Hip Hop My Friend, My Love

Veröffentlicht February 28, 2012

Musikalische Irrwege gibt es so viele in meinem Leben, aber sie alle führten straight wieder zurück zum Hip Hop. Dort fing alles an, dort hört alles auf. Das dazwischen existiert auch und mit Recht, aber Hip Hop is forever, und ich finde es mehr als großartig, dass meine Liebe gerade noch mal aufflammt (und man Liebe an Musik nicht verschwenden kann).

 
 

BLESSED / CARTOONS & CEREAL

Veröffentlicht February 22, 2012

Kendrick Lamar hat sich in mich verbissen, ich schwöre es. Ich will ihn überhaupt nicht mögen, auch wenn er ein Ausnahmetalent ist: zu hoch der Grad der Enttäuschung, wenn man die Künstler dann machen lässt. Siehe Lupe Fiasco, ein Drama in 3 Alben. Und außerdem nervt mich Kendricks nölige Stimme, und sein destruktiver Flow lässt mich nicht mitfühlen. Aber doch, und doch, und immer wieder saugt er sich fest, bis ich seine Tracks auf Repeat verschlinge und das Ghetto in mir durchbricht. Kendrick Lamar, man.

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Hands On The Wheel

Veröffentlicht February 3, 2012

With a little bit of crack, little bit of dope
Little bit of smoke, little coke
Little weed, when they on them pills
Little bit of E, little bit of shrooms
Little bit of deuce, what it do, hand on the wheels
And I keep the illest, trillest bitches while I’m swaggin’ it
Crush a bit, little bit, that’s my pursuit of happiness

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All Falls Down

Veröffentlicht January 28, 2012

Noch bevor ihre Augen offen waren wusste sie, dass sie schon wieder in derselben fürchterlichen Dimension gelandet war. Dieselbe Kälte, dasselbe einstürzende Haus, dieselbe Verzweiflung und dieses immerwährende Fall-Gefühl im Bauch, als hätten ihre Eltern sie damals im Free Fall Tower der Universal Studios vergessen. Als wäre Fallen jetzt der Normalzustand. Als wäre Beten für den Aufprall eine menschliche Hoffnung.

Aber sie wollte in dieser Runde stark sein und ihre Angst überwinden: das hier ist kein Horrorfilm, das hier ist das Limbo, von dem Christopher Nolan in Inception berichtete. Man kommt hier nur raus, wenn man Rückgrat beweist. Also befreite sie ihre rostigen Beine von ihrer kauernden Position am Treppenabsatz, stand auf und ging hinunter in die dunkle, unbekannte Welt, in der man nicht sterben und nicht leben konnte.

Als sie die Dunkelheit nunmehr vollständig umgab, knallte sie mit dem Kopf vornüber gegen eine schwere Metallwand, die sich nach einigem zögerlichen Tasten mit ungelenken Fingern als Tür herausstellte. Sie hielt den Atmen an und zog am Knauf, doch die Tür ging nicht auf. Erleichtert, doch gleichzeitig am Rande der Tränen, trat sie wieder einen Schritt zurück von der Tür. Eine leichte Vibration ging unter ihren Füßen durch den Boden. Tränen rollten wieder ihre Wange lang. “Scheisse”, murmelte sie leise. “Scheisse.”

Nach einigen Minuten hörte sie ein lautes, männliches Seufzen. Sie erschrak, zuckte stehend zusammen, verlor beinahe das Bewusstsein vor Angst. “Wer… wer ist da?”, flüsterte sie in das Nichts, vor ihr die Tür, hinter ihr die Treppe, das Licht zu weit weg, um sie in ihrer Position zu unterstützen. Es dauerte eine Weile, bis eine Antwort kam.

“Du musst drücken, Mädchen.”

Ihre Tränen passierten den letzten Checkpoint und brachen den bewachten Zaun der Selbstbeherrschung. Es war zu spät. Angst und Wahnsinn überkamen sie, “das ist nur ein böser Traum, das ist nur ein böser Traum”, sagte sie sich immer und immer wieder. “Wenn man sich nicht daran erinnern kann, wie man hergekommen ist, dann ist man in einem Traum”, wie ein Mantra sagte sie die fiktive Formel des Filmes nach, der sie im Jahre 2010 so fasziniert hatte.

