New Brutalism

New Brutalism

Ich wollte über Lil’ Durk schreiben, über Hockeysmith, über Max Graef, über Nire und über so viele andere Leute, aber nein, wenn man nur begrenzt Zeit hat und auf die irrsinnige Idee kommt, sein Zimmer auszumisten (WARUM?!), dann muss man sich entscheiden. Glücklicherweise fiel mir die Entscheidung schließlich nicht schwerer als sonst, denn den ganzen Tag lang beschallte mich bei meiner kurzzeitigen Gehirnapokalypse dieser Rainer Veil. Er ist guter Junge. Wirklich. Und New Brutalism, ein fantastischer Titel sowieso, ist eine ausgezeichnete EP.

Ich kann es nicht so richtig erklären, was mich daran so fasziniert, an diesen düsteren, betonartigen Klängen. Malte, von dem ich diesen unglaublich guten Tipp habe, der hat das viel besser erklärt. Außerdem hat er auch den schöneren Blog mit den besseren Einträgen und einen unfehlbaren Musikgeschmack.

(Hört euch beim Lesen doch bitte den Stream, den man leider nicht einbetten kann, auf Soundcloud an.)

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February 12th, 2014 Posted in Musik | Comments Off

M.O.M. / Ricky Hil

Ich kann Rich Hil auf den Tod nicht aufstehen, aber sein neues Mixtape erinnert mich – völlig unberechtigerweise – an To Record Water In Only Ten Days von John Fruiscante. Das Album haben wir damals in TB’s Keller gehört und uns gefragt, wie es wohl sein muss, so viel Scheisse zu fressen und Zähne an Heroi zu verlieren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Rich Boy Hilfiger Jr. nicht dieselbe kreativer Phase des inneren Zerreissens mitgemacht hat; zumindest endet das nicht im selben fantastischen Sound-Resultat. Es endet ja nicht mal in der selben lyrischen Liga, es ist weder subtil noch prägnant, es ist einfach nur pathetisch und widerlich.

Nur gibt es Tage, an denen fühlt man sich genau so geschmacklos, dass man sich sogar dramatischer Twilight-Musik von Ricky Hil hingeben kann. So viel Labilität kann sich der Mensch ja durchaus mal eingestehen.

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February 24th, 2013 Posted in Crystal Meth, Musik | 1 Comment »

Burial x Massive Attack

Was ist eigentlich mit diesem überkrassen Teil von Burial los? Was ist das für ein unfehlbares, perfekt komponiertes Stück der Vollendung, das mir hier zuteil wird? Welche übersinnlichen Kräfte haben auf Paradise Circus und in den Gehirnströmen von Burial wirken müssen, um mich in eine unwirkliche, außerkörperliche Trance zu befördern? Wenn Sinnlichkeit auditiv greifbar wäre, könnte man sie in diesem Song finden. Sie, mich und alle anderen Menschen, die die höhere Kunst der dunklen, vernebelten Stimmungsmusik wertschätzen können. Das geht übrigens mittlerweile auch Hand in Hand mit dem vollständigen Verzicht auf die gefährliche Nikotin-Teer-Mischung. Damals dachte ich noch, man müsse, um zur avant-garde zu gehören, mindestens rauchen können, besser noch drogenabhängig sein. Ich verzichte jetzt mal auf beides und befinde mich mit den anderen Trend-Spießern auf Höhe der grünen Rebellion.

Aber erstmal die Gänsehautattacke nach diesem Song überleben.

October 21st, 2011 Posted in Musik | 1 Comment »