there, together. These moments got part of our lives, you got part of me. Thank you for that. This is for the Crew.

DT64 is my man. This is my mix. Finding Berlin.

by yeahs in Berlin Musik

Ich bin nach Berlin gezogen für Freiheit und Kultur und Kunst und Inspiration und was ich bekam war ein T-Shirt auf dem draufstand “viel Spaß beim Arbeiten!”, dang, Hauptgewinn in der Lotterie für’s langweiligste Leben dass man so in der Blüte seiner Jugend haben kann.

by Chris.Jeriko

Der harte Winter hat allerdings gezeigt, wie wahnsinnig es mich  in den Füßen juckt, und auch, wie sehr ich Berlin (bei Sonnenschein) vermisse. Zurecht hatte ich die Befürchtung, dass der Sommer im Jahre 2010 abgeschafft wurde und deshalb fängt mein Abenteuer durch die Stadt und seine verwinkelten Ecken jetzt schon an, bei Sturm und Eis und Regen und Schnee.

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by yeahs in (Pop)Kultur Berlin


Wenn man den Hipster-Fantasien nach Berlin folgt sieht man sich schnell in einem Strudel der Enttäuschungen konfrontiert mit all den Dingen, die nicht so laufen wie vorgestellt. Altbau Wohnung, Ost-Charme und Szene-Parties werden schnell abgeschrieben, der Kampf um das nackte Überleben in der Anonymität beginnt und wenn man nicht gerade professionelles Trust-Fund Baby ist, dann sieht man sich als armer Student die Chinanudeln von letzter Woche essen. Denn das ist Berlin. Ein Freizeitpark für die ganz Harten.

So habe ich in Berlin auch den Netto kennen gelernt. Der Netto an der Ringbahn und damit das Portal in die Vorhölle, die sich Wedding nennt. Allerdings müssen wir von Anfang an ein Missverständnis aus dem Weg räumen: es geht hier nicht um den kürzlich von Edeka übernommenen Plus, der dann in “Netto” umbenannt wurde. Bei Mohammad, nein. Nein. Es geht um den “Netto Supermarkt” mit dem Hund. Dieses Teil kommt aus Brandenburg und hat in den alten Bundesländern keine einzige Filiale, Gottseidank, denn die bloße Anwesenheit dieser Pufflobby hätte mich schon in jungen Jahren komplett verstört und erklärt auch die Bilanz an Drogenabhängigen und Nazis in ostdeutschen Großstädten. Sorry, man, wäre das in meiner Jugend die einzige Option gewesen einzukaufen, ich hätt’ mir auf jeden Fall ‘ne Platte rasiert und nach der Vergangenheit geschrien!

Ich könnte mich nun über das dubiose Klientel und die Freakshows, die Spritzen am Eingang und die unfähigen Kassierer auslassen. Stattdessen möchte ich erwähnen, dass Netto Stierbier nur 23 Cent pro Flasche kostet und es in diesem Laden nicht ein einziges Lebensmittel gibt, dass nicht auch als ABC-Waffe genutzt werden könnte. Es macht keinen Spaß, dort einkaufen zu müssen, denn man hat Angst Opfer eines Drive-By Shootings zu werden oder an den Gerüchen in diesen Hallen des Todes zu ersticken.

Selbstverständlich muss man das als Herausforderung ansehen.

Mehr Netto im Ghetto

In unauffälliger Tarnung (dunkle Jogginghosen und Plastiktüten mit Pfand) machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Im folgenden werde ich die Bilder unserer Einkäufe sprechen lassen, denn keine Worte können beschreiben, mit welchen Würgereizen wir kämpfen mussten…

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by yeahs in Berlin


Nachdem ich heute morgen um halb drei ins Bett gefallen bin (gefühlte Jahrzehnte im Zug zwischen Schönefeld und Wedding) und dann noch nicht mal einschlafen konnte, weil ich die ganze Zeit an die Berge von Arbeit denken musste, die mich nur vier Stunden später erwarteten, bin ich immer noch latent zerknatscht und lasse daher erstmal Bilder für meine aufregende Reise sprechen:

delayed-flight-fuuu

madrid-am-meer

wetter

Nachdem das alles gesagt wurde, hier noch einige erwähnenswerte Anekdoten:

Tapas. Tapas waren die einzige Motivation, bei nuklearem Winter das Haus zu verlassen. Tatsächlich ist dieses Konzept von kostenlosem Essen beim Sozialisieren (sprich: Saufen) ein gänzlich großartiges Prinzip. Irgendwann war es auch so weit, da habe ich wildfremden Leuten Bier ausgegeben, um mir die dazugehörigen Tapas zu klauen.

Real vs Barcelona. Es mag zwar nicht das schönste Spiel der spanischen Liga gewesen sein, aber immerhin war es 90 Minuten lang interessanter als das Wellness-Fußball unserer Nationalsport-Gemeinde. Ach, was erzähle ich da; ich würde mir auch 52 Wochen lang Bahn-TV mit Vergnügen in die Birne ballern, solange nur Casillas in jeder Sequenz zu sehen wäre. Casillas, Torhüter von Real Madrid, vielleicht auch der schönste Mann der Welt.

casillas

Madrid. Bei Weltuntergangswetter sieht diese Stadt ungefähr genauso charmant aus wie Tottenham. Durch meine ausgeprägte Fantasie konnte ich mir zwar in etwa vorstellen, welche vollbusigen, elfenartigen Wesen da durch den Sonnenschein im Hochsommer spazieren und wie sich schöne Menschen im Park zärtlich lieben, aber ich hatte nicht viel Geld bezahlt, um mir Dinge vorzustellen, also bin ich im Regen durch Pfützen marschiert und habe frierende Spanier mit meinem guten deutschen Pelz zugedeckt.

Wir haben ein paar Schritt gen Tourismus ausprobiert, waren nach einigen Stunden aber wieder zu faul und haben uns stattdessen wieder an die Tapas rangepirscht (“No Jamon, Motherfucker!!”) und das ganze Wochenende mit Filme gucken und Karten spielen verbracht. Das war’s auch schon. Als Hauptgewinn gibt’s eine Erkältung oben drauf. Um mich selbst zu trösten gibt’s jetzt noch mal ein Bild von Casillas:

iker-casillas

by yeahs in Gangster


Jedes Wochenende geht in Berlin die Post ab. Ich will versuchen, so oft wie möglich einige coole Events aufzulisten, die eventuell sehens- und begehenswert sind. Ich werde wahrscheinlich nicht da sein, Faulheit siegt.

Sunday Getaway im Rechenzentrum

Trotzdem kann es ja nichts schaden, darüber zu informieren. Bei iheartberlin.de gibt es schon eine ziemlich coole und wöchentliche Übersicht, also kann es nicht schaden, auch da mal vorbeizuschauen.

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by yeahs in Berlin