“DU MUSST AN DER TÜR DRÜCKEN, NICHT ZIEHEN!”, donnerte es nochmals. Sie kauerte wieder auf ihren Knien, wippe vor und zurück, hielt sich die Ohren mit ihren kalten Händen zu und ignorierte das Beben und den Kiesel, der auf sie rieselte. Sie wollte nur noch hier raus und fragte sich, wieso sie bei jedem mutigen Schritt nach Hause wieder von der grausamen Realität ihres Traumes eingeholt werden musste. Noch bevor sie eine Antwort finden konnte, ging ein Ruck durch die Tür; langsam schiebt sich das Metall über den Steinboden. Ein Spalt von Licht schimmerte jetzt hindurch. Sie hörte auf zu schluchzen. Als sich nichts mehr bewegte, atmete sie tief ein und stand auf. Ihre Hand griff nach der Tür, sie drückte und trat in einen Raum voller Licht.

Die Tür knallte hinter ihr zu, doch wo sie vorher blind vor Dunkelheit war, war sie nun geblendet von einer radioaktiven Sonnenstrahlung. Sie musste sich die Hände über die Augen falten, um das grelle Brennen abzuwenden. “Wo bin ich?”, rief sie in den Raum rein. Erst jetzt bemerkte sie den unterschwelligen Tinitus, den sie sich wohl eingefangen haben musste. Wie ein liegengebliebenes EKG hörte sich das an – wie symbolisch, dachte sie. Der Tod kann nicht weit sein.

“Hör auf, über den Tod nachzudenken!”, schallte es aus einer fernen Ecke des Raumes. Sie zuckte zusammen.

“Und überhaupt – wenn eine Tür beim ersten Ziehen nicht aufgeht, dann versuch es beim nächsten Mal mit Drücken. Du bist nicht Alice im Wunderland. Das hier ist nicht mit Helferlein konzipiert. Das nächste Mal helfe ich dir nicht mehr so!”

Sie war in ihrer geblendeten Starre gelähmt. Sie verstand, dass jemand mit ihr redete, aber sie konnte nicht zuordnen, ob tatsächlich gesprochen wurde oder ob ihre Gedanken bearbeitet wurden. Diese ungreifbare Stimme jedoch konnte sie ganz klar zuordnen.

“Bist du… bist… bist du Kanye West?”, fragte sie in den Raum hinein, ohne sich selbst zu hören. Wie ein Vakuum wurde jedes Wort von der Sonne verschlungen. Bis auf das tote EKG gab es keine Akustik. Umso erstaunter war sie, dass die Antwort tatsächlich in ihrem Kopf landete.
“Nein. Ich bin Gott.”
“Oh.”, sagte sie, enttäuscht. “Aber du hörst dich so an.”
“Das ist, um dir die Angst zu nehmen. Du weinst ganz schön viel. Kanye West beruhigte dich schon als kleines Kind.”
“Als.. Kind? Ich bin 23.. Kanye West macht doch noch nicht so lange..”, doch Gott unterbrach ihren Einwand.
“Nebensächlich! All Falls Down! Alles an Sicherheit hat er dir gegeben, du warst 7 Jahre alt, da wusste ich, Yeezy gehört zu dir! Ich bin hier um dir zu helfen, als Kanye West verkleidet!”

Doch der immer lauter werdende Tinnitus und die radioaktie Sonnenstrahlung brannten All Falls Down aus ihrem Gehirn. Sie fiel weiter, tiefer, aus dem Licht und aus dem Akustik-Vakuum hinaus in eine neue Welt. Kein Kanye West, kein Sonnenschein. Sie wusste nichts mehr, als die Dunkelheit durch ihre Adern strömte, verlor ihre Gedanken, ihre Erinnerung und ihr Bewusstsein gleichzeitig. Ein Hauch von Limbo umgab sie, als der Schlaf sie in eine neue Welt holte…

All Falls Down · Kategorien: Chaosplanet Musik · Comments Off
 
 

Gone Face

Veröffentlicht January 7, 2012

Gone Face · Kategorien: Musik · Ein Kommentar
 
 

Best Songs 2011

Veröffentlicht December 29, 2011

Jeder Song bindet sich an einen Moment und wird damit zu einem Bedeutungsträger, einem Symbol für die Zeit, ein Konservat, gebündelte Erinnerungen. Meine Lieblingssongs werden zu kleinen Schatztruhen, die Gefühle und Bilder vergangener Zeiten in sich bergen. Eine Liste der besten Songs ist willkürlich; jeder einzelne davon gehört auf meinen Number 1 Spot, denn jeder einzelne wiegt schwer in meiner Geschichte. Am Ende des Tages bewährt sich dann, was ich im Lichte aller mir verfügbaren Gedanken und Gefühle auch bewusst als “das beste” bewerte; nur, das kann man dann eher im subjektiven Licht betrachten, rein objektiv liegt mir nichts ferner als musikalische Rezensionen zu den 100 besten Songs des Jahres schreiben…

Zusammengefasst: Musik ist anekdotisch. Diesmal soll der Jahresrückblick aber mehr sein als nur eine Liste mit seltsam-introvertierten Kommentaren meinerseits. Diesmal sollt ihr auch was davon haben. Der Berliner Lifestyle- und Streetwear-Store Def-Shop war so großzügig, für diesen Beitrag 2×1 WESC Kopfhörer zu spendieren. Was ihr dafür machen müsst? Euren Lieblingssong 2011 in die Kommentare posten (mit einer funktionierenden E-Mail Adresse!). Dafür habt ihr bis zum 3. Januar 2012 Zeit. Wer in Berlin ist, sollte sich auf jeden Fall den Store auf der Friedrichstraße mal reinfahren. Basketballschuhe, Sneaker, alles da – nicht entgehen lassen.

Wer die Vergangenheit auch noch mal antesten möchte, findet die 200 aus 2000 Liste und das Best Of 2010 in den Archiven. Zu 2011 gibt es folgende Zusammenfassung: dieses Jahr war dem Hip Hop verschrieben, mehr als jemals zu vor. Dieses Jahr hat vor allem Drake (rein quantitativ) die Liste erobern können. Was das über mich und ihn aussagt ist zwar fraglich, aber wir wollen jetzt nicht zu weit vorgreifen. Einzig wofür ich keine Zeit mehr hatte: die mediale Ausstattung mit Download-Links oder Grooveshark-Playlist. Aber ich denke, das werden wir alle gemeinsam überleben. Habt Geduld beim Laden: so viele YouTube-Videos auf einer einzigen Seite sind für die schnellste W-Lan Connection nur schwer zu verkraften (ich habe es bereits nach den ersten Beschwerden ausgedünnt).

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The Weeknd / Echoes of Silence

Veröffentlicht December 22, 2011

Dass ich meine Best of 2011 Liste noch nicht fertig habe ist vielleicht der glücklichste Umstand des Jahres, denn er erlaubt mir, auch das letzte Mixtape von The Weeknd in meinem Jahresabschluss zu berücksichtigen. Und irgendwie ist das auch der entsprechend perfekte Ausklang für 2011, wo das Jahr doch mit so viel Liebe zu House of Balloons startete und bei Thursday einen kleinen Knick nach unten hatte. Nachdem ich das Mixtape auf einer vierstündigen Zugfahrt mal um mal hören konnte, ohne dass mir ein einziges Mal langweilig wurde oder ich mich ärgern musste, wird klar: The Weeknd ist nicht nur ein großartiger Meister des R&B, er ist auch mein persönlicher Künstler des Jahres. Love, Love, Love. Zum Download.

the weeknd echoes of silence download

 
 

DARK CLOUDS / Mixtape

Veröffentlicht December 15, 2011

Wie ich letztens schon erwähnte, war ich eines Abends sehr kurz davor, einen bahnbrechenden Erfolg des musikalischen Zusammenspiels hinzulegen. Die Epiphanie kam zwar und manifestierte sich so, dass ich sie nicht mehr los wurde, doch leider waren meine tatsächlichen Fähigkeiten zu eingeschränkt um den Ansprüchen meines inneren Genies zu genügen.

Dennoch wollte ich der Welt nicht vorenthalten, was sich an diesem Abend in meiner Seele zusammenbraute. Ich hatte ständig das Bild (und, zugegeben, den Geruch) einer Rauchwolke vor mir – eine, die so dick ist, dass man sich reinlegen kann. Eine, die zum schweben einlädt, wo die Füße anfangen zu kribbeln und der Bauch so tut, als hätte man gerade eine Dauerkarte zum Achterbahnfahren gelöst. Dieses Gefühl, vom ersten Zug bis zum letzten Versuch, seine Sinne zu ordnen, wenn plötzlich die Synapsen durchpeitschen und Dinge sogleich klar und verworren sind und die Augen auf Halbmast hängen; das ist das Gefühl, welches nach einem entsprechenden Soundtrack verlangt.

Im ersten Akt ist ein grinsender Protagonist zu beobachten. Man ist mit einer entspannten, geradezu schleichenden Aufregung erfüllt. Vorfreude. Eine gewisse Leichtigkeit. Der zweite Akt erzählt schon klar und deutlich die Geschichte, auf die man sich gefreut hat. Der erste Kontakt mit dem Gefühl, dass der Kopf langsamer wird, die Muskeln ihre Steifheit verlieren und das Kopfkino sich einschaltet. Der dritte Akt taucht die Wolke in ein dunkles schwarz, eine düstere Atmosphäre sozusagen, die die Stimmung dieses besonderen Augenblicks wieder geben soll. Das hier, das weiß man jetzt, ist keine Fressattacke, keine freundschaftliche Kommunikation, keine Lust auf Aktivität- das ist jetzt Lähmung. Im vierten Akt sind wir am Höhepunkt unserer Gedanken angekommen, wo alles ineinander verschwimmt, die Zeit stehen bleibt und die Sekunden sich wie Kaugummi in die Unendlichkeit strecken. Im fünften und sechsten Akt kommen wir langsam zurück, diese beiden Akte sind untrennbar, müssen sozusagen fließend ineinander übergehen, um einen Rückfall oder negative Rückschlüsse auf den kleinen Flug auszuschließen. Am Ende des sechsten Aktes sehen wir uns blinzelnd um, und fragen uns, was eigentlich in den letzten Stunden passiert ist.

STONER by Yeah Sara on Grooveshark

Im Übrigen ist der thematische Zusammenhang kein besonderer; er dient vor allem der Repräsentation meines derzeitigen Lieblingssounds, der vor allem von einer gewissen Atmosphäre bestimmt wird und genreübergreifend wie ein Virus durch das Internet-Land zieht.

PS: das Grooveshark Widget ist ja mal richtig, richtig mies. Falls jemand eine Alternative zum Einbetten kennt, holla at your girl.

 
 

TOP DOWN

Veröffentlicht December 13, 2011

Ich habe mich gestern daran versucht, einen großartigen, weltverbessernden Mix zusammen zu basteln. Ich stellte mir vor, wie ihr euch den zieht und völlig erschrocken seid darüber wie viel Talent ich beim Mischen vorweise. Jedenfalls ist daraus nichts geworden, aber dafür gibt’s Pac Div mit voller Breitseite für den heimischen Club.

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Watch The Throne

Veröffentlicht December 1, 2011

Sind sie nicht süß, diese alten Männer? Wie sie freudestrahlend auf einen Runway laufen und eine Art Choregraphie hinlegen, die sie nicht als harte Typen, sondern als interessante Entertainer auszeichnet? Wie sie, ich fasse es nicht, “crazy” voll aussprechen und nicht zu “cray” verstümmeln (wobei ich den innovativen Aspekt dahinter ehrlich gesagt nicht abstreiten möchte). Wie sie in Ledermontur (Kanye, du Fashionmonster – und die göttlichen Air Yeezys, diese fantastischen Dinger, die ich niemals besitzen werde) triumphieren und die Versace x H&M Jacke aus der aktuellen Kollektion mit einem Extra-Grinsen Erwähnung findet…

Die Musik selbst, mit diesem elektronischen Rumgewabere am Ende, das so ein bisschen an Skrillex’ Nicht-Dubstep, Nicht-Elektro Talent erinnert, aber auch die Plattform – wer ist die Zielgruppe für Victorias Secret Fashion Show? Harte Gangster-Typen? Hm – ist so ein bisschen der Abgesang auf die Einschränkungen, die dem Hip Hop in seiner Geschichte widerfahren sind. Wenn Mutti und ihre Töchter zu Kay & Jay abgrunzen können, dann kann das jetzt jeder. Das mag vielleicht keine überraschende Entwicklung sein, weil vor allem Kanye die Marketingfläche nicht unwesentlich gedehnt hat mit seinen Pop-Ambitionen (und ey, wenn Jay-Z nicht seit jeher eingänglich war, wer sonst?). Ich finde es trotzdem erstaunlich, wie schön sich das ganze in die Szenerie einfügt, so natürlich, als wäre es nie etwas anderes gewesen. Irgendwie so, als wäre der nächste Stopp bei Wetten, Dass? // es wundert mich nicht, wenn es da einen nervigen Drang gibt von Kids, unabhängig der Herkunft, anderen “rebellischen” Kids zu folgen, die zwar nicht minder den Erfolg haben wollen, aber dabei noch ein paar Leuten in die Fresse spucken möchten (ie Odd Future wollen Wu-Tang sein). Fragt sich, ob es am Alter von Hip Hop liegt (“endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen”) oder eben am Alter der anführenden Künstler… (was übrigens nichts über die Qualität von The Throne aussagen soll).

PS: Das Hip Hop Künstler noch mal Gianni Versace “neu” auftragen würden- wer hätte das schon gedacht.
PPS: Ich will diese Jacke. Ich will, ich will, ich will.

Watch The Throne · Kategorien: Musik · 6 Kommentare
 
 
